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Krypto-Mine in Mexiko: Marine beschlagnahmt 1.032 Mining-Maschinen
In Tlaola in der Sierra Norte des mexikanischen Bundesstaates Puebla hat die mexikanische Marine eine heimlich betriebene Krypto-Mine mit 1.032 Maschinen beschlagnahmt. Damit lag die Zahl deutlich über den rund 300 GPUs, die beim ersten Einsatz am 6. September gezählt worden waren.
Das aktualisierte Inventar wurde am 11. September 2026 bei einer zweiten Durchsuchung desselben Grundstücks gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft der Republik erstellt. Die Semar stellte laut Pasquale Pillitteri klar, dass die zweite Zahl keine weitere Anlage betrifft.
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| Angabe | Wert |
|---|---|
| Erster Einsatz | 6. September |
| Erste Zählung | rund 300 GPUs |
| Zweites Inventar | 11. September 2026 |
| Bestätigte Maschinenzahl | 1.032 |
Im Endinventar wurden außerdem ein Gewehr Kaliber .410 mit zwölf Patronen, ein Druckluftkompressor mit 80 Litern und Leistungskabel aufgeführt. Die Angaben zu den Satellitenantennen unterschieden sich zwischen den Zählungen: In einer Mitteilung waren acht Antennen genannt worden, in einer anderen drei Satellitenantennen sowie eine Mikrowellenantenne.
Das Grundstück liegt in einem dicht bewachsenen Gebiet an der Grenze zwischen den Gemeinden Chiconcuautla und Huauchinango. Aufklärungsflüge mit Marinedrohnen machten die installierte Infrastruktur und mögliche Anschlüsse an das Stromnetz sichtbar, während die Staatspolizei und die Gemeindepolizei von Huauchinango am Boden eingesetzt wurden.
Zwei Bewohner benachbarter Gemeinden berichteten Reuters, dass das mechanische Summen noch aus einem Kilometer Entfernung zu hören gewesen sei.
Das Gebäude befand sich an einer wenig befahrenen Schotterstraße und rund zwei Kilometer vom nächsten Dorf entfernt. Nach Angaben von Pasquale Pillitteri wurden der Lärm und der hohe Strombedarf der Anlage zu entscheidenden Hinweisen auf den Betrieb.
Zusammenfassung: Die Marine bestätigte 1.032 Mining-Maschinen auf demselben Grundstück, auf dem beim ersten Einsatz rund 300 GPUs gezählt worden waren. Die Anlage wurde durch Drohnenaufklärung sowie durch ihren Lärm und den mutmaßlich hohen Energiebedarf entdeckt.
Geschürfte Kryptowährung bleibt unbekannt
Die mexikanischen Behörden haben nicht mitgeteilt, welche Kryptowährung in Tlaola geschürft wurde. Auch Wallets und die geschürfte Menge wurden nicht öffentlich gemacht.
Reuters verwendete Bitcoin als Maßstab für Berechnungen, doch 300 Grafikkarten gelten laut dem Artikel nicht als passende Ausrüstung für Bitcoin-Mining. Bitcoin wird seit über einem Jahrzehnt mit ASICs geschürft, also mit Chips, die für eine bestimmte Berechnung entwickelt wurden.
Laut Cryptoast leistet ein Antminer S19 Pro beim Bitcoin etwa 50.000-mal so viel wie eine aktuelle High-End-GPU. Das französische Medium vermutete deshalb Monero als mögliche Kryptowährung, weil dessen Proof-of-Work RandomX auf CPUs optimiert ist und spezialisierte Hardware abschrecken soll.
Die Annahme, dass Monero geschürft wurde, ist laut Pasquale Pillitteri jedoch nicht bestätigt. Die Marine sprach lediglich von 1.032 „equipos de criptominería“ und unterschied dabei nicht zwischen Grafikkarten und anderen Geräten.
- Die Behörden nannten keine geschürfte Kryptowährung.
- Wallets und geschürfte Mengen wurden nicht veröffentlicht.
- Monero wurde als Hypothese genannt.
- Die Maschinenzahl unterscheidet nicht zwischen Grafikkarten und anderen Mining-Geräten.
Zusammenfassung: Die Identität der geschürften Kryptowährung ist ungeklärt. Bitcoin diente bei Berechnungen als Vergleich, während Monero wegen der beschriebenen Hardware als mögliche, aber nicht bestätigte Option genannt wurde.
Stromverbrauch der Anlage nicht offiziell beziffert
Keine Behörde veröffentlichte eine Zahl zum Stromverbrauch der Mine in Kilowattstunden. Die mexikanische Tageszeitung El Imparcial berechnete für die zunächst gezählten 300 Karten einen monatlichen Verbrauch zwischen 97.200 und 151.200 kWh.
Die Berechnung beruhte auf einem angenommenen Verbrauch von 324 bis 504 kWh monatlich für eine High-End-GPU im Dauerbetrieb. Diese Werte wurden als Schätzung der Zeitung und nicht als offizieller Verbrauchswert eingeordnet.
| Berechnungsgrundlage | Wert |
|---|---|
| Erste Zählung | 300 Karten |
| Verbrauch je High-End-GPU | 324 bis 504 kWh monatlich |
| Geschätzter Verbrauch für 300 Karten | 97.200 bis 151.200 kWh im Monat |
| Hochrechnung auf 1.032 Maschinen | 334.000 bis 520.000 kWh im Monat |
Im Artikel wird für 1.032 Maschinen eine Hochrechnung zwischen 334.000 und 520.000 kWh im Monat genannt. Diese Hochrechnung beruht auf der Annahme, dass jede Maschine ebenso viel verbraucht wie die zugrunde gelegten Karten.
Zum Vergleich wurde ein durchschnittlicher Verbrauch von 2.700 kWh im Jahr pro italienischem Haushalt herangezogen. Daraus ergab sich im Artikel eine Größenordnung von 1.500 bis 2.300 italienischen Haushalten.
Zusammenfassung: Ein offizieller Verbrauchswert liegt nicht vor. Die im Artikel genannten Schätzungen reichen von 97.200 bis 151.200 kWh im Monat für 300 Karten und von 334.000 bis 520.000 kWh im Monat bei einer Hochrechnung auf 1.032 Maschinen.
Ermittlungen wegen möglichen Stromdiebstahls
Die Generalstaatsanwaltschaft FGR untersucht einen möglichen Stromdiebstahl zulasten der Bundeskommission für Elektrizität, CFE. Geldwäsche wurde als nicht ausgeschlossene Hypothese genannt, während der erste vorbereitete Tatvorwurf den Energiebezug betrifft.
Reuters berichtete, dass die Ermittler prüfen, ob die Anlage das nicht weit entfernte Wasserkraftnetz von Nuevo Necaxa angezapft haben könnte. Die Staatsanwaltschaft lehnte einen Kommentar ab und verwies auf die laufenden Ermittlungen.
Francisco Sánchez González, verantwortlich für die öffentliche Sicherheit in Puebla, sprach laut Mexico News Daily von einem Netz von „granjas“, also „Farmen“, das die Nähe zu den Wasserkraftwerken der Sierra Norte für die Abzweigung großer Energiemengen nutze.
„Sie stehlen sehr wahrscheinlich Strom“, sagte Samuel León, Experte für Energiediebstahl an der Iberoamerikanischen Universität, gegenüber Reuters.
Im zweiten Quartal 2026 kostete die Produktion eines Bitcoin börsennotierter Unternehmen laut CoinShares im Schnitt 75.500 Dollar. Der im Artikel genannte Schlusskurs lag bei 58.400.
David Saucedo, ein Sicherheitsanalyst, erklärte gegenüber Reuters, die Kartelle schienen eine neue Stufe der Raffinesse erreicht zu haben, da eine solche Anlage technisches Know-how und Kapital erfordere. Caio Motta von Chainalysis verwies darauf, dass sich Mining dort lohne, wo Energie sehr billig sei oder in Gebieten unter dem Einfluss organisierter Kriminalität Strom gestohlen werde.
Diese Einschätzungen wurden im Artikel ausdrücklich als Expertenmeinungen und nicht als Feststellungen eingeordnet. Die Behörden benannten keine kriminelle Gruppe, und Festnahmen wurden nicht bekannt gegeben.
Zusammenfassung: Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der mögliche Stromdiebstahl zulasten der CFE. Ein Zusammenhang mit Kartellen, Geldwäsche oder einer bestimmten kriminellen Gruppe wurde nicht bestätigt.
Vierte entdeckte Anlage seit Anfang 2025
Die Anlage in Tlaola ist laut Pasquale Pillitteri die vierte, die seit Anfang 2025 in der Region entdeckt wurde. Zu den früheren Operationen gehörten laut Mexico News Daily die Zerschlagung einer Anlage am Staudamm von Nuevo Necaxa sowie zwei weitere Einsätze an der Grenze zwischen Puebla und Tlaxcala.
Die Anlage am Staudamm von Nuevo Necaxa befand sich laut den im Artikel wiedergegebenen Angaben in Immobilien der mexikanischen Elektrikergewerkschaft SME. Diese Immobilien sollen den Vorwürfen zufolge mit illegalen Anschlüssen an das Netz der CFE genutzt worden sein.
Die öffentliche Sicherheit von Puebla forderte laut lokaler Presse außerdem, auch gegen die Gemeindebehörden von Tlaola gründlich zu ermitteln. Bis zum 20. September meldete die lokale Presse weder Festnahmen noch förmliche Anklagen.
Tlaola liegt im Zentrum Mexikos in der Sierra Norte des Bundesstaates Puebla und befindet sich rund 125 Kilometer Luftlinie von der Stadt Puebla entfernt. Bei der Volkszählung 2020 hatte die Gemeinde 20.433 Einwohner.
| Regionale Angaben | Wert |
|---|---|
| Entdeckte Anlage in der Region seit Anfang 2025 | vierte |
| Entfernung Tlaolas von der Stadt Puebla | rund 125 Kilometer Luftlinie |
| Einwohner bei der Volkszählung 2020 | 20.433 |
Zusammenfassung: Tlaola ist laut dem Bericht die vierte seit Anfang 2025 entdeckte Krypto-Mining-Anlage in der Region. Die Ermittlungen wurden auf mögliche illegale Stromanschlüsse und mögliche Verbindungen zu regionalen Strukturen ausgeweitet, ohne dass Festnahmen oder Anklagen bekannt wurden.
Wirtschaftlichkeit und mögliche Einnahmen
Der Artikel stellt die Wirtschaftlichkeit des Betriebs in Zusammenhang mit den Energiekosten. Wenn die Betreiber den Strom nicht bezahlen, entfällt ein wesentlicher Kostenposten des Minings.
Reuters verwies auf den Index der Universität Cambridge, wonach die durchschnittlichen Kosten für das Mining eines Bitcoin bei rund 45.000 Dollar lagen. Zum Zeitpunkt der Meldung wurde ein Preis um 78.000 genannt.
Diese Werte beziehen sich auf Bitcoin und lassen sich laut dem Artikel nicht sicher auf die Anlage in Tlaola übertragen, weil die dort geschürfte Kryptowährung unbekannt ist. Die lokale Presse sprach von Einnahmen in Höhe von 4,5 Millionen Pesos im Monat, entsprechend rund 250.000 Dollar.
Die Angaben zu den Einnahmen wurden im Artikel als Schätzung eingeordnet. Einige Medien schrieben sie der FGR zu, andere bezeichneten sie als inoffiziell.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Durchschnittliche Kosten für das Mining eines Bitcoin | rund 45.000 Dollar |
| Preis zum Zeitpunkt der Meldung | um 78.000 |
| Genannte monatliche Einnahmen | 4,5 Millionen Pesos |
| Umrechnung in der Quelle | rund 250.000 Dollar |
Der Bericht verweist außerdem auf Grafikkarten als umkämpftes Gut. Die RTX 5090 sei aus US-Läden verschwunden und werde von Dritten für bis zu 9.500 Dollar weiterverkauft.
Zusammenfassung: Die wirtschaftliche Bewertung der Mine bleibt wegen der unbekannten Kryptowährung unsicher. Genannt wurden durchschnittliche Bitcoin-Miningkosten von rund 45.000 Dollar, ein Preis um 78.000 sowie inoffizielle Schätzungen von 4,5 Millionen Pesos beziehungsweise rund 250.000 Dollar monatlich.
Ermittlungsstand: Maschinen beschlagnahmt, keine Festnahmen bekannt
Der Fall in Tlaola ist nach der Darstellung von Pasquale Pillitteri bislang vor allem durch die beschlagnahmten Maschinen und den Verdacht des Stromdiebstahls geprägt. Die Verbindung zu Kartellen, Geldwäsche und die Identität der geschürften Kryptowährung bleiben Hypothesen.
Wallets wurden nicht öffentlich gemacht, und es wurde keine geschürfte Menge genannt. Bis zum im Artikel genannten Stand wurde außerdem keine Festnahme bekannt gegeben.
Zusammenfassung: Fest steht die Beschlagnahmung von 1.032 Maschinen. Nicht bestätigt sind dagegen die geschürfte Kryptowährung, die Betreiber, mögliche Kartellverbindungen, Geldwäsche und die Höhe der tatsächlichen Einnahmen.
Sources:
















