Bitcoin-Mining: Erneuerbare Energie trifft auf wirtschaftlichen Druck

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25.08.2026 36 times read 1 Comments

Bitcoin-Mining zwischen Energiepotenzial und wirtschaftlichem Druck

Irische Studie sieht Potenzial für überschüssigen Windstrom

Windparks erzeugen teilweise deutlich mehr Strom, als die Netze aufnehmen können. Eine neue Studie aus Irland untersucht laut BTC-ECHO, ob Bitcoin-Mining dazu beitragen könnte, diese überschüssige Energie wirtschaftlich zu nutzen.

Im Mittelpunkt steht die Flexibilität von Mining-Anlagen. Sie können ihre Leistung laut dem Bericht sehr schnell hoch- oder herunterfahren und dadurch auf Schwankungen im Stromangebot reagieren. Für die einen bleibt Bitcoin-Mining ein großer Stromverbraucher und Klimaproblem, während andere darin eine mögliche Unterstützung für Stromnetze sehen.

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Die Studie befasst sich insbesondere mit der Frage, welchen Nutzen Mining beim Umgang mit überschüssigem Windstrom haben könnte und wie stark sich dieser Einsatz wirtschaftlich auswirken kann. Damit wird Bitcoin-Mining als möglicher Abnehmer von sogenannter gestrandeter Energie betrachtet, die andernfalls nicht vollständig genutzt werden könnte.

„Bitcoin Mining als Energieretter?“
  • Windparks produzieren teilweise mehr Strom, als das Netz aufnehmen kann.
  • Mining-Anlagen können ihre Leistung schnell hoch- oder herunterfahren.
  • Die Studie aus Irland untersucht den wirtschaftlichen Nutzen dieser Flexibilität.
  • Im Mittelpunkt steht die Nutzung überschüssiger beziehungsweise gestrandeter Energie.

Infobox: Laut BTC-ECHO könnte Bitcoin-Mining durch seine flexible Leistungssteuerung eine Möglichkeit sein, überschüssigen Windstrom zu nutzen. Die Studie bewertet dabei sowohl den Beitrag zu Stromnetzen als auch die wirtschaftlichen Auswirkungen.

Tethers 120-Millionen-Dollar-Projekt in Uruguay endet im Streit

Das von Tether unterstützte Bitcoin-Mining-Projekt in Uruguay ist laut Cryptonews.net nach einem Streit über die Stromversorgung gescheitert. Der Artikel erschien zuerst in „The Energy Mag“, das sich mit dem Zusammenspiel von Energie, Rechenleistung und Märkten beschäftigt.

Tether investierte laut Reuters unter Berufung auf die Einschätzung eines ehemaligen Auftragnehmers jeweils etwa 60 Millionen US-Dollar in zwei Standorte im ländlichen Departamento Florida. Tether selbst veröffentlichte den Wert der Investition nicht. Mit rund 120 Millionen US-Dollar hätte das Projekt etwa 6 % der jährlichen ausländischen Direktinvestitionen Uruguays entsprochen, die Reuters auf rund 2 Milliarden US-Dollar bezifferte.

Tether war im Mai 2023 in Uruguay eingestiegen. Das Unternehmen begründete die Standortwahl mit den erneuerbaren Energieressourcen und dem gut ausgebauten Stromnetz des Landes. Tether erklärte damals, in die Energieerzeugung investieren und gemeinsam mit einem lokal lizenzierten Unternehmen nachhaltige Bitcoin-Mining-Betriebe aufbauen zu wollen.

Nach Angaben ehemaliger Auftragnehmer erwirtschafteten die Anlagen zunächst Einnahmen. Später verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Tether beziehungsweise seiner uruguayischen Tochtergesellschaft Microfin und UTE, dem staatlichen Energieversorger. Streitpunkt war die Auslegung einer Zahl im Stromvertrag: Tether verstand sie als Mindestliefermenge, die später erhöht werden könne, während UTE sie als Obergrenze betrachtete.

Mit dem wachsenden Strombedarf der Anlagen kam es zeitweise dazu, dass die Standorte tagelang nicht ausreichend versorgt wurden. Der Streit hatte bereits im November 2024 begonnen und verschärfte sich im folgenden Jahr nach dem Amtsantritt der linksgerichteten Regierung unter Präsident Yamandú Orsi und dem Wechsel der Führung bei UTE.

Microfin stellte im Mai 2025 die Zahlung seiner Stromrechnungen ein. Im Juni 2025 teilte das Unternehmen UTE mit, die Verträge kündigen zu wollen. UTE genehmigte zwar überarbeitete Vertragsunterlagen, um das Projekt zu retten, doch Vertreter von Tether nahmen laut dem Bericht nicht an der Unterzeichnung teil.

AngabeWert
Investition je Standortetwa 60 Millionen US-Dollar
Gesamte Investitionrund 120 Millionen US-Dollar
Anteil an den jährlichen ausländischen Direktinvestitionen Uruguaysetwa 6 %
Jährliche ausländische Direktinvestitionen Uruguaysrund 2 Milliarden US-Dollar
Beginn von Tethers Einstieg in UruguayMai 2023
Beginn des StromstreitsNovember 2024

Am 25. Juli 2025 stellte UTE die Stromversorgung der Mining-Standorte ein. Lokalen Medienberichten zufolge beliefen sich die Zahlungsrückstände von Microfin zu diesem Zeitpunkt auf fast 5 Millionen US-Dollar. Die monatliche Stromrechnung lag demnach bei etwa 2 Millionen US-Dollar. El Observador berichtete, dass die Schulden die von Microfin gestellte Bürgschaft überstiegen.

Am 25. November teilte Tether den uruguayischen Arbeitsbehörden mit, dass der Betrieb eingestellt werde. Laut Teledoce gingen durch die Schließung 30 der 38 lokalen Arbeitsplätze verloren. UTE teilte Reuters mit, dass Microfin seine ausstehenden Schulden im Dezember beglichen habe.

Datum beziehungsweise ZeitraumEreignis
Mai 2025Microfin stellte die Zahlung seiner Stromrechnungen ein.
Juni 2025Microfin teilte UTE die beabsichtigte Kündigung der Verträge mit.
25. Juli 2025UTE stellte die Stromversorgung der Mining-Standorte ein.
25. NovemberTether teilte den Arbeitsbehörden die Betriebsschließung mit.
DezemberMicrofin beglich laut UTE die ausstehenden Schulden.

Infobox: Das Uruguay-Projekt scheiterte laut Cryptonews.net nicht am fehlenden Zugang zu erneuerbarer Energie, sondern an Streitigkeiten über Strommenge, Vertragsauslegung und Zahlungen. Die Stromversorgung wurde am 25. Juli 2025 beendet, während 30 der 38 lokalen Arbeitsplätze verloren gingen.

98 % erneuerbare Stromerzeugung reichten nicht aus

Das Scheitern gilt laut Cryptonews.net als bemerkenswert, weil Uruguay zunächst gut zu Tethers Strategie zu passen schien, Bitcoin-Mining mit sauberem Strom zu verbinden. Nach Angaben des uruguayischen Ministeriums für Industrie, Energie und Bergbau stammten im Jahr 2025 98 % der Stromerzeugung des Landes aus erneuerbaren Quellen, vor allem aus Wasserkraft und Windkraft.

Der Bericht weist jedoch darauf hin, dass ein hoher Anteil erneuerbarer Energien nicht automatisch niedrige Strompreise bedeutet. Bitcoin-Miner benötigen günstigen und kontinuierlich verfügbaren Strom, weil ihre spezialisierten Computer rund um die Uhr betrieben werden.

Uruguay verfüge zwar über ein zuverlässiges Stromnetz und eine gute Anbindung. Von Reuters zitierte Branchenexperten erklärten jedoch, dass das Land wegen seiner Stromkosten im Vergleich zu benachbarten Märkten weniger wettbewerbsfähig für Bitcoin-Mining sei.

Der wirtschaftliche Druck nahm nach dem Bitcoin-Halving im April 2024 zu. Bei diesem programmierten Ereignis wird die Belohnung für die Verarbeitung eines Transaktionsblocks um die Hälfte gekürzt. Miner reagierten laut dem Bericht mit effizienteren Maschinen, einem Umzug in Märkte mit günstigeren Strompreisen oder einer Anpassung ihrer Infrastruktur für künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechner.

  • Uruguay erzeugte im Jahr 2025 98 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen.
  • Bitcoin-Mining benötigt günstigen und kontinuierlich verfügbaren Strom.
  • Die Stromkosten machten Uruguay laut zitierten Branchenexperten weniger wettbewerbsfähig als benachbarte Märkte.
  • Das Bitcoin-Halving im April 2024 halbierte die Belohnung für die Verarbeitung eines Transaktionsblocks.
  • Miner setzten auf effizientere Maschinen, günstigere Strommärkte sowie Infrastruktur für künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechner.

Infobox: Uruguay verfügte 2025 über einen Strommix mit 98 % erneuerbaren Quellen. Für groß angelegtes Mining waren laut dem Bericht jedoch nicht nur die Energiequelle, sondern vor allem Stromkosten, Verfügbarkeit und Vertragssicherheit entscheidend.

Tether hält trotz des Rückzugs an der Mining-Strategie fest

Für Tether sei der Verlust im Vergleich zu den Ergebnissen des Kerngeschäfts mit Stablecoins gering, schreibt Cryptonews.net. Das Unternehmen meldete für das Jahr 2025 einen Gewinn von mehr als 10 Milliarden US-Dollar und erklärte, dass sein Portfolio eigener Investitionen zum Jahresende 20 Milliarden US-Dollar überstieg.

Diese Investitionen umfassen laut den Finanzangaben von Tether Energie, künstliche Intelligenz, Medien, Landwirtschaft und weitere Sektoren. Sie werden getrennt von den Reserven gehalten, die den Stablecoin USDT absichern.

Tether fördert im Rahmen seiner Diversifizierungsstrategie weiterhin Bitcoin-Mining und gibt an, auch an anderen Standorten, darunter in El Salvador, aktiv zu sein. Der Rückzug aus Uruguay zeigt nach Darstellung des Berichts jedoch die Risiken einer Expansion über digitale Token hinaus.

Der Zugang zu erneuerbarem Strom allein reicht demnach nicht aus, um ein groß angelegtes Mining-Projekt dauerhaft abzusichern. Entscheidend sind vielmehr der Preis, die verfügbare Menge und die rechtliche beziehungsweise vertragliche Sicherheit der Stromversorgung.

AngabeWert
Gewinn von Tether im Jahr 2025mehr als 10 Milliarden US-Dollar
Wert des Portfolios eigener Investitionen zum Jahresende20 Milliarden US-Dollar
Lokaler Arbeitsplatzverlust durch die Schließung in Uruguay30 der 38 lokalen Arbeitsplätze

Infobox: Tether setzt seine Mining-Aktivitäten trotz des Rückzugs aus Uruguay fort und nennt unter anderem El Salvador als weiteren Standort. Der Fall zeigt laut Cryptonews.net, dass erneuerbare Energie allein keine Garantie für den wirtschaftlichen Erfolg eines Mining-Projekts ist.

Sources:

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The comments arguing that cheap power matters more than green labels really hit the nail on the head. Uruguay shows that even 98% renewable electricity doesn’t help if contracts, pricing and supply volumes aren’t clear; the stranded-wind idea only works when miners can actually switch off without breaking the business. This feels less like an energy revolution and more like a very risky balancing act.

Article Summary

An Irish study explores Bitcoin mining as a flexible way to use surplus wind power, while Tether’s Uruguay project failed over electricity costs, contract disputes, and unpaid bills.

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