Bitcoin-Mining im Wandel: Solo-Erfolg, KI-Kurswechsel und Solar-Rechenzentren

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15.07.2026 38 times read 1 Comments

Bitcoin-Solo-Miner findet mit 200-Dollar-Gerät einen Block

Ein Hobby-Miner hat mit einem einzelnen Bitaxe-Gerät einen Bitcoin-Block gefunden und dadurch die vollständige Blockbelohnung von 3,125 Bitcoin erhalten. Nach Angaben von BTC-ECHO entsprach die Belohnung einem Wert von rund 200.000 US-Dollar; die Transaktion wurde am vergangenen Freitag mit Block 957382 bestätigt.

Zum Einsatz kam laut dem Mining-Pool Public Pool lediglich ein Bitaxe-Gerät. Die Hardware kostet weniger als 200 US-Dollar und erreicht eine Rechenleistung von rund einem Terahash pro Sekunde. Im Verhältnis zur gesamten Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks ist diese Leistung verschwindend gering, weshalb BTC-ECHO den Fund als statistische Ausnahme einordnet.

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Der Vorgang zeigt dennoch, dass auch kleine Mining-Setups theoretisch einen vollständigen Bitcoin-Block finden können. Im April gelang einem Solo-Miner ein vergleichbarer Erfolg über den Dienst CKPool. Im Februar fand ein privater Miner ebenfalls einen Block, nutzte dafür jedoch gemietete Rechenleistung statt eigener Hardware.

Der aktuelle Fund ist laut BTC-ECHO bereits der zwölfte Solo-Block eines Hobby-Miners im Jahr 2026. In den vergangenen zwölf Monaten wurden insgesamt 24 Bitcoin-Blöcke von Solo-Minern gefunden, was einem Anstieg von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

KennzahlAngabe
Blockbelohnung3,125 Bitcoin
Wert der Belohnungrund 200.000 US-Dollar
Hardwarekostenweniger als 200 US-Dollar
Rechenleistungrund einem Terahash pro Sekunde
Solo-Blöcke im Jahr 2026zwölf
Solo-Blöcke in den vergangenen zwölf Monaten24
Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum41 Prozent
Durchschnittlicher Abstand zwischen Solo-Blöcken15,2 Tage
Längste Phase ohne erfolgreichen Solo-Miner58 Tage

Zusammenfassung: Ein Bitaxe-Gerät für weniger als 200 US-Dollar fand einen Bitcoin-Block und brachte seinem Betreiber 3,125 Bitcoin beziehungsweise rund 200.000 US-Dollar ein. Der Erfolg bleibt selten, zugleich ist die Zahl erfolgreicher Solo-Miner gestiegen.

TeraWulf richtet sein Geschäft auf KI-Infrastruktur aus

Das US-Technologieunternehmen TeraWulf vollzieht laut Börse Express den strategischen Wandel vom Bitcoin-Miner zum Anbieter für KI-Infrastruktur. Grundlage der Neuausrichtung ist ein am 6. Juli 2026 unterzeichneter Mietvertrag mit dem KI-Spezialisten Anthropic. Der Vertrag läuft 20 Jahre und hat einen Gesamtwert von rund 19 Milliarden US-Dollar, was einem jährlichen Vertragsvolumen von etwa 950 Millionen US-Dollar entspricht.

CEO Paul Prager erklärte im Zusammenhang mit der Strategie: „Not all megawatts are created equally“. TeraWulf konzentriert sich dem Bericht zufolge auf eigene Stromerzeugungskapazitäten, Grundstücke und Betriebsabläufe. Zur Finanzierung der Expansion in die KI-Hosting-Sparte veräußerte das Unternehmen unter anderem seinen 50,1-prozentigen Anteil am Joint Venture Abernathy für rund 450 Millionen US-Dollar.

Der vollständige Ausstieg aus dem Bitcoin-Mining ist Teil der langfristigen Strategie. Im ersten Quartal 2026 stammten mit 21,02 Millionen US-Dollar rund 60 Prozent der gesamten Einnahmen aus dem Bereich High-Performance Computing. Die Mining-Aktivitäten trugen 13 Millionen US-Dollar zum Umsatz bei.

Im Mittelpunkt des neuen Geschäfts steht der „Justified Data“-Campus in Hawesville, Kentucky. TeraWulf hatte das Gelände einer stillgelegten Aluminiumhütte mit einer Fläche von 750 Morgen im Februar 2026 erworben. Der Vertrag mit Anthropic sieht eine kritische IT-Last von 401 Megawatt vor. Erste Kapazitäten sollen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2027 bereitgestellt werden, die vollständige Inbetriebnahme wird für Anfang 2028 erwartet.

Für das Großprojekt plant TeraWulf eine zusätzliche Schuldenaufnahme in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar. Zuvor wurden besicherte Anleihen im Wert von 3,2 Milliarden US-Dollar mit einem Zinssatz von 7,75 Prozent und einer Laufzeit bis 2030 begeben. Das Management prognostiziert für 2029 einen Gesamtumsatz von 1,7 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 209,3 Millionen US-Dollar.

Neben dem Standort in Kentucky verfügt TeraWulf über die Morgantown Generating Station in Maryland mit einer Kapazität von 210 Megawatt. Für die Umsetzung des neuen Campus wurde der Baukonzern Fluor verpflichtet.

KennzahlAngabe
Laufzeit des Anthropic-Vertrags20 Jahre
Gesamtwert des Vertragsrund 19 Milliarden US-Dollar
Jährliches Vertragsvolumenetwa 950 Millionen US-Dollar
Anteil am Joint Venture Abernathy50,1 Prozent
Erlös aus dem Verkaufrund 450 Millionen US-Dollar
HPC-Einnahmen im ersten Quartal 202621,02 Millionen US-Dollar
Mining-Umsatz im ersten Quartal 202613 Millionen US-Dollar
Fläche des Standorts in Kentucky750 Morgen
Kritische IT-Last401 Megawatt
Geplante zusätzliche Schuldenaufnahme3,5 Milliarden US-Dollar
Bereits begebene besicherte Anleihen3,2 Milliarden US-Dollar
Zinssatz der Anleihen7,75 Prozent
Prognostizierter Umsatz 20291,7 Milliarden US-Dollar
Prognostizierter Gewinn 2029209,3 Millionen US-Dollar
Kapazität der Morgantown Generating Station210 Megawatt

Die Aktie entwickelte sich trotz der Großaufträge volatil. Der aktuelle Kurs lag bei 16,88 € und verzeichnete eine Tagesveränderung von -7,84 %. Damit lag der Wert -20,44 % unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 21,22 €. Seit Jahresbeginn stand dennoch ein Plus von 54,88 % zu Buche, während der Zuwachs auf 12-Monats-Sicht 284,56 % betrug.

Das 52-Wochen-Hoch wurde am 22.06.2026 bei 25,96 € erreicht. Morgan Stanley hob das Kursziel auf 72 US-Dollar an. Bernstein setzte den Zielwert auf 36 US-Dollar, KBW und Needham veranschlagten jeweils 33 US-Dollar. Rosenblatt und Cantor Fitzgerald taxierten das Kursziel auf 30 US-Dollar.

Als Gründe für die jüngste Kursschwäche nennt Börse Express die zeitliche Lücke bis zum ersten signifikanten Umsatzbeitrag aus dem Anthropic-Deal im Jahr 2027 sowie noch nicht finalisierte Kreditabsicherungen. Die Marktkapitalisierung lag bei umgerechnet 9,54 Milliarden €.

Zusammenfassung: TeraWulf baut sein Geschäft mit einem 20-jährigen Anthropic-Vertrag im Wert von rund 19 Milliarden US-Dollar auf KI-Infrastruktur um. Die Aktie blieb volatil, während mehrere Analysten ihre Kursziele anhoben.

Solarbetriebene Rechenzentren in Abu Dhabi sollen Mining-Kosten senken

BTC-ECHO berichtet über das Hamburger Unternehmen Qubite International, das vorwiegend solarbetriebene Rechenzentren auf der arabischen Halbinsel betreibt. Die Infrastruktur soll datenintensive Prozesse wie KI-Anwendungen und Krypto-Mining mit Strom aus einer Region versorgen, in der laut dem Bericht an 365 Tagen im Jahr Sonnenschein verfügbar ist.

Am Standort Abu Dhabi kostet die Kilowattstunde zwischen 0,04 und 0,09 US-Dollar. Daraus ergeben sich jährliche Stromkosten von 400 bis 900 US-Dollar pro Server. Für denselben Server werden in Europa laut BTC-ECHO schnell 1.700 bis 4.300 Dollar pro Jahr fällig; die Ersparnis liegt demnach bei rund 75 bis 80 Prozent.

Qubite International setzt nach eigenen Angaben auf Photovoltaik-Anlagen sowie die Netzinfrastruktur des Emirats. Diese ermögliche die Speicherung und Nutzung der Solarenergie. Die Kostendifferenz zum europäischen Markt wird zudem mit langfristig gesicherten Stromverträgen erklärt, die stabilere Konditionen als Spotmarktpreise bieten sollen.

Das Blockchain-Projekt Neptune Cash hat Qubite laut dem Bericht exklusiv mit dem Betrieb seiner kompletten Mining-Infrastruktur beauftragt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen GPU-Co-Location, High Performance Computing und klassisches Server-Housing an.

Ein weiterer Bestandteil des Angebots sind Server-Investments mit Steuervorteilen. Dabei wird IAB-fähige Hardware als Full-Service betrieben. Der Investitionsabzugsbetrag soll die Server auch steuerlich nutzbar machen, während der Betrieb ohne operativen Aufwand und mit planbaren Mieteinnahmen angeboten wird.

KennzahlAngabe
Strompreis in Abu Dhabi0,04 bis 0,09 US-Dollar pro Kilowattstunde
Jährliche Stromkosten pro Server in Abu Dhabi400 bis 900 US-Dollar
Jährliche Stromkosten pro Server in Europa1.700 bis 4.300 Dollar
Erwartete Ersparnisrund 75 bis 80 Prozent
Verfügbare Rechenzentrumsfläche7.125 Quadratmeter
Weitere Flächen in der Projektentwicklungüber 15.000 Quadratmeter

Die bestehenden Rechenzentren umfassen 7.125 Quadratmeter und verfügen über moderne Kühlsysteme sowie unterbrechungsfreie Stromzufuhr. Weitere Flächen mit über 15.000 Quadratmetern befinden sich in der Projektentwicklung.

Für europäische Kunden dient das Hamburger Büro als zentrale Anlaufstelle. Während Energie- und IT-Infrastruktur in Abu Dhabi angesiedelt sind, soll das Unternehmen die Einhaltung der EU-Vorschriften sicherstellen. BTC-ECHO verweist zudem darauf, dass in den Emiraten seit Januar 2022 ein Datenschutzgesetz gilt, das viele Parallelen zur DSGVO aufweist.

Zusammenfassung: Qubite International kombiniert solarbetriebene Rechenzentren in Abu Dhabi mit einem deutschen Ansprechpartner für europäische Kunden. Laut BTC-ECHO liegen die Stromkosten dort bei 0,04 bis 0,09 US-Dollar pro Kilowattstunde, während die mögliche Ersparnis gegenüber Europa rund 75 bis 80 Prozent beträgt.

Sources:

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The Abu Dhabi setup sounds more interesting to me than the million-dollar solo-mining lottery, especially if those low power costs are really sustainable and not just a short-term advantage.

Article Summary

A hobby miner found a Bitcoin block with a sub-$200 Bitaxe, earning 3.125 BTC, while TeraWulf pivots to AI infrastructure and Qubite expands low-cost solar-powered data centers.

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