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Zcash setzt Januar als Ziel für quantensichere Zahlungen
Die Entwickler von Zcash planen, im Januar Unterstützung für quantenresistente, hash-basierte Signaturen einzuführen. Ein bestätigtes Datum für die Aktivierung im Netzwerk wurde jedoch noch nicht genannt, berichtet CoinDesk.
Roman Akhtariev schrieb in einem Engineering-Beitrag für Zakura, dass das Team die sogenannten Post-Quantum-Signatur-Opcodes im Januar in Zcash einführen will. Diese Opcodes sollen es dem Netzwerk ermöglichen, hash-basierte Signaturen zu überprüfen, die als quantenresistent konzipiert sind.
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Das Ziel besteht darin, zu verhindern, dass Angreifer heutige öffentliche Schlüssel verwenden, um rückwirkend eine Genehmigung des Wallet-Besitzers zu fälschen und Coins auszugeben. Die aktualisierte Software soll Signaturen erzeugen, deren Gültigkeit das Netzwerk mithilfe von Hashes überprüft.
Hash-basierte Signaturen verwenden eine andere Methode, um die Berechtigung zum Ausgeben von Coins nachzuweisen. Eine gefälschte Genehmigung müsste diese Hashes überwinden, sodass ein Durchbruch bei heutigen Wallet-Schlüsseln nicht automatisch die Ersetzung der Signaturmechanismen außer Kraft setzen würde.
„Unser Team plant, die Post-Quantum-Signatur-Opcodes im Januar in Zcash einzuführen“, schrieb Roman Akhtariev laut CoinDesk.
Die geplanten Signaturen sollen Zahlungen schützen, sobald die Ausgabe ihre Genehmigung öffentlich macht. Neue Adressen halten die Schlüssel vor der Ausgabe verborgen, während die vorgeschlagene Signatur den Schutz nach der Offenlegung der Genehmigung aufrechterhalten soll.
„Bunker-Modus“-Warnung rückt Quantenrisiken in den Fokus
Der Beitrag von Zakura folgte auf eine Warnung des Ethereum-Forschers Justin Drake. Er forderte Inhaber auf, sich auf einen sogenannten „Bunker-Modus“ vorzubereiten, und warnte, dass künstliche Intelligenz im schlimmsten Fall „in Monaten, nicht Jahren“ eine Abkürzung durch die Mathematik finden könnte, die Bitcoin- und Ether-Wallets schützt.
CoinDesk berichtete zugleich, dass für die Wallet-Schlüssel bislang kein praktikabler Angriff nachgewiesen wurde. Ethereum verfolgt eine umfassendere Migration zu quantenresistenter Kryptografie, deren Zieldatum im Dezember 2029 liegt.
Der Zcash-Kurs schloss am Donnerstag bei etwa 1.185 US-Dollar. Damit lag ZEC etwa 11 % unter dem Wert der Vorwoche und gehörte nach der Verbreitung von Drakes Beitrag auf X zu den führenden Kryptowährungen mit einem Rückgang.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Ziel für die Einführung der Post-Quantum-Signatur-Opcodes | Januar |
| Zieldatum für Ethereums Migration zu quantenresistenter Kryptografie | Dezember 2029 |
| ZEC-Schlusskurs am Donnerstag | etwa 1.185 US-Dollar |
| Veränderung gegenüber der Vorwoche | etwa 11 % Rückgang |
Zusammenfassung: CoinDesk zufolge soll Zcash im Januar quantenresistente Signaturfunktionen vorbereiten. Der konkrete Termin für die Aktivierung im Netzwerk bleibt offen, während die Warnungen vor möglichen KI- und Quantenangriffen die Sicherheitsplanung von Kryptowährungsprojekten beschleunigen.
Januar-Upgrade konzentriert sich zunächst auf transparente Zahlungen
Zcash verfügt über geschützte und transparente Zahlungen. Geschützte Zahlungen verbergen Absender, Empfänger und Betrag, während transparente Zahlungen ähnlich wie Bitcoin funktionieren und Adressen sowie Beträge auf der Blockchain sichtbar machen.
Der Plan für Januar betrifft zunächst die öffentliche Seite des Netzwerks. Laut CoinDesk befanden sich am Donnerstag 11,96 Millionen der insgesamt 16,98 Millionen ausgegebenen ZEC im transparenten Pool. Nach der Berechnung von CoinDesk auf Grundlage von ZecStats-Daten entspricht dies etwa sieben von zehn Münzen.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| ZEC im transparenten Pool | 11,96 Millionen |
| Insgesamt ausgegebene ZEC | 16,98 Millionen |
| Anteil laut CoinDesk-Berechnung | etwa sieben von zehn Münzen |
Eine Wallet nutzt einen geheimen Schlüssel, um Ausgaben zu genehmigen, sowie einen entsprechenden öffentlichen Schlüssel, mit dem das Netzwerk die Genehmigung überprüft. Die Rückentwicklung vom öffentlichen Schlüssel zum geheimen Schlüssel soll einen unpraktisch hohen Rechenaufwand erfordern.
Die Sorge besteht laut CoinDesk darin, dass ein mathematischer Durchbruch diesen Vorgang erschwinglich machen könnte. Eine standardmäßige transparente Zcash-Adresse verbirgt den öffentlichen Schlüssel zunächst hinter einem Hash, einem digitalen Fingerabdruck, der schwer umkehrbar sein soll.
Beim Ausgeben wird der öffentliche Schlüssel offengelegt. Werden verbleibende Gelder anschließend auf eine neue Adresse verschoben, liegen sie hinter einem weiteren Schlüssel, der noch nicht offengelegt wurde.
Zusammenfassung: Das für Januar geplante Upgrade zielt zunächst auf transparente Zahlungen. CoinDesk nennt dafür 11,96 Millionen ZEC im transparenten Pool bei insgesamt 16,98 Millionen ausgegebenen ZEC.
Privates Suchtool soll Verknüpfung von Adressen verhindern
Neben den Signaturfunktionen hat Zakura ein Suchtool entwickelt, das Wallets bei der Überprüfung von Kontoständen unterstützen soll, ohne verknüpfte Adressen gegenüber einem Server offenzulegen. Eine experimentelle Version ist laut CoinDesk bereits über die Einstellung „Private Anfragen“ im Vizor Wallet verfügbar.
Das Problem entsteht, wenn Nutzer ihre Ersparnisse auf mehrere Adressen verteilen. CoinDesk beschreibt das Beispiel eines Wallets mit 10 Adressen, das weiterhin die jeweiligen Guthaben überprüfen muss.
Ein typisches Wallet fragt dafür einen Server nach den entsprechenden Aufzeichnungen. Dadurch kann der Server möglicherweise Adressen miteinander verbinden, die auf der Blockchain zunächst unabhängig voneinander erscheinen.
Zakuras Suchtool verwendet „Private Information Retrieval“. Dabei kann eine Datenbank einen Datensatz zurückgeben, ohne zu erfahren, welcher Datensatz angefordert wurde.
Das Wallet soll dadurch seine Guthaben überprüfen können, ohne dem Server eine lesbare Liste von Adressen zu übermitteln. Die Zahlungen selbst bleiben dabei öffentlich.
- Das Wallet kann Guthaben abfragen.
- Der Server soll nicht erfahren, welcher Datensatz angefordert wurde.
- Eine lesbare Liste von Adressen wird dem Server nicht übermittelt.
- Die Zahlungen bleiben öffentlich.
Zusammenfassung: Das Zakura-Tool soll die private Guthabenabfrage ermöglichen und zugleich verhindern, dass ein Server Adressen anhand der Anfrage miteinander verknüpft. Eine experimentelle Version ist in Vizor über die Einstellung „Private Anfragen“ verfügbar.
Geschützte Zahlungen benötigen separate Sicherheitsmaßnahmen
Für die geschützte Seite von Zcash sind nach Darstellung von CoinDesk weitere Arbeiten erforderlich. Das Quantum Recovery Design von Zcash warnt davor, dass ein Angreifer, der die Adresse eines Empfängers erhält, heute verschlüsselte Zahlungsaufzeichnungen speichern und versuchen könnte, diese nach einem zukünftigen mathematischen Durchbruch zu entschlüsseln.
Damit unterscheidet sich der aktuelle Plan für transparente Zahlungen von den Anforderungen geschützter Zahlungen. Während das Januar-Ziel zunächst die öffentliche Seite des Netzwerks adressiert, benötigen verschlüsselte Zahlungsaufzeichnungen eigene Schutzmaßnahmen.
Zusammenfassung: CoinDesk zufolge ist der Schutz geschützter Zahlungen noch nicht durch das für Januar geplante Vorhaben abgedeckt. Das Quantum Recovery Design weist auf das Risiko hin, dass heute gespeicherte verschlüsselte Zahlungsaufzeichnungen später entschlüsselt werden könnten.
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