Core Scientific beendet Block-Deal, während BitRiver-Gründer in Untersuchungshaft sitzt

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30.07.2026 4 times read 0 Comments

Core Scientific beendet Bitcoin-Mining-Deal mit Block gegen Zahlung von 42 Millionen US-Dollar

Core Scientific zahlt 42 Millionen US-Dollar, um den Bitcoin-Mining-Deal mit Block zu beenden. Nach Angaben von cryptonews.net wurden durch die Einigung sowohl der bestehende Vertrag als auch alle zukünftigen Ausrüstungslieferungen aufgehoben.

Core Scientific brachte die Entscheidung mit dem Abbau der verbleibenden Mining-Verpflichtungen und dem Übergang zu Colocation-Betrieben mit hoher Dichte in Verbindung. Weitere Zahlungsbedingungen wurden nicht offengelegt; im Bericht für das zweite Quartal wurde jedoch ein daraus resultierender Verlust in Höhe von 41,9 Millionen US-Dollar genannt.

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Der im Juli 2024 angekündigte Vertrag sah vor, dass Blocks Proto-Sparte 3-Nanometer-Mining-Chips mit einer Rechenleistung von etwa 15 EH/s liefern sollte. Der Auftrag gehörte gemessen an der Hashrate zu den branchenweit größten angekündigten Transaktionen für Mining-Chips und beinhaltete eine Option auf zusätzliche Mengen.

Mit der Stornierung entfällt eine potenziell erhebliche Erweiterung der Mining-Flotte von Core Scientific. Das Unternehmen erklärte, künftig nicht in neue Mining-Ausrüstung zu investieren, um seine Hashrate aufrechtzuerhalten oder zu erweitern. Stattdessen soll aus der verbleibenden Flotte Liquidität generiert werden, während Anlagen umgerüstet und Miner verkauft oder außer Betrieb genommen werden, sobald dies sinnvoll ist.

KennzahlVorjahreswertWert im zweiten Quartal
Colocation-Umsätze10,6 Millionen US-Dollar136,7 Millionen US-Dollar
Anteil am Gesamtumsatz13 %83 %
Umsätze aus eigenem Mining62,4 Millionen US-Dollar21,5 Millionen US-Dollar
Anteil am Quartalsumsatz80 %13 %
Mining-Hosting für Dritte6 Millionen US-Dollar

Die Neuausrichtung zeigte sich bereits in den Quartalsergebnissen. Die Colocation-Umsätze stiegen von 10,6 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 136,7 Millionen US-Dollar und machten damit 83 % des Gesamtumsatzes aus, verglichen mit 13 % im Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig sanken die Umsätze aus dem eigenen Mining um 66 % von 62,4 Millionen US-Dollar auf 21,5 Millionen US-Dollar. Ihr Anteil am Quartalsumsatz fiel von 80 % im Vorjahr auf 13 %. Das Mining-Hosting für Dritte erzielte 6 Millionen US-Dollar.

Core Scientific meldete außerdem, dass die Bitcoin-Produktion im Quartal gegenüber dem Vorjahr um 53 % zurückging. Der durchschnittlich realisierte Bitcoin-Preis sank um 27 %.

Das Unternehmen verlagerte Stromkapazitäten aus Mining-Anlagen in Rechenzentrumskapazitäten für Grafikprozessoren und andere Hochleistungsrechnersysteme. Zum 30. Juni verfügte Core Scientific über 395 Megawatt abrechnungsfähige Colocation-Kapazität; bis Mitte Juli waren es 437 Megawatt. Die insgesamt an Kunden vermietete Kapazität erreichte etwa 1,1 Gigawatt.

Die Zahlen liefern laut cryptonews.net den bislang deutlichsten Beweis dafür, dass sich Core Scientific von einem der größten börsennotierten Bitcoin-Miner Nordamerikas in erster Linie zu einem Anbieter von KI-Infrastruktur entwickelt.

Die Colocation-Umsätze stammen derzeit ausschließlich von CoreWeave Inc. (NASDAQ: CRWV). Auf CoreWeave entfielen im ersten Halbjahr etwa 77 % des Gesamtumsatzes, wodurch Core Scientific weiterhin stark von einem einzelnen Kunden abhängig bleibt, auch wenn das Unternehmen seinen Kundenstamm erweitert.

In einer separaten Partnerschaft mit Advanced Micro Devices Inc. kündigte Core Scientific eine potenzielle Rechenzentrumskapazität von bis zu 2,5 Gigawatt an. Die ersten 15-Jahres-Verträge umfassen etwa 530 Megawatt an fünf Standorten und könnten vertraglich vereinbarte Basisumsätze von mehr als 14 Milliarden US-Dollar generieren.

KennzahlVorjahreswertWert im zweiten Quartal
Gesamtumsatz78,6 Millionen US-Dollar164,2 Millionen US-Dollar
Investitionsausgaben121,3 Millionen US-Dollar797,5 Millionen US-Dollar
Ausstehende Kauf- und Bauverpflichtungen zum 30. Junirund 1 Milliarde US-Dollar
Langfristige Verbindlichkeiten4,3 Milliarden US-Dollar
Liquidität1,82 Milliarden US-Dollar

Der Gesamtumsatz im zweiten Quartal stieg von 78,6 Millionen US-Dollar auf 164,2 Millionen US-Dollar und hat sich damit mehr als verdoppelt. Die Investitionsausgaben erhöhten sich im Zuge der Finanzierung des Rechenzentrumsausbaus von 121,3 Millionen US-Dollar auf 797,5 Millionen US-Dollar.

Zum 30. Juni bestanden ausstehende Kauf- und Bauverpflichtungen in Höhe von rund 1 Milliarde US-Dollar. Der Großteil dieser Ausgaben wird voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten anfallen. Zusätzlich meldete Core Scientific langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar sowie eine Liquidität von 1,82 Milliarden US-Dollar.

  • Der Vertrag mit Block und alle zukünftigen Ausrüstungslieferungen wurden aufgehoben.
  • Core Scientific plant keine neuen Investitionen in Mining-Ausrüstung zur Aufrechterhaltung oder Erweiterung der Hashrate.
  • Die Colocation-Umsätze stiegen auf 136,7 Millionen US-Dollar.
  • Die Colocation-Kapazität lag bis Mitte Juli bei 437 Megawatt.
  • Die geplante Partnerschaft mit Advanced Micro Devices Inc. umfasst potenziell bis zu 2,5 Gigawatt.

Zusammenfassung: Core Scientific verlagert seinen Schwerpunkt deutlich vom eigenen Bitcoin-Mining auf Colocation- und KI-Infrastruktur. Gleichzeitig steigen Umsatz und Investitionsausgaben, während die Bitcoin-Produktion, die Mining-Umsätze und die geplante Erweiterung der Mining-Flotte zurückgehen. Quelle: cryptonews.net; der Artikel erschien zuerst in „The Energy Mag“.

BitRiver-Gründer Igor Runets in Russland wegen Betrugs angeklagt

Igor Runets, der Gründer von BitRiver, wurde von Hausarrest in eine Untersuchungshaftanstalt verlegt. Wie CoinDesk berichtet, muss sich Runets wegen des Vorwurfs umfangreichen Betrugs im Zusammenhang mit der angeblich nicht erfolgten Lieferung von Krypto-Mining-Ausrüstung verantworten.

Ermittler werfen Runets vor, Schäden in Höhe von mehr als 1 Milliarde Rubel verursacht zu haben, was etwa 12,5 Millionen US-Dollar entspricht. Im Mittelpunkt steht ein Ausrüstungsvertrag im Wert von 8 Millionen US-Dollar mit Infrastructure of Siberia, einer Tochtergesellschaft des Industrieverbunds En+.

Nach Angaben russischer Strafverfolgungsbehörden wurde der Vertrag im Jahr 2023 geschlossen, jedoch nicht erfüllt. Runets wird von den Ermittlern wegen „groß angelegten“ Betrugs beschuldigt.

Runets wurde aus dem Hausarrest in eine Untersuchungshaftanstalt verlegt, da ihm vorgeworfen wird, einen Vertrag nicht erfüllt zu haben.

En+ wird von CoinDesk als milliardenschwerer Konzern beschrieben, der 5 % des weltweiten Aluminiums produziert und außerdem Digital-, Technologie- sowie Krypto-Mining-Infrastrukturprojekte betreibt. Infrastructure of Siberia ist eine Tochtergesellschaft dieses Konzerns.

Der Fall verschärft den Druck auf Runets und BitRiver. Runets war Berichten zufolge bereits im Februar wegen dreier Anklagen wegen Steuerhinterziehung festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden.

Der Gründer begann 2017 mit dem Aufbau eines Krypto-Mining-Rechenzentrums in Sibirien. Im selben Jahr gründete er BitRiver. Später erweiterte er den Betrieb auf 15 Rechenzentren mit mehr als 175.000 Servern.

AngabeWert
Vorgeworfener Schadenmehr als 1 Milliarde Rubel
Entsprechender Betragetwa 12,5 Millionen US-Dollar
Wert des Ausrüstungsvertrags8 Millionen US-Dollar
Jahr des Vertragsabschlusses2023
Gründung von BitRiver2017
Rechenzentren15
Servermehr als 175.000
Regionen mit Mining-Verbot10
Dauer des regionalen Verbotssechs Jahre

BitRiver geriet nach der Schließung mehrerer Krypto-Mining-Zentren infolge eines sechsjährigen Regierungsverbots in 10 Regionen zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Die Einschränkungen destabilisierten die zuvor weitreichenden Rechenzentrumsaktivitäten des Unternehmens in Sibirien.

Zusätzlich eröffnete ein regionales Schiedsgericht im Februar ein Insolvenzverfahren gegen die Unternehmensgruppe Fox. Fox hält 98 % des genehmigten Kapitals von BitRiver und ist damit dessen Mehrheitsaktionär.

Die Kombination aus dem Strafverfahren gegen den Gründer, den Vorwürfen wegen Steuerhinterziehung, dem regionalen Mining-Verbot und den anhängigen Insolvenzverfahren erhöht den Druck auf das Unternehmen. CoinDesk bezeichnet BitRiver als Russlands größtes Krypto-Mining-Unternehmen.

  • Igor Runets wurde von Hausarrest in Untersuchungshaft überstellt.
  • Die Ermittler beziffern den mutmaßlichen Schaden auf mehr als 1 Milliarde Rubel beziehungsweise etwa 12,5 Millionen US-Dollar.
  • Der nicht erfüllte Ausrüstungsvertrag hatte einen Wert von 8 Millionen US-Dollar.
  • BitRiver betreibt beziehungsweise betrieb 15 Rechenzentren mit mehr als 175.000 Servern.
  • Gegen den Mehrheitsaktionär Fox wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet.

Zusammenfassung: Der Gründer von BitRiver sieht sich in Russland mit einem Betrugsverfahren wegen eines nicht erfüllten Ausrüstungsvertrags konfrontiert und befindet sich nun in Untersuchungshaft. Parallel belasten ein sechsjähriges Mining-Verbot in 10 Regionen, frühere Steuerhinterziehungsvorwürfe und Insolvenzverfahren gegen den Mehrheitsaktionär die Geschäftslage des Unternehmens. Quelle: CoinDesk.

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Article Summary

Core Scientific is ending its Block mining deal for $42 million, shifting from Bitcoin mining to AI-focused colocation infrastructure. BitRiver founder Igor Runets faces detention over alleged fraud involving an $8 million equipment contract.

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