IREN erzielt erstmals mehr Umsatz mit KI-Cloud als mit Bitcoin-Mining

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29.08.2026 131 times read 6 Comments

IREN verschiebt den Schwerpunkt von Bitcoin-Mining zu KI-Cloud-Infrastruktur

IREN hat im vierten Fiskalquartal erstmals höhere Einnahmen aus dem AI-Cloud-Geschäft als aus dem klassischen Bitcoin-Mining erzielt. Nach Angaben von Börse Express beliefen sich die AI-Cloud-Erlöse auf 70,5 Millionen US-Dollar, während das Bitcoin-Mining 66,7 Millionen US-Dollar beitrug.

Auch CoinDesk und TradingKey berichten über diesen Wendepunkt. CoinDesk zufolge haben sich die KI-Cloud-Einnahmen mehr als verdoppelt; TradingKey nennt einen Anstieg von 33,6 Millionen US-Dollar im Vorquartal auf 70,5 Millionen US-Dollar im vierten Geschäftsquartal. Damit entfielen laut TradingKey etwa 51,4 % des Quartalsumsatzes auf KI-Cloud-Dienste und 48,6 % auf das Mining.

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Der Gesamtquartalsumsatz lag laut Börse Express bei 137,22 Millionen US-Dollar und damit über den Erwartungen von 132,29 Millionen US-Dollar. TradingKey beziffert den Umsatz auf 137,2 Millionen US-Dollar und berichtet zugleich von einem Rückgang um 5 % gegenüber dem Vorquartal.

Die Neuausrichtung belastete jedoch die Profitabilität erheblich. Börse Express meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 702,6 Millionen US-Dollar, während CoinDesk und TradingKey für das vierte Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 684 Millionen US-Dollar nennen.

Ein wesentlicher Grund für den Quartalsverlust waren nicht zahlungswirksame Wertminderungen auf Mining-Hardware. CoinDesk und TradingKey nennen eine Wertminderung von 450,4 Millionen US-Dollar; TradingKey ergänzt einen Rückgang des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung gehaltenen Mining-Geräten um etwa 102,1 Millionen US-Dollar. Zusammen beliefen sich diese Positionen laut TradingKey auf 552,5 Millionen US-Dollar beziehungsweise etwa 81 % des Nettoverlusts im Quartal.

Börse Express führt für das Gesamtjahr einen nicht zahlungswirksamen Wertberichtigungsposten von 638,8 Millionen US-Dollar an, der mit der Stilllegung veralteter Bitcoin-Mining-Hardware zusammenhängt. Die Berichte ordnen die Abschreibungen dem Umbau von Mining-Standorten und der Umwidmung von Strom- und Infrastrukturkapazitäten für KI-Anwendungen zu.

KennzahlAngabeQuelle
AI-Cloud-Umsatz im vierten Fiskalquartal70,5 Millionen US-DollarBörse Express, CoinDesk, TradingKey
Bitcoin-Mining-Umsatz im vierten Fiskalquartal66,7 Millionen US-DollarBörse Express, CoinDesk, TradingKey
Quartalsumsatz137,22 Millionen US-DollarBörse Express
Quartalsumsatz137,2 Millionen US-DollarCoinDesk, TradingKey
Nettoverlust im vierten Geschäftsquartal684 Millionen US-DollarCoinDesk, TradingKey
Nettoverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr702,6 Millionen US-DollarBörse Express
Wertminderung auf Mining-Ausrüstung450,4 Millionen US-DollarCoinDesk, TradingKey
Bereinigtes EBITDA19,2 Millionen US-DollarCoinDesk, TradingKey

Zusammenfassung: Die AI-Cloud übertraf bei IREN erstmals das Bitcoin-Mining. Gleichzeitig führten Wertminderungen, steigende Ausgaben und der laufende Umbau zu erheblichen Verlusten.

Bereinigtes EBITDA sinkt deutlich

Die kurzfristigen Ergebniskennzahlen verschlechterten sich während der Expansion in das KI-Geschäft. Nach Angaben von CoinDesk fiel das bereinigte EBITDA im Quartalsvergleich um 68 % auf 19,2 Millionen US-Dollar.

TradingKey berichtet ebenfalls von einem Rückgang des bereinigten EBITDA von 59,5 Millionen US-Dollar im Vorquartal auf 19,2 Millionen US-Dollar. Damit blieb die Kennzahl laut TradingKey hinter dem Marktkonsens von 57,1 Millionen US-Dollar zurück.

Der bereinigte Verlust je Aktie lag laut Börse Express bei 0,41 US-Dollar. Die Prognose hatte demnach bei 0,55 US-Dollar gelegen.

Die Belastungen resultierten laut den Berichten unter anderem aus steigenden Personalaufwendungen sowie Investitionen in den Ausbau der KI-Cloud-Infrastruktur. Gleichzeitig sanken die Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining laut CoinDesk im Vergleich zum vorherigen Quartal um 40 %, da IREN Strom und Infrastruktur auf das KI-Geschäft umleitete.

  • Das bereinigte EBITDA lag bei 19,2 Millionen US-Dollar.
  • Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal betrug 68 %.
  • Die Mining-Einnahmen sanken laut CoinDesk um 40 %.
  • Der bereinigte Verlust je Aktie betrug 0,41 US-Dollar.

Infobox: Der Umsatzschwerpunkt verschiebt sich zwar zur KI-Cloud, doch die Kosten des Kapazitätsausbaus und der Stilllegung von Mining-Hardware belasten die laufenden Ergebnisse.

Milliardenfinanzierung für Nvidia-GPUs und Ausbau der Rechenzentren

Parallel zu den Quartalszahlen wurde eine umfangreiche Finanzierung für den Ausbau der KI-Infrastruktur bekannt. Börse Express berichtet, dass Blue Owl Capital IREN 2,4 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital bereitstellt.

Die Finanzierung besteht laut Börse Express aus einem besicherten Term Loan über 1,2 Milliarden US-Dollar und besicherten Notes in gleicher Höhe. Die Mittel sollen in den Kauf von Nvidias Blackwell-Ultra-GPUs für den Mackenzie-Rechenzentrumscampus fließen.

IREN setzt für den Ausbau auf bestehende Partnerschaften und langfristige Verträge. Nach Angaben von TradingKey umfasst die fünfjährige Rahmenvereinbarung mit Microsoft einen potenziellen Gesamtwert von bis zu 9,7 Milliarden US-Dollar inklusive Verlängerungsoptionen.

Die Vereinbarung beinhaltet mehrere KI-Infrastruktur-Bereitstellungen der 50-MW-Klasse. Das erste 50-MW-Projekt, Horizon 1, wurde laut TradingKey bereits an Microsoft ausgeliefert und von Microsoft abgenommen; die verbleibenden Bereitstellungen sollen bis 2026 erfolgen.

TradingKey berichtet außerdem, dass das in Horizon 1 eingesetzte System NVIDIA GB300 NVL72 die entsprechenden Nvidia-Tests bestanden und die Zertifizierung „Exemplar Cloud“ erhalten hat.

Finanzierung und AusbauAngabe
Fremdkapital von Blue Owl Capital2,4 Milliarden US-Dollar
Besicherter Term Loan1,2 Milliarden US-Dollar
Besicherte Notes1,2 Milliarden US-Dollar
Potentieller Gesamtwert der Microsoft-Rahmenvereinbarungbis zu 9,7 Milliarden US-Dollar
Größe der Horizon-1-Bereitstellung50 MW

Zusammenfassung: IREN finanziert den KI-Ausbau mit 2,4 Milliarden US-Dollar Fremdkapital und setzt dabei auf Nvidia-GPUs sowie Microsoft-Verträge mit einem potenziellen Gesamtwert von bis zu 9,7 Milliarden US-Dollar.

Vertraglich gesicherte Einnahmen stehen noch weitgehend vor der Aktivierung

Die veröffentlichten Zahlen zeigen eine deutliche Lücke zwischen vertraglich vereinbarten Einnahmen und bereits operativ laufenden Kapazitäten. Börse Express zufolge verfügt IREN im laufenden Jahr über rund vier Milliarden US-Dollar an vertraglich gesicherten, annualisierten wiederkehrenden Einnahmen; zum 26. August lief davon bereits eine Milliarde US-Dollar operativ.

TradingKey nennt nach vollständiger Erfüllung der unterzeichneten KI-Cloud-Verträge eine hochgerechnete Jahresumsatzrate von etwa vier Milliarden US-Dollar. Zum Ende des Geschäftsquartals habe der voll einsatzbereite und im Betrieb befindliche Teil jedoch lediglich einen ARR von rund 500 Millionen US-Dollar erreicht.

Die Differenz erklärt sich laut TradingKey vor allem dadurch, dass sich ein großer Teil der Rechenkapazität noch im Aufbau oder in der Auslieferung befindet und noch keine Umsätze generiert. Der Markt dürfte sich deshalb künftig auf den Zeitplan der Infrastrukturprojekte sowie auf die Umwandlung der Verträge in tatsächliche Umsätze und operativen Cashflow konzentrieren.

Für die weitere Entwicklung plant IREN nach Angaben von TradingKey eine KI-Cloud-Kapazität von rund 480 MW im Jahr 2026. Im Jahr 2027 soll die Kapazität auf 1,2 GW ausgebaut werden.

KI-Cloud-KennzahlAngabeQuelle
Vertraglich gesicherte annualisierte Einnahmenrund vier Milliarden US-DollarBörse Express
Zum 26. August operativ laufende Einnahmeneine Milliarde US-DollarBörse Express
ARR nach vollständiger Vertragserfüllungetwa vier Milliarden US-DollarTradingKey
Operativ befindlicher ARR zum Quartalsenderund 500 Millionen US-DollarTradingKey
KI-Cloud-Kapazitätsziel 2026rund 480 MWTradingKey
KI-Cloud-Kapazitätsziel 20271,2 GWTradingKey

Infobox: Die Verträge stellen laut den Quellen ein erhebliches Umsatzpotenzial dar. Ein großer Teil der Kapazität ist jedoch noch nicht in Betrieb, wodurch die Cashflow-Konversion zum zentralen Beobachtungspunkt wird.

Analysten bestätigen Kaufurteile trotz Kursrückgang

Der Markt reagierte zunächst negativ auf die hohen Kosten der Transformation. Laut Börse Express fiel die Aktie am Freitag um zwölf Prozent und notierte bei 30,59 Euro.

Der Kurs lag damit laut Börse Express rund 55 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 68,61 Euro aus dem November. Auf Sicht von zwölf Monaten stand dennoch ein Plus von 55 % zu Buche; die Volatilität auf Jahressicht wurde mit 125 % angegeben.

Trotz des Kursrückgangs bestätigten vier Analystenhäuser am selben Tag ihre positiven Einschätzungen. Cantor Fitzgerald bekräftigte laut Börse Express das Rating „Overweight“ mit einem Kursziel von 99,00 US-Dollar.

HC Wainwright hielt an „Buy“ bei 90,00 US-Dollar fest. BTIG Research bestätigte „Buy“ mit einem Kursziel von 80,00 US-Dollar, während Canaccord Genuity ebenfalls bei „Buy“ blieb und ein Ziel von 79,00 US-Dollar nannte.

AnalysehausRatingKursziel
Cantor Fitzgerald„Overweight“99,00 US-Dollar
HC Wainwright„Buy“90,00 US-Dollar
BTIG Research„Buy“80,00 US-Dollar
Canaccord Genuity„Buy“79,00 US-Dollar

Zusammenfassung: Während der Aktienkurs deutlich nachgab, hielten vier Analystenhäuser an ihren Kaufurteilen fest. Börse Express beschreibt damit eine ausgeprägte Differenz zwischen der Einschätzung des Marktes und den Erwartungen der Analysten.

KI-Umbau belastet Bitcoin-Miner weltweit

Die hohen Investitionen von Bitcoin-Minern in KI- und High-Performance-Computing-Infrastruktur beschränken sich nicht auf IREN. finanzen.at berichtet unter Berufung auf CoinTelegraph und BlocksBridge Consulting, dass eine Gruppe von 15 Bitcoin-Minern und KI-Rechenzentrumsbetreibern in ihren jüngsten Berichtsperioden 2026 zusammen 30,7 Milliarden US-Dollar in Sachanlagen investierte.

Diese Summe lag laut finanzen.at 42,6 % über den Investitionen des gesamten Jahres 2025, die mit 21,53 Milliarden US-Dollar angegeben wurden. Bei einer engeren Gruppe von neun vergleichbaren Minern beliefen sich die Sachanlageninvestitionen im ersten Halbjahr auf 5,11 Milliarden US-Dollar.

Den direkt ausgewiesenen KI- und HPC-Erlösen dieser neun Miner standen im selben Zeitraum laut finanzen.at lediglich 341,2 Millionen US-Dollar gegenüber. Daraus ergab sich ein Verhältnis von rund 15 zu 1 zwischen Investitionen und direkt ausgewiesenen Erlösen.

Gleichzeitig beschleunigte sich das Umsatzwachstum. Im zweiten Quartal stiegen die KI- und HPC-Erlöse der neun Miner gegenüber dem Vorquartal um 52 % auf 205,8 Millionen US-Dollar.

BlocksBridge weist laut finanzen.at darauf hin, dass vorhandene Stromverträge und Grundstücke zwar einen Startvorteil bieten, die Umwandlung in KI-taugliche Kapazität jedoch zusätzliche Umspannwerke, Gebäude, Kühlsysteme und Netzwerktechnik erfordert. Bei bestimmten Geschäftsmodellen kommen außerdem GPUs hinzu.

KennzahlAngabe
Investitionen von 15 Minern und KI-Rechenzentrumsbetreibern 202630,7 Milliarden US-Dollar
Investitionen im gesamten Jahr 202521,53 Milliarden US-Dollar
Veränderung 2026 gegenüber 202542,6 %
Sachanlageninvestitionen von neun vergleichbaren Minern im ersten Halbjahr5,11 Milliarden US-Dollar
Direkt ausgewiesene KI- und HPC-Erlöse dieser Gruppe341,2 Millionen US-Dollar
KI- und HPC-Erlöse im zweiten Quartal205,8 Millionen US-Dollar
Wachstum gegenüber dem Vorquartal52 %

Infobox: Die Investitionssummen der betrachteten Unternehmen liegen deutlich über den bisher direkt ausgewiesenen KI- und HPC-Erlösen. Die Einnahmen wachsen, haben den Investitionsvorlauf laut finanzen.at jedoch noch nicht aufgeholt.

Bitcoin-Hashrate verlagert sich zwischen den Mining-Ländern

Cryptonews.net berichtet über eine Veränderung der geografischen Verteilung der Bitcoin-Hashrate im Jahr 2026. Die USA bleiben demnach das dominierende Mining-Land, ihr Anteil an der globalen Hashrate sank jedoch von 37,523 % zu Jahresbeginn auf derzeit 36,7 %.

Russland startete mit einem Anteil von 16,417 % und erhöhte diesen laut Cryptonews.net auf 17,2 %. Die absolute Rechenleistung Russlands ging gleichzeitig von 175 EH/s auf rund 162 EH/s zurück, was einem Rückgang von etwa 13 EH/s in den letzten 238 Tagen entspricht.

China steigerte seinen Anteil an der globalen Bitcoin-Hashrate von 11,276 % auf 12,2 %. Die absolute Hashrate sank jedoch von 125 EH/s auf 115 EH/s.

Die gesamte Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks lag am 27. August 2026 laut Cryptonews.net bei 892,35 EH/s. Zu Beginn des Jahres hatte die Hashrate demnach deutlich über 1.000 EH/s gelegen.

Land beziehungsweise NetzwerkAnteil beziehungsweise Hashrate
USA zu Jahresbeginn37,523 %
USA derzeit36,7 %
Russland zu Jahresbeginn16,417 %
Russland derzeit17,2 %
Russland im ersten Quartal175 EH/s
Russland derzeitrund 162 EH/s
China zu Jahresbeginn11,276 %
China derzeit12,2 %
China zu Jahresbeginn125 EH/s
China derzeit115 EH/s
Gesamte Bitcoin-Hashrate am 27. August 2026892,35 EH/s

Zusammenfassung: Die USA stellen weiterhin den größten Anteil der Bitcoin-Hashrate, verlieren jedoch einen Teil ihrer Dominanz. Russland und China steigerten ihre prozentualen Anteile, während ihre absoluten Hashrate-Werte ebenfalls zurückgingen.

Paraguay gewinnt Anteil, Hashpreis steigt

Paraguay entwickelte sich laut Cryptonews.net gegen den allgemeinen Trend. Der Anteil des Landes an der globalen Bitcoin-Hashrate stieg von 4,034 % auf 4,7 %.

Seit Jahresbeginn gewann Paraguay nach Angaben der Quelle 1 EH/s an Gesamt-Hashrate hinzu. Kanada verzeichnete dagegen einen leichten Rückgang seines Anteils von 2,627 % im ersten Quartal auf derzeit 2,6 % und verlor in den letzten 7,82 Monaten des Jahres rund 4 EH/s.

Weitere Rückgänge beim globalen Anteil meldete Cryptonews.net für Kasachstan, Oman und Äthiopien. Kasachstan fiel von 2,064 % auf 1,6 %, Oman von 3,002 % auf 2,8 % und Äthiopien von 2,58 % auf 2,4 %.

Die Quelle nennt außerdem aktuelle Anteile und Hashraten für weitere Länder: Mexiko mit 0,4 % beziehungsweise 3,5 EH/s, Australien mit rund 0,3 % beziehungsweise 3 EH/s, Norwegen mit 1,7 % beziehungsweise 16 EH/s und Indonesien mit rund 1,8 % beziehungsweise 17 EH/s.

Die Vereinigten Arabischen Emirate hielten laut Cryptonews.net 3 % beziehungsweise 28 EH/s. Georgien kam auf 1,2 % beziehungsweise 11 EH/s, der Iran auf 0,2 % beziehungsweise 2 EH/s, Pakistan auf 0,3 % beziehungsweise 2,5 EH/s und Japan auf 0,05 % beziehungsweise 0,5 EH/s.

Auch die Entwicklung des Hashpreises könnte die geografische Verteilung des Minings weiter beeinflussen. Cryptonews.net zufolge stieg der Umsatz für einen einzelnen Petahash pro Sekunde von 31,66 US-Dollar vor 30 Tagen um 27,42 % auf derzeit 40,34 US-Dollar.

LandAnteil beziehungsweise VeränderungHashrate
Paraguayvon 4,034 % auf 4,7 %seit Jahresbeginn 1 EH/s hinzugewonnen
Kanadavon 2,627 % auf 2,6 %rund 4 EH/s Verlust
Kasachstanvon 2,064 % auf 1,6 %
Omanvon 3,002 % auf 2,8 %
Äthiopienvon 2,58 % auf 2,4 %
Hashpreis vor 30 Tagen31,66 US-Dollar je PH/s
Hashpreis derzeit40,34 US-Dollar je PH/s+27,42 %

Infobox: Paraguay erhöhte seinen Anteil an der globalen Hashrate, während mehrere etablierte Mining-Standorte Anteile verloren. Der gestiegene Hashpreis könnte laut Cryptonews.net zusätzliche Marktteilnehmer anziehen.

Bitcoin-Kurs als möglicher Rückenwind für Miner

finanzen.at berichtet, dass ein höherer Bitcoin-Kurs Unternehmen mit weiterhin großem Mining-Anteil zusätzlichen Spielraum verschaffen könnte. Als möglichen Auslöser nennt die Quelle die Ankündigung des US-Finanzministeriums, sein Rückkaufprogramm für langfristige Anleihen mindestens zu verdoppeln.

Die maximale Größe der Rückkaufoperationen für Anleihen mit Laufzeiten von 10 bis 20 sowie 20 bis 30 Jahren wurde laut finanzen.at von bisher 2 auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar je Operation angehoben. Das erweiterte Programm soll vom 9. September bis zum 4. November laufen und die Liquidität am Anleihemarkt verbessern.

Die Ankündigung ließ laut finanzen.at die Renditen langlaufender Staatsanleihen bereits spürbar sinken. Standard-Chartered-Analyst Geoff Kendrick wertete die Entwicklung als möglichen Wendepunkt für Bitcoin.

Ein Ausbruch über 65.500 US-Dollar könnte laut der von finanzen.at aufgegriffenen Einschätzung bestätigen, dass der Zyklustiefpunkt bereits erreicht sei.

Kendrick empfahl Anlegern nach Darstellung von finanzen.at, sich für einen Anstieg auf 100.000 US-Dollar bis Jahresende zu positionieren. Als Begründung wurden neben der Vier-Jahres-Zyklik von Bitcoin auch mögliche Liquiditätseffekte und das fixe Angebot der Kryptowährung genannt.

Bitcoin- und AnleihemarktkennzahlAngabe
Bisherige maximale Rückkaufgröße je Operation2 Milliarden US-Dollar
Neue maximale Rückkaufgröße je Operationmindestens 4 Milliarden US-Dollar
Laufzeit des erweiterten Programms9. September bis 4. November
Technische Bitcoin-Marke65.500 US-Dollar
Genanntes Bitcoin-Ziel bis Jahresende100.000 US-Dollar

Zusammenfassung: Ein steigender Bitcoin-Kurs könnte die weiterhin vom Mining abhängigen Unternehmen unterstützen. finanzen.at verweist zugleich auf 65.500 US-Dollar als technische Marke und auf die Einschätzung eines möglichen Anstiegs auf 100.000 US-Dollar bis Jahresende.

Sources:

Note on the use of artificial intelligence on this website

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Honestly this sounds like a big change for IREN but also kinda scary when you look at the lose numbers. AI cloud making 70.5m and mining 66.7m is a headline that sounds very impressive, but then 684m net loss is like, well, not exactly printing money yet lol. I know write downs arent cash leaving the bank right now, but old mining machines still dont magically become useful just because they are called non cash.

The Microsoft deal is the part that catches my eye most, specially the possible 9.7 billion value. “Possible” is doing alot of work there tho, because contracts and actual working data centers are not the same thing. Only 500m ARR operational at quarter end versus 4b when everything is finished shows there is a huge bridge to cross. 480 MW in 2026 and 1.2 GW in 2027 sounds enormous, although I admit I dont really know how much electricity that is, probably enough to power a small moon.

Also the 2.4b debt for Nvidia Blackwell GPUs could work out great if demand stays crazy, but debt is still debt even when the chips are very expensive and shiny. If the buildout gets delayed, or Microsoft doesnt use all the capacity, the interest bill wont care. Thats probably why the adjusted EBITDA dropping from 59.5m to 19.2m is more worrying to me than the headline revenue crossover. Revenue growth is nice, cash flow is the actual boss.

The wider miner story makes sense too. Everyone seems to be spending billions on AI infrastructure while direct AI income is still tiny compared with the investment. Maybe this is the normal early stage of a new industry, or maybe it is just companies chasing the newest buzzword with borrowed money. Could be both at once, which is usually how these things go in markets.

The analyst targets look wildly optimistic compared with the current price action. Four buy ratings dont guarantee anything, analysts can be very confident right before being very wrong, as history has shown many many times. A 55 percent gain over twelve months but still 55 percent under the high also tells you this stock is a total rollercoaster. My brain gets seasick just reading the volatility number.

One thing I found confusing is the bitcoin hashrate figures, because some countries increased their percentage while their actual EH/s went down. I guess thats because the whole network shrunk, but it still feels backwards at first glance. Paraguay gaining share while others retreat is interesting tho, maybe cheap power matters more than people think. And the hashprice jumping 27 percent could keep some miners alive longer, unless bitcoin decides to do its usual thing and fall for no reason on a Tuesday.

So overall IREN may be becoming an AI company that still has a bitcoin mining past, but right now it is paying a very large price for the makeover. If the data centers come online on time and the contracts turn into real payments, this could look smart later. If not, then the 4 billion ARR is just a very expensive powerpoint number. I would personally wait for more operating cash flow before getting too excited, but watching this one is definetly interesting.
The Paraguay hash-rate shift is kinda intresting, cheap power must be a bigger deal then I thot, tho i still dont get how a country can gain percent while actual EH/s barely moves lol maybe bitcoin math is just weird.
The geographic hashrate shift is a nice reminder that cheap, reliable power can matter more than headline percentages, especially while miners are deciding whether to stick with Bitcoin or repurpose sites for AI.
The Paraguay angle is pretty interesting to me, especially since its share increased while several larger mining hubs lost ground. Cheap and reliable power may end up mattering more than just having massive infrastructure, particularly if the hashprice stays near $40 per PH/s. Still, I’d be careful about reading too much into a few months of hashrate data.
The strange part is that a bigger share of hashrate can rise even while the real EH/s falls, so percentages alone are kinda missleading here. Paraguay gaining a little power while the whole network shrinks doesnt neccesary mean a mining boom, maybe just other places shutting off faster, which is still pretty interesting.
Was mir in den bisherigen Kommentaren noch etwas fehlt, ist die Frage, wie belastbar diese ganzen Kapazitätspläne technisch überhaupt sind. Bei 480 MW im Jahr 2026 und später 1,2 GW reden wir ja nicht nur über ein paar zusätzliche Server in einer bestehenden Halle. Dafür braucht man Netzanbindung, Transformatoren, Kühlung, Gebäude, Glasfaser, Ersatzteile und am Ende auch Leute, die das alles rund um die Uhr betreiben. Gerade die Stromversorgung dürfte ein ziemlich harter Flaschenhals sein. Ein Vertrag mit Microsoft kann noch so groß sein, wenn die passende Anschlussleistung nicht rechtzeitig da ist, entstehen dadurch trotzdem keine Umsätze.

Interessant finde ich deshalb, dass im Artikel zwar die MW-Ziele genannt werden, aber relativ wenig darüber, wie diese Projekte konkret zeitlich abgesichert sind. „Soll bis 2026 fertig werden“ klingt erstmal gut, kann in der Realität aber auch heißen, dass Genehmigungen, Lieferketten oder Netzanschlüsse noch monatelang hinterherhinken. Bei Rechenzentren sind Verzögerungen ja nichts Ungewöhnliches. Und bei Nvidia-Hardware kommt zusätzlich die Frage dazu, wie schnell neue Generationen veraltet wirken. Ein System, das heute als High-End gilt, kann in zwei Jahren schon deutlich weniger attraktiv sein, obwohl die Finanzierung natürlich noch läuft.

Der Punkt mit der Abnahme von Horizon 1 ist daher eigentlich wichtiger als die bloße Größe des Microsoft-Vertrags. Wenn Microsoft das System tatsächlich getestet, zertifiziert und übernommen hat, ist das zumindest ein kleiner Beweis, dass IREN die technische Seite nicht nur auf Präsentationsfolien beherrscht. Ich würde künftig genau darauf achten, ob weitere 50-MW-Bereitstellungen ebenfalls termingerecht abgenommen werden. Erst dann lässt sich besser beurteilen, ob Horizon 1 ein funktionierender Startpunkt oder eher ein einzelnes Vorzeigeprojekt ist.

Auch die Unterschiede bei den ARR-Angaben sind nicht ganz nebensächlich. Einmal ist von 500 Millionen US-Dollar operativem ARR die Rede, später von einer Milliarde zum 26. August. Das kann natürlich durch neue Inbetriebnahmen erklärt werden, aber als Anleger möchte man schon sauber nachvollziehen können, welche Kapazität wann aktiviert wurde und ob daraus tatsächlich fakturierte Einnahmen entstehen. ARR ist schließlich eine Hochrechnung und kein Geld, das bereits auf dem Konto liegt. Zwischen „vertraglich vereinbart“, „bereitgestellt“, „abgenommen“ und „bezahlt“ liegen mehrere wichtige Schritte.

Bei Microsoft kommt noch die Konzentration auf einen einzelnen Großkunden hinzu. Ein großer Vertrag bringt Planungssicherheit, aber er erhöht auch die Abhängigkeit. Sollte Microsoft seine Ausbaupläne ändern, Kapazitäten verschieben oder bei den eigenen KI-Projekten langsamer vorgehen, wäre IREN davon vermutlich stärker betroffen als bei einem breiteren Kundenmix. Vielleicht ist das am Anfang normal, weil große Cloud-Anbieter die nötige Bonität und Nachfrage mitbringen. Langfristig wäre es trotzdem beruhigender, wenn IREN mehrere vergleichbare Kunden gewinnen würde.

Was ich ebenfalls spannend finde: Der Wechsel von Mining zu KI wird oft so dargestellt, als könne dieselbe Infrastruktur fast ohne Reibung für beide Bereiche genutzt werden. Ein Teil der Strom- und Standortvorteile lässt sich sicher übernehmen, aber Bitcoin-Mining und KI-Cloud haben sehr unterschiedliche Anforderungen. Mining kann man relativ flexibel abschalten, während Kunden bei KI-Workloads hohe Verfügbarkeit, niedrige Latenz und verlässliche Kühlung erwarten. Das macht das neue Geschäft möglicherweise planbarer, aber auch anspruchsvoller. Die operative Ausführung wird damit meiner Meinung nach genauso entscheidend wie der Zugang zu billigem Strom.

Die Wertberichtigungen zeigen außerdem, dass der Strategiewechsel nicht nur eine Investitionsgeschichte ist, sondern auch eine Art Bereinigung der Vergangenheit. Alte Mining-Geräte müssen abgeschrieben oder verkauft werden, während gleichzeitig neue GPUs auf Kredit gekauft werden. Das ist bilanziell besonders unschön, weil die alte Hardware an Wert verliert, bevor das neue Geschäft seine volle Ertragskraft erreicht. Selbst wenn die Abschreibungen nicht zahlungswirksam sind, sagen sie etwas darüber aus, dass frühere Annahmen über die Nutzungsdauer und Wirtschaftlichkeit nicht mehr gelten.

Beim gestiegenen Hashpreis bin ich deshalb vorsichtig. Für die verbleibenden Miner ist das kurzfristig natürlich hilfreich, aber es könnte auch neue Konkurrenz anziehen und den Vorteil schnell wieder abschmelzen lassen. Wenn mehr Geräte online gehen, steigt die Schwierigkeit und der Kuchen wird auf mehr Teilnehmer verteilt. Außerdem kann ein höherer Bitcoin-Preis die Strom- und Hardwarekosten wieder nach oben treiben, weil jeder Betreiber expandieren möchte. Die Mining-Ökonomie ist eben nicht nur vom Hashpreis abhängig, sondern von einem ganzen Bündel aus Stromkosten, Netzwerkauslastung, Gerätepreis und Bitcoin-Kurs.

Die Länderstatistik würde ich auch nicht überbewerten. Ein steigender prozentualer Anteil bedeutet bei einer schrumpfenden globalen Hashrate nicht automatisch, dass ein Land massiv expandiert. Trotzdem könnten sich daraus interessante strukturelle Veränderungen ergeben. Länder mit überschüssiger Energie oder günstigen Stromquellen haben einen gewissen Vorteil, solange Regulierung und Infrastruktur mitspielen. Paraguay ist in diesem Zusammenhang wirklich interessant, aber auch dort wäre wichtig zu wissen, ob das Wachstum dauerhaft und politisch stabil ist oder nur aus vorübergehend verfügbaren Kapazitäten besteht.

Für IREN selbst bleibt am Ende die Cashflow-Frage, aber ich würde noch einen weiteren Punkt ergänzen: die Auslastung der GPUs. Rechenzentrumskapazität ist nicht automatisch profitabel, nur weil sie technisch verfügbar ist. Wenn die GPUs nicht konstant zu guten Preisen vermietet werden, läuft ein teurer Bestand möglicherweise mit niedriger Auslastung. Gleichzeitig fallen Finanzierungskosten, Wartung und Abschreibungen weiter an. Die entscheidende Kennzahl wäre für mich daher nicht nur der Umsatz, sondern Umsatz pro GPU, Auslastung, Stromkosten pro Recheneinheit und der freie Cashflow nach den Investitionen.

Die aktuellen Analystenziele helfen bei dieser Bewertung nur begrenzt. Sie spiegeln vermutlich ein Szenario wider, in dem der Ausbau weitgehend nach Plan läuft und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur hoch bleibt. Das kann durchaus eintreten, aber bei einer Aktie mit dieser Volatilität sollte man auch ein Szenario einrechnen, in dem sich die Aktivierung um ein Jahr verschiebt oder die Finanzierung teurer wird. Die Differenz zwischen 30 und 99 Dollar ist nicht einfach nur eine normale Marktschwankung, sondern zeigt, wie unterschiedlich die Zukunft eingeschätzt wird.

Insgesamt sehe ich bei IREN also durchaus eine interessante Chance, aber keinen einfachen Wechsel von einem alten Geschäft in ein neues. Das Unternehmen tauscht offenbar einen schwankenden, kapitalintensiven Bereich gegen einen ebenfalls kapitalintensiven, dafür technisch komplexeren Bereich mit potenziell langfristig stabileren Kunden. Ob das ein kluger Umbau ist, wird man erst an den tatsächlichen Abnahmen, der GPU-Auslastung und dem freien Cashflow erkennen. Bis dahin bleibt es eine spannende Wette auf die Umsetzung, nicht nur auf das Wachstum der KI.

Article Summary

IREN’s AI-cloud revenue surpassed Bitcoin mining, but expansion costs and asset impairments caused major losses despite strong long-term contracts.

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