Riot Platforms setzt mit Milliardenvertrag auf KI-Infrastruktur statt Bitcoin-Mining

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Riot Platforms is shifting from Bitcoin mining to AI infrastructure through a 20-year, 191-MW Anthropic contract worth up to $16.1 billion. The deal boosts long-term revenue prospects despite a $237.2 million quarterly loss and declining Bitcoin holdings.

Riot Platforms wandelt sich vom Bitcoin-Miner zum KI-Infrastrukturanbieter

Riot Platforms hat einen 20-Jahres-Vertrag über 191 Megawatt Rechenzentrumsleistung am Rockdale-Campus in Texas abgeschlossen. Der Vertrag mit Anthropic soll rund 9,1 Milliarden USD Umsatz generieren und könnte durch zwei optionale Verlängerungen um jeweils fünf Jahre auf bis zu 16,1 Milliarden USD steigen, wie mehrere Quellen berichten.

Die Vereinbarung wurde laut BeInCrypto, Der Aktionär, CoinDesk, TradingView, Yellow.com und Bitget zunächst mit einem führenden „frontier AI“-Labor bekannt gegeben. Berichte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen identifizierten Anthropic als Vertragspartner.

Die ersten 96 Megawatt sollen im Dezember 2027 bereitgestellt werden. Die vollständige Kapazität soll bis Juni 2028 zur Verfügung stehen; der Vertrag läuft bis Juni 2048.

VertragsbestandteilAngabe
Vertragslaufzeit20 Jahre
Rechenkapazität191 Megawatt
Grundwert9,1 Milliarden USD
Möglicher Gesamtwert16,1 Milliarden USD
Erste Bereitstellung96 Megawatt im Dezember 2027
Vollständiger Ausbaubis Juni 2028

Zusammenfassung: Riot erhält langfristig planbare Einnahmen aus einem KI-Infrastrukturvertrag über 191 Megawatt. Der Vertrag markiert laut den Quellen eine strategische Verschiebung vom volatilen Bitcoin-Mining hin zu langfristig vermieteter Rechenzentrumsleistung.

Aktien von Riot und Wettbewerbern steigen deutlich

Die Nachricht führte zu starken Kursbewegungen bei Riot Platforms. Der Aktionär berichtet, dass die Aktie in der Spitze um 25 Prozent stieg und anschließend von 23,98 Dollar auf 19,62 Dollar zurückfiel. Bitget nennt einen nachbörslichen Anstieg um 25 % auf 24,40 US-Dollar.

Im vorbörslichen Handel am Dienstag legte Riot laut CoinDesk um mehr als 20 % zu. TradingView berichtet von einem Anstieg um etwa 14 %, während BeInCrypto für den Montagsschluss ein Plus von 4,33 % ausweist.

Auch andere Bitcoin-Miner profitierten von der KI-Fantasie. Nach Angaben von BeInCrypto stiegen Cipher Mining um 5,39 %, TeraWulf um 3,40 % und Hut 8 um 3,39 %. Im gleichen Zeitraum verlor Bitcoin 0,49 % und konnte sich laut der Quelle weiterhin nicht nachhaltig über der Marke von 62.000- bis 65.000-USD etablieren.

Unternehmen beziehungsweise VermögenswertKursbewegung laut BeInCrypto
Riot Platforms+4,33 %
Cipher Mining+5,39 %
TeraWulf+3,40 %
Hut 8+3,39 %
Bitcoin-0,49 %

Zusammenfassung: Die Kursbewegungen der Miner wurden in den Quellen vor allem mit KI- und Rechenzentrumsverträgen erklärt. Die Entwicklung zeigte sich weitgehend unabhängig vom Bitcoin-Kurs.

Riot meldet höhere Quartalsumsätze, aber einen Nettoverlust

Riot erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 174,2 Millionen Dollar. Das entspricht laut Der Aktionär, CoinDesk und Yellow.com einem Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Umsatz lag damit über den Markterwartungen. Der Aktionär nennt erwartete Werte zwischen 152 und 155 Millionen Dollar, während TradingView Analystenerwartungen von 152,1 Millionen USD ausweist.

Das Bitcoin-Mining steuerte 113,7 Millionen Dollar zum Quartalsumsatz bei. Das Rechenzentrumsgeschäft brachte 23,2 Millionen Dollar ein; nach Angaben von TradingView entfielen weitere 37,3 Millionen USD auf das Engineering-Segment.

Trotz des Umsatzwachstums verzeichnete Riot einen Nettoverlust von 237,2 Millionen Dollar beziehungsweise 0,68 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 219,5 Millionen Dollar erzielt, wie Der Aktionär berichtet.

KennzahlWert
Umsatz im zweiten Quartal174,2 Millionen Dollar
Umsatzwachstum14 %
Umsatz Bitcoin-Mining113,7 Millionen Dollar
Umsatz Rechenzentren23,2 Millionen Dollar
Umsatz Engineering37,3 Millionen USD
Nettoverlust237,2 Millionen Dollar
Verlust je Aktie0,68 Dollar
Gewinn im Vorjahresquartal219,5 Millionen Dollar

Zusammenfassung: Riot steigerte den Quartalsumsatz auf 174,2 Millionen Dollar, blieb aber mit einem Nettoverlust von 237,2 Millionen Dollar defizitär. Das Bitcoin-Mining war mit 113,7 Millionen Dollar weiterhin der größte Umsatzbereich.

Vertraglich zugesicherte KI-Kapazität steigt auf 241 Megawatt

Der Anthropic-Vertrag folgt auf eine Vereinbarung mit Advanced Micro Devices. Zusammengenommen umfassen die Verträge laut CoinDesk, TradingView und Yellow.com 241 Megawatt vertraglich zugesicherte KI-Kapazität in Rockdale.

Riot-CEO Jason Les erklärte laut BeInCrypto, dass das Unternehmen inzwischen Leasingverträge über insgesamt 241 Megawatt abgeschlossen habe. Diese Verträge stünden für etwa 9,8 Milliarden USD an langfristig vertraglich zugesicherten Einnahmen mit zwei wichtigen Unternehmen des KI-Ökosystems.

„[Riot hat] jetzt Leasingverträge in Höhe von insgesamt 241 Megawatt abgeschlossen, was etwa 9,8 Milliarden USD an langfristigen, vertraglich vereinbarten Einnahmen mit zwei der wichtigsten Unternehmen im KI-Ökosystem entspricht.”

TradingView berichtet, Riot erwarte aus den beiden Vereinbarungen einen durchschnittlichen Jahresumsatz von etwa 520 Millionen USD. Das jährliche Netto-Betriebsergebnis soll zwischen 416 Millionen USD und 462 Millionen USD liegen.

Für den Ausbau der Infrastruktur rechnet Riot laut TradingView mit Entwicklungskosten zwischen 2,1 Milliarden USD und 2,3 Milliarden USD. Die Kosten werden mit etwa 11 Millionen USD bis 12 Millionen USD pro IT-MW angegeben.

Zusammenfassung: Mit den Verträgen für Anthropic und AMD steigt Riots langfristig zugesicherte KI-Kapazität in Rockdale auf 241 Megawatt. Die Quellen stellen den Ausbau als Grundlage für planbarere Umsätze und eine neue Unternehmensbewertung dar.

Analysten erhöhen ihre Kursziele

Mehrere Investmenthäuser reagierten mit höheren Kurszielen auf den Anthropic-Vertrag. BeInCrypto berichtet, dass H.C. Wainwright sein Kursziel von 25 auf 40 USD und Needham sein Ziel auf 30 USD anhob.

Yellow.com nennt zusätzlich Kurszielanhebungen von Bernstein von 30 auf 35 Dollar, Citi von 28 auf 32 Dollar, Cantor Fitzgerald von 23 auf 30 Dollar und Piper Sandler von 23 auf 25 Dollar.

Bernstein ordnet laut Yellow.com inzwischen 84 % des Ziel-Unternehmenswerts von 14,7 Milliarden Dollar dem KI-Colocation-Geschäft zu. Auf das klassische Bitcoin-Mining entfallen 11 %, während 5 % den Krypto-Beständen des Unternehmens zugerechnet werden.

Der Aktionär berichtet über eine Sum-of-the-Parts-Bewertung von H.C. Wainwright, in der 18 Dollar je Aktie für das operative Geschäft, 2 Dollar für die 11.380 gehaltenen Bitcoin und risikogewichtete 20 Dollar für die Projektpipeline angesetzt werden.

InstitutFrüheres KurszielNeues Kursziel
H.C. Wainwright25 Dollar40 Dollar
Needhamnicht angegeben30 USD
Bernstein30 Dollar35 Dollar
Citi28 Dollar32 Dollar
Cantor Fitzgerald23 Dollar30 Dollar
Piper Sandler23 Dollar25 Dollar

Zusammenfassung: Die Analysten bewerten Riot zunehmend nach den langfristigen KI-Verträgen und weniger nach der Bitcoin-Produktion. Mehrere Häuser erhöhten ihre Kursziele nach Bekanntgabe der Vereinbarung.

Bitcoin-Bestände sinken zur Finanzierung der KI-Infrastruktur

Riot nutzt laut BeInCrypto und CoinDesk die monatliche Bitcoin-Produktion sowie Verkäufe aus der Treasury, um Investitionen in Rechenzentren zu finanzieren. Die Bitcoin-Bestände sanken im zweiten Quartal von 15.680 BTC auf 11.380 BTC.

Damit verringerte sich der Bestand innerhalb von drei Monaten um 4.300 BTC. BeInCrypto beschreibt diese Entwicklung als Teil eines Musters, bei dem Miner ihre Reserven verkaufen und die Erlöse in Rechenzentrums-Leasing statt in neue Mining-Anlagen investieren.

TradingView berichtet, Riot habe im Quartal 1.587 Bitcoin produziert, nach 1.426 im Vorjahr. Die durchschnittlichen Mining-Kosten stiegen auf 49.912 US-Dollar pro Bitcoin.

Zum Ende des Juni verfügte Riot laut TradingView über 548,9 Mio. US-Dollar an liquiden Mitteln und 11.380 Bitcoin. Die Quellen stellen damit einen Gegensatz zwischen der weiterhin bestehenden Mining-Aktivität und dem sinkenden Bitcoin-Bestand heraus.

KennzahlWert
Bitcoin-Bestand zuvor15.680 BTC
Bitcoin-Bestand zum Quartalsende11.380 BTC
Rückgang4.300 BTC
Bitcoin-Produktion im Quartal1.587 Bitcoin
Bitcoin-Produktion im Vorjahr1.426 Bitcoin
Durchschnittliche Mining-Kosten49.912 US-Dollar pro Bitcoin
Liquide Mittel zum Ende des Juni548,9 Mio. US-Dollar

Zusammenfassung: Riot reduzierte seinen Bitcoin-Bestand um 4.300 BTC, während das Unternehmen zugleich 1.587 Bitcoin im Quartal produzierte. Die Quellen sehen darin einen Hinweis darauf, dass Bitcoin-Miner ihre Treasury zunehmend zur Finanzierung von KI-Infrastruktur einsetzen.

Branchenweiter Wechsel von Bitcoin-Mining zu KI-Rechenzentren

Die Berichte ordnen Riots Vertrag in einen breiteren Trend ein. Bitcoin-Miner verfügen über große Standorte, Stromnetzanschlüsse, Grundstücke und Kühlsysteme und können deshalb stromintensive KI-Kunden schneller bedienen als neue Entwickler, die entsprechende Infrastruktur erst aufbauen müssen, wie CoinDesk berichtet.

Anthropic hat laut den Quellen weitere umfangreiche Vereinbarungen zur Sicherung von Rechenkapazität abgeschlossen. Genannt werden ein Vertrag über 10 Milliarden USD mit Volta Infra Holdings sowie eine Vereinbarung über nahezu 45 Milliarden USD an Rechenkapazität von xAI.

Bitget beziffert das Gesamtvolumen dieser drei Verträge auf mehr als 60 Milliarden US-Dollar. Yellow.com verweist außerdem auf einen Vertrag von Anthropic mit TeraWulf über 401 Megawatt an einem ehemaligen Aluminiumhütten-Standort in Hawesville, Kentucky.

Auch Hut 8 wurde in den Berichten als weiterer Bitcoin-Miner mit einem KI-Infrastrukturvertrag genannt. Nach Angaben von TradingView soll Hut 8 mindestens 245 Megawatt an KI-Rechenzentrums-Infrastruktur für Anthropic entwickeln und liefern; die Kapazität könnte über mehrere Phasen auf bis zu 2.295 Megawatt steigen.

Zusammenfassung: Die Quellen beschreiben eine zunehmende Nutzung ehemaliger oder bestehender Mining-Infrastruktur für KI-Rechenleistung. Langfristige Mietverträge sollen dabei Einnahmen schaffen, die weniger stark von den Schwankungen des Bitcoin-Minings abhängen.

Riot bleibt vom Mining abhängig, obwohl KI an Bedeutung gewinnt

Die Transformation verändert Riots Geschäftsmodell, beendet das Bitcoin-Mining jedoch nicht. BeInCrypto weist darauf hin, dass Riot im zweiten Quartal weiterhin Mining-Erlöse von 113,7 Millionen USD erzielte, während die Einnahmen aus dem Rechenzentrumsgeschäft 23,2 Millionen USD betrugen.

Gleichzeitig entstehen die wesentlichen Einnahmen aus dem Anthropic-Vertrag erst zu einem späteren Zeitpunkt. Der Aktionär berichtet, dass die Zahlungen erst ab Dezember 2027 beginnen sollen; bis dahin bleiben ein Nettoverlust, hoher Kapitalbedarf und ein umfangreiches Bauprogramm zentrale Faktoren.

CoinDesk berichtet, dass die Inbetriebnahme im Dezember 2027 beginnt und der vollständige Ausbau bis Juni 2028 erwartet wird. Der Vertrag verbindet damit langfristige Umsatzperspektiven mit erheblichen Anforderungen an Finanzierung, Baufortschritt und termingerechte Bereitstellung.

Zusammenfassung: KI-Infrastruktur wird für Riot zu einem zentralen Wachstumselement, während das Mining weiterhin den größten Umsatzbeitrag liefert. Die erwarteten Vorteile des Anthropic-Vertrags hängen vom Ausbau der Standorte und dem Beginn der Zahlungen ab Dezember 2027 ab.

Sources: