Bitcoin-Miner wandeln Energieinfrastruktur zunehmend für KI-Rechenzentren um

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03.10.2026 101 times read 4 Comments

Bitcoin-Miner erschließen KI- und HPC-Geschäft mit vorhandener Energieinfrastruktur

Bitcoin-Mining-Unternehmen prüfen oder vollziehen zunehmend den Wechsel zu Rechenzentren für Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing (HPC). Wie Börse Inside berichtet, gewinnen dabei Stromanschlüsse, Grundstücke, Netzanbindung, Kühlung und bestehende Rechenzentrumsflächen als strategische Vermögenswerte an Bedeutung.

Der Wandel wird vor allem durch die hohe Nachfrage nach elektrischer Leistung für KI-Rechenzentren begünstigt. Viele Mining-Standorte verfügen bereits über hohe Anschlussleistungen und Infrastruktur, deren Aufbau an neuen Standorten laut Börse Inside Jahre dauern kann.

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Im klassischen Mining hängen die Einnahmen stark vom Bitcoin-Preis, der Netzwerk-Schwierigkeit und den Stromkosten ab. Bei KI- und HPC-Anwendungen können Betreiber Rechenkapazität langfristig vermieten und Einnahmen aus Strom, Fläche, Kühlung und Infrastruktur erzielen.

Langfristige Mietverträge könnten die Ertragsqualität der Unternehmen verändern. Während Bitcoin-Erlöse volatil sind, schaffen mehrjährige Rechenzentrumsverträge laut Börse Inside mehr Sichtbarkeit bei Kapazität, Preis, Laufzeit und Auslastung.

Die Umwandlung eines Mining-Standorts in ein KI-Rechenzentrum ist jedoch nicht automatisch möglich. KI-Server benötigen andere Kühlung, Redundanz, Netzwerkqualität, Sicherheitsstandards und Betriebsstabilität. Zusätzlich verursachen neue Gebäude, Flüssigkeitskühlung, Netzwerkarchitektur, Notstromversorgung sowie Sicherheits- und Zertifizierungssysteme erhebliche Kosten.

Für Anleger rückt damit die tatsächlich vermietete KI- und HPC-Kapazität in den Mittelpunkt. Ein Rechenzentrum ohne Mieter bleibt zunächst Infrastruktur; ein Mietvertrag kann daraus einen planbareren Cashflow machen. Bitcoin-Mining muss dabei nicht vollständig verschwinden, sondern kann als Kerngeschäft neben der KI-Nutzung bestehen bleiben.

BewertungsfaktorBedeutung laut Börse Inside
StromkapazitätStrategischer Vermögenswert für Mining und KI
AuslastungWichtige Grundlage für wiederkehrende Einnahmen
VertragslaufzeitBestimmt die Sichtbarkeit der Erlöse
Umsatz pro MegawattZusätzliche Kennzahl für die Bewertung
AusbaukapitalVoraussetzung für die technische Umrüstung

Infobox: Börse Inside beschreibt Stromkapazität, technische Eignung, verfügbares Kapital und verbindliche Mietverträge als zentrale Voraussetzungen für die Entwicklung vom Bitcoin-Miner zum KI- und HPC-Infrastrukturbetreiber.

Sinkende Mining-Profitabilität beschleunigt den Strategiewechsel

Die Bitcoin-Mining-Branche verlagert ihren Fokus laut MARES wegen sinkender Profitabilität im reinen Krypto-Mining auf KI und HPC. Als zusätzlicher Auslöser wird das Bitcoin-Halving genannt.

Im zweiten Quartal 2026 lagen die durchschnittlichen Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoin bei rund 75.500 US-Dollar. Der Bitcoin-Preis notierte Ende Juni 2026 bei 58.400 US-Dollar. Bei Core Scientific führte diese Entwicklung zu negativen Bruttomargen von 56 Prozent im Mining-Betrieb.

Der monatliche Hash Price fiel im Juni 2026 auf ein Allzeittief von 27,70 US-Dollar je PH/s/Tag. Nach einem Anstieg des Bitcoin-Preises auf 75.000 bis 77.000 US-Dollar erholte sich der Hash Price auf etwa 38 US-Dollar.

MARES berichtet, dass Keel Infrastructure Corp., ehemals Bitfarms, das Mining etwa Ende Juni 2026 vollständig einstellte. Andere Unternehmen prüfen demnach eine teilweise oder weitgehende Verlagerung ihrer Kapazitäten in Richtung KI-Rechenzentren.

KI-Computing bietet nach den Angaben der Quelle höhere und stabilere Einnahmepotenziale. Die Schätzungen liegen bei einem jährlichen Profit von etwa 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt für KI-Computing gegenüber rund 0,5 Millionen US-Dollar für Bitcoin-Mining.

Je nach Zeitpunkt und Standort können KI-Infrastrukturen laut MARES 8 bis 13 Millionen US-Dollar pro Megawatt erwirtschaften. Das frühere Bitcoin-Mining-Modell monetarisierte Energie mit etwa 1 bis 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt.

VanEck schätzt Einnahmen von 1,30 US-Dollar pro Kilowattstunde für KI beziehungsweise HPC. Bei 80 Prozent Auslastung entspricht dies etwa 9,11 Millionen US-Dollar pro Megawatt und Jahr.

KennzahlWert
Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoin im zweiten Quartal 2026rund 75.500 US-Dollar
Bitcoin-Preis Ende Juni 202658.400 US-Dollar
Negative Bruttomarge bei Core Scientific im Mining-Betrieb56 Prozent
Hash Price im Juni 202627,70 US-Dollar je PH/s/Tag
Erholter Hash Priceetwa 38 US-Dollar
Jährlicher Profit KI-Computing pro Megawattetwa 1,5 Millionen US-Dollar
Jährlicher Profit Bitcoin-Mining pro Megawattrund 0,5 Millionen US-Dollar
VanEck-Einnahmen für KI beziehungsweise HPC1,30 US-Dollar pro Kilowattstunde

Infobox: Nach MARES erhöhen die sinkende Mining-Profitabilität und die höheren Einnahmepotenziale von KI-Computing den Druck zur Diversifizierung.

Energiezugang wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Der größte Engpass beim Ausbau der KI-Infrastruktur ist laut MARES der Zugang zu skalierbarer Energie. Der Aufbau neuer Rechenzentren und Netzanschlüsse dauert in den USA häufig vier bis sechs Jahre.

Bestehende Bitcoin-Mining-Standorte sind deshalb für KI-Betreiber attraktiv, weil sie bereits über Energieanschlüsse und zugehörige Infrastruktur verfügen. Wes Cummins, CEO des Rechenzentrumsentwicklers Applied Digital, erklärte laut MARES:

„Kurzfristig ist es extrem schwierig, große Mengen an Strom zu finden, und genau das ist das große Kapital, das viele US-Bitcoin-Miner derzeit haben.“

Bislang wurden laut Quelle KI-Colocation-Verträge im Wert von über 160 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Branche hat Zugang zu mehr als 14 Gigawatt an Leistung in Aussicht.

Bitcoin-Miner kontrollieren etwa 5 Gigawatt Leistung und könnten davon 3,6 Gigawatt für HPC bereitstellen. Zusätzlich haben Miner Kaufverträge für weitere 4,5 Gigawatt neuer Kraftwerke abgeschlossen.

Morgan Stanley warnt laut MARES, dass selbst bei einer Umrüstung aller großen Bitcoin-Mining-Standorte in den USA bis 2028 weiterhin Stromengpässe drohen könnten. Damit bleibt die verfügbare Energie ein begrenzender Faktor, obwohl Mining-Unternehmen bereits über relevante Kapazitäten verfügen.

Infrastruktur- und VertragsdatenWert
KI-Colocation-Verträgeüber 160 Milliarden US-Dollar
In Aussicht stehende Leistungmehr als 14 Gigawatt
Von Bitcoin-Minern kontrollierte Leistungetwa 5 Gigawatt
Davon potenziell für HPC verfügbar3,6 Gigawatt
Kaufverträge für weitere Kraftwerksleistung4,5 Gigawatt
Aufbau neuer Rechenzentren und Netzanschlüsse in den USAhäufig vier bis sechs Jahre

Infobox: Die vorhandene Strominfrastruktur verschafft Bitcoin-Minern Zugang zu einem Engpassmarkt. Gleichzeitig könnten laut MARES auch bei vollständiger Umrüstung bis 2028 Stromengpässe bestehen bleiben.

KI-Verträge verändern die Bewertung von Mining-Unternehmen

Der Markt bewertet Miner mit KI- oder HPC-Verträgen laut MARES deutlich höher als Unternehmen ohne entsprechende Vereinbarungen. Miner mit solchen Verträgen werden im Schnitt mit dem 12,9-fachen des erwarteten Jahresumsatzes bewertet.

Miner ohne KI- oder HPC-Verträge erreichen demnach einen Bewertungsfaktor von 3,7. Der Marktwert von Mining-Gesellschaften liegt im Schnitt bei rund 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt installierter Kapazität, verglichen mit mehr als 30 Millionen US-Dollar pro Megawatt für einige Rechenzentrumsaktien.

Die Umrüstung benötigt allerdings erhebliches Kapital. Die Kapitalkosten für die Anpassung von Mining-Standorten an KI-Anwendungen werden mit 5 bis 8 Millionen US-Dollar pro Megawatt beziffert.

Die Kosten für neue KI-Standorte stiegen laut MARES von rund 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt Ende 2023 auf etwa 8 Millionen US-Dollar im Juni 2024. Für Standorte, die erst 2027 in Betrieb gehen, werden Kosten von 12 bis 13 Millionen US-Dollar pro Megawatt genannt.

Der Großteil der Kostensteigerungen entfällt demnach auf Arbeitskräfte, Schaltanlagen und Transformatoren. Damit entscheidet nicht allein der Zugang zu Strom über den Erfolg, sondern auch die Fähigkeit, die erforderlichen Investitionen zu finanzieren und umzusetzen.

Bewertungs- oder KostenkennzahlWert
Bewertung von Minern mit KI- oder HPC-Verträgen12,9-facher erwarteter Jahresumsatz
Bewertung von Minern ohne solche Verträge3,7-facher erwarteter Jahresumsatz
Marktwert von Mining-Gesellschaftenrund 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt
Marktwert einiger Rechenzentrumsaktienmehr als 30 Millionen US-Dollar pro Megawatt
Umrüstung von Mining-Standorten5 bis 8 Millionen US-Dollar pro Megawatt
Neue KI-Standorte Ende 2023rund 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt
Neue KI-Standorte im Juni 2024etwa 8 Millionen US-Dollar pro Megawatt
Standorte mit Inbetriebnahme 202712 bis 13 Millionen US-Dollar pro Megawatt

Infobox: Die Bewertungsdifferenz zwischen Minern mit und ohne KI- oder HPC-Verträge ist erheblich. Dem stehen hohe Umrüstungskosten und steigende Kosten für neue KI-Standorte gegenüber.

Core Scientific, IREN, Cipher Digital und Hut 8 bauen KI-Geschäft aus

Core Scientific erzielt laut MARES derzeit noch etwa 13 Prozent des Umsatzes aus dem Mining-Geschäft. Das Unternehmen unterzeichnete mit CoreWeave eine Hosting-Vereinbarung über einen 12-Jahres-Vertrag für 200 MW Infrastruktur, der rund 3,5 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren soll.

Core Scientific übte Optionen für weitere Kapazitäten aus und meldete einen 500-MW-Vertrag mit AMD. Adam Sullivan, CEO von Core Scientific, sagte laut MARES:

„Die Nachfrage ist unersättlich. Wenn wir nur die heute bereits vertraglich gesicherte Energie nutzen, würden wir zu den Top-10-Rechenzentrumsunternehmen in den USA gehören.“

Bei IREN Ltd. übertraf der KI-Cloud-Umsatz von 70,5 Millionen US-Dollar erstmals den Mining-Umsatz von 66,7 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen verbuchte eine Wertminderung von 450,4 Millionen US-Dollar auf stillgelegte Mining-Hardware und hält keine Bitcoin-Bestände mehr.

IREN unterzeichnete zudem einen Vertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden US-Dollar zur Durchführung von KI-Workloads. Damit zeigt sich laut MARES, dass die Umstellung nicht nur auf neue Standorte, sondern auch auf die Nutzung und Neubewertung bestehender Mining-Hardware wirkt.

Cipher Digital plant, das Mining bis Ende 2027 weitgehend einzustellen. Im ersten Halbjahr verkaufte das Unternehmen Bitcoin im Wert von 123,4 Millionen US-Dollar mit einem Verlust von 47,7 Millionen US-Dollar, um den Bau von Rechenzentren zu finanzieren.

Cipher Digital schloss außerdem einen 15-jährigen Pachtvertrag mit Amazon Web Services ab und lenkt einen Großteil seiner geplanten 3,2 Gigawatt Kapazität in Richtung KI.

Hut 8 erhielt von Coatue Management eine Finanzierung von 150 Millionen US-Dollar für den Aufbau von KI-Infrastruktur. Coatue kann das Darlehen in Aktien umwandeln.

Hut 8 startete ein GPU-as-a-Service-Modell und kaufte einen ersten Cluster von 1.000 NVIDIA H100 GPUs. Das Unternehmen erwartet ab der zweiten Jahreshälfte erste Umsätze von etwa 20 Millionen US-Dollar jährlich aus einem Kundenvertrag mit einer KI-Cloud-Plattform.

UnternehmenGemeldete Entwicklung
Core Scientific13 Prozent des Umsatzes aus Mining; 12-Jahres-Vertrag über 200 MW mit rund 3,5 Milliarden US-Dollar Umsatz; 500-MW-Vertrag mit AMD
IREN Ltd.70,5 Millionen US-Dollar KI-Cloud-Umsatz; 66,7 Millionen US-Dollar Mining-Umsatz; 450,4 Millionen US-Dollar Wertminderung; 9,7 Milliarden US-Dollar Vertrag mit Microsoft
Cipher DigitalMining bis Ende 2027 weitgehend einstellen; Bitcoin-Verkäufe im Wert von 123,4 Millionen US-Dollar mit einem Verlust von 47,7 Millionen US-Dollar; 15-jähriger Pachtvertrag mit AWS; geplante Kapazität von 3,2 Gigawatt
Hut 8Finanzierung von 150 Millionen US-Dollar; erster Cluster von 1.000 NVIDIA H100 GPUs; erwartete Umsätze von etwa 20 Millionen US-Dollar jährlich

Infobox: Die Beispiele zeigen unterschiedliche Umsetzungswege: langfristige Verträge, Verkauf von Mining-Assets, Finanzierung von KI-Infrastruktur und der Aufbau eigener GPU-as-a-Service-Angebote.

Hoher Kapitalbedarf und begrenzte Umsetzung bleiben Risiken

UBS prognostiziert laut MARES für die betrachtete Gruppe von KI-Rechenzentrums-Colocation-Anbietern ein durchschnittliches jährliches EBITDA-Wachstum von rund 80 Prozent zwischen 2027 und 2029.

Gleichzeitig bleibt der Kapitalbedarf hoch. VanEck schätzt eine kurzfristige Finanzierungslücke von etwa 50 Milliarden US-Dollar und einen langfristigen Kapitalbedarf von rund 221 Milliarden US-Dollar für die Entwicklungspläne der Unternehmen.

Bislang sind laut MARES nur etwa 25 Prozent der angemieteten KI- und HPC-Kapazitäten tatsächlich bereitgestellt. Daher wird die weitere Entwicklung unter dem Motto „Execution, not signing“ betrachtet. Entscheidend ist nicht nur der Abschluss von Verträgen, sondern die tatsächliche Umsetzung der Projekte.

Auch Börse Inside betont, dass eine Mining-Anlage nicht automatisch zu einem hochwertigen KI-Rechenzentrum wird. Unterschiedliche Anforderungen an Kühlung, Redundanz, Netzwerkqualität, Sicherheitsstandards und Betriebsstabilität können den Umbau begrenzen.

  • Hoher Kapitalbedarf für Umbau und Neubau
  • Technische Unterschiede zwischen Mining und KI-Rechenzentren
  • Abhängigkeit von tatsächlicher Auslastung und langfristigen Mietverträgen
  • Risiko weiterer Stromengpässe bis 2028
  • Nur etwa 25 Prozent der angemieteten KI- und HPC-Kapazitäten sind bislang bereitgestellt

Infobox: Der Erfolg der Transformation hängt laut MARES und Börse Inside weniger von angekündigten Verträgen als von Finanzierung, technischer Umsetzung und tatsächlich bereitgestellter Rechenkapazität ab.

Steuerentwurf könnte Bitcoin-Zuflüsse doppelt berücksichtigen

Der Krypto Magazin-Bericht befasst sich mit einem möglichen Referentenentwurf zur Kryptobesteuerung. Im Mittelpunkt steht eine mögliche Regelung in § 20 Abs. 4b EStG, nach der bestimmte erhaltene Kryptowerte beim späteren Verkauf mit „Anschaffungskosten von null Euro“ angesetzt werden sollen.

Nach Darstellung des Berichts könnte dies Arbeitnehmer und private Vermieter betreffen, die Bitcoin als Gehalt oder Miete erhalten. Der Wert der Bitcoin müsste bereits beim Zufluss als Arbeitslohn beziehungsweise als Mieteinnahme steuerlich erfasst werden.

Beim späteren Verkauf würde sich dann die Frage stellen, ob zwischen dem bereits versteuerten Wert und einer späteren Wertsteigerung unterschieden wird. Bei Anschaffungskosten von null Euro könnte der gesamte Verkaufserlös grundsätzlich als steuerlicher Gewinn gelten.

Der Steuerexperte Dr. Ingo Heuel von der LHP Gruppe erläutert im Bericht ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer erhält im Jahr 2027 Bitcoin im Wert von 50.000 Euro als Gehalt. Diese 50.000 Euro müssen bereits als Arbeitslohn erfasst werden.

Verkauft der Arbeitnehmer dieselben Bitcoin später für 60.000 Euro, beträgt die wirtschaftliche zusätzliche Wertsteigerung 10.000 Euro. Kosten, Freibeträge, Verlustverrechnung und Zuschlagsteuern sind in diesem vereinfachten Beispiel nicht berücksichtigt.

Bei Anschaffungskosten von null Euro würden die zuvor als Arbeitslohn erfassten 50.000 Euro jedoch erneut in die Steuerberechnung einfließen. Nach Heuels Darstellung sollte der Wert, der beim Empfang der Bitcoin als Einnahme zählt, beim späteren Verkauf als Ausgangswert berücksichtigt werden.

Auch private Vermieter könnten betroffen sein. Wird eine Wohnungsmiete in Bitcoin bezahlt, muss der Euro-Wert der erhaltenen Coins zunächst als Mieteinnahme versteuert werden. Werden die Bitcoin später verkauft und mit Anschaffungskosten von null Euro angesetzt, könnte der bereits als Mieteinnahme erfasste Betrag erneut berücksichtigt werden.

Für gewerbliches Mining gelten laut Krypto Magazin die Regeln für Betriebsvermögen. Unternehmer und Freiberufler, die Bitcoin als betriebliches Entgelt erhalten und im Betriebsvermögen halten, fallen grundsätzlich unter andere steuerliche Regeln.

Beispiel aus dem BerichtWert
Bitcoin als Gehalt im Jahr 202750.000 Euro
Späterer Verkauf60.000 Euro
Wirtschaftliche zusätzliche Wertsteigerung10.000 Euro
Mögliche Anschaffungskosten nach der kritisierten Regelungnull Euro

Infobox: Der Bericht des Krypto Magazins beschreibt eine mögliche Doppelberücksichtigung bereits versteuerter Bitcoin-Werte. Besonders genannt werden Arbeitnehmer und private Vermieter; für gewerbliches Mining gelten dem Bericht zufolge andere Regeln.

Schwächerer US-Arbeitsmarkt verändert Zinserwartungen

Schwächere Arbeitsmarktdaten aus den USA haben laut Wallstreet Online die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve verändert. Im September kamen demnach nur 29.000 Stellen hinzu, während die Vormonate nach unten korrigiert wurden.

Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent. Die Märkte werteten die Daten als Argument gegen eine weitere Zinserhöhung im Oktober.

Die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts fiel auf etwa 15 Prozent. Treasury-Renditen gaben nach und Aktien legten zu. Auch bei Edelmetallen und Bitcoin wurde laut Wallstreet Online eine Erleichterung beobachtet.

Zehnjährige US-Bonds drehten nach ihren Mehrjahreshochs bei 5,35 Prozent ab und lagen zur genannten Zeit bei 5,15 Prozent. In Europa wurden französische Anleihen teilweise bei 5 Prozent genannt; der Abstand zwischen Paris und Berlin lag bei 1,5 Prozentpunkten.

Arbeitsmarkt- und MarktdatenWert
Neue Stellen im September29.000
Arbeitslosenquote4,2 Prozent
Wahrscheinlichkeit eines Zinsschrittsetwa 15 Prozent
Mehrjahreshoch zehnjähriger US-Bonds5,35 Prozent
Rendite zehnjähriger US-Bonds zur genannten Zeit5,15 Prozent
Französische Anleihenteilweise 5 Prozent
Abstand zwischen Paris und Berlin1,5 Prozentpunkte

Infobox: Wallstreet Online führt die Marktreaktion auf veränderte Zinserwartungen nach schwächeren US-Arbeitsmarktdaten zurück. Im Bericht profitierten neben Aktien auch Bitcoin und Edelmetalle.

SEC-Regeln treiben Bitcoin laut Bericht über 86.000 US-Dollar

FinanzNachrichten.de berichtet von einer positiven Entwicklung am Kryptomarkt, nachdem Bitcoin am Freitag wieder über 86.000 US-Dollar gestiegen ist. Dabei wurde ein Plus von 3,07 Prozent genannt.

Auch Ethereum, XRP und insbesondere Solana verzeichneten laut Quelle Kursgewinne. Als Auslöser für die bessere Stimmung werden neue Regeln der US-Börsenaufsicht SEC genannt, die institutionellen Anlegern neue Möglichkeiten eröffnen sollen.

Die Bewegung folgte auf einen zeitweisen Rückgang von Bitcoin unter 83.000 US-Dollar im Wochenverlauf. Die Aussicht auf zusätzliche institutionelle Beteiligung erhöhte danach laut FinanzNachrichten.de die Kauflaune am Kryptomarkt.

MarktdatenWert
Bitcoin-Kursüber 86.000 US-Dollar
Genanntes Plus3,07 Prozent
Zwischenzeitlicher Bitcoin-Rückgangunter 83.000 US-Dollar

Infobox: FinanzNachrichten.de führt den Anstieg von Bitcoin und weitere Kursgewinne bei großen Kryptowährungen auf neue SEC-Regeln und die Erwartung zusätzlicher institutioneller Beteiligung zurück.

Core Lightning warnt vor veralteten Nodes

Das Bitcoin-Lightning-Netzwerk steht laut Yahoo Finanzen Deutschland vor einer Sicherheitsfrage. Core Lightning warnte vor Angriffen auf Nodes, die Version 26.06.7 oder älter verwenden.

Seit dem 22. September ist die Fehlerbehebung öffentlich. Das Team veröffentlichte Version 26.06.8, nannte zunächst jedoch nicht, welche Schwachstelle von Angreifern ausgenutzt werden kann. Technische Details wurden teilweise zurückgehalten, um Nachahmungen zu erschweren.

Im Änderungsprotokoll werden mehrere Fehler aufgeführt, die Node-Betreiber Geld kosten könnten. Ein fehlerhaftes Schließen eines Zahlungskanals kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Guthaben einer Node an die Gegenseite übergehen.

Weitere Fehler können Angreifern ermöglichen, Nodes zum Absturz zu bringen und offline zu setzen. Eine Node ist der Computer, der die Lightning-Software betreibt und Bitcoin in Zahlungskanälen hält.

Lightning-DatenAngabe
Potenziell gefährdete Versionen26.06.7 oder älter
Veröffentlichte FehlerbehebungVersion 26.06.8
Öffentliche Verfügbarkeit der FehlerbehebungSeit dem 22. September

Für die meisten Nutzer, die Lightning über eine Wallet-App verwenden, ist das Risiko laut Quelle weniger direkt. Sie betreiben in der Regel keine eigene Node; das Update wird normalerweise vom Anbieter der App vorgenommen.

Bei verwahrenden Wallets hält der Anbieter die Bitcoin im Auftrag der Nutzer. Ob Nutzer im Fall eines Verlusts eine Erstattung erhalten, hängt von den Bedingungen des Anbieters ab, da für Lightning keine Einlagensicherung gilt.

Bei selbstverwahrenden Wallets behalten Nutzer die Kontrolle über ihre Schlüssel und ihr Kanalguthaben. Ausfälle einer Anbieter-Node können jedoch Zahlungen vorübergehend blockieren.

Infobox: Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass Betreiber von Core-Lightning-Nodes mit Version 26.06.7 oder älter auf Version 26.06.8 aktualisieren sollten. Die Auswirkungen für Wallet-Nutzer hängen vom jeweiligen Anbieter und Verwahrungsmodell ab.

Sources:

Note on the use of artificial intelligence on this website

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Lots of angles here but the main thing I got from it is that bitcoin miners are basicly becoming power companies with computers attached lol. Having a giant power hookup already is obviusly valuable, but a mining shed isnt just magically a AI datacenter becuase you put fancy GPU’s inside it. Cooling, backup power and the network stuff sounds way more complicated then people make it seem.

The big contracts sound impressive, 12 years and billions and all that, but only 25% of rented capacity actualy being delivered is a pretty huge warning sign. Signing papers is easy, building the thing and getting it working without delays is the hard part. Also the numbers per megawatt are all over the place depending on wether they mean revenue or profit, so investors should probably not compare them like they are the same thing.

I also thought the tax section was kinda wild. If someone gets bitcoin as salary and pays tax on 50k, then sells at 60k, taxing the whole 60k like the cost was zero would be a pretty unfair double dip. Maybe there is some technical reason for it, but it sounds like the sort of rule that normal people only discover after the tax office sends a scary letter.

The Lightning warning is probably the least glamorous part of the article but maybe the most usefull. People love talking about billion dollar AI deals while running old node software that can apparently lose the channel money. Update your nodes folks, even if the AI revolution is happening next door. Also 86k bitcoin headlines already feel ancient five minutes later, thats crypto for you.
The power connection may be the real gold mine here, but the grid and permitting constraints suggest not every stranded mining site will become an AI hub anytime soon.
I think the most interesting bit here is not even the shiny AI contracts, its the fact that power access is becoming almost like real estate. A building can be upgraded, GPUs can be swapped, but getting a huge grid connection seems to take years and years. That makes old mining sites look valuable in a way I didnt really expect, even if the actual mining machines become scrap metal pretty fast.

But I keep wondering how much of the headline numbers are mixing totally diffrent things together. Revenue per megawatt, profit per megawatt, installed megawatts, contracted megawatts and actually working megawatts are not the same thing at all. One company saying 3.2 GW planned and another saying 200 MW live capacity can make the sector look much bigger than it really is. Maybe investors need a big chart with “announced”, “under construction”, “powered up” and “earning money”, becuase otherwise its just megawatt bingo.

The 25 percent delivered figure is the part that made me pause most. A 12 year contract sounds amazing until you ask when the customer can actually use the servers, who pays for delays, and whether the contract is cancellable or has conditions attached. Signing a deal is probably the easiest stage. Getting transformers, cooling systems, permits, fiber connections and enough trained staff seems like the nightmare stage. Everyone is counting future cashflow before the concrete is even dry.

Also the costs are moving in a slightly scary direction. If a new AI site costs 12 or 13 million dollars per megawatt by 2027, then the old mining advantage can disappear quickly. Having cheap electricity doesnt mean you have a finished datacenter. Liquid cooling especially sounds like a whole other plumbing universe, and I would not trust a random shed full of mining rigs to handle it just because it already has fans and wires.

The company examples are interesting but also a little confusing. IREN having AI cloud revenue higher than mining revenue shows the pivot can happen, but the 450 million dollar impairment shows the old equipment and strategy dont just vanish without a bill. Selling bitcoin at a loss to fund construction also means the transition itself can be painful, even if the long term idea is good. Hut 8 buying 1,000 H100s sounds impressive, although I have no idea how quickly those machines wear out or become outdated when Nvidia releases another thing with an even more dramatic name.

The valuation gap is probably where the danger is. A miner with a contract gets a much bigger multiple, but the market might be pricing in perfect execution, cheap financing and customers actually taking the capacity. If interest rates stay high, billions needed for expansion could become a very heavy backpack. And if several companies all build at once, there could eventually be too much capacity in some locations, even while other areas still have power shortages. Supply and demand is weird like that.

The tax section also deserves more attention than it probably gets. If bitcoin received as salary is taxed at 50,000 euros and then the tax basis is treated as zero when sold at 60,000, that seems like taxing the same 50,000 twice in practical terms. Maybe the legal wording has some special adjustment hidden somewhere, but normal people shouldnt need a tax lawyer and three calculators just to figure out what happened when they got paid in coins. Paying rent in bitcoin sounds even more annoying because the value can move before the landlord has time to sell it.

The weaker jobs data and the SEC news show how all of this is still tied to the wider market. A lower interest rate expectation can make risky tech and crypto stocks jump, then one inflation number can send them back down again. So these companies are not only exposed to power prices and bitcoin prices, but also bond yields, chip supply, AI demand and regulation. Thats a lot of moving parts for a business that used to mostly plug computers into electricity.

And the Lightning warning is a good reminder that the boring maintenance stuff matters. A company can talk about trillion dollar AI markets while somebody forgets to update a node and loses channel funds. Technology businesses are often defeated by small operational mistakes, not huge futuristic problems. I dont run a node myself, so I probably only understand half of it, but version numbers with money attached should never be ignored.

Overall I can see why miners are trying this. Mining margins can get crushed quickly, while a long term hosting agreement could make revenue more predictable. Still, the word “could” is doing alot of work in these articles. Power is valuable, but power plus cooling plus networking plus financing plus a real paying customer is the actual product. Until more than a quarter of the promised capacity is online, I would treat the big contract totals as plans rather than money already earned.
The most interesting part here isn’t even the headline numbers, it’s the change in what these companies are actually selling. A Bitcoin miner mainly sells access to cheap electricity through hashing power. An AI data-center operator has to sell reliability, uptime, cooling, networking and a service level that customers can depend on. That is a much more demanding business, even if the power connection is already in place.

The valuation gap makes sense on paper, but it also looks like a classic situation where the market may be pricing in a lot of success before the projects are finished. A multiple of 12.9 times expected revenue sounds great until you remember that revenue is not profit, and that the conversion costs can run into several million dollars per megawatt. Transformers, switchgear, liquid cooling and backup systems are not small upgrades you order online and install over a weekend.

The figures about 14 gigawatts in the pipeline are also difficult to interpret without separating secured capacity from hoped-for capacity. A signed power purchase agreement, an option, a proposed site and an operating facility are four very different things. The same applies to the headline contracts with Microsoft, AMD or AWS. They may be huge commitments, but investors still need to ask how much capacity is actually live, how much has been paid for, and what happens if delivery is late.

The 25 percent deployment figure is probably the most important number in the entire article. It shows that the story is still mainly about construction and execution rather than mature AI revenue. Until the servers are installed and producing billable compute, a contract is closer to a plan than a cash flow. Delays with grid connections or equipment could also push projects into a market where GPU prices, customer demand or financing conditions look very different.

I’m also a bit sceptical about comparing the 1.5 million dollar AI profit per megawatt with 500,000 dollars from mining as if these were equally reliable estimates. Mining economics are visible and volatile, while AI economics depend on utilization, customer concentration, hardware depreciation and the cost of replacing GPUs. A megawatt of computing capacity does not automatically translate into a megawatt of profitable business. If the machines sit idle, the power connection alone doesn’t pay the bills.

The tax section deserves more attention too, because this is exactly the kind of technical wording that can create a nasty surprise years later. If someone receives Bitcoin worth 50,000 euros as salary and that amount is already taxed, then a later sale for 60,000 euros should logically tax the 10,000 euro gain, not pretend the person acquired everything for free. Otherwise people are being punished for being paid in a different form. Hopefully the final wording makes the acquisition value clear instead of leaving ordinary taxpayers to figure it out after the fact.

The macro part is a useful reminder that all of this is still connected to interest rates. Data-center projects need enormous upfront financing, so lower yields can make a real difference to the economics. But a weak jobs report and a short-term Bitcoin rally do not solve the construction problem. Markets can get excited about easier money while the actual project still waits for a transformer that won’t arrive for another year.

And then there is the Lightning issue, which is less exciting than billion-dollar AI announcements but much more immediate for node operators. Software updates are boring right up until a channel balance disappears. The distinction between custodial and self-custodial wallets is important as well, because many users assume “self-custody” means every technical risk has vanished. If a wallet depends on an external Lightning node, payments can still be interrupted even when the user controls the keys.

Overall, the transformation looks plausible, but I’d rather see fewer capacity announcements and more evidence of completed megawatts, paying customers and stable margins. Bitcoin miners do have a valuable head start in power access, and that could become a serious advantage. Still, having electricity is only the entry ticket. Turning a mining site into dependable AI infrastructure is a completely different level of operational discipline.

Article Summary

Bitcoin miners are pivoting toward AI and HPC data centers to monetize existing power infrastructure and secure more stable, higher-margin revenue. Success depends on technical upgrades, financing, available capacity, and binding customer contracts.

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