Bitcoin-Mining im Wandel: Canaan verkauft Ether, Miner setzen auf KI und Effizienz

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16.09.2026 6 times read 0 Comments

Canaan verkauft Ethereum-Bestand und kauft eigene Aktien zurück

Der Bitcoin-Mining-Konzern Canaan hat seinen gesamten Ethereum-Bestand verkauft und die Einnahmen teilweise für den Rückkauf eigener Aktien eingesetzt. Das berichtet BTC-ECHO unter Berufung auf den aktuellen Produktionsbericht des Unternehmens.

Im August trennte sich Canaan von insgesamt 3.952 ETH und nahm dabei 10,4 Millionen US-Dollar ein. Zusätzlich verkaufte das Unternehmen 54 BTC, die weitere 3,5 Millionen US-Dollar einbrachten.

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Bitcoin bleibt trotz des Verkaufs ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensbilanz. Canaan hielt nach den Verkäufen weiterhin 1.868 BTC, deren Gegenwert laut BTC-ECHO beim aktuellen Kurs etwa 145 Millionen US-Dollar beträgt.

Ein Teil der Einnahmen floss in das bestehende Aktienrückkaufprogramm. Im August kaufte Canaan insgesamt 13,6 Millionen American Depositary Shares für 5,4 Millionen US-Dollar zurück. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 0,40 US-Dollar je Anteilsschein.

Nach Darstellung des Unternehmens bedeutet der Verkauf der Kryptowährungen keine grundsätzliche Abkehr von digitalen Vermögenswerten. Canaan wolle auch künftig Kryptowährungen in der Bilanz halten und setze dabei auf zwei unterschiedliche Strategien, wobei Bitcoin mit mehr als 1.800 BTC ein wichtiger Bestandteil der Reserve bleibe.

PositionWert
Verkaufte Ether3.952 ETH
Einnahmen aus Ether-Verkauf10,4 Millionen US-Dollar
Verkaufte Bitcoin54 BTC
Einnahmen aus Bitcoin-Verkauf3,5 Millionen US-Dollar
Verbleibende Bitcoin-Reserve1.868 BTC
Aktienrückkauf13,6 Millionen ADS
Ausgaben für Aktienrückkauf5,4 Millionen US-Dollar
Durchschnittlicher Kaufpreis0,40 US-Dollar je Anteilsschein

Zusammenfassung: Canaan verkaufte 3.952 ETH und 54 BTC, behielt jedoch 1.868 BTC in der Bilanz. 13,6 Millionen ADS wurden für 5,4 Millionen US-Dollar zurückgekauft.

Bitcoin-Mining zwischen Cash-Kosten und KI-Infrastruktur

Bitcoin hat sich laut TechStock² nahezu auf die geschätzte Cash-Kosten-Linie börsennotierter Miner erholt. Coinbase zeigte den Token am Dienstag um 18:36 Uhr ET bei 75.499,64 $, während CoinShares für börsennotierte Miner im zweiten Quartal einen gewichteten durchschnittlichen Cash-Kostensatz vor Steuern von etwa 75.500 $ berechnete.

TechStock² weist darauf hin, dass diese Kostenkennzahl keinen festen Preisboden darstellt. Sie basiert auf einem rückblickenden Durchschnitt von Unternehmen mit unterschiedlichen Stromverträgen, Maschinen und Finanzierungen.

Der CoinShares-Bericht für das zweite Quartal schätzt, dass mindestens 35 Exahashes pro Sekunde an Rechenkapazität die Gruppe der börsennotierten Miner verlassen werden. Dies entspricht etwa 4,7 % der im Bericht genannten Netzwerk-Hashrate von rund 750 EH/s.

Mehrere Unternehmen haben bereits konkrete Schritte eingeleitet. Core Scientific zahlte 41,9 Millionen Dollar, um eine Bestellung von etwa 15 EH/s Next-Generation-Mining-Hardware zu stornieren. Keel, ehemals Bitfarms, stellte laut CoinShares das Mining am 29. Juni ein.

IREN will den Übergang vom Bitcoin-Mining bis zum 31. Dezember weitgehend abschließen. CoinShares erwartet außerdem, dass Cipher Digital das Mining bis Ende 2027 verlässt, während TeraWulf seine verbleibenden 145 Megawatt abbaut.

Als Grund für die Verlagerung nennt TechStock² die höhere modellierte Wirtschaftlichkeit von KI-Infrastruktur. CoinShares schätzt den Jahresgewinn aus KI-Infrastruktur auf etwa 1,5 Millionen Dollar pro Megawatt, gegenüber etwa 500.000 Dollar aus Bitcoin-Mining. Diese Angaben seien modellierte Wirtschaftsdaten und keine garantierte Rendite.

Bitcoin beendete den Juni bei etwa 58.400 $, deutlich unter der Cash-Kostenschätzung für das zweite Quartal. Der durchschnittliche Hash-Preis fiel auf ein Rekordtief von 27,70 $ pro PH/s pro Tag. Nach der späteren Erholung des Tokens in Richtung 77.000 $ stieg der Hash-Preis laut CoinShares auf etwa 38 $, wodurch die meisten Betreiber wieder über die Cash-Breakeven-Schwelle kamen.

Für MARA Holdings, Riot Platforms, CleanSpark, HIVE Digital Technologies und Bitdeer Technologies kann ein anhaltender Bitcoin-Anstieg weiterhin die Erweiterung effizienter Mining-Kapazitäten rechtfertigen. Bei IREN, Cipher Digital, TeraWulf und Core Scientific sei dagegen zunehmend eine Analyse von Stromverfügbarkeit, Bauausgaben, Leasing-Gegenparteien und dem Zeitpunkt erforderlich, an dem vertraglich vereinbarte Megawatt Umsatz generieren.

  • Mindestens 35 Exahashes pro Sekunde sollen die Gruppe der börsennotierten Miner verlassen.
  • Der geschätzte Cash-Kostensatz lag bei etwa 75.500 $.
  • Der Hash-Preis fiel auf 27,70 $ pro PH/s pro Tag und stieg später auf etwa 38 $.
  • KI-Infrastruktur wird mit etwa 1,5 Millionen Dollar Jahresgewinn pro Megawatt bewertet, Bitcoin-Mining mit etwa 500.000 Dollar.

TechStock² beschreibt die Entwicklung als Verlagerung von Wirtschaftlichkeit und Infrastruktur, nicht als Ende des Bitcoin-Minings. Wenn Kapazität aus dem Netzwerk abwandert und die Netzwerkschwierigkeit sinkt, könnte verbleibende effiziente Hashrate mehr verdienen.

Zusammenfassung: Der Bitcoin-Kurs liegt nahe der geschätzten Cash-Kosten-Linie der börsennotierten Miner. Gleichzeitig verschieben mehrere Unternehmen Kapazitäten in Richtung KI-Infrastruktur, deren modellierter Jahresgewinn pro Megawatt höher liegt.

ViaBTC und Mempool erweitern Zugang zur Bitcoin-Transaktionsbeschleunigung

ViaBTC hat eine Partnerschaft mit Mempool bekannt gegeben, um den Zugang zu Services zur Beschleunigung von Bitcoin-Transaktionen auszuweiten. Die Meldung wurde von Yellow.com veröffentlicht und datiert auf den 16. September 2026.

Im Rahmen der Kooperation nutzt ViaBTC seine Bitcoin-Mining-Pool-Infrastruktur sowie seine Erfahrung in Blockkonstruktion und Transaktionsverarbeitung. Berechtigte Transaktionen sollen dadurch beschleunigt werden, damit Nutzerinnen und Nutzer schnellere Bestätigungen ihrer Bitcoin-Transfers erhalten.

Bitcoin-Transaktionen können bei Netzwerkauslastung oder zu niedrig angesetzten Gebühren über längere Zeit unbestätigt bleiben. ViaBTC gehörte 2016 zu den ersten Anbietern, die einen Bitcoin-Transaktionsbeschleuniger mit kostenlosen und kostenpflichtigen Optionen einführten.

Bis zum 16. September 2026 hat ViaBTC laut der Veröffentlichung mehr als 800.000 BTC-Transaktionen beschleunigt. Das Unternehmen will die zugrunde liegende Technologie und das Produkt weiterentwickeln.

„Unabhängig von der Marktlage stehe für ViaBTC die Sicherheit, Stabilität und Effizienz des Mining-Pools an erster Stelle.“

Für Nutzerinnen und Nutzer ändert sich durch die Partnerschaft nichts an der Nutzung des ViaBTC Transaction Accelerator. Berechtigte Transaktions-IDs können weiterhin über die ViaBTC-Website und die mobile App eingereicht werden; dort lassen sich auch der Verlauf der Beschleunigungen und der Status laufender Anfragen einsehen.

ViaBTC plant außerdem weitere Kooperationen mit Block-Explorern, Wallet-Anbietern und anderen Bitcoin-Infrastruktur-Dienstleistern. Das Unternehmen will seine Technologie in zusätzliche Anwendungen einbringen und seine Infrastruktur für Miner weltweit ausbauen.

ViaBTC wurde 2016 gegründet und ist auf sichere, stabile und effiziente Proof-of-Work-Mining-Services spezialisiert. Der Mining-Pool unterstützt laut Yellow.com BTC, LTC/DOGE, BCH, ZEC und KAS und hat bereits mehr als 2 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in über 150 Ländern und Regionen bedient.

Zusammenfassung: ViaBTC und Mempool kooperieren bei der Bitcoin-Transaktionsbeschleunigung. Bis zum 16. September 2026 wurden laut ViaBTC mehr als 800.000 BTC-Transaktionen beschleunigt.

Wasserverlust in Oklahoma verschärft Debatte über Bitcoin-Mining

In El Reno, Oklahoma, hat ein Leck an einer privaten Wasserleitung einer Bitcoin-Mining-Anlage einen massiven Wasserverlust verursacht. Nach Angaben von joinmares.com verschwanden im August 2026 über Nacht 3,8 Millionen Gallonen Wasser aus der kommunalen Versorgung.

Der Druckabfall führte dazu, dass Schulen den Unterricht absagen mussten, weil die Funktion der Brandschutzsysteme nicht gewährleistet war. Auch das Bezirksgericht blieb geschlossen.

Die Stadtverwaltung lokalisierte das Leck an einem Hydranten, der an eine private Wasserleitung einer Bitcoin-Mining-Anlage angeschlossen war. Betreiber ist Athlon Blockchain Technology LLC.

Stadtbeamte erklärten, die Anlage sei ohne Genehmigung in Betrieb gegangen. Eine „Stop-Work-Order“ aus dem Juni 2023 hätte dies verhindern sollen. Inspektoren hatten zuvor Verstöße gegen Bau-, Brand- und Elektrovorschriften sowie Entwässerungsprobleme festgestellt.

„There’s multiple, drainage, electrical. I mean, the list is long from the violations. They really weren’t in compliance at all.“

Die Stadtverwaltung von El Reno steht nach dem Vorfall selbst in der Kritik. Der Interims-Stadtmanager Ken Brown räumte ein, dass die Stadt die Einhaltung der im Juni 2023 erteilten „Stop-Work-Order“ nicht überprüft habe. Als Gründe nannte er Personalwechsel und mangelnde interne Kommunikation.

Athlon Blockchain Technology beschreibt sich als Entwickler mobiler Rechenzentren für KI und Bitcoin-Mining. Die Stadt verurteilte das Grundstück und erließ eine Mitteilung zur Beseitigung öffentlicher Belästigungen.

Athlon darf den Betrieb erst wieder aufnehmen, wenn alle ausstehenden Vorschriften erfüllt sind. Außerdem soll das Unternehmen für die Kosten des Wasserverlusts sowie für Überstunden, Ausrüstung und andere Ausgaben im Zusammenhang mit der Lecksuche aufkommen.

Eine Anhörung zwischen der Stadt und Athlon war für den 14. September 2026 angesetzt. Dabei sollte das weitere Vorgehen geklärt werden.

„Blockchain Basics Act“ begrenzt lokale Regulierung

Der Vorfall rückt auch den 2024 vom Bundesstaat Oklahoma verabschiedeten „Blockchain Basics Act“ in den Mittelpunkt. Das Gesetz wurde von Repräsentant Brian Hill und Senator Bill Coleman mitverfasst und von Gouverneur Kevin Stitt unterzeichnet.

Kritiker wie Matt Carney und Katie Wiehe von The Pickup argumentieren, dass der Act die Möglichkeiten lokaler Regierungen zur Regulierung von Bitcoin-Mining-Anlagen einschränke. Städte müssen Bitcoin-Mining in industriell ausgewiesenen Gebieten zulassen.

Gemeinden können laut den im Artikel genannten Kernpunkten nicht durch Umwidmungen verhindern, dass solche Anlagen entstehen. Außerdem darf die Oklahoma Corporation Commission Kryptowährungs-Minern keine abweichenden Stromtarife berechnen.

Für Bitcoin-Miner entfällt zudem eine staatliche Lizenz, wie sie für andere Geldtransferunternehmen erforderlich ist.

„It essentially preempted any of the local governments or the state government from in the future, putting restrictions on certain bitcoin and cryptocurrency activities.“
„But when Netflix sets up a data center in your county, at least you can sit at home and stream a movie.It provides you a service. Whereas, when a crypto miner sets up an operation in their community, they’re creating a speculative asset that enriches their own portfolio.“

Senator Bill Coleman sagte im April 2024: „Currently lots of blockchain, lots of bitcoin, lots of things going on in the state of Oklahoma with zero regulation.“

Wasser- und Energieverbrauch bleiben zentrale Branchenthemen

Bitcoin-Mining verbraucht große Mengen Elektrizität und in vielen Fällen Wasser zur Kühlung der Hardware. Sunderesh Heragu, Regents Professor an der Oklahoma State University, fordert deshalb eine enge Überwachung des Energie- und Wasserverbrauchs.

„All parties will have to be closely monitoring energy and water usage in these facilities so it doesn’t deprive the typical users.“

Parallel dazu verlagern Betreiber wegen sinkender Rentabilität Teile ihrer Kapazitäten in Rechenzentren für KI und Hochleistungsrechnen. Die Hash-Rate öffentlicher Bitcoin-Miner sank in der ersten Jahreshälfte 2026 um etwa 15 Prozent beziehungsweise rund 56 Exahashes pro Sekunde.

Große Mining-Unternehmen wie Marathon Digital Holdings und CleanSpark verkaufen größere Mengen geschürfter Bitcoins und diversifizieren in KI und HPC. Die kumulierten Werte der angekündigten KI- und HPC-Verträge börsennotierter Miner überstiegen im ersten Quartal 2026 Berichten zufolge 70 Milliarden US-Dollar.

Der Umbau ist kapitalintensiv. Mining-Infrastruktur wird mit etwa 0,7 bis 1 Million US-Dollar pro Megawatt angegeben, während KI-Infrastruktur etwa 8 bis 15 Millionen US-Dollar pro Megawatt erfordert. Marathon Digital Holdings schätzt die Kosten für direkte flüssigkeitsgekühlte KI-Rechenzentren auf etwa 10 bis 10,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt.

Als weitere Engpässe nennt der Artikel Personal, Transformatoren, Schaltanlagen, Finanzierung und behördliche Genehmigungen. Der Fall in El Reno verdeutlicht damit sowohl die lokalen Risiken ungeklärter Betriebsverhältnisse als auch die umfassenderen regulatorischen und infrastrukturellen Herausforderungen der Branche.

KennzahlAngabe
Wasserverlust in El Reno3,8 Millionen Gallonen
Rückgang der Hash-Rate öffentlicher Mineretwa 15 Prozent
Rückgang der Hash-Raterund 56 Exahashes pro Sekunde
Angekündigte KI- und HPC-Verträgemehr als 70 Milliarden US-Dollar
Kosten für Mining-Infrastrukturetwa 0,7 bis 1 Million US-Dollar pro Megawatt
Kosten für KI-Infrastrukturetwa 8 bis 15 Millionen US-Dollar pro Megawatt
Direkte flüssigkeitsgekühlte KI-Rechenzentrenetwa 10 bis 10,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt

Zusammenfassung: Ein Wasserverlust von 3,8 Millionen Gallonen in El Reno lenkt den Blick auf Genehmigungen, lokale Regulierung sowie den Ressourcenverbrauch von Mining-Anlagen. Gleichzeitig sinkt die Hash-Rate öffentlicher Miner, während Unternehmen ihre Kapazitäten in KI und HPC verlagern.

Sources:

Note on the use of artificial intelligence on this website

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Article Summary

Canaan sold its Ethereum holdings and some Bitcoin, retaining 1,868 BTC while repurchasing shares; miners are shifting capacity toward more profitable AI infrastructure, and ViaBTC expanded transaction acceleration with Mempool.

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