Poolin insolvent, Bitcoin unter Druck: Kryptomarkt im Wandel

Poolin insolvent, Bitcoin unter Druck: Kryptomarkt im Wandel

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Poolin filed for Chapter 11 with about $173 million in liabilities, while Bitcoin faces pressure despite strong ETF inflows ahead of the Fed meeting.

Poolin insolvent: Einst führender Bitcoin-Mining-Pool verliert seine Bedeutung

Der frühere Bitcoin-Mining-Marktführer Poolin hat gemeinsam mit den US-Tochtergesellschaften Lonestar Dream und Lonestar Taproot Insolvenzschutz nach Chapter 11 beantragt. Der Antrag wurde am 22. Juli in New Jersey eingereicht. Laut Bitcoin2Go belaufen sich die Verbindlichkeiten konkret auf rund 173 Millionen US-Dollar, während im Insolvenzantrag eine Spanne von 100 bis 500 Millionen US-Dollar genannt wird.

Poolin kontrollierte 2019 rund 18 Prozent der weltweiten Bitcoin-Hashrate und war zeitweise der größte einzelne Mining-Pool. Inzwischen liegt der geschätzte Anteil an der globalen Hashrate seit mehreren Jahren faktisch bei null. Der Fall zeigt laut Bitcoin2Go, dass ein hoher Marktanteil bei der Rechenleistung keine Aussage über die Liquidität oder die Zahlungsfähigkeit eines Dienstleisters trifft.

Die Krise wurde Ende 2022 sichtbar, als Nutzer über verzögerte Auszahlungen berichteten. Mitgründer Kevin Pan bestätigte damals Liquiditätsprobleme und erklärte, die Kundengelder seien sicher. Wenige Wochen später stellte Poolin Wallet sämtliche Auszahlungen ein. Rund 11.700 Kunden waren von eingefrorenen Guthaben im Gesamtwert von 163,7 Millionen US-Dollar betroffen. Als Ersatz gab das Unternehmen IOU-Token aus, welche die offenen Forderungen der Nutzer abbilden sollten.

Ein Ausbau des Mining-Geschäfts in Texas sollte Poolin wieder auf Wachstumskurs bringen. Verzögerungen bei den Genehmigungen für den Anschluss der Anlagen an das Stromnetz ließen das Projekt jedoch stocken. Für zwei Mining-Standorte in Westtexas liegt laut Bitcoin2Go ein Angebot von Thor CALAP LLC über 52 Millionen US-Dollar vor. Die Anlagen gelten als wichtigster verbliebener Vermögenswert und könnten zur bedeutendsten Rückgewinnungsquelle für die Gläubiger werden.

„Hashrate ist kein Solvenzbeweis“

Infobox – Bitcoin2Go: Poolin kontrollierte 2019 rund 18 Prozent der weltweiten Bitcoin-Hashrate. Rund 11.700 Kunden warten auf 163,7 Millionen US-Dollar, während für zwei Standorte in Westtexas ein Angebot über 52 Millionen US-Dollar vorliegt.

Bitcoin bleibt trotz ETF-Zuflüssen unter 65.000 US-Dollar unter Druck

Der Kryptomarkt steht laut Coin Kurier vor einer richtungsweisenden Woche. Während institutionelle Anleger weiterhin Bitcoin-Spot-ETFs kaufen, steht der Bitcoin-Kurs unter Verkaufsdruck. Im Mittelpunkt steht die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve am 28. Juli.

BlackRock investierte über den iShares Bitcoin Trust zwischen dem 14. und 20. Juli 505 Millionen Dollar. Der Fonds verzeichnete dabei an keinem einzigen Tag Verkäufe. Die Spot-ETFs erreichten sieben aufeinanderfolgende Tage mit Zuflüssen, was laut Coin Kurier die stärkste Serie seit elf Wochen darstellt.

Zwischen dem 14. und 22. Juli flossen knapp eine Milliarde Dollar in US-amerikanische Spot-ETFs. BlackRocks iShares Bitcoin Trust sammelte innerhalb einer Woche 319 Millionen Dollar ein. Die Bitcoin-Bestände des Fonds stiegen auf über 738.000 Coins im Wert von rund 49 Milliarden Dollar.

Trotz dieser Zuflüsse fiel Bitcoin am 23. Juli unter 65.500 Dollar. Der Kurs eröffnete bei 66.081 Dollar und sank auf 65.047 Dollar. Dies entsprach einem Rückgang von 1,56 Prozent. Als Belastungsfaktoren werden steigende Ölpreise, höhere Treasury-Renditen und sinkende Technologieaktien genannt.

EntwicklungWert
BlackRock-Investition zwischen dem 14. und 20. Juli505 Millionen Dollar
Bitcoin-Bestände des iShares Bitcoin Trustüber 738.000 Coins
Wert der Bitcoin-Beständerund 49 Milliarden Dollar
Bitcoin-Eröffnungskurs am 23. Juli66.081 Dollar
Bitcoin-Tief am 23. Juli65.047 Dollar
Tagesrückgang1,56 Prozent

Eine weitere von Wallstreet Online berichtete Auswertung beziffert die ETF-Zuflüsse innerhalb von sechs Tagen auf 930 Millionen Dollar. Allein am Dienstag flossen 203 Millionen Dollar zu. Gleichzeitig fiel Bitcoin am 24. Juli 2026 auf 65.029 Dollar und damit um 628 Dollar gegenüber dem Vortag.

Der Fear-and-Greed-Index lag bei 28 und damit in der Angstzone. Zuvor war der Index von extremer Angst bei 11 auf 28 gestiegen. Nach einer Erholung von 13 Prozent gegenüber den Juli-Tiefs bewegte sich Bitcoin laut dem Bericht in einer Spanne zwischen 64.000 und 66.800 Dollar.

Die FOMC-Sitzung am 28. Juli gilt als zentraler Termin. Der Zinssatz liegt laut Wallstreet Online bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Das CME-FedWatch-Tool sieht die Wahrscheinlichkeit eines unveränderten Zinses bei 64 Prozent und die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung um 25 Basispunkte bei 36 Prozent.

Auch Strategy wird im Bericht hervorgehoben. Das Unternehmen verkaufte 3.588 BTC für 216 Millionen Dollar, um Vorzugsdividenden zu finanzieren, hält aber weiterhin 843.775 Coins. Das Allzeithoch von 126.198 Dollar liegt laut Coin Kurier 48 Prozent über dem aktuellen Preis. Die Jahresend-Prognosen reichen von 38.000 bis 250.000 Dollar.

Infobox – Coin Kurier: Die ETF-Zuflüsse setzen sich fort, konnten den kurzfristigen Verkaufsdruck jedoch nicht verhindern. Für den Kryptomarkt gelten der Fed-Zinsentscheid am 28. Juli, die Zinsprognosen und die Kommunikation der US-Notenbank als zentrale Einflussfaktoren.

Fed könnte Bitcoin stärker bewegen als die EZB

Die Berliner Morgenpost richtet den Blick ebenfalls auf die bevorstehende Fed-Sitzung. Die Europäische Zentralbank beließ den Einlagenzins bei 2,25 Prozent. Nun beobachten Anleger, ob die US-Notenbank ihren Zinskurs 2026 verändert.

Dominic Weibel, Forschungsleiter beim Finanzdienstleister Bitcoin Suisse, erklärte laut Berliner Morgenpost, dass sich Bitcoin an den Zinsentscheidungstagen von Fed und EZB unterschiedlich bewegt habe. Eine Auswertung des Unternehmens zeigt, dass sich Bitcoin an Fed-Terminen zwischen 2021 und 2026 im Median rund doppelt so stark bewegte wie an EZB-Terminen.

Als Gründe werden die weltweite Bewertung von Bitcoin in US-Dollar sowie der wachsende Anteil institutioneller Krypto-Anleger und der Handelsinfrastruktur in den USA genannt. Eine Änderung der US-Geldpolitik beeinflusst die Finanzierungskosten in Dollar und die Renditen amerikanischer Staatsanleihen.

Eine überraschende Zinssenkung oder Hinweise auf eine bevorstehende Lockerung könnten Bitcoin zunächst stützen. Sollte die Fed die Zinsen dagegen länger hoch halten oder weitere Straffungen in Aussicht stellen, könnte dies den Kryptomarkt belasten. Höhere Finanzierungskosten verringern tendenziell die Risikobereitschaft.

Entscheidend sei laut dem Bericht nicht nur der konkrete Zinsschritt, sondern auch die Kommunikation der Fed. Anleger dürften insbesondere auf die Einschätzung der Inflation, der Konjunktur und möglicher weiterer Entscheidungen achten. Die Fed sieht die Inflation weiterhin deutlich über ihrem Ziel von zwei Prozent; steigende Energiepreise könnten den Preisdruck verstärken.

Langfristig verweist Weibel auf die begrenzte Menge von Bitcoin. Im Protokoll ist festgelegt, dass höchstens 21 Millionen Bitcoin entstehen können. Forschungen des Internationalen Währungsfonds zeigen laut Berliner Morgenpost zugleich, dass eine straffere US-Geldpolitik den Kryptomarkt belasten kann und Kryptowährungen stärker als Aktien auf Konjunkturschwankungen reagieren.

  • Der Einlagenzins der EZB liegt bei 2,25 Prozent.
  • Die Fed berät am 28. Juli über ihre Leitzinsen.
  • Bitcoin bewegte sich an Fed-Terminen im Median rund doppelt so stark wie an EZB-Terminen.
  • Das Inflationsziel der Fed liegt bei zwei Prozent.
  • Höchstens 21 Millionen Bitcoin können entstehen.

Infobox – Berliner Morgenpost: Die Fed gilt als wichtigerer geldpolitischer Einflussfaktor für Bitcoin als die EZB. Neben dem Zinsentscheid selbst stehen die Aussagen der US-Notenbank zu Inflation, Konjunktur und weiteren Maßnahmen im Mittelpunkt.

Bitpanda verschiebt mögliche Börsenpläne

Der österreichische Kryptobroker Bitpanda tritt bei seinen Börsenplänen auf die Bremse. In einem von der WirtschaftsWoche veröffentlichten Gespräch bezeichnete Bitpanda-Chef Lukas Enzersdorfer-Konrad einen Börsengang als „eine von mehreren Möglichkeiten“ und erklärte, dass noch keine aktive Entscheidung getroffen worden sei.

Insider hatten laut WirtschaftsWoche zuvor berichtet, Europas größter Kryptobroker plane einen Börsengang im ersten Halbjahr dieses Jahres in Frankfurt. Bitpanda selbst kommentierte die Gerüchte nicht. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet Bitpanda bereits seit Jahren an den Plänen, eine endgültige Entscheidung liegt jedoch weiterhin nicht vor.

Die noch vor wenigen Monaten von Insidern geschätzte Bewertung von vier bis fünf Milliarden Euro dürfte inzwischen kaum noch realisierbar sein. Als Grund nennt die WirtschaftsWoche die schwächere Entwicklung des Kryptomarktes. Der Bitcoin sei seit dem vergangenen Jahr um gut 50 Prozent gefallen, während das Interesse an Kryptowährungen zurückgegangen sei.

Bitpanda versucht gleichzeitig, sein Geschäftsmodell breiter aufzustellen. Seit Ende Januar können Kunden neben Kryptowährungen auch Aktien und ETFs handeln. Laut Enzersdorfer-Konrad ist mittlerweile jeder vierte Sparplan bei Bitpanda ein Aktien- oder ETF-Sparplan. Das Unternehmen macht keine konkreten Angaben dazu, wie viele der 7,5 Millionen registrierten Kunden dieses Angebot nutzen.

Bitpanda erlebt nach eigener Darstellung den dritten Kryptocrash seiner Geschichte. Beim Markteinbruch 2021/22 sanken die Umsätze um gut 80 Prozent. Die Handelsaktivität sei auch heute niedriger, allerdings nicht im selben Ausmaß wie vor vier bis fünf Jahren.

Weniger stark als früher ist Bitpanda laut WirtschaftsWoche von Handelsgebühren abhängig. Mehr als 30 Banken und andere Finanzdienstleister, darunter N26 und die Landesbank Baden-Württemberg, nutzen die Technologie des Brokers, damit ihre Kunden mit Kryptowährungen handeln können.

Infobox – WirtschaftsWoche: Bitpanda hat einen Börsengang nicht endgültig verworfen, aber auch noch keine Entscheidung getroffen. Aktien- und ETF-Sparpläne sowie das Geschäft mit mehr als 30 Banken und Finanzdienstleistern sollen die Abhängigkeit vom Kryptohandel verringern.

Poolin plant Verkauf texanischer Mining-Standorte

Auch Yahoo Finanzen Deutschland berichtet über den Insolvenzantrag von Poolin. Der frühere weltgrößte Bitcoin-Miningpool beantragte am 22. Juli in New Jersey Insolvenzschutz nach Chapter 11. Im Antrag werden Verbindlichkeiten zwischen 100 Millionen und 500 Millionen USD ausgewiesen, während die Vermögenswerte höchstens 10 Millionen USD betragen.

Poolin strebt laut Yahoo Finanzen Deutschland keinen klassischen Reorganisationsprozess an, sondern den gerichtlichen Verkauf seiner Standorte in Westtexas. Ein Erstgebot von 52 Millionen USD durch Thor CALAP LLC bildet das Mindestgebot für die Auktion.

Der Antrag wurde gemeinsam mit den US-Tochtergesellschaften Lonestar Dream und Lonestar Taproot eingereicht. Diese Gesellschaften stellten den Mining-Betrieb an ihren Standorten in Pyote und Tarbush am 10. Juli ein. Chief Restructuring Officer Michael DuFrayne bezifferte die Verbindlichkeiten vor dem Antrag auf etwa 173,1 Millionen USD.

Davon entfielen etwa 163,7 Millionen USD auf Schuldscheine gegenüber Poolin-Wallet-Kunden. Das Unternehmen hatte im September 2022 Abhebungen eingefroren. Etwa 11.700 Nutzer mit Guthaben über 100 USD waren davon betroffen.

Poolin wurde 2017 in China gegründet und war im September 2019 weltweit der größte Miningpool. Das Mining-Verbot in China im Jahr 2021 sowie der Markteinbruch im Jahr 2022 schwächten das kreditbasierte Geschäftsmodell.

Für die texanischen Standorte werden neben Minern auch Betreiber aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen angesprochen. Berater kontaktierten mehr als 335 potenzielle Käufer. Daraus entstanden 28 Verschwiegenheitsvereinbarungen und sieben Absichtserklärungen.

Infobox – Yahoo Finanzen Deutschland: Poolin setzt auf den gerichtlichen Verkauf seiner texanischen Standorte. Neben Bitcoin-Minern werden Betreiber aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen als mögliche Käufer angesprochen.

Bitcoin-Miner verkaufen Bestände und investieren in KI-Infrastruktur

Gelistete Miner haben laut VanEck in diesem Jahr mehr als 15.000 BTC aus ihren Beständen verkauft. Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass die Erlöse zur Finanzierung von Investitionen in Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen eingesetzt werden.

Zu den genannten Verkäufern zählen Bitdeer, Bitfarms, Core Scientific, Riot und MARA Holdings. Bitdeer habe seinen gesamten Bitcoin-Bestand verkauft. Riot finanziere seine Neuausrichtung zum Rechenzentrum in Texas durch den Verkauf geminter Bitcoin.

Die Netzwerk-Schwierigkeit sank seit Juni um 8,48 Prozent von 138,96 Billionen auf 127,17 Billionen am 11. Juli. Gleichzeitig fiel die gesamte Bitcoin-Hashrate um etwa 13 Prozent von 1,03 Zetahash/Sekunde auf 883 Exahash/Sekunde.

Der Hashprice, also der tägliche Umsatz, den Miner pro Petahash erzielen, lag am 11. Juli bei etwa 31,10 USD. Dieser Wert lag rund 37 Prozent unter dem Höchstwert von 49,40 USD im Oktober 2025, obwohl im Juli eine Erholung um 12,5 Prozent verzeichnet wurde.

KennzahlWert
Verkaufte BTC gelisteter Miner in diesem Jahrmehr als 15.000 BTC
Rückgang der Netzwerk-Schwierigkeit8,48 Prozent
Netzwerk-Schwierigkeit seit Junivon 138,96 Billionen auf 127,17 Billionen
Rückgang der gesamten Hashrateetwa 13 Prozent
Hashratevon 1,03 Zetahash/Sekunde auf 883 Exahash/Sekunde
Hashprice am 11. Julietwa 31,10 USD
Hashprice-Höchstwert im Oktober 202549,40 USD
Erholung des Hashprice im Juli12,5 Prozent
Bitcoin-Bestände der Mineretwa 1,785 Millionen BTC

Für die verbliebenen Betreiber ist das Mining durch die gesunkene Netzwerk-Schwierigkeit einfacher geworden. Die von Minern gehaltenen Bitcoin lagen laut VanEck weiterhin bei etwa 1,785 Millionen BTC und damit auf Vorjahresniveau. Dies deute auf einen kontinuierlichen Verkauf neu geminter Coins hin, nicht auf eine vollständige Aufgabe der Branche.

Infobox – Yahoo Finanzen Deutschland: Sinkende Margen führen zu Verkäufen geminter Bitcoin und einer stärkeren Ausrichtung auf KI- und HPC-Infrastruktur. Hashrate und Netzwerk-Schwierigkeit sind gefallen, während die Bitcoin-Bestände der Miner auf Vorjahresniveau liegen.

Bitcoin, Ether und weitere Kryptowährungen im Freitagshandel

Finanzen.net berichtet über die Entwicklung von Bitcoin, Ether und weiteren digitalen Vermögenswerten am Freitagvormittag. Die Meldung ordnet die Kryptowährungen in das aktuelle Marktgeschehen ein und stellt die laufende Kursbeobachtung in den Mittelpunkt.

Neben den Kryptowährungskursen werden auch die allgemeinen Marktbewegungen betrachtet. Konkrete zusätzliche Kurswerte werden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.

Infobox – Finanzen.net: Im Mittelpunkt stehen Bitcoin, Ether und weitere digitale Vermögenswerte im Freitagvormittagshandel sowie deren Einordnung in das allgemeine Marktgeschehen.

Pressespiegel: Markt zwischen Kapitalzuflüssen und strukturellem Wandel

Die Berichte von Bitcoin2Go, Coin Kurier, der Berliner Morgenpost, der WirtschaftsWoche, Yahoo Finanzen Deutschland und Finanzen.net zeichnen ein uneinheitliches Bild des Kryptomarktes. Einerseits fließen weiterhin erhebliche Summen in Bitcoin-Spot-ETFs, andererseits bleibt Bitcoin unter 65.000 Dollar unter Druck und reagiert empfindlich auf geldpolitische Unsicherheit.

Die Fed-Sitzung am 28. Juli steht dabei im Zentrum der kurzfristigen Markterwartungen. Gleichzeitig verdeutlichen die Entwicklungen bei Poolin und den gelisteten Minern, dass sich das Mining-Geschäft verändert: Unternehmen verkaufen Bitcoin-Bestände, reduzieren ihre Abhängigkeit vom klassischen Mining und richten Infrastruktur auf Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen aus.

Der Fall Poolin zeigt zudem die Unterschiede zwischen der technischen Stabilität des Bitcoin-Netzwerks und der finanziellen Stabilität eines zentralen Dienstleisters. Ein großer Anteil an der Hashrate schützt weder vor Liquiditätsproblemen noch vor eingefrorenen Kundengeldern oder einer Insolvenz.

Infobox – Gesamtbild: ETF-Zuflüsse belegen institutionelles Interesse, verhindern kurzfristig aber keinen Kursdruck. Geldpolitik, Miner-Verkäufe, die Neuorientierung auf KI und HPC sowie die Insolvenz von Poolin prägen den aktuellen Pressespiegel.

Sources: