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Bitcoin-Kettenspaltung durch BIP-110: Minderheitskette kommt nahezu zum Stillstand
Bitcoin erreichte bei der Aktivierung der obligatorischen Signalisierungsphase für BIP-110 den Block 961.632. Nach Angaben von CoinDesk begann die Signalisierung gegen 19:35 UTC am Samstag, während die Unterstützung durch Miner selten über 2,5 % hinausging und damit deutlich unter der erforderlichen Marke von 55 % blieb.
BIP-110 soll vorübergehend die Einbettung nicht-finanzieller Daten wie Bilder und Texte in Bitcoin-Transaktionen einschränken. Die Befürworter setzen auf einen nutzeraktivierten Soft Fork: Betreiber entsprechender Nodes würden Blöcke ablehnen, die keine Unterstützung für den Vorschlag signalisieren. Als historischen Präzedenzfall nennen sie die Aktivierung von SegWit im Jahr 2017 über BIP-148.
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Cryptonews.net berichtet, dass die von BIP-110-Knoten unterstützte Minderheits-Blockchain nach der Abspaltung bei Block 961.632 lediglich zwei Blöcke erzeugte. Sie befand sich bei Block 961.633, während die Hauptkette Block 961.681 erreicht hatte.
Der erste Non-Signaling-Block wurde laut Quelle von AntPool gemint und von BIP-110-Knoten abgelehnt. Ein Miner, der Ocean verwendete, erzeugte den alternativen Block, dem die abgespaltene Kette folgte. Die unterschiedliche Hashrate führte dazu, dass die Minderheitskette nur langsam vorankam.
Die technische Ursache liegt nach Angaben von Cryptonews.net in der unveränderten Mining-Schwierigkeit. Bitcoin passt diese alle 2.016 Blöcke an; die abgespaltene Kette kann die Schwierigkeit daher erst nach 2.016 Blöcken neu berechnen. Der Monitor schätzt diesen Zeitraum auf 350 Tage, verglichen mit 14 Tagen bei Bitcoin.
Yellow.com beziffert die Miner-Unterstützung auf höchstens 3 %. Die BIP-110-Knoten lagen bis zum Abend 18 Blöcke hinter der Hauptkette. Die Minderheitskette erzeugte nach Block 961.633 keine weitere erkennbare Aktivität, während die dominante Kette im üblichen Tempo weiterlief.
Die Abspaltung erfolgte, nachdem BIP-110-Knoten bei Block 961.632 einen Block ohne Versionsbit-4-Signal ablehnten. AntPool hatte diesen Block gefunden; der Großteil des Netzwerks akzeptierte ihn. Die alternative Kette wurde über Ocean von Roughnecks unterstützt.
Yellow.com berichtet außerdem, dass die Mining-Schwierigkeit auf 127,48 Billionen gestiegen sei. Auf der schwach unterstützten Kette könnten sich die Blockzeiten dadurch von den üblichen zehn Minuten auf Stunden oder länger verlängern.
Das Signalisierungsfenster bleibt bis Block 965.664 geöffnet. Nach Angaben von CoinDesk dürfte dieser Block in etwa vier Wochen erreicht werden.
| Aspekt | Angabe aus den Quellen |
|---|---|
| Ausgangspunkt der Abspaltung | Block 961.632 |
| Unterstützung durch Miner | selten über 2,5 %; laut Yellow.com höchstens 3 % |
| Erforderliche Schwelle | 55 % |
| Blockhöhe der Minderheitskette | 961.633 |
| Blockhöhe der Hauptkette | 961.681 |
| Neuberechnung der Schwierigkeit | alle 2.016 Blöcke |
| Geschätzter Zeitraum der Minderheitskette | 350 Tage |
| Ende des Signalisierungsfensters | Block 965.664 |
Zusammenfassung: BIP-110 führte bei Block 961.632 zu einer Aufspaltung. Die Minderheitskette erzeugte zwei Blöcke und blieb anschließend nahezu stehen, während die Hauptkette mit deutlich höherer Rechenleistung fortgesetzt wurde.
Bitcoin-Mining: 22,7 % der erfassten Geräte mit täglichen Verlusten
Der Bitcoin-Kurs hielt sich laut The Coin Republic nahe bei 64.745 US-Dollar. Gleichzeitig verzeichneten am 6. August 22,7 % der 22 erfassten Mining-Rigs negative tägliche Nettorenditen.
Das WuBlockchain Data Center meldete, dass fünf von 22 überwachten Bitcoin-Mining-Geräten mit einem täglichen Verlust betrieben wurden. Die Rentabilität hängt laut Quelle von den Stromkosten, der Netzwerkkomplexität, der Effizienz der Geräte und dem Bitcoin-Kurs ab.
Das effizienteste der untersuchten Modelle wies unter den zugrunde gelegten Annahmen einen geschätzten Stilllegungspreis von rund 46.787 US-Dollar auf. The Coin Republic betont, dass dieser Wert nicht bedeutet, der Bitcoin-Kurs müsse auf 46.787 US-Dollar fallen; er beschreibt vielmehr den möglichen Break-even-Bereich der leistungsstärkeren Geräte unter demselben Kostenmodell.
Der Analyst Ali Charts verwies auf mehrere technische Signale, die mit früheren makroökonomischen Tiefpunkten in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen ein Kaufsignal des monatlichen TD Sequential, die Nähe zum gleitenden 50-Monats-Durchschnitt und ein Chande-Momentum-Oszillator von etwa minus 71.
Ali zufolge lag der Bitcoin-Kurs zuletzt im Juni in einem vergleichbaren Bereich des Indikators, als er in Richtung 57.000 US-Dollar fiel. Seine Analyse sieht eine mögliche Konsolidierung zwischen 60.000 und 67.000 US-Dollar, bevor eine klarere Richtungsbewegung einsetzt.
Parallel verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs in der ersten Augustwoche Zuflüsse von 754 Millionen US-Dollar, ohne Abflüsse. Bei den Optionen entfielen in den vergangenen 24 Stunden 53,8 % des Bitcoin-Optionsvolumens auf Put-Optionen. Drei der vier meistgehandelten Kontrakte waren Put-Optionen mit Ausübungspreisen von 62.000 $ beziehungsweise 63.000 $.
Die betreffenden Verfalltermine liegen am 10. August, am 14. August und am 28. August. Call-Optionen stellten weiterhin 60,7 % des gesamten Open Interest. Der DVOL-Index von Deribit lag bei knapp 35, nachdem er zu Beginn des Jahres einen Höchststand von 90 erreicht hatte.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs | 64.745 US-Dollar |
| Erfasste Mining-Rigs | 22 |
| Geräte mit täglichen Verlusten | 5 |
| Anteil mit negativen Nettorenditen | 22,7 % |
| Geschätzter Stilllegungspreis | rund 46.787 US-Dollar |
| Mögliche Konsolidierungsspanne | 60.000 bis 67.000 US-Dollar |
| ETF-Zuflüsse | 754 Millionen US-Dollar |
| Anteil der Put-Optionen am Volumen | 53,8 % |
| Anteil der Calls am Open Interest | 60,7 % |
| DVOL-Index | knapp 35 |
Zusammenfassung: Während Bitcoin bei 64.745 US-Dollar notierte, arbeiteten fünf von 22 erfassten Mining-Geräten mit täglichen Verlusten. ETF-Zuflüsse von 754 Millionen US-Dollar standen einer defensiven Positionierung im Optionsmarkt und sinkenden Mining-Margen gegenüber.
Bitcoin-Miner richten den Blick auf KI-Rechenzentren und Stromzugang
Die US-Investmentbank Bernstein hat laut Bitget ihre Einschätzungen für börsennotierte Bitcoin-Miner überarbeitet. Im Mittelpunkt steht der Wandel vom reinen Bitcoin-Mining zu KI-Rechenzentren und High-Performance Computing.
Bernstein stuft CleanSpark, IREN, Riot Platforms und Core Scientific mit „Outperform“ ein. Für CleanSpark setzte das Analysehaus ein Kursziel von 24 US-Dollar, während MARA Holdings mit „Market Perform“ und einem Kursziel von 17 US-Dollar bewertet wurde.
Als wesentlichen Unterschied nennt die Quelle die operative Umsetzung. CleanSpark schloss für den Standort Sandersville in Georgia einen langfristigen Leasingvertrag über 175 IT-Megawatt mit einem Vertragswert von 6,6 Milliarden US-Dollar ab. MARA wartete dagegen weiterhin auf den ersten kommerziellen KI-Vertrag, stellte jedoch mindestens zwei Abschlüsse bis Jahresende in Aussicht.
Bernstein schätzt das gesamte Deal-Volumen zwischen Minern, Hyperscalern und Chip-Herstellern auf mehr als 90 Milliarden US-Dollar bei einer Kapazität von 3,7 Gigawatt. Der Zugang zu Strom wird dabei als zentraler Wettbewerbsvorteil beschrieben.
Die geschätzte Wartezeit bis zur Einspeisung von 1 Gigawatt Leistung beträgt laut Quelle selbst in regulatorisch entgegenkommenden Regionen wie Texas rund 50 Monate. Unternehmen mit bereits gesicherten Stromkontrakten können dadurch gegenüber Neueinsteigern einen Zeitvorteil besitzen.
Bitdeer verkaufte laut Bitget bereits im Februar alle eigenen Bitcoin-Bestände, um den KI-Pivot zu finanzieren. Das Unternehmen will in Norwegen in eine Colocation-Expansion für KI-Rechenzentren investieren.
Der Übergang zum Hosten von KI-Workloads bringt laut Quelle jedoch höhere operative Anforderungen mit sich. Dazu gehören strenge Verfügbarkeitszusagen, Kühltechnologien und eine professionelle Vertriebsstruktur gegenüber Hyperscalern.
CleanSpark verzeichnete im vergangenen Quartal einen Nettoverlust von 239,8 Millionen US-Dollar durch Bewertungsabschläge auf seinen Bestand von 13.924 Bitcoin. Zugleich verfügte das Unternehmen über 900 Millionen US-Dollar an Liquidität.
- CleanSpark: Kursziel von 24 US-Dollar und langfristiger Vertrag über 175 IT-Megawatt.
- MARA Holdings: „Market Perform“ und Kursziel von 17 US-Dollar.
- Geschätztes Deal-Volumen: mehr als 90 Milliarden US-Dollar.
- Geschätzte Kapazität: 3,7 Gigawatt.
- Geschätzte Wartezeit für 1 Gigawatt Einspeiseleistung in Texas: rund 50 Monate.
Zusammenfassung: Der Zugang zu Strom und die Fähigkeit, KI-Infrastruktur kommerziell zu betreiben, werden für Bitcoin-Miner zu zentralen Bewertungskriterien. CleanSpark wird wegen eines Vertrags über 175 IT-Megawatt hervorgehoben, während MARA laut Bernstein bei der Umsetzung noch zurückliegt.
Justin Mateen kauft American-Bitcoin-Aktien für rund 1,93 Millionen US-Dollar
Justin Mateen, Vorstandsmitglied von American Bitcoin, erwarb am 5. und 6. August insgesamt 306.981 Aktien des Unternehmens für rund 1,93 Millionen US-Dollar. Darüber berichtet CoinDesk.
Am 5. August kaufte Mateen etwa 145.000 Aktien der Klasse A für rund 925.000 US-Dollar zu einem durchschnittlichen Preis von 6,40 US-Dollar pro Aktie. Am 6. August folgte der Erwerb von etwa 162.000 Aktien für ungefähr 1 Million US-Dollar zu einem durchschnittlichen Preis von 6,19 US-Dollar pro Aktie.
Nach den Transaktionen besaß Mateen wirtschaftliches Eigentum an 492.297 Aktien der Klasse A. Die Angaben berücksichtigen laut CoinDesk den jüngsten Aktiensplit des Unternehmens.
Mateen ist Mitbegründer von Tinder und seit März 2025 Mitglied des Vorstands von American Bitcoin. Das von der Familie des US-Präsidenten Donald Trump unterstützte Unternehmen ist an der Nasdaq gelistet und verfolgt eine Strategie aus Bitcoin-Mining und Käufen für die Firmenkasse.
American Bitcoin meldete für das zweite Quartal einen Nettoverlust von etwa 57 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig förderte das Unternehmen rund 932 Bitcoin und erhöhte seine Treasury auf mehr als 8.000 BTC.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Aktienkäufe am 5. August | etwa 145.000 Aktien |
| Wert der Käufe am 5. August | rund 925.000 US-Dollar |
| Durchschnittlicher Preis am 5. August | 6,40 US-Dollar pro Aktie |
| Aktienkäufe am 6. August | etwa 162.000 Aktien |
| Wert der Käufe am 6. August | ungefähr 1 Million US-Dollar |
| Durchschnittlicher Preis am 6. August | 6,19 US-Dollar pro Aktie |
| Gesamte erworbene Aktien | 306.981 |
| Gesamtwert | rund 1,93 Millionen US-Dollar |
| Aktienbesitz nach den Käufen | 492.297 Aktien der Klasse A |
| Nettoverlust im zweiten Quartal | etwa 57 Millionen US-Dollar |
| Bitcoin-Produktion im Quartal | rund 932 Bitcoin |
| Bitcoin-Treasury | mehr als 8.000 BTC |
Zusammenfassung: Justin Mateen kaufte innerhalb von zwei Handelssitzungen 306.981 American-Bitcoin-Aktien für rund 1,93 Millionen US-Dollar. Der Aktienkauf erfolgte nach einer Quartalsmeldung mit einem Nettoverlust von etwa 57 Millionen US-Dollar, rund 932 geförderten Bitcoin und einer Treasury von mehr als 8.000 BTC.
Sources:
- Bitcoin erreicht Block 961.632, während der umstrittene BIP-110 Soft Fork-Versuch beginnt
- Umstrittener Bitcoin-Fork BIP-110 schürft zwei Blöcke und stoppt dann
- Bitcoin-Netzwerk spaltet sich in zwei Ketten – BIP-110-Knoten hängen 18 Blöcke zurück
- Der Bitcoin-Kurs hält sich bei 64.000 US-Dollar, während 23 % der Mining-Rigs tägliche Verluste verzeichnen
- Bitcoin-Miner unter Druck: Stromzugang wird zum KI-Schlüssel
- Vom Trump unterstützter American Bitcoin-Direktor Justin Mateen erwirbt Aktien im Wert von fast 2 Millionen US-Dollar
















