Table of Contents:
Riot Platforms baut Bitcoin-Mining mit Milliardenvertrag zum KI-Geschäft aus
Riot Platforms erweitert sein Geschäftsmodell und investiert in KI-Rechenzentren. Nach Angaben von BTC-ECHO hat der US-amerikanische Bitcoin-Miner einen Rechenzentrumsvertrag mit einem nicht genannten führenden KI-Labor abgeschlossen.
Der Vertrag läuft über 20 Jahre und umfasst die Vermietung von 191 Megawatt am Standort Rockdale in Texas. Riot Platforms erwartet daraus Einnahmen von ungefähr 9,1 Milliarden US-Dollar. Werden zwei Verlängerungen um jeweils fünf Jahre gezogen, könnte der Vertragswert auf 16,1 Milliarden US-Dollar steigen.
Get $500 free Bitcoin mining for a free testing phase:
- Real daily rewards
- 1 full month of testing
- No strings attached
If you choose to buy after testing, you can keep your mining rewards and receive up to 20% bonus on top.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Laufzeit des neuen Vertrags | 20 Jahre |
| Vermietete Leistung | 191 Megawatt |
| Erwartete Einnahmen | ungefähr 9,1 Milliarden US-Dollar |
| Möglicher Vertragswert mit Verlängerungen | 16,1 Milliarden US-Dollar |
| Finanzierung durch Morgan Stanley | 573 Millionen US-Dollar |
Zusammen mit einem bereits im Januar vereinbarten Vertrag mit AMD vermietet Riot Platforms inzwischen 241 Megawatt Leistung. Der AMD-Vertrag soll bis 2027 schrittweise hochgefahren werden. Über die jeweiligen Grundlaufzeiten der Verträge rechnet das Unternehmen mit einem kumulierten Netto-Betriebsergebnis von 7,8 bis 8,7 Milliarden US-Dollar.
Für den Ausbau der neuen Infrastrukturmaßnahmen erhält Riot eine Finanzierung über 573 Millionen US-Dollar von Morgan Stanley. Damit beschleunigt das Unternehmen den Wandel vom klassischen Bitcoin-Miner zum Betreiber großer KI-Rechenzentren.
Zusammenfassung: Riot Platforms erwartet aus einem 20 Jahre laufenden Vertrag mit einem führenden KI-Labor ungefähr 9,1 Milliarden US-Dollar Einnahmen. Durch mögliche Verlängerungen könnte der Vertragswert auf 16,1 Milliarden US-Dollar steigen.
Bitcoin-Geschäft verliert bei Riot Platforms an Gewicht
Die Quartalszahlen zeigen laut BTC-ECHO, weshalb Riot Platforms sein Geschäftsfeld über das Bitcoin-Mining hinaus ausbauen will. Die Mining-Erlöse fielen im zweiten Quartal 2026 von 140,9 auf 113,7 Millionen US-Dollar.
Der Rückgang betrug 19 Prozent, obwohl Riot Platforms mit 1.587 BTC mehr Bitcoin produzierte als im Vorjahresquartal mit 1.426 BTC. Ausschlaggebend war vor allem der niedrigere Bitcoin-Preis.
| Kennzahl | Vorjahresquartal | Zweites Quartal 2026 |
|---|---|---|
| Mining-Erlöse | 140,9 Millionen US-Dollar | 113,7 Millionen US-Dollar |
| Produzierte Bitcoin | 1.426 BTC | 1.587 BTC |
| Durchschnittlicher Wert der produzierten BTC | 98.800 US-Dollar | 71.667 US-Dollar |
| Direkte Mining-Kosten je BTC | — | 49.912 US-Dollar |
| Mining-Kosten einschließlich Abschreibungen je BTC | — | 90.631 US-Dollar |
Der durchschnittliche Wert der produzierten BTC sank von 98.800 US-Dollar auf 71.667 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 27 Prozent. Die direkten Mining-Kosten stiegen im gleichen Zeitraum nur leicht um 1,9 Prozent auf 49.912 US-Dollar je BTC.
Werden die Abschreibungen auf die Mining-Hardware berücksichtigt, lagen die Kosten im zweiten Quartal bei 90.631 US-Dollar je BTC. Damit lagen sie deutlich über dem durchschnittlichen Produktionswert.
- Die produzierte Bitcoin-Menge stieg auf 1.587 BTC.
- Die Mining-Erlöse sanken auf 113,7 Millionen US-Dollar.
- Der durchschnittliche Wert der produzierten BTC fiel auf 71.667 US-Dollar.
- Die Kosten einschließlich Abschreibungen lagen bei 90.631 US-Dollar je BTC.
Zusammenfassung: Riot Platforms produzierte mehr Bitcoin, erzielte wegen des niedrigeren Bitcoin-Preises jedoch geringere Mining-Erlöse. Einschließlich Abschreibungen lagen die Kosten je BTC über dem durchschnittlichen Produktionswert.
Kasachstan lockt Krypto-Anleger mit dreijähriger Steuerbefreiung
Kasachstan will Krypto-Vermögen wieder stärker ins Land holen. Euronews.com berichtet, dass die Regierung mit Steuervorteilen und neuen Regeln Bürgerinnen und Bürger dazu bewegen will, ihre Kryptowährungsbestände offenzulegen und auf regulierte heimische Plattformen zu übertragen.
Dazu hat die Regierung ein Dekret unterzeichnet. Privatanleger erhalten für drei Jahre eine Steuerbefreiung auf Einkünfte aus Geschäften mit digitalen Vermögenswerten. Voraussetzung ist, dass die Assets nicht mit Betrug, Geldwäsche oder nicht lizenzierten Kryptodiensten in Verbindung stehen.
Der Beschluss soll außerdem Minern einen einfacheren Geschäftsbetrieb ermöglichen und mehr Menschen an den Gewinnen beteiligen. Die Regierung verbindet damit die Absicht, digitale Vermögenswerte stärker in die Wirtschaft des Landes einzubinden.
Zusammenfassung: Privatanleger sollen für drei Jahre von der Steuer auf Einkünfte aus Geschäften mit digitalen Vermögenswerten befreit werden, sofern die Assets nicht mit Betrug, Geldwäsche oder nicht lizenzierten Kryptodiensten verbunden sind.
Früherer Mining-Boom überlastete das Stromnetz
Kasachstan war nach dem Verbot des Bitcoin-Minings in China im Jahr 2021 schnell hinter den USA auf Platz zwei der weltweiten Bitcoin-Standorte aufgestiegen. Viele Miner suchten Standorte mit günstiger Energie; einige stellten Mining-Geräte sogar auf ihren Balkonen auf.
Andere Betreiber tarnten ganze Mining-Farmen als Gemüselager, Gewächshäuser oder KI-Datenzentren in stillgelegten Industrieanlagen aus Sowjetzeiten. Der Zustrom überlastete jedoch das ohnehin veraltete Stromnetz des Landes.
Im Oktober 2021 trug der sprunghafte Anstieg des Strombedarfs zu Ausfällen in drei Kraftwerken im Nordosten Kasachstans bei. Mehrere Regionen erlebten zeitweilige Abschaltungen. In der Spitze sollen Miner rund acht Prozent der gesamten Stromproduktion Kasachstans verbraucht haben.
Die Behörden reagierten mit strengeren Regeln für den Stromverbrauch und die Nutzung digitaler Vermögenswerte. Viele Miner wanderten ins Ausland ab, während sich zugleich ein illegaler Markt ausbreitete. Ein totales Verbot des Kryptominings verhängte Kasachstan jedoch nie.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Verbot des Bitcoin-Minings in China | 2021 |
| Position Kasachstans nach dem Mining-Zustrom | Platz zwei hinter den USA |
| Ausfälle im Oktober 2021 | drei Kraftwerke im Nordosten Kasachstans |
| Anteil des Stromverbrauchs durch Miner in der Spitze | rund acht Prozent |
Zusammenfassung: Der Mining-Boom brachte Kasachstan hinter den USA auf Platz zwei der weltweiten Bitcoin-Standorte, führte aber zu einer erheblichen Belastung des Stromnetzes und zu strengeren staatlichen Regeln.
Rund eine Million Wallets stehen 256.900 Börsenkonten gegenüber
Nach Angaben der Finanzaufsicht Astana International Financial Centre, kurz AIFC, verfügen Bürgerinnen und Bürger Kasachstans über rund eine Million Kryptowallets. Das AIFC dient als Testfeld für Finanzinnovationen und als Aufsichtsbehörde für Digital-Asset-Unternehmen im Land.
Die Zahl der Wallets liegt fast viermal so hoch wie die Nutzerzahl auf den zugelassenen heimischen Börsen. Dort waren im März 256.900 Konten registriert. Die Regierung will deshalb Krypto-Anleger mit Anreizen und einem klareren Rechtsrahmen auf heimische, lizenzierte Plattformen ziehen.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Kryptowallets von Bürgerinnen und Bürgern | rund eine Million |
| Konten auf zugelassenen heimischen Börsen im März | 256.900 |
| Verhältnis der Wallets zur Zahl der Börsenkonten | fast viermal so hoch |
Euronews.com ordnet den Schritt in einen globalen Trend ein. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong und Singapur haben ähnliche Steuerregeln eingeführt und diese mit klaren Lizenzverfahren, Regulierung und Zugang zu Bankdienstleistungen kombiniert.
Zusammenfassung: Kasachstan verfügt über rund eine Million Kryptowallets, während auf zugelassenen heimischen Börsen im März 256.900 Konten registriert waren. Die Regierung möchte die Differenz durch regulierte Plattformen und steuerliche Anreize verringern.
Miner sollen Begleitgas aus Ölfeldern nutzen dürfen
Das Dekret greift auch die Energiefrage auf, die den ersten Mining-Boom ausgebremst hatte. Künftig dürfen Miner Begleitgas aus Ölfeldern nutzen, das der Staat nicht selbst benötigt.
Aus diesem Gas können sie Strom für ihre Anlagen erzeugen und dadurch weniger abhängig vom nationalen Stromnetz werden. Damit soll der Betrieb von Mining-Anlagen unter den neuen Regeln erleichtert werden.
Zusammenfassung: Miner sollen nicht benötigtes Begleitgas aus Ölfeldern zur Stromerzeugung verwenden dürfen. Dadurch soll ihre Abhängigkeit vom nationalen Stromnetz sinken.
Experten sehen Steuerbefreiung als Anreiz, aber nicht als alleinige Lösung
Für Nurkhat Kushimov, General Manager von Binance Kazakhstan, ist die Steuererleichterung der wichtigste Punkt des Dekrets. Gegenüber Euronews.com sagte er, sie sei ein starker Anreiz für Nutzerinnen und Nutzer, regulierte Rechtsräume und die darin tätigen Plattformen zu wählen.
„Dieser Ansatz macht die Arbeit in einem lizenzierten Umfeld attraktiver, stärkt das Vertrauen in den Markt und schafft die Grundlage für weiteres Wachstum.“
Bakhytzhan Kenzhebayev, Vorsitzender des kasachischen Verbands für Fintech, KI und Kryptoindustrie, sieht in der Steuererleichterung eine Klärung der Frage, wann und auf welcher Grundlage für Privatanleger eine Steuerpflicht entsteht. Nach seiner Einschätzung reicht die Regelung allein jedoch nicht aus.
„Nutzer entscheiden sich nicht wegen des Steuersatzes für eine Plattform, sondern wegen eines Bündels an Faktoren: Wie leicht sie die Landeswährung einzahlen und abheben können, wie hoch die Liquidität ist und wie transparent die Regeln sind.“
Kenzhebayev erklärte außerdem, dass für lizenzierte Marktteilnehmer die Vorhersehbarkeit der Regel wichtiger sei als der Vorteil selbst. Daniyar Mubarakov, Präsident des Verbands für Blockchain und Digital Mining in Kasachstan, begrüßt die staatliche Unterstützung, stellte aber die Dauerhaftigkeit der Steuerbegünstigung infrage.
„Für bestimmte Unternehmergruppen bedeuten bevorzugte Steuerregime nicht nur niedrigere Abgaben heute. Sie können durch steigende Umsätze später auch zu einer um ein Vielfaches höheren Steuerlast führen.“
Vize-Digitalminister Gizzat Baitursynov erklärte, sein Ressort arbeite bereits an einem vereinfachten Steuersystem für die Zeit nach Ablauf der dreijährigen Befreiung. Zugleich wolle das Ministerium Steuerprüfungen für Privatanleger für die zurückliegenden drei Jahre streichen.
Zusammenfassung: Experten bewerten die Steuerbefreiung als Anreiz, betonen aber die Bedeutung von Liquidität, Servicekomfort, Bankzugang, transparenten Regeln und langfristiger rechtlicher Vorhersehbarkeit.
Wettbewerbsfähigkeit und Rechtssicherheit entscheiden über den Erfolg
Nach Einschätzung von Fachleuten hängt die Rückkehr privater Anleger auf heimische Plattformen von deren Wettbewerbsfähigkeit ab. Kushimov nannte Servicekomfort, Liquidität, die Verfügbarkeit von Produkten, Transaktionsgeschwindigkeit und eine reibungslose Anbindung an das Bankensystem als entscheidende Faktoren.
Kenzhebayev sieht die größten Risiken derzeit in den juristischen Definitionen und Begriffen. Wenn die Steuerbefreiung zu weit gefasst werde, könnten andere Vermögenswerte, die nichts mit Krypto zu tun haben, daruntergeschoben werden, um Steuerzahlungen zu umgehen.
„Das schafft das Risiko, dass die Norm in ein oder zwei Jahren wieder zurückgenommen wird. Das schadet dem Markt stärker als ein von Anfang an höherer, aber stabiler Satz.“
Zusätzlich könne ein und derselbe digitale Vermögenswert unterschiedlich behandelt werden, je nachdem, ob er unter die Regeln des AIFC oder unter das nationale Recht fällt. Unternehmen müssten dann zwei parallele Rechtsrahmen gleichzeitig erfüllen.
„Am Ende baut der Marktteilnehmer für ein Geschäft zwei parallele Infrastrukturen auf. Das treibt die Kosten nach oben.“
Für eine dauerhafte Verlagerung auf lizenzierte kasachische Plattformen seien deshalb weitere Voraussetzungen erforderlich. Genannt werden ein verlässlicher Zugang zum Bankensystem, klare Regeln für die Umwandlung von Kryptowerten in die Landeswährung, einfache Vorgaben zur sicheren Verwahrung von Kundengeldern und ein Aufsichtsrahmen, der lizenzierte Anbieter nicht gegenüber unregulierten Wettbewerbern benachteiligt.
- Servicekomfort und Transaktionsgeschwindigkeit
- Liquidität und Verfügbarkeit von Produkten
- Reibungslose Anbindung an das Bankensystem
- Klare Regeln für die Umwandlung in die Landeswährung
- Sichere Verwahrung von Kundengeldern
- Einheitliche und vorhersehbare Rechtsrahmen
Zusammenfassung: Der Erfolg der kasachischen Krypto-Amnestie hängt nicht allein von der Steuerbefreiung ab. Entscheidend sind nach Einschätzung der zitierten Experten vor allem stabile Regeln, funktionierende Bankdienstleistungen und wettbewerbsfähige lizenzierte Plattformen.
Sources:














