Bitcoin-Miner setzen zunehmend auf KI und HPC statt klassisches Mining

AI-generated
23.09.2026 3 times read 0 Comments

Bitcoin-Miner verlagern Rechenzentren in Richtung KI und HPC

Der Markt für Bitcoin-Mining befindet sich laut Coin Kurier in einem tiefgreifenden Wandel. Börsennotierte Miner bauen ihre Rechenzentren zunehmend für künstliche Intelligenz und „High Performance Computing“ um, weil diese Geschäftsbereiche höhere Margen versprechen als das klassische Bitcoin-Mining.

CoinShares beziffert den erzielbaren Gewinn mit KI-Computing auf rund 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt und Jahr. Beim klassischen Bitcoin-Mining seien es rund 500.000 US-Dollar. Gleichzeitig lagen die durchschnittlichen Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoin im zweiten Quartal 2026 laut dem Bericht bei rund 75.500 US-Dollar, während Bitcoin das Quartal bei nur 58.400 US-Dollar beendete.

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Auch der Hash Price geriet unter Druck. Der monatliche Hash Price fiel im Juni auf ein Allzeittief von 27,70 US-Dollar je PH/s und Tag. Nach dem Bitcoin-Anstieg auf rund 75.000 bis 77.000 US-Dollar erholte er sich wieder auf etwa 38 US-Dollar.

KennzahlWert
Gewinn durch KI-Computingrund 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt und Jahr
Gewinn durch klassisches Bitcoin-Miningrund 500.000 US-Dollar
Cash-Kosten je Bitcoin im zweiten Quartal 2026rund 75.500 US-Dollar
Bitcoin-Ende des Quartals58.400 US-Dollar
Hash Price im Juni27,70 US-Dollar je PH/s und Tag
Erholter Hash Priceetwa 38 US-Dollar

Der wirtschaftliche Druck zeigt sich auch bei der Infrastruktur. Core Scientific zahlte laut CoinShares rund 41,9 Millionen US-Dollar, um eine Liefervereinbarung für neue Mining-Hardware aufzulösen, nachdem der Mining-Betrieb eine negative Bruttomarge von 56 Prozent ausgewiesen hatte.

Infobox: Laut CoinShares erzielt KI-Computing rund das Dreifache des Gewinns von klassischem Bitcoin-Mining. Hohe Produktionskosten und eine negative Bruttomarge beschleunigen die Verlagerung.

IREN und TeraWulf ändern ihre Geschäftsmodelle

Bei IREN überholte die KI-Cloud-Umsatzsparte im zweiten Quartal dieses Jahres erstmals das Mining-Geschäft. Die KI-Cloud erzielte 70,5 Millionen US-Dollar, während der Mining-Umsatz bei 66,7 Millionen US-Dollar lag.

Parallel dazu verbuchte IREN eine Wertminderung von 450,4 Millionen US-Dollar auf stillgelegte Mining-Hardware. Laut eigenem Jahresbericht hält das Unternehmen zudem keine Bitcoin-Bestände mehr.

Auch TeraWulf setzt stärker auf die Vermietung von Rechenzentrumskapazitäten. HPC-Leasingeinnahmen machen dort inzwischen 71 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Insgesamt sollen mindestens 35 Exahash pro Sekunde an Rechenleistung aus dem Bestand börsennotierter Miner verschwinden. Keel, vormals Bitfarms, stellte sein Bitcoin-Mining am 29. Juni 2026 vollständig ein. Für das dritte Quartal 2026 wird bei dem Unternehmen erstmals ein Mining-Umsatz von null erwartet.

IREN und Cipher planen laut finanzen.net einen vollständigen beziehungsweise weitgehenden Ausstieg bis Ende 2026 beziehungsweise 2027.

Unternehmen beziehungsweise BereichAngabe
IREN KI-Cloud-Umsatz70,5 Millionen US-Dollar
IREN Mining-Umsatz66,7 Millionen US-Dollar
Wertminderung bei IREN450,4 Millionen US-Dollar
TeraWulf HPC-Leasingeinnahmen71 Prozent des Gesamtumsatzes
Geplante verlagerten Rechenleistungmindestens 35 Exahash pro Sekunde
Ende des Bitcoin-Minings bei Keel29. Juni 2026

Infobox: IREN erzielt mit KI-Cloud erstmals höhere Umsätze als mit Mining. TeraWulf, Keel, IREN und Cipher stehen für die Verlagerung von Bitcoin-Infrastruktur hin zu KI- und HPC-Geschäftsmodellen.

Riot Platforms schließt 20-Jahres-Vertrag für KI-Kapazität

Riot Platforms unterzeichnete Mitte August einen 20-Jahres-Lease mit einem KI-Unternehmen über 191 Megawatt. Der Vertragswert liegt bei rund 9,1 Milliarden US-Dollar. Berichten zufolge handele es sich bei dem Vertragspartner um das KI-Labor Anthropic, wie Coin Kurier berichtet.

Solche Verträge beeinflussen laut CoinShares auch die Bewertung der Unternehmen. Firmen mit kontrahierter KI- oder HPC-Kapazität werden im Schnitt mit dem 12,9-fachen des erwarteten Zwölfmonatsumsatzes bewertet. Reine Mining-Unternehmen ohne Verträge kommen demnach nur auf das 3,7-fache.

Gleichzeitig besteht eine erhebliche Differenz zwischen angekündigten Aufträgen und tatsächlich erzielten Umsätzen. Mehr als 100 Milliarden US-Dollar an offengelegtem KI- und HPC-Auftragsbestand stehen rund 1,1 Milliarden US-Dollar annualisierten Umsätzen gegenüber.

KennzahlWert
Vertragslaufzeit bei Riot Platforms20 Jahre
Vertragliche Leistung191 Megawatt
Vertragswertrund 9,1 Milliarden US-Dollar
Bewertung mit kontrahierter KI- oder HPC-Kapazität12,9-facher erwarteter Zwölfmonatsumsatz
Bewertung reiner Mining-Unternehmen ohne Verträge3,7-facher erwarteter Zwölfmonatsumsatz
Offengelegter KI- und HPC-Auftragsbestandmehr als 100 Milliarden US-Dollar
Annualisierte Umsätzerund 1,1 Milliarden US-Dollar

Die Umrüstung der bestehenden Infrastruktur ist kostenintensiv. Die Umwandlung von Mining- in KI-taugliche Flächen kostet laut CoinShares 8 bis 15 Millionen US-Dollar pro Megawatt. Für reine Mining-Infrastruktur werden dagegen 0,7 bis 1 Million US-Dollar pro Megawatt genannt.

Infobox: Langfristige KI-Verträge führen laut CoinShares zu höheren Bewertungen als reines Mining. Die Umsatzlücke und die Kosten von 8 bis 15 Millionen US-Dollar pro Megawatt bleiben zentrale Unsicherheiten.

Verändertes Risikoprofil für Anleger und Bitcoin-Netzwerk

Für Anleger, die über Miner-Aktien in Bitcoin investieren, verändert sich laut finanzen.net das Risikoprofil. Aktien von IREN, TeraWulf oder Riot Platforms seien zunehmend eine Wette auf Rechenzentrumsverträge mit KI-Unternehmen statt auf den Bitcoin-Kurs.

Der Wandel könne zwar die Volatilität dämpfen, verschiebe aber die Allokation im Depot. Die Unternehmen entfernten sich damit zunehmend von ihrer ursprünglichen Ausrichtung auf die Kryptowährung.

Für das Bitcoin-Netzwerk bedeutet der Abbau von mindestens 35 EH/s vor allem weniger Wettbewerb um Block Rewards unter den verbliebenen Minern. Dadurch kann sich deren Wirtschaftlichkeit verbessern. Ein Sicherheitsrisiko ergebe sich daraus nicht zwangsläufig, da sich die Difficulty anpasst.

  • Mindestens 35 EH/s sollen aus dem Bestand börsennotierter Miner verschwinden.
  • Miner-Aktien verbinden Bitcoin-Exposure zunehmend mit KI- und HPC-Verträgen.
  • Die Difficulty soll die Auswirkungen des Rückgangs der Rechenleistung ausgleichen.

Direkte Bitcoin-Anleger sind von der Frage, ob sich der KI-Umbau der Miner rechnet, nicht unmittelbar betroffen. Der Trend zeigt laut dem Bericht jedoch, wie eng Mining-Ökonomie und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur inzwischen miteinander verflochten sind.

Infobox: Der Umbau verändert die Geschäftsmodelle der Miner und die Bedeutung von Mining-Aktien für Bitcoin-Anleger. Das Bitcoin-Netzwerk verliert Rechenleistung, passt die Difficulty jedoch an.

WirtschaftsWoche: Eigenverwahrung bleibt zentral

Die WirtschaftsWoche warnt in ihrem Beitrag „Not your keys, not your coins“ davor, Bitcoin ausschließlich bei einer Kryptobörse aufzubewahren. Die Entwicklungen rund um die Kryptobörse FTX im Jahr 2022 und der Hack der Kryptobörse Bybit 2025 hätten gezeigt, dass Nutzer bei einer Verwahrung durch die Börse keinen direkten Zugriff auf ihre Bitcoin haben.

In diesem Fall liegen die sogenannten Keys bei der Börse und nicht beim Nutzer. Im schlimmsten Fall könne dieser Umstand zu einem Totalverlust führen. Die WirtschaftsWoche empfiehlt deshalb die Eigenverwahrung über eine Hot Wallet oder eine Cold Wallet.

„Not your keys, not your coins“

Welche Variante geeignet ist, hängt laut dem Beitrag vom Investitionsvolumen und der Anlagestrategie ab. Entscheidend sei, dass die Keys beim Nutzer selbst liegen und nicht bei einer dritten Partei.

Europäische Bitcoin-only-Börsen wie Relai aus der Schweiz oder Coinfinity aus Österreich setzen laut WirtschaftsWoche auf die Eigenverwahrung der BTC. Bitcoin-only-Börsen erlauben ausschließlich den Handel mit Bitcoin.

Infobox: Eigenverwahrung gibt Nutzern die Kontrolle über ihre Keys. Bei einer Verwahrung durch Börsen besteht das Risiko, im Ernstfall keinen Zugriff auf die Bitcoin zu haben.

Hot Wallets bieten Komfort, bleiben aber online

Hot Wallets lassen sich laut WirtschaftsWoche auf nahezu jedem Smartphone mit wenigen Klicks installieren. Bitcoin können anschließend von einer Börse an die Adresse der Hot Wallet gesendet werden, während Zahlungen direkt per Smartphone möglich sind.

Bei der Einrichtung erhält der Nutzer zwölf beziehungsweise 24 Wörter. Diese Wortkombination wird als Seed Phrase bezeichnet und dient als Zugangsschlüssel zur Wallet. Wer die Seed Phrase besitzt, kann auf die Kryptoeinlagen der zugehörigen Wallet zugreifen.

Eine Hot Wallet bleibt mit dem Internet verbunden. Dadurch bietet sie hohen Komfort, zugleich ist die Möglichkeit eines Hacks nicht ausgeschlossen. Wer seinen Key vergisst oder verliert, hat laut WirtschaftsWoche keine Möglichkeit, über einen Kundenservice wieder Zugriff auf die Einlagen zu erhalten.

Geht der Anbieter einer Wallet-App insolvent, bleiben die Bitcoin dennoch zugänglich. Mit der Seed Phrase lässt sich die Wallet über andere Anbieter wiederherstellen.

  • Zahlungen sind direkt per Smartphone möglich.
  • Die Seed Phrase umfasst zwölf beziehungsweise 24 Wörter.
  • Die ständige Internetverbindung schließt einen Hack nicht aus.
  • Bei Verlust des Keys gibt es keinen Kundenservice, der den Zugriff wiederherstellt.

Infobox: Hot Wallets verbinden Eigenverwahrung mit hoher Flexibilität. Die Internetverbindung und die vollständige Verantwortung für die Seed Phrase sind die wichtigsten Risiken.

Cold Wallets sind für größere Bestände vorgesehen

Eine Cold Wallet wird ebenfalls über eine Seed Phrase mit zwölf beziehungsweise 24 Wörtern gesichert. Im Unterschied zur Hot Wallet besteht jedoch nahezu nie eine Verbindung zum Internet, wodurch sie laut WirtschaftsWoche nicht gehackt werden kann.

Für Transaktionen müssen Nutzer die Vorgänge mit der Hardware manuell bestätigen. Nach Abschluss der Transaktion wird die Hardware vom Endgerät getrennt, sodass keine Verbindung zum Internet mehr besteht.

Geht die Hardware kaputt, kann eine neue Hardware verwendet und die Cold Wallet mit den Zugangswörtern wiederhergestellt werden. Eine Cold Wallet eignet sich laut WirtschaftsWoche besonders für größere Bitcoin-Bestände, die nicht für kleinere Zahlungen genutzt werden sollen.

Dem höheren Sicherheitsniveau stehen geringerer Komfort, mögliche Softwareanforderungen und teils hohe Anschaffungskosten gegenüber. Geht die Seed Phrase durch Diebstahl, Feuer oder Überschwemmung verloren, sind die Bitcoin-Bestände unwiederbringlich verloren.

Infobox: Cold Wallets reduzieren durch die fehlende Internetverbindung das Hackrisiko. Sie erfordern mehr Aufwand und eine besonders sorgfältige Sicherung der Seed Phrase.

Seed Phrase analog und widerstandsfähig sichern

Die WirtschaftsWoche rät, die Seed Phrase analog zu sichern und nicht als Foto auf einem Rechner oder in einer Cloud zu speichern. Gelangen die Schlüsselwörter in die Hände Dritter, erhalten diese vollständigen Zugriff auf die Wallet und können Transaktionen durchführen.

Ein Blatt Papier kann bei Brand oder Überschwemmung beschädigt werden. Als Alternativen nennt der Beitrag Titanplatten, Stahlkapseln oder andere widerstandsfähige Materialien. Die Kosten solcher Sicherungsmaßnahmen können hoch ausfallen; das Sicherungsniveau sollte sich daher nach der Höhe der Investition richten.

Eine Hidden Wallet bietet eine zusätzliche Sicherheitsstufe. Aufbauend auf den zwölf beziehungsweise 24 Wörtern kann ein weiteres selbst definiertes Wort hinzugefügt werden. Ohne dieses zusätzliche Wort können Dritte selbst bei Kenntnis der Seed Phrase nicht auf die Bestände zugreifen.

Bitcoin in Eigenverwahrung sind grundsätzlich nicht versichert. Die WirtschaftsWoche nennt als Ausnahme eine Police des deutschen Start-ups Bitsurance, die Bitcoin-Vermögen vor Zugriffsverlusten durch Feuer, Wasserschäden, Einbruchdiebstahl oder räuberische Erpressung bis zu einem Wert von 100.000 Euro schützt. Die Police greift ausdrücklich nur für Bitcoin, nicht für Altcoins.

Infobox: Die Seed Phrase ist der entscheidende Zugang zur Wallet und sollte nicht digital gespeichert werden. Eigenverwahrung ist grundsätzlich nicht versichert; Bitsurance bildet laut WirtschaftsWoche eine Ausnahme bis zu einem Wert von 100.000 Euro.

n-tv.de meldet Rückgang beim Bitcoin

Die Meldung „Der Börsen-Tag: Bitcoin fällt zurück“ von n-tv.de berichtet über einen Rückgang beim Bitcoin. Der vorliegende Beitrag enthält darüber hinaus keine verwertbaren Angaben zu Kurs, Zeitpunkt oder Ausmaß der Bewegung.

Infobox: n-tv.de meldet einen Rückgang beim Bitcoin, nennt in dem vorliegenden Text jedoch keine weiteren nutzbaren Kursdaten.

Einordnung der Redaktion

Die vorliegenden Berichte markieren einen strukturellen Wendepunkt für börsennotierte Bitcoin-Miner. Während das klassische Mining durch hohe Produktionskosten und einen niedrigen Hash Price unter Druck steht, gewinnen planbare KI- und HPC-Verträge an Bedeutung.

Für Anleger steigt dadurch die Komplexität, weil Miner-Aktien künftig nicht mehr als reines Bitcoin-Engagement bewertet werden können. Entscheidend bleibt, ob die hohen Umbaukosten durch langfristig belastbare Umsätze gedeckt werden. Angekündigte Kapazitäten allein belegen noch keine nachhaltige Neubewertung.

Infobox: Der Kapitalmarkt belohnt laut den Quellen die Abkehr vom Mining. Der Erfolg des KI-Modells hängt jedoch von realisierten Umsätzen, Finanzierung und langfristiger Auslastung ab.

Sources:

Note on the use of artificial intelligence on this website

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Article Summary

Bitcoin miners are shifting toward AI and HPC as mining margins decline, while investors face new data-center risks and Bitcoin holders are urged to use self-custody.

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