Luke Dashjr verlässt Ocean – Bitcoin-Hard-Fork am 1. September geplant

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Luke Dashjr left Ocean amid disagreements over Bitcoin mining’s future and plans to launch Convoy. A BLAKE2b hard fork on September 1 will test support for his alternative blockchain.

Luke Dashjr verlässt Ocean – Streit über die Zukunft des Bitcoin-Minings

Der Bitcoin-Entwickler Luke Dashjr ist als Vorsitzender, Chief Technology Officer und Direktor des Mining-Pools Ocean zurückgetreten. Nach Angaben von CoinDesk kaufte die Muttergesellschaft Mummolin seinen gesamten Beteiligungsanteil zurück.

Die Trennung erfolgte dem Bericht zufolge einvernehmlich. Als Grund wurden unterschiedliche Ansichten über die Zukunft des Bitcoin-Minings und jüngste Protokollentwicklungen genannt; zum Wert des Rückkaufs machten die Parteien keine Angaben.

Dashjr, der Ocean mitbegründet hat, plant nach seinem Ausscheiden die Gründung eines neuen Mining-Unternehmens namens Convoy. Ocean soll weiterhin als transparenter, nicht verwahrender Mining-Pool betrieben werden und Mining-Belohnungen direkt an die teilnehmenden Miner auszahlen.

Der Rücktritt erfolgte wenige Wochen nach Dashjrs Auszeit von Ocean. Diese stand im Zusammenhang mit dem Scheitern von BIP-110, einem umstrittenen Versuch, die Speicherung nicht-finanzieller Daten auf Bitcoin vorübergehend einzuschränken.

CoinDesk ordnet den Abgang in einen konzentrierten und unter Druck stehenden Mining-Markt ein. Börsennotierte Miner reduzierten demnach ihre Bitcoin-Hashrate, veräußerten Standorte und wechselten Kapazitäten zu Anwendungen für künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen. Foundry USA, AntPool und F2Pool produzierten weiterhin weit über die Hälfte der aktuellen Blöcke.

Zusammenfassung: Der Führungswechsel bei Ocean ist Ausdruck eines grundlegenden Streits über Bitcoin-Protokollentwicklungen, Mining-Strukturen und die weitere Ausrichtung des Netzwerks. Finanzielle Details der Trennung wurden nicht veröffentlicht.

Hard Fork am 1. September: BLAKE2b-Fork stellt Bitcoin-Halter vor neue Fragen

Ein von Luke Dashjr unterstützter Bitcoin-Hard-Fork soll sich am 1. September von der Haupt-Blockchain abspalten. Wie BeInCrypto berichtet, wechselt dieser Fork auf den Mining-Algorithmus BLAKE2b, den aktuelle Bitcoin-Mining-Geräte nicht ausführen können.

Dashjr bezeichnet die Haupt-Bitcoin-Blockchain inzwischen als „Spamcoin“. Der von ihm unterstützte Fork soll nach dem Wechsel zu BLAKE2b eine alternative Mining-Struktur schaffen und sich von der bisherigen Bitcoin-Blockchain abgrenzen.

Der Austritt aus Ocean beendet laut BeInCrypto einen schwierigen Monat für den Pool. Die Hashrate von Ocean sei im August um 96% eingebrochen. Zudem habe der Pool die Rechenleistung seiner Kunden etwa 18 Stunden lang auf eine Minderheiten-Blockchain gelenkt, ohne dass die Miner dem eindeutig zugestimmt hätten.

BIP-110, ein von Dashjr unterstützter Anti-Spam-Soft-Fork, hätte 55% Unterstützung der Miner benötigt. Das Signalisieren erreichte laut dem Bericht maximal 2,53%. Nach zwei Blöcken kam die zugehörige Blockchain zum Stillstand, worauf sich die Unterstützer auf eine Abspaltung im September konzentrierten.

Dashjr argumentiert, dass die Dezentralität beim Blockbau von Bitcoin bereits vor einigen Jahren verloren gegangen sei. Seiner Ansicht nach entfernt BLAKE2b eine Abkürzung namens ASICBoost, die großen Minern einen Effizienzvorteil verschaffe. Außerdem soll der Algorithmus konzentrierte Mining-Power bestrafen.

Spamcoin isn't Bitcoin and operates under centralized management, just like the US dollar, but worse.
Spamcoin does not allow miners to build their own template.
DATUM has no purpose on Spamcoin. Claiming it decentralizes anything is false advertising.

Kritiker widersprechen dieser Darstellung. Adam Back bezeichnete BIP-110 bereits im Juli als „Idiokratie“. David Schwartz, früherer Chief Technology Officer von Ripple, wies die Aussage, das Netzwerk stehe unter Angriff, als Unsinn zurück.

Dashjr konzentriert sich nun auf Convoy, das er als neuen Versuch für dezentrales Mining bezeichnet. Ocean soll weiterhin als nicht verwahrender Mining-Pool arbeiten.

AngabeWert
Bitcoin-Kursetwa 77.655 USD
Tagesentwicklung-0,59%
Bitcoin-Entwicklung im Monat23,3%
Rückgang der Ocean-Hashrate im August96%
Erforderliche Unterstützung für BIP-11055%
Maximales Signalisieren für BIP-1102,53%

Für Bitcoin-Halter stellen sich am 1. September insbesondere Fragen zum Replay-Risiko und dazu, welche Blockchain von ihrer Wallet abgebildet wird. Dashjr empfiehlt laut BeInCrypto die Verwendung einer Light-Wallet anstelle eines Full Node. Beide Themen seien bereits beim Chain Split im August aufgetreten.

Die Umstellung des Proof-of-Work erzeugt einen eigenen Coin. Anschließend bewertet der Markt, welche Blockchain einen Wert bietet. Der vorherige Fork-Versuch von Dashjr erreichte laut dem Bericht nie mehr als 3% Unterstützung.

Der neue Fork soll daher zeigen, ob die reale Hashrate BLAKE2b folgt oder ob die Abspaltung wie im August endet und innerhalb von Stunden zum Stillstand kommt. Zusätzlich weist BeInCrypto darauf hin, dass die Hashrate im bisherigen Jahr gesunken sei, weil Miner auf Verträge mit künstlicher Intelligenz wechselten. Dadurch verringere sich die Zahl der Mining-Geräte, die eine abgespaltene Blockchain unterstützen könnten.

Zusammenfassung: Der geplante Hard Fork stellt die technische und wirtschaftliche Unterstützung für Dashjrs alternative Bitcoin-Blockchain auf die Probe. Entscheidend sind die tatsächlich folgende Hashrate, der Umgang der Wallets mit der Abspaltung und die Marktakzeptanz des entstehenden Coins.

Sources: