Russland verbietet Bitcoin-Mining in Moskau bis 2032

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Russia has banned crypto mining in Moscow, the Moscow region, and parts of Kursk through 2032 to ease grid strain, though the impact on its global mining share remains unclear.

Russland schränkt Bitcoin-Mining in Moskau und Teilen von Kursk bis 2032 ein

Russland hat das Krypto-Mining in Moskau, der umliegenden Region Moskau und Teilen des Gebiets Kursk verboten. Die Beschränkung gilt gemäß Regierungsdekret Nr. 936 bis zum 31. Dezember 2032 und untersagt auch die Teilnahme an Krypto-Mining-Pools.

Nach Angaben von CoinDesk wurde die Verordnung am 25. Juli unterzeichnet und am 31. Juli veröffentlicht. Das Energieministerium begründete die ganzjährige Einschränkung mit dem Ziel, Engpässe bei der Stromkapazität zu verringern und die Stabilität der regionalen Stromnetze zu gewährleisten.

Die Maßnahme betrifft energieintensive Mining-Anlagen, die an regionale Netze angeschlossen sind. Im Moskauer Stromsystem verbraucht das Mining derzeit etwa 1 Gigawatt. Gleichzeitig könnte die Kapazität der Rechenzentren in der Region bis 2032 auf 3,6 GW oder 17 % der Spitzennachfrage anwachsen, wie Interfax nach der ersten Unterzeichnung des Dekrets berichtete.

Gebiet oder KennzahlAngabe
Moskau, Region Moskau und Teile von KurskVerbot von Krypto-Mining und Teilnahme an Mining-Pools
GeltungsdauerBis zum 31. Dezember 2032
Mining-Verbrauch im Moskauer StromsystemEtwa 1 Gigawatt
Mögliche Rechenzentrumskapazität bis 20323,6 GW oder 17 % der Spitzennachfrage

Infobox: Das Energieministerium führt Netzbelastungen und mögliche Kapazitätsengpässe als Gründe für das Verbot an. Besonders betroffen sind Moskau, die Region Moskau und Teile von Kursk; die Regelung soll bis zum 31. Dezember 2032 gelten.

Russland bleibt zweitgrößte Bitcoin-Mining-Kraft

Russland erreichte im ersten Quartal schätzungsweise 175 Exahashes pro Sekunde. Nach dem Luxor Hashrate-Index entsprach dies 16,4 % der globalen Rechenleistung von Bitcoin.

Damit belegte Russland den zweiten Platz hinter den USA. Laut CoinDesk ist jedoch unklar, welche Mining-Kapazitäten in den nun eingeschränkten Regionen angesiedelt waren und welcher Anteil der nationalen Rechenleistung durch die neuen Beschränkungen betroffen ist.

Die Einschränkungen folgen auf die Legalisierung des registrierten Krypto-Minings in Russland im Jahr 2024. Anschließend wurden Verbote in 10 weiteren Regionen wegen des steigenden Strombedarfs eingeführt. Die zunächst geltenden Maßnahmen wurden später auf den Süden der Region Irkutsk sowie auf die meisten Gebiete Burjatiens und das Gebiet Transbaikalien ausgeweitet.

Ein weiteres Verbot für die Aktivität in 10 Regionen soll bis März 2031 gelten. Die nun beschlossene ganzjährige Einschränkung in Moskau, der Region Moskau und Teilen von Kursk ergänzt damit bereits bestehende regionale Maßnahmen.

Russlands Bitcoin-MiningAngabe
Geschätzte Rechenleistung im ersten Quartal175 Exahashes pro Sekunde
Anteil an der globalen Bitcoin-Rechenleistung16,4 %
Position weltweitZweiter Platz hinter den USA
Weitere Regionen mit Verboten10 Regionen
Genannte Laufzeit eines weiteren VerbotsBis März 2031

Infobox: Russland stellte im ersten Quartal 175 Exahashes pro Sekunde und 16,4 % der globalen Bitcoin-Rechenleistung. Trotz seiner Position als zweitgrößte Mining-Kraft ist der Anteil der nun eingeschränkten Regionen an dieser Leistung nicht bekannt.

Mining als Bestandteil russischer Sanktionsstrategie

Das Krypto-Mining steht laut CoinDesk auch im Zusammenhang mit den westlichen Sanktionen gegen Russland. Finanzminister Anton Siluanov erklärte im Dezember 2024, russische Unternehmen hätten unter Verwendung von im Inland gemintem Bitcoin internationale Zahlungen abgewickelt.

Diese Möglichkeit entstand nach rechtlichen Änderungen, die zur Bekämpfung westlicher Beschränkungen entwickelt wurden. Eine im Juli vom Parlament verabschiedete Gesetzgebung bestätigte zwar das Verbot inländischer Krypto-Zahlungen, erhielt jedoch Ausnahmen für Außenhandelssiedlungen und Transaktionen mit geminten Kryptowährungen.

Damit blieb der Mechanismus für bestimmte internationale Transaktionen verfügbar, während Sanktionen die konventionellen Zahlungskanäle einschränkten. Die regionalen Mining-Verbote stehen somit einem Bereich gegenüber, der von russischen Behörden zuvor rechtlich anerkannt und im internationalen Zahlungsverkehr nutzbar gemacht wurde.

„Russische Unternehmen“ nutzten nach Angaben von Finanzminister Anton Siluanov im Dezember 2024 im Inland geminten Bitcoin im internationalen Zahlungsverkehr.

Infobox: Russland hält am Verbot inländischer Krypto-Zahlungen fest, lässt aber Ausnahmen für Außenhandelssiedlungen und Transaktionen mit geminten Kryptowährungen bestehen. Dadurch bleibt Bitcoin-Mining mit bestimmten internationalen Zahlungsmechanismen verbunden.

US-Sanktionen gegen BitRiver und Tochtergesellschaften

Auch die US-Sanktionspolitik bezieht sich auf die Bedeutung russischer Mining-Unternehmen. Das US-Finanzministerium sanktionierte 2022 BitRiver und 10 Tochtergesellschaften.

Zur Begründung erklärte das US-Finanzministerium, russische Mining-Unternehmen könnten dem Land dabei helfen, seine Energieressourcen zu monetarisieren und die Auswirkungen der Sanktionen auszugleichen. Die Mining-Infrastruktur wird damit sowohl als energiepolitischer Faktor als auch als möglicher Bestandteil der russischen Sanktionsumgehung betrachtet.

Infobox: Die Sanktionen gegen BitRiver und 10 Tochtergesellschaften zeigen die internationale Bedeutung russischer Mining-Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Monetarisierung von Energieressourcen und mögliche Ausgleichseffekte gegenüber Sanktionen.

Quelle

Quelle: CoinDesk, „Warum die zweitgrößte Bitcoin-Mining-Kraft der Welt ihre Mining-Rigs in der Hauptstadt stilllegt“.

Sources: