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Bitcoin-Miner investieren Milliarden in KI, während Erlöse deutlich zurückbleiben
Börsennotierte Bitcoin-Miner und Betreiber von KI-Rechenzentren treiben ihre Diversifizierung in Richtung Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing voran. Nach Angaben von finanzen.net, das sich auf Daten von BlocksBridge Consulting und einen Bericht von CoinTelegraph stützt, investierte eine Gruppe von 15 Unternehmen in ihren jüngsten Berichtsperioden 2026 insgesamt 30,7 Milliarden US-Dollar in Sachanlagen.
Damit lagen die Investitionen 42,6 Prozent über dem Gesamtwert des Jahres 2025, in dem 21,53 Milliarden US-Dollar investiert wurden. Berücksichtigt wurden laut BlocksBridge Consulting Barkäufe sowie Ausgaben für Hardware, Grundstücke, Ausrüstung und andere produktive Vermögenswerte, abzüglich der Erlöse aus Anlagenverkäufen.
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Bei einer enger gefassten Gruppe von neun vergleichbaren Minern zeigt sich laut finanzen.net ein besonders großes Ungleichgewicht zwischen Investitionen und Einnahmen. Diese Unternehmen gaben im ersten Halbjahr dieses Jahres insgesamt 5,11 Milliarden US-Dollar für Sachanlagen aus, während sie im selben Zeitraum lediglich 341,2 Millionen US-Dollar an direkt ausgewiesenen KI- und HPC-Erlösen erzielten.
Das Verhältnis zwischen den Investitionen und den ausgewiesenen Erlösen lag damit bei rund 15 zu 1. Zwar beschleunigte sich das Wachstum der Einnahmen: Im zweiten Quartal dieses Jahres stiegen die KI- und HPC-Erlöse der neun Miner gegenüber dem Vorquartal um 52 Prozent auf 205,8 Millionen US-Dollar.
Der Umbau vorhandener Mining-Kapazitäten zu KI-tauglicher Infrastruktur erfordert jedoch umfangreiche zusätzliche Investitionen. BlocksBridge weist laut finanzen.net darauf hin, dass Stromverträge und verfügbare Grundstücke zwar einen Startvorteil bieten, für die Umwandlung aber außerdem Umspannwerke, Gebäude, Kühlsysteme und Netzwerktechnik erforderlich sind; bei bestimmten Geschäftsmodellen kommen auch GPUs hinzu.
- Investitionen von 15 Bitcoin-Minern und KI-Rechenzentrumsbetreibern 2026: 30,7 Milliarden US-Dollar
- Investitionen im gesamten Jahr 2025: 21,53 Milliarden US-Dollar
- Investitionsanstieg: 42,6 Prozent
- Investitionen von neun Minern im ersten Halbjahr: 5,11 Milliarden US-Dollar
- Direkt ausgewiesene KI- und HPC-Erlöse im selben Zeitraum: 341,2 Millionen US-Dollar
- KI- und HPC-Erlöse im zweiten Quartal: 205,8 Millionen US-Dollar
- Wachstum gegenüber dem Vorquartal: 52 Prozent
„Die Zahlen von BlocksBridge zeigen, wie kostspielig der Umbau von Mining-Kapazitäten zu KI-Infrastruktur ist, die Rückflüsse wachsen zwar, holen den Investitionsvorlauf aber noch lange nicht auf.“
Infobox: Die Branche investiert massiv in KI- und HPC-Infrastruktur. Die ausgewiesenen Erlöse wachsen, liegen im Verhältnis zu den Sachinvestitionen jedoch weiterhin deutlich zurück.
US-Anleiherückkäufe könnten Bitcoin zusätzlichen Rückenwind geben
Als möglichen zusätzlichen Impuls für Bitcoin beschreibt finanzen.net die Ankündigung des US-Finanzministeriums, sein Rückkaufprogramm für langfristige Anleihen mindestens zu verdoppeln. Die maximale Größe der Rückkaufoperationen für Anleihen mit Laufzeiten von 10 bis 20 sowie 20 bis 30 Jahren soll von bisher 2 auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar je Operation steigen.
Das erweiterte Programm läuft vom 9. September bis zum 4. November und soll die Liquidität am Anleihemarkt verbessern. Nach der Ankündigung sanken die Renditen langlaufender Staatsanleihen bereits spürbar.
Geoff Kendrick, Analyst bei Standard Chartered, sieht darin laut finanzen.net einen möglichen Wendepunkt für Bitcoin. In einer von CoinTelegraph aufgegriffenen Kundennotiz verwies Kendrick auf die technische Marke von 65.500 US-Dollar.
Ein Ausbruch über 65.500 US-Dollar könnte nach seiner Einschätzung bestätigen, dass der Zyklustiefpunkt bereits erreicht wurde. Anleger sollten sich seiner Einschätzung nach auf einen Anstieg auf 100.000 US-Dollar bis Jahresende positionieren.
Kendrick führt neben der Vier-Jahres-Zyklik von Bitcoin auch die Treasury-Ankündigung als möglichen Faktor an. Historisch habe Bitcoin von geldpolitischen Liquiditätsspritzen profitiert, was durch das fixe Angebot der Kryptowährung begünstigt werde.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Bisherige maximale Größe je Rückkaufoperation | 2 Milliarden US-Dollar |
| Neue maximale Größe je Rückkaufoperation | mindestens 4 Milliarden US-Dollar |
| Laufzeit des erweiterten Programms | 9. September bis 4. November |
| Technische Bitcoin-Marke | 65.500 US-Dollar |
| Von Geoff Kendrick genannter möglicher Jahresendstand | 100.000 US-Dollar |
Infobox: Das US-Finanzministerium erhöht die maximale Größe bestimmter Anleiherückkäufe von 2 auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar je Operation. Geoff Kendrick nennt 65.500 US-Dollar als wichtige Bitcoin-Marke und 100.000 US-Dollar bis Jahresende als mögliches Ziel.
Soluna und Bitdeer vereinbaren Bitcoin-Mining-Projekt in Texas
Soluna Holdings Inc. hat nach Angaben von Investing.com Deutsch über seine Tochtergesellschaft eine Vereinbarung mit Dory Creek LLC geschlossen. Dory Creek LLC ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bitdeer Technologies Group.
Die Kooperation umfasst die Bereitstellung von Bitcoin-Mining-Ausrüstung mit einer Leistung von rund 28 MW am Standort des Projekts Kati 1 in Südtexas. Der stufenweise Beginn der Inbetriebnahme ist ab September 2026 vorgesehen.
Die bereitgestellte Leistung entspricht laut der von Investing.com Deutsch wiedergegebenen Pressemitteilung einer Hash-Rate von etwa 1,93 Exahashes pro Sekunde. Die Hash-Rate bezeichnet die Rechenleistung, die für das Bitcoin-Mining eingesetzt wird.
Kati 1 ist ein mit Windkraft betriebenes Rechenzentrum mit einer Kapazität von 83 MW im Willacy County, Texas. Der Standort erwirtschaftete im zweiten Quartal 2026 seinen ersten Bruttogewinn.
Die Anlagen von Bitdeer werden in der Phase K1BC des Standorts installiert. Bitdeer liefert und besitzt dabei seine eigene Mining-Ausrüstung vom Typ Sealminer A2 Pro Air.
Die Vereinbarung ist als Co-Mining-Kooperation strukturiert. Soluna stellt den Standort, die Energieversorgung und den schlüsselfertigen Betrieb bereit, während Bitdeer die Mining-Ausrüstung liefert und besitzt; die durch das Mining erzielten Erträge werden zwischen den Parteien geteilt.
„Co-Mining ist eine natürliche Erweiterung unserer bisherigen operativen Tätigkeit“, sagte John Belizaire, CEO von Soluna.
„Diese Struktur ermöglicht es uns, unsere Erfolgsbilanz zu nutzen und direkter an den Erträgen der Infrastruktur zu partizipieren – an der Seite eines Partners, der einige der leistungsfähigsten Maschinen der Branche baut“, ergänzte Belizaire.
Soluna betreibt laut Investing.com Deutsch insgesamt 192 MW Rechenzentrumskapazitäten. Diese verteilen sich auf das Projekt Sophie in Kentucky sowie die Projekte Dorothy 1, Dorothy 2 und Kati 1 in Texas.
Weitere 14 MW befinden sich bei Kati 1 im Bau. Die Entwicklungspipeline von Soluna umfasst insgesamt 6,3 GW in Projekten, die sich gemeinsam mit Energiepartnern in der Planungs-, Entwicklungs- und Bewertungsphase befinden.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Bereitgestellte Leistung bei Kati 1 | rund 28 MW |
| Hash-Rate | etwa 1,93 Exahashes pro Sekunde |
| Geplanter Beginn der Inbetriebnahme | ab September 2026 |
| Kapazität des Rechenzentrums Kati 1 | 83 MW |
| Von Soluna betriebene Rechenzentrumskapazität | 192 MW |
| Weitere bei Kati 1 im Bau befindliche Leistung | 14 MW |
| Entwicklungspipeline | 6,3 GW |
Infobox: Soluna stellt bei Kati 1 Standort, Energieversorgung und Betrieb bereit, während Bitdeer Mining-Ausrüstung mit rund 28 MW und etwa 1,93 Exahashes pro Sekunde liefert. Die Inbetriebnahme soll stufenweise ab September 2026 beginnen.
Sources:














