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Bitcoin-Miner erschließen KI- und HPC-Geschäft mit vorhandener Energieinfrastruktur
Bitcoin-Mining-Unternehmen prüfen oder vollziehen zunehmend den Wechsel zu Rechenzentren für Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing (HPC). Wie Börse Inside berichtet, gewinnen dabei Stromanschlüsse, Grundstücke, Netzanbindung, Kühlung und bestehende Rechenzentrumsflächen als strategische Vermögenswerte an Bedeutung.
Der Wandel wird vor allem durch die hohe Nachfrage nach elektrischer Leistung für KI-Rechenzentren begünstigt. Viele Mining-Standorte verfügen bereits über hohe Anschlussleistungen und Infrastruktur, deren Aufbau an neuen Standorten laut Börse Inside Jahre dauern kann.
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Im klassischen Mining hängen die Einnahmen stark vom Bitcoin-Preis, der Netzwerk-Schwierigkeit und den Stromkosten ab. Bei KI- und HPC-Anwendungen können Betreiber Rechenkapazität langfristig vermieten und Einnahmen aus Strom, Fläche, Kühlung und Infrastruktur erzielen.
Langfristige Mietverträge könnten die Ertragsqualität der Unternehmen verändern. Während Bitcoin-Erlöse volatil sind, schaffen mehrjährige Rechenzentrumsverträge laut Börse Inside mehr Sichtbarkeit bei Kapazität, Preis, Laufzeit und Auslastung.
Die Umwandlung eines Mining-Standorts in ein KI-Rechenzentrum ist jedoch nicht automatisch möglich. KI-Server benötigen andere Kühlung, Redundanz, Netzwerkqualität, Sicherheitsstandards und Betriebsstabilität. Zusätzlich verursachen neue Gebäude, Flüssigkeitskühlung, Netzwerkarchitektur, Notstromversorgung sowie Sicherheits- und Zertifizierungssysteme erhebliche Kosten.
Für Anleger rückt damit die tatsächlich vermietete KI- und HPC-Kapazität in den Mittelpunkt. Ein Rechenzentrum ohne Mieter bleibt zunächst Infrastruktur; ein Mietvertrag kann daraus einen planbareren Cashflow machen. Bitcoin-Mining muss dabei nicht vollständig verschwinden, sondern kann als Kerngeschäft neben der KI-Nutzung bestehen bleiben.
| Bewertungsfaktor | Bedeutung laut Börse Inside |
|---|---|
| Stromkapazität | Strategischer Vermögenswert für Mining und KI |
| Auslastung | Wichtige Grundlage für wiederkehrende Einnahmen |
| Vertragslaufzeit | Bestimmt die Sichtbarkeit der Erlöse |
| Umsatz pro Megawatt | Zusätzliche Kennzahl für die Bewertung |
| Ausbaukapital | Voraussetzung für die technische Umrüstung |
Infobox: Börse Inside beschreibt Stromkapazität, technische Eignung, verfügbares Kapital und verbindliche Mietverträge als zentrale Voraussetzungen für die Entwicklung vom Bitcoin-Miner zum KI- und HPC-Infrastrukturbetreiber.
Sinkende Mining-Profitabilität beschleunigt den Strategiewechsel
Die Bitcoin-Mining-Branche verlagert ihren Fokus laut MARES wegen sinkender Profitabilität im reinen Krypto-Mining auf KI und HPC. Als zusätzlicher Auslöser wird das Bitcoin-Halving genannt.
Im zweiten Quartal 2026 lagen die durchschnittlichen Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoin bei rund 75.500 US-Dollar. Der Bitcoin-Preis notierte Ende Juni 2026 bei 58.400 US-Dollar. Bei Core Scientific führte diese Entwicklung zu negativen Bruttomargen von 56 Prozent im Mining-Betrieb.
Der monatliche Hash Price fiel im Juni 2026 auf ein Allzeittief von 27,70 US-Dollar je PH/s/Tag. Nach einem Anstieg des Bitcoin-Preises auf 75.000 bis 77.000 US-Dollar erholte sich der Hash Price auf etwa 38 US-Dollar.
MARES berichtet, dass Keel Infrastructure Corp., ehemals Bitfarms, das Mining etwa Ende Juni 2026 vollständig einstellte. Andere Unternehmen prüfen demnach eine teilweise oder weitgehende Verlagerung ihrer Kapazitäten in Richtung KI-Rechenzentren.
KI-Computing bietet nach den Angaben der Quelle höhere und stabilere Einnahmepotenziale. Die Schätzungen liegen bei einem jährlichen Profit von etwa 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt für KI-Computing gegenüber rund 0,5 Millionen US-Dollar für Bitcoin-Mining.
Je nach Zeitpunkt und Standort können KI-Infrastrukturen laut MARES 8 bis 13 Millionen US-Dollar pro Megawatt erwirtschaften. Das frühere Bitcoin-Mining-Modell monetarisierte Energie mit etwa 1 bis 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt.
VanEck schätzt Einnahmen von 1,30 US-Dollar pro Kilowattstunde für KI beziehungsweise HPC. Bei 80 Prozent Auslastung entspricht dies etwa 9,11 Millionen US-Dollar pro Megawatt und Jahr.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoin im zweiten Quartal 2026 | rund 75.500 US-Dollar |
| Bitcoin-Preis Ende Juni 2026 | 58.400 US-Dollar |
| Negative Bruttomarge bei Core Scientific im Mining-Betrieb | 56 Prozent |
| Hash Price im Juni 2026 | 27,70 US-Dollar je PH/s/Tag |
| Erholter Hash Price | etwa 38 US-Dollar |
| Jährlicher Profit KI-Computing pro Megawatt | etwa 1,5 Millionen US-Dollar |
| Jährlicher Profit Bitcoin-Mining pro Megawatt | rund 0,5 Millionen US-Dollar |
| VanEck-Einnahmen für KI beziehungsweise HPC | 1,30 US-Dollar pro Kilowattstunde |
Infobox: Nach MARES erhöhen die sinkende Mining-Profitabilität und die höheren Einnahmepotenziale von KI-Computing den Druck zur Diversifizierung.
Energiezugang wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil
Der größte Engpass beim Ausbau der KI-Infrastruktur ist laut MARES der Zugang zu skalierbarer Energie. Der Aufbau neuer Rechenzentren und Netzanschlüsse dauert in den USA häufig vier bis sechs Jahre.
Bestehende Bitcoin-Mining-Standorte sind deshalb für KI-Betreiber attraktiv, weil sie bereits über Energieanschlüsse und zugehörige Infrastruktur verfügen. Wes Cummins, CEO des Rechenzentrumsentwicklers Applied Digital, erklärte laut MARES:
„Kurzfristig ist es extrem schwierig, große Mengen an Strom zu finden, und genau das ist das große Kapital, das viele US-Bitcoin-Miner derzeit haben.“
Bislang wurden laut Quelle KI-Colocation-Verträge im Wert von über 160 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Branche hat Zugang zu mehr als 14 Gigawatt an Leistung in Aussicht.
Bitcoin-Miner kontrollieren etwa 5 Gigawatt Leistung und könnten davon 3,6 Gigawatt für HPC bereitstellen. Zusätzlich haben Miner Kaufverträge für weitere 4,5 Gigawatt neuer Kraftwerke abgeschlossen.
Morgan Stanley warnt laut MARES, dass selbst bei einer Umrüstung aller großen Bitcoin-Mining-Standorte in den USA bis 2028 weiterhin Stromengpässe drohen könnten. Damit bleibt die verfügbare Energie ein begrenzender Faktor, obwohl Mining-Unternehmen bereits über relevante Kapazitäten verfügen.
| Infrastruktur- und Vertragsdaten | Wert |
|---|---|
| KI-Colocation-Verträge | über 160 Milliarden US-Dollar |
| In Aussicht stehende Leistung | mehr als 14 Gigawatt |
| Von Bitcoin-Minern kontrollierte Leistung | etwa 5 Gigawatt |
| Davon potenziell für HPC verfügbar | 3,6 Gigawatt |
| Kaufverträge für weitere Kraftwerksleistung | 4,5 Gigawatt |
| Aufbau neuer Rechenzentren und Netzanschlüsse in den USA | häufig vier bis sechs Jahre |
Infobox: Die vorhandene Strominfrastruktur verschafft Bitcoin-Minern Zugang zu einem Engpassmarkt. Gleichzeitig könnten laut MARES auch bei vollständiger Umrüstung bis 2028 Stromengpässe bestehen bleiben.
KI-Verträge verändern die Bewertung von Mining-Unternehmen
Der Markt bewertet Miner mit KI- oder HPC-Verträgen laut MARES deutlich höher als Unternehmen ohne entsprechende Vereinbarungen. Miner mit solchen Verträgen werden im Schnitt mit dem 12,9-fachen des erwarteten Jahresumsatzes bewertet.
Miner ohne KI- oder HPC-Verträge erreichen demnach einen Bewertungsfaktor von 3,7. Der Marktwert von Mining-Gesellschaften liegt im Schnitt bei rund 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt installierter Kapazität, verglichen mit mehr als 30 Millionen US-Dollar pro Megawatt für einige Rechenzentrumsaktien.
Die Umrüstung benötigt allerdings erhebliches Kapital. Die Kapitalkosten für die Anpassung von Mining-Standorten an KI-Anwendungen werden mit 5 bis 8 Millionen US-Dollar pro Megawatt beziffert.
Die Kosten für neue KI-Standorte stiegen laut MARES von rund 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt Ende 2023 auf etwa 8 Millionen US-Dollar im Juni 2024. Für Standorte, die erst 2027 in Betrieb gehen, werden Kosten von 12 bis 13 Millionen US-Dollar pro Megawatt genannt.
Der Großteil der Kostensteigerungen entfällt demnach auf Arbeitskräfte, Schaltanlagen und Transformatoren. Damit entscheidet nicht allein der Zugang zu Strom über den Erfolg, sondern auch die Fähigkeit, die erforderlichen Investitionen zu finanzieren und umzusetzen.
| Bewertungs- oder Kostenkennzahl | Wert |
|---|---|
| Bewertung von Minern mit KI- oder HPC-Verträgen | 12,9-facher erwarteter Jahresumsatz |
| Bewertung von Minern ohne solche Verträge | 3,7-facher erwarteter Jahresumsatz |
| Marktwert von Mining-Gesellschaften | rund 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt |
| Marktwert einiger Rechenzentrumsaktien | mehr als 30 Millionen US-Dollar pro Megawatt |
| Umrüstung von Mining-Standorten | 5 bis 8 Millionen US-Dollar pro Megawatt |
| Neue KI-Standorte Ende 2023 | rund 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt |
| Neue KI-Standorte im Juni 2024 | etwa 8 Millionen US-Dollar pro Megawatt |
| Standorte mit Inbetriebnahme 2027 | 12 bis 13 Millionen US-Dollar pro Megawatt |
Infobox: Die Bewertungsdifferenz zwischen Minern mit und ohne KI- oder HPC-Verträge ist erheblich. Dem stehen hohe Umrüstungskosten und steigende Kosten für neue KI-Standorte gegenüber.
Core Scientific, IREN, Cipher Digital und Hut 8 bauen KI-Geschäft aus
Core Scientific erzielt laut MARES derzeit noch etwa 13 Prozent des Umsatzes aus dem Mining-Geschäft. Das Unternehmen unterzeichnete mit CoreWeave eine Hosting-Vereinbarung über einen 12-Jahres-Vertrag für 200 MW Infrastruktur, der rund 3,5 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren soll.
Core Scientific übte Optionen für weitere Kapazitäten aus und meldete einen 500-MW-Vertrag mit AMD. Adam Sullivan, CEO von Core Scientific, sagte laut MARES:
„Die Nachfrage ist unersättlich. Wenn wir nur die heute bereits vertraglich gesicherte Energie nutzen, würden wir zu den Top-10-Rechenzentrumsunternehmen in den USA gehören.“
Bei IREN Ltd. übertraf der KI-Cloud-Umsatz von 70,5 Millionen US-Dollar erstmals den Mining-Umsatz von 66,7 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen verbuchte eine Wertminderung von 450,4 Millionen US-Dollar auf stillgelegte Mining-Hardware und hält keine Bitcoin-Bestände mehr.
IREN unterzeichnete zudem einen Vertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden US-Dollar zur Durchführung von KI-Workloads. Damit zeigt sich laut MARES, dass die Umstellung nicht nur auf neue Standorte, sondern auch auf die Nutzung und Neubewertung bestehender Mining-Hardware wirkt.
Cipher Digital plant, das Mining bis Ende 2027 weitgehend einzustellen. Im ersten Halbjahr verkaufte das Unternehmen Bitcoin im Wert von 123,4 Millionen US-Dollar mit einem Verlust von 47,7 Millionen US-Dollar, um den Bau von Rechenzentren zu finanzieren.
Cipher Digital schloss außerdem einen 15-jährigen Pachtvertrag mit Amazon Web Services ab und lenkt einen Großteil seiner geplanten 3,2 Gigawatt Kapazität in Richtung KI.
Hut 8 erhielt von Coatue Management eine Finanzierung von 150 Millionen US-Dollar für den Aufbau von KI-Infrastruktur. Coatue kann das Darlehen in Aktien umwandeln.
Hut 8 startete ein GPU-as-a-Service-Modell und kaufte einen ersten Cluster von 1.000 NVIDIA H100 GPUs. Das Unternehmen erwartet ab der zweiten Jahreshälfte erste Umsätze von etwa 20 Millionen US-Dollar jährlich aus einem Kundenvertrag mit einer KI-Cloud-Plattform.
| Unternehmen | Gemeldete Entwicklung |
|---|---|
| Core Scientific | 13 Prozent des Umsatzes aus Mining; 12-Jahres-Vertrag über 200 MW mit rund 3,5 Milliarden US-Dollar Umsatz; 500-MW-Vertrag mit AMD |
| IREN Ltd. | 70,5 Millionen US-Dollar KI-Cloud-Umsatz; 66,7 Millionen US-Dollar Mining-Umsatz; 450,4 Millionen US-Dollar Wertminderung; 9,7 Milliarden US-Dollar Vertrag mit Microsoft |
| Cipher Digital | Mining bis Ende 2027 weitgehend einstellen; Bitcoin-Verkäufe im Wert von 123,4 Millionen US-Dollar mit einem Verlust von 47,7 Millionen US-Dollar; 15-jähriger Pachtvertrag mit AWS; geplante Kapazität von 3,2 Gigawatt |
| Hut 8 | Finanzierung von 150 Millionen US-Dollar; erster Cluster von 1.000 NVIDIA H100 GPUs; erwartete Umsätze von etwa 20 Millionen US-Dollar jährlich |
Infobox: Die Beispiele zeigen unterschiedliche Umsetzungswege: langfristige Verträge, Verkauf von Mining-Assets, Finanzierung von KI-Infrastruktur und der Aufbau eigener GPU-as-a-Service-Angebote.
Hoher Kapitalbedarf und begrenzte Umsetzung bleiben Risiken
UBS prognostiziert laut MARES für die betrachtete Gruppe von KI-Rechenzentrums-Colocation-Anbietern ein durchschnittliches jährliches EBITDA-Wachstum von rund 80 Prozent zwischen 2027 und 2029.
Gleichzeitig bleibt der Kapitalbedarf hoch. VanEck schätzt eine kurzfristige Finanzierungslücke von etwa 50 Milliarden US-Dollar und einen langfristigen Kapitalbedarf von rund 221 Milliarden US-Dollar für die Entwicklungspläne der Unternehmen.
Bislang sind laut MARES nur etwa 25 Prozent der angemieteten KI- und HPC-Kapazitäten tatsächlich bereitgestellt. Daher wird die weitere Entwicklung unter dem Motto „Execution, not signing“ betrachtet. Entscheidend ist nicht nur der Abschluss von Verträgen, sondern die tatsächliche Umsetzung der Projekte.
Auch Börse Inside betont, dass eine Mining-Anlage nicht automatisch zu einem hochwertigen KI-Rechenzentrum wird. Unterschiedliche Anforderungen an Kühlung, Redundanz, Netzwerkqualität, Sicherheitsstandards und Betriebsstabilität können den Umbau begrenzen.
- Hoher Kapitalbedarf für Umbau und Neubau
- Technische Unterschiede zwischen Mining und KI-Rechenzentren
- Abhängigkeit von tatsächlicher Auslastung und langfristigen Mietverträgen
- Risiko weiterer Stromengpässe bis 2028
- Nur etwa 25 Prozent der angemieteten KI- und HPC-Kapazitäten sind bislang bereitgestellt
Infobox: Der Erfolg der Transformation hängt laut MARES und Börse Inside weniger von angekündigten Verträgen als von Finanzierung, technischer Umsetzung und tatsächlich bereitgestellter Rechenkapazität ab.
Steuerentwurf könnte Bitcoin-Zuflüsse doppelt berücksichtigen
Der Krypto Magazin-Bericht befasst sich mit einem möglichen Referentenentwurf zur Kryptobesteuerung. Im Mittelpunkt steht eine mögliche Regelung in § 20 Abs. 4b EStG, nach der bestimmte erhaltene Kryptowerte beim späteren Verkauf mit „Anschaffungskosten von null Euro“ angesetzt werden sollen.
Nach Darstellung des Berichts könnte dies Arbeitnehmer und private Vermieter betreffen, die Bitcoin als Gehalt oder Miete erhalten. Der Wert der Bitcoin müsste bereits beim Zufluss als Arbeitslohn beziehungsweise als Mieteinnahme steuerlich erfasst werden.
Beim späteren Verkauf würde sich dann die Frage stellen, ob zwischen dem bereits versteuerten Wert und einer späteren Wertsteigerung unterschieden wird. Bei Anschaffungskosten von null Euro könnte der gesamte Verkaufserlös grundsätzlich als steuerlicher Gewinn gelten.
Der Steuerexperte Dr. Ingo Heuel von der LHP Gruppe erläutert im Bericht ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer erhält im Jahr 2027 Bitcoin im Wert von 50.000 Euro als Gehalt. Diese 50.000 Euro müssen bereits als Arbeitslohn erfasst werden.
Verkauft der Arbeitnehmer dieselben Bitcoin später für 60.000 Euro, beträgt die wirtschaftliche zusätzliche Wertsteigerung 10.000 Euro. Kosten, Freibeträge, Verlustverrechnung und Zuschlagsteuern sind in diesem vereinfachten Beispiel nicht berücksichtigt.
Bei Anschaffungskosten von null Euro würden die zuvor als Arbeitslohn erfassten 50.000 Euro jedoch erneut in die Steuerberechnung einfließen. Nach Heuels Darstellung sollte der Wert, der beim Empfang der Bitcoin als Einnahme zählt, beim späteren Verkauf als Ausgangswert berücksichtigt werden.
Auch private Vermieter könnten betroffen sein. Wird eine Wohnungsmiete in Bitcoin bezahlt, muss der Euro-Wert der erhaltenen Coins zunächst als Mieteinnahme versteuert werden. Werden die Bitcoin später verkauft und mit Anschaffungskosten von null Euro angesetzt, könnte der bereits als Mieteinnahme erfasste Betrag erneut berücksichtigt werden.
Für gewerbliches Mining gelten laut Krypto Magazin die Regeln für Betriebsvermögen. Unternehmer und Freiberufler, die Bitcoin als betriebliches Entgelt erhalten und im Betriebsvermögen halten, fallen grundsätzlich unter andere steuerliche Regeln.
| Beispiel aus dem Bericht | Wert |
|---|---|
| Bitcoin als Gehalt im Jahr 2027 | 50.000 Euro |
| Späterer Verkauf | 60.000 Euro |
| Wirtschaftliche zusätzliche Wertsteigerung | 10.000 Euro |
| Mögliche Anschaffungskosten nach der kritisierten Regelung | null Euro |
Infobox: Der Bericht des Krypto Magazins beschreibt eine mögliche Doppelberücksichtigung bereits versteuerter Bitcoin-Werte. Besonders genannt werden Arbeitnehmer und private Vermieter; für gewerbliches Mining gelten dem Bericht zufolge andere Regeln.
Schwächerer US-Arbeitsmarkt verändert Zinserwartungen
Schwächere Arbeitsmarktdaten aus den USA haben laut Wallstreet Online die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve verändert. Im September kamen demnach nur 29.000 Stellen hinzu, während die Vormonate nach unten korrigiert wurden.
Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent. Die Märkte werteten die Daten als Argument gegen eine weitere Zinserhöhung im Oktober.
Die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts fiel auf etwa 15 Prozent. Treasury-Renditen gaben nach und Aktien legten zu. Auch bei Edelmetallen und Bitcoin wurde laut Wallstreet Online eine Erleichterung beobachtet.
Zehnjährige US-Bonds drehten nach ihren Mehrjahreshochs bei 5,35 Prozent ab und lagen zur genannten Zeit bei 5,15 Prozent. In Europa wurden französische Anleihen teilweise bei 5 Prozent genannt; der Abstand zwischen Paris und Berlin lag bei 1,5 Prozentpunkten.
| Arbeitsmarkt- und Marktdaten | Wert |
|---|---|
| Neue Stellen im September | 29.000 |
| Arbeitslosenquote | 4,2 Prozent |
| Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts | etwa 15 Prozent |
| Mehrjahreshoch zehnjähriger US-Bonds | 5,35 Prozent |
| Rendite zehnjähriger US-Bonds zur genannten Zeit | 5,15 Prozent |
| Französische Anleihen | teilweise 5 Prozent |
| Abstand zwischen Paris und Berlin | 1,5 Prozentpunkte |
Infobox: Wallstreet Online führt die Marktreaktion auf veränderte Zinserwartungen nach schwächeren US-Arbeitsmarktdaten zurück. Im Bericht profitierten neben Aktien auch Bitcoin und Edelmetalle.
SEC-Regeln treiben Bitcoin laut Bericht über 86.000 US-Dollar
FinanzNachrichten.de berichtet von einer positiven Entwicklung am Kryptomarkt, nachdem Bitcoin am Freitag wieder über 86.000 US-Dollar gestiegen ist. Dabei wurde ein Plus von 3,07 Prozent genannt.
Auch Ethereum, XRP und insbesondere Solana verzeichneten laut Quelle Kursgewinne. Als Auslöser für die bessere Stimmung werden neue Regeln der US-Börsenaufsicht SEC genannt, die institutionellen Anlegern neue Möglichkeiten eröffnen sollen.
Die Bewegung folgte auf einen zeitweisen Rückgang von Bitcoin unter 83.000 US-Dollar im Wochenverlauf. Die Aussicht auf zusätzliche institutionelle Beteiligung erhöhte danach laut FinanzNachrichten.de die Kauflaune am Kryptomarkt.
| Marktdaten | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs | über 86.000 US-Dollar |
| Genanntes Plus | 3,07 Prozent |
| Zwischenzeitlicher Bitcoin-Rückgang | unter 83.000 US-Dollar |
Infobox: FinanzNachrichten.de führt den Anstieg von Bitcoin und weitere Kursgewinne bei großen Kryptowährungen auf neue SEC-Regeln und die Erwartung zusätzlicher institutioneller Beteiligung zurück.
Core Lightning warnt vor veralteten Nodes
Das Bitcoin-Lightning-Netzwerk steht laut Yahoo Finanzen Deutschland vor einer Sicherheitsfrage. Core Lightning warnte vor Angriffen auf Nodes, die Version 26.06.7 oder älter verwenden.
Seit dem 22. September ist die Fehlerbehebung öffentlich. Das Team veröffentlichte Version 26.06.8, nannte zunächst jedoch nicht, welche Schwachstelle von Angreifern ausgenutzt werden kann. Technische Details wurden teilweise zurückgehalten, um Nachahmungen zu erschweren.
Im Änderungsprotokoll werden mehrere Fehler aufgeführt, die Node-Betreiber Geld kosten könnten. Ein fehlerhaftes Schließen eines Zahlungskanals kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Guthaben einer Node an die Gegenseite übergehen.
Weitere Fehler können Angreifern ermöglichen, Nodes zum Absturz zu bringen und offline zu setzen. Eine Node ist der Computer, der die Lightning-Software betreibt und Bitcoin in Zahlungskanälen hält.
| Lightning-Daten | Angabe |
|---|---|
| Potenziell gefährdete Versionen | 26.06.7 oder älter |
| Veröffentlichte Fehlerbehebung | Version 26.06.8 |
| Öffentliche Verfügbarkeit der Fehlerbehebung | Seit dem 22. September |
Für die meisten Nutzer, die Lightning über eine Wallet-App verwenden, ist das Risiko laut Quelle weniger direkt. Sie betreiben in der Regel keine eigene Node; das Update wird normalerweise vom Anbieter der App vorgenommen.
Bei verwahrenden Wallets hält der Anbieter die Bitcoin im Auftrag der Nutzer. Ob Nutzer im Fall eines Verlusts eine Erstattung erhalten, hängt von den Bedingungen des Anbieters ab, da für Lightning keine Einlagensicherung gilt.
Bei selbstverwahrenden Wallets behalten Nutzer die Kontrolle über ihre Schlüssel und ihr Kanalguthaben. Ausfälle einer Anbieter-Node können jedoch Zahlungen vorübergehend blockieren.
Infobox: Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass Betreiber von Core-Lightning-Nodes mit Version 26.06.7 oder älter auf Version 26.06.8 aktualisieren sollten. Die Auswirkungen für Wallet-Nutzer hängen vom jeweiligen Anbieter und Verwahrungsmodell ab.
Sources:














