Poolin beantragt Insolvenz und verkauft US-Bitcoin-Mining-Anlagen

Poolin beantragt Insolvenz und verkauft US-Bitcoin-Mining-Anlagen

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Poolin filed for Chapter 11 bankruptcy with about $173 million in debt and plans to sell its Texas mining sites for at least $52 million.

Poolin beantragt Insolvenz nach Chapter 11 und plant Verkauf seiner US-Mining-Anlagen

Der frühere Bitcoin-Mining-Gigant Poolin hat in den USA Insolvenzschutz nach Chapter 11 beantragt. Nach Angaben von BTC-ECHO reichten Poolin Technology Pte. Ltd. sowie die US-Tochtergesellschaften Lonestar Dream Inc. und Lonestar Taproot LLC den Antrag beim US-Insolvenzgericht für den District of New Jersey ein.

Statt einer operativen Sanierung ist der Verkauf der verbliebenen Mining-Vermögenswerte in Texas vorgesehen. Die Bitcoin-Mining- und Hosting-Aktivitäten an den Standorten Pyote und Tarbush wurden am 10. Juli eingestellt.

In den Insolvenzunterlagen werden Vermögenswerte von 1 bis 10 Millionen US-Dollar und Verbindlichkeiten zwischen 100 und 500 Millionen US-Dollar genannt. Poolin rechnet mit 10.001 bis 25.000 Gläubigern. Der Restrukturierungschef Michael DuFrayne bezifferte die Verpflichtungen vor dem Insolvenzantrag auf rund 173,1 Millionen US-Dollar.

Davon entfallen laut BTC-ECHO etwa 163,7 Millionen US-Dollar auf unbesicherte Schuldscheine, die Poolin nach der Aussetzung von Auszahlungen im Jahr 2022 an Wallet-Kunden ausgegeben hatte. Damals wurden die Guthaben von rund 11.700 Nutzern eingefroren, deren Forderungen jeweils mehr als 100 US-Dollar betrugen.

Poolin war während des Krypto-Crashs unter Druck geraten, nachdem das Unternehmen Kredite von rund 213 Millionen US-Dollar aufgenommen und Kryptowährungen als Sicherheiten hinterlegt hatte. Der Wertverfall führte zu Liquidationen und verschärfte die Liquiditätsprobleme.

Für die Mining-Vermögenswerte liegt bereits ein Angebot von Thor CALAP LLC über insgesamt 52 Millionen US-Dollar vor. Das Angebot gilt als sogenanntes „Stalking-Horse“-Gebot und bildet den Mindestpreis für eine mögliche Auktion.

StandortVorgesehener Wert
Pyote einschließlich Stromrechten und Ausrüstung15 Millionen US-Dollar
Tarbush einschließlich Stromrechten und Maschinen37 Millionen US-Dollar
Gesamt52 Millionen US-Dollar

Beide Standorte könnten auch separat verkauft werden, sofern dadurch höhere Erlöse für die Gläubiger erzielt werden. Poolin wurde 2017 in China gegründet und galt zeitweise als einer der größten Bitcoin-Mining-Pools der Welt. Nach dem chinesischen Mining-Verbot im Jahr 2021 versuchte das Unternehmen, sein Geschäft in den USA neu aufzubauen, häufte dort jedoch seit der Gründung der US-Gesellschaften Verluste von insgesamt rund 45,9 Millionen US-Dollar an.

Zusammenfassung: Poolin beantragte Chapter-11-Insolvenzschutz, nachdem sich die Verbindlichkeiten auf rund 173,1 Millionen US-Dollar beliefen. Die US-Mining-Anlagen in Pyote und Tarbush sollen über ein Mindestgebot von insgesamt 52 Millionen US-Dollar verkauft werden.

Gerichtlich beaufsichtigte Liquidation soll Poolins Betrieb beenden

Yahoo Finanzen Deutschland berichtet ebenfalls über den am 22. Juli in New Jersey gestellten Antrag auf Insolvenzschutz nach Chapter 11. Das in Singapur ansässige Unternehmen strebt demnach keine Reorganisation, sondern einen gerichtlichen Verkauf seiner Standorte in Westtexas an.

Den Angaben zufolge stehen geschätzten Verbindlichkeiten zwischen 100 Millionen und 500 Millionen US-Dollar Vermögenswerte von höchstens 10 Millionen US-Dollar gegenüber. Das Erstgebot von Thor CALAP LLC über 52 Millionen US-Dollar legt das Mindestgebot für die Auktion fest.

Die Mining-Aktivitäten an den Standorten Pyote und Tarbush wurden am 10. Juli eingestellt. Michael DuFrayne gab die Gesamtverbindlichkeiten mit etwa 173,1 Millionen US-Dollar an. Etwa 163,7 Millionen US-Dollar davon bestehen aus Schuldscheinen gegenüber Poolin-Wallet-Kunden.

Poolin hatte im September 2022 die Abhebungen eingefroren, wodurch etwa 11.700 Nutzer mit Guthaben über 100 US-Dollar betroffen waren. Yahoo Finanzen Deutschland führt die finanziellen Schwierigkeiten auf das Mining-Verbot in China im Jahr 2021 und den Markteinbruch im Jahr 2022 zurück.

Im Rahmen des Verkaufs wurden nicht nur Bitcoin-Miner, sondern auch Betreiber aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen angesprochen. Laut dem Bericht von Yahoo Finanzen Deutschland kontaktierten Berater mehr als 335 potenzielle Käufer. Daraus entstanden 28 Verschwiegenheitsvereinbarungen und sieben Absichtserklärungen, wie TheEnergyMag berichtet.

Der Bericht ordnet Poolins Liquidation in den Wandel der Mining-Branche ein. Laut VanEck verkauften börsennotierte Miner in diesem Jahr mehr als 15.000 BTC aus ihren Treasuries, um Investitionen in KI und HPC zu finanzieren.

Zu den genannten Verkäufern gehören Bitdeer, Bitfarms, Core Scientific, Riot und MARA Holdings. Bitdeer habe seinen gesamten Bitcoin-Bestand verkauft, während Riot seine Neuausrichtung zum Rechenzentrum in Texas durch den Verkauf geminter Bitcoin finanziere.

EntwicklungAngabe aus der Quelle
Netzwerk-Schwierigkeit seit Juni8,48 % Rückgang
Netzwerk-Schwierigkeitvon 138,96 Billionen auf 127,17 Billionen am 11. Juli
Bitcoin-Hashratevon 1,03 Zetahash/Sekunde auf 883 Exahash/Sekunde
Hashprice am 11. Julietwa 31,10 USD
Hashprice gegenüber dem Höchstwert im Oktober 2025rund 37 % weniger als 49,40 USD
Erholung des Hashprice in diesem Monat12,5 %
Bitcoin-Kurs am Freitagetwa 65.069 USD

Die von Minern gehaltenen Bitcoin liegen laut VanEck weiterhin bei etwa 1,785 Millionen BTC und damit auf Vorjahresniveau. Yahoo Finanzen Deutschland wertet dies als Hinweis auf einen stetigen Verkauf neu geminter Coins und nicht auf eine vollständige Aufgabe des Minings.

Zusammenfassung: Poolins Verfahren steht im Zusammenhang mit dem strukturellen Wandel im Mining-Sektor. Sinkende Mining-Kennzahlen und der Ausbau von KI- und HPC-Infrastruktur erhöhen das Interesse an Energie-Assets und Hardware auch außerhalb des klassischen Bitcoin-Minings.

Poolin weist rund 173 Millionen US-Dollar Schulden aus

Cryptonews.net berichtet, dass Poolin Technology und seine US-Tochtergesellschaften am 22. Juli freiwillige Anträge beim US-Insolvenzgericht für den Bezirk New Jersey eingereicht haben. Das Unternehmen bemüht sich um die gerichtliche Genehmigung zum Verkauf seiner verbleibenden US-Mining-Vermögenswerte und zur Abwicklung des Betriebs.

Die Gerichtsunterlagen nennen geschätzte Verbindlichkeiten zwischen 100 Millionen und 500 Millionen US-Dollar sowie geschätzte Vermögenswerte von 1 Million bis 10 Millionen US-Dollar. Die Gesamtverschuldung beläuft sich dem Bericht zufolge auf rund 173 Millionen US-Dollar, davon etwa 163,7 Millionen US-Dollar aus ungesicherten Schuldscheinen für Wallet-Kunden.

Rund 11.700 Wallet-Inhaber mit Guthaben von mehr als 100 US-Dollar sind weiterhin von den eingefrorenen Geldern betroffen. Die Schuldscheine wurden ausgestellt, nachdem Poolin während des Einbruchs des Kryptowährungsmarktes im Jahr 2022 Auszahlungen ausgesetzt hatte.

Für die beiden Mining-Infrastrukturanlagen in West-Texas wurden mit Thor CALAP LLC separate „Stalking-Horse“-Kaufverträge über insgesamt 52 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Der Standort Pyote wird dabei mit 15 Millionen US-Dollar bewertet. Die Strombezugsrechte und die Ausrüstung des Standorts Tarbush werden mit 37 Millionen US-Dollar bewertet.

Das Bieterverfahren steht weiterhin unter dem Vorbehalt der gerichtlichen Genehmigung sowie höherer oder besserer Angebote. Poolin erklärte laut Cryptonews.net, dass die wachsende Nachfrage nach Dateninfrastruktur für künstliche Intelligenz zusätzliches Interesse an der Stromkapazität und der Hardware der Standorte wecken könnte.

Die finanzielle Notlage wird im Bericht mit dem chinesischen Verbot des Kryptowährungs-Minings im Mai 2021 in Verbindung gebracht. Die anschließende Verlagerung auf Mining-Infrastruktur in West-Texas sei durch geringer als erwartete Stromzuteilungen, Überbestellungen von Ausrüstung und Verluste aus Hardwareverkäufen in Höhe von 8,8 Millionen US-Dollar zwischen den Geschäftsjahren 2023 und 2025 belastet worden.

Mitte 2022 führten starke Einbrüche der Bitcoin-Preise zu Margin Calls von Kreditgebern. Poolin Wallet verpfändete daraufhin digitale Vermögenswerte als Sicherheiten. Nach der Erklärung einer Liquiditätskrise im September 2022 wurden Auszahlungen eingestellt und Kundeneinlagen durch Schuldscheine ersetzt. Ein weiterer Kursverfall Ende 2022 führte zur Zwangsverwertung der Sicherheiten durch die Kreditgeber.

Cryptonews.net zufolge stellte Poolin am 10. Juli 2026 den gesamten Mining- und Hosting-Betrieb endgültig ein. Eine minimale Belegschaft blieb zurück, um die Ausrüstung zu sichern und den Verkauf der Vermögenswerte zu ermöglichen. Das Unternehmen habe keine Pläne, den Betrieb wieder aufzunehmen, und wolle die Erlöse aus dem Insolvenzverkauf zur Befriedigung der Gläubigerforderungen im Rahmen eines Liquidationsplans verwenden.

Zusammenfassung: Poolin beendet seinen Mining- und Hosting-Betrieb und setzt auf eine gerichtlich beaufsichtigte Liquidation. Die wesentlichen Verkaufswerte entfallen auf Pyote mit 15 Millionen US-Dollar und Tarbush mit 37 Millionen US-Dollar.

Kasachstan verbindet vergünstigte Stromkontingente mit staatlicher Krypto-Reserve

Kasachstan hat ein Förderprogramm für Krypto-Mining-Unternehmen gestartet, das zugleich dem Aufbau einer staatlichen Krypto-Reserve dienen soll. Nach Angaben von Blocktrainer können qualifizierte Unternehmen den Status eines „Strategic Digital Miner“ beantragen und langfristig Zugang zu vergünstigten Stromkontingenten erhalten.

Als Gegenleistung müssen die zugelassenen Mining-Unternehmen einen Teil der geschürften digitalen Vermögenswerte unentgeltlich an den staatlichen Astana Hub Fund übertragen. Dieser leitet die Vermögenswerte anschließend an die National Investment Corporation der Nationalbank Kasachstans weiter, welche die nationale Krypto-Reserve verwaltet.

Kasachstan gehörte nach dem Mining-Verbot in China im Jahr 2021 wegen niedriger Strompreise und des kalten Klimas zeitweise zu den weltweit wichtigsten Bitcoin-Mining-Standorten. Der Anteil an der globalen Bitcoin-Hashrate erreichte damals mehr als 18 %.

Nach einer Energiekrise führte die Regierung umfangreiche Regulierungsmaßnahmen ein. Im Jahr 2023 wurde ein rechtlicher Rahmen mit staatlichen Lizenzen, zusätzlichen Gebühren und einer Verpflichtung geschaffen, einen Großteil der geschürften digitalen Vermögenswerte über vom Astana International Financial Centre lizenzierte Handelsplattformen zu veräußern.

Obwohl die Verkaufsverpflichtung Ende 2025 wieder aus dem Gesetz gestrichen wurde, verlor Kasachstan laut Blocktrainer zunehmend an Bedeutung als Mining-Standort. Der Anteil des Landes an der globalen Bitcoin-Hashrate liegt heute laut Hashrate-Index bei etwa 1,6 %, was einer Rechenleistung von etwa 15 EH/s entspricht. Kasachstan belegt damit Platz 11 unter den größten Mining-Nationen – hinter Norwegen und vor Georgien.

Der im April 2025 veröffentlichte Cambridge Digital Mining Industry Report zählt Kasachstan auf Basis einer Umfrage unter 49 Mining-Unternehmen weiterhin zu den fünf wichtigsten Standorten für Bitcoin-Mining weltweit.

Parallel verfolgt die kasachische Regierung das Ziel, einen staatlichen Krypto-Reserve-Fonds aufzubauen. Zentralbankchef Timur Suleimenov hatte Pläne für Investitionen in Höhe von 350 Millionen US-Dollar in krypto-bezogene Anlagen bekannt gegeben. Weitere Informationen zum Aufbau lagen laut Blocktrainer zunächst nicht vor.

„Strategic Digital Mining“ soll Investitionen langfristig planbarer machen

Am 18. Juli 2026 verabschiedete die Regierung Kasachstans die Verordnung Nr. 638 mit dem Titel „Regeln für das strategische digitale Mining“. Die Verordnung soll voraussichtlich Anfang August 2026 in Kraft treten.

Mining-Unternehmen können sich freiwillig für das Programm bewerben. Für eine Zulassung müssen sie technische, finanzielle und regulatorische Anforderungen erfüllen, die sich ausschließlich an industrielle Mining-Unternehmen richten.

  • ein Rechenzentrum mit mindestens 150 Megawatt Anschlussleistung
  • Mining-Hardware mit mindestens 150 TH/s je Gerät
  • qualifiziertes Fachpersonal
  • eigene Wartungs- und Reparaturkapazitäten
  • Verträge mit mindestens zwei Internetanbietern
  • die vollständige Erfüllung aller steuerlichen und regulatorischen Pflichten
  • der Besitz aller erforderlichen Mining-Lizenzen

Nach einer Zulassung durch die zuständige Kommission können Unternehmen langfristige Stromlieferverträge mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren zu staatlich gedeckelten beziehungsweise regulierten Tarifen abschließen, sofern ausreichende Stromkapazitäten vorhanden sind.

Das Programm soll den Unternehmen mehr Planungssicherheit geben, da Mining-Unternehmen in Kasachstan bislang häufig von kurzfristigen Strompreisschwankungen abhängig waren. Dadurch sollen zusätzliche Investitionen ermöglicht werden.

Die Gegenleistung besteht in der monatlichen unentgeltlichen Übertragung eines Teils der geschürften digitalen Vermögenswerte an den Astana Hub Fund. Da das industrielle Mining in Kasachstan überwiegend auf Bitcoin entfällt, dürfte die Regelung praktisch vor allem Bitcoin betreffen. Die Verordnung nennt jedoch keine konkrete Kryptowährung, sondern spricht allgemein von „digitalen Vermögenswerten“.

In den Erläuterungen zur Verordnung wird ein Berechnungsmodell beschrieben, mit dem die individuelle Abgabe eines Mining-Unternehmens ermittelt wird. Daraus ergibt sich für ein qualifiziertes Unternehmen die effektive Übertragung von monatlich etwa 10 % der geschürften Bitcoin nach Abzug der Energie- und Netzkosten.

Zusammenfassung: Kasachstan bietet zugelassenen industriellen Minern Stromverträge mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren und verlangt im Gegenzug die Übertragung eines Teils der geschürften digitalen Vermögenswerte. Für ein qualifiziertes Unternehmen ergibt sich laut Blocktrainer eine effektive Übertragung von monatlich etwa 10 % der geschürften Bitcoin nach Abzug der Energie- und Netzkosten.

Bernstein hält Bitcoin-Jahresendziel von 150.000 $ aufrecht

Die Investmentbank Bernstein hält trotz der Korrektur am Jahresendziel von 150.000 $ für Bitcoin fest. Die Analysten bezeichnen das Ziel laut Bitcoin Foundation als „ambitioniert“, aber gerechtfertigt.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin bei rund 63.200 $. In den vergangenen sieben Tagen war die Kryptowährung um 6,5 % gestiegen.

Die aktuelle Korrektur liegt laut Bernstein 54 % unter dem Hoch vom Oktober 2025. Damit sei sie deutlich milder als die Drawdowns von 75–90 % in früheren Zyklen. Bernstein sieht darin ein Zeichen für die Reifung des Kryptomarktes, weist jedoch darauf hin, dass unklar bleibt, ob die Abschwungphase bereits beendet ist.

Die Korrektur dauert den Analysten zufolge erst drei Quartale und damit kürzer als die historisch üblichen 12–15 Monate. Die gesamten Zuflüsse aus Unternehmens-Treasuries und US-Spot-Bitcoin-ETFs erreichten 2026 10 Mrd. $. Im Jahr 2025 waren es 60 Mrd. $.

KenngrößeAngabe aus der Quelle
Bitcoin-Jahresendziel von Bernstein150.000 $
Bitcoin-Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichungrund 63.200 $
Anstieg innerhalb von sieben Tagen6,5 %
Korrektur unter dem Hoch vom Oktober 202554 %
Historische Drawdowns früherer Zyklen75–90 %
US-Spot-Bitcoin-ETF-Abflüsse5,5 Mrd. $
Gesamtvermögen der Spot-Bitcoin-ETFs74 Mrd. $

Die Treasury-Unternehmen, angeführt von Strategy, sorgen laut Bernstein weiterhin für netto positive Kapitalzuflüsse. Strategy erwarb 2026 rund 175.000 BTC für 14 Mrd. $ und erhöhte seine Reserven auf 847.363 BTC.

Am 6. Juli verkaufte Strategy jedoch 3.588 BTC im Wert von rund 80,8 Mio. $. Michael Saylor habe laut dem Bericht nie an seinem Bitcoin-Engagement gerüttelt und glaube, dass Bitcoin innerhalb des nächsten Jahrzehnts zu einem globalen Zahlungsmittel wird.

Bernstein erwartet, dass die größten börsennotierten US-Miner das Bitcoin-Mining vollständig aufgeben. Ihre Hashrate-Anteile könnten von internationalen Betreibern aus Südostasien, Zentralasien und Lateinamerika übernommen werden.

Die Netzwerk-Hashrate ist seit Jahresbeginn um rund 11 % gesunken. Der Anteil der US-Miner ging über zwei Quartale um mehr als 40 Basispunkte zurück, während der Anteil von Minern aus Schwellenländern um etwa 100 Basispunkte stieg.

Als weitere Markttreiber nennt Bernstein die Arbeit an Stablecoin-Regeln im Rahmen des GENIUS Act sowie den Start unbefristeter Krypto-Futures in den USA über Kalshi und Coinbase. Die Chancen für die Verabschiedung des CLARITY Act 2026 schätzt Bernstein auf etwa 50/50 und beruft sich dabei auf Daten von Polymarket.

Zusammenfassung: Bernstein hält an einem Bitcoin-Jahresendziel von 150.000 $ fest und verweist auf eine im historischen Vergleich mildere Korrektur. Gleichzeitig verschieben sich Kapital- und Mining-Strukturen durch ETF-Abflüsse, Treasury-Käufe und die Verlagerung von US-Minern in Richtung KI-Infrastruktur.

Bitfinex erhält Lizenz in El Salvador, Poolin-Insolvenz belastet Mining-Sektor

The Coin Republic berichtet über zwei Entwicklungen im Kryptomarkt: Bitfinex erhielt in El Salvador eine neue Lizenz als Anbieter von Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte, während Poolin ein Insolvenzverfahren einleitete.

Die Lizenz ermöglicht Bitfinex eine regulierte Präsenz im Kassahandel, im Derivatehandel und bei tokenisierten Wertpapieren. Die Haupt-Handelsplattform kann damit neben Bitfinex Securities und Bitfinex Derivatives betrieben werden, die bereits über Lizenzen in El Salvador verfügen.

Bitfinex Securities war im April 2023 die erste internationale Plattform, die eine Zulassung gemäß dem Gesetz über die Emission digitaler Vermögenswerte des Landes erhielt. Bitfinex Derivatives erhielt im Januar 2025 eine eigene Lizenz als Anbieter digitaler Vermögenswerte.

Mit der jüngsten Genehmigung verfügen laut The Coin Republic nun alle drei Geschäftsbereiche von Bitfinex über Lizenzen in El Salvador. Die Zulassung stärkt die Geschäftstätigkeit des Unternehmens in Lateinamerika und unterstützt die regulierte Ausweitung seiner Dienstleistungen.

El Salvador habe sich darum bemüht, ein Standort für regulierte Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte zu werden, erklärte Bitfinex-Chief-Technology-Officer Paolo Ardoino laut The Coin Republic.

Parallel dazu meldete Poolin Insolvenz an. Das Unternehmen gehörte einst zu den größten Bitcoin-Mining-Pools der Branche, geriet nach dem starken Einbruch des Marktes für digitale Vermögenswerte jedoch in finanzielle Schwierigkeiten.

Der Bericht ordnet die Insolvenz in die Probleme des Mining-Sektors ein. Viele Unternehmen sahen sich mit höheren Betriebskosten, geringeren Einnahmen und erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten konfrontiert. Einige schränkten ihren Betrieb ein, stellten ihn ein oder begaben sich in einen Restrukturierungsprozess.

The Coin Republic verweist außerdem auf Forderungen von BitGo-CEO Mike Belshe nach Änderungen an den Steuervorschriften für digitale Vermögenswerte. Bessere Steuerregelungen könnten nach seiner Einschätzung das Wachstum von Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte fördern.

Zusammenfassung: Bitfinex baut seine regulierte Präsenz in El Salvador aus und verfügt dort nun über Lizenzen für drei Geschäftsbereiche. Gleichzeitig zeigt die Insolvenz von Poolin, dass der Mining-Sektor trotz der Markterholung weiterhin unter Kosten-, Liquiditäts- und Finanzierungsdruck steht.

Sources: