Keel beendet US-Bitcoin-Mining und setzt auf KI-Infrastruktur

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Keel has ended U.S. Bitcoin mining to pursue AI and high-performance computing, but must secure tenants while facing steep losses and lower revenue.

Keel beendet Bitcoin-Mining in den USA und bereitet Umstieg auf KI vor

Keel Infrastructure hat den Betrieb seiner Bitcoin-Mining-Anlagen in den Vereinigten Staaten vollständig eingestellt. Nach Angaben von cryptonews.net sollen die amerikanischen Standorte künftig für Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen genutzt werden.

Das Unternehmen arbeitet an drei vorrangigen Projekten, die kurz vor dem Erhalt aller Genehmigungen stehen. Gleichzeitig führt Keel laut CEO Ben Gagnon Gespräche mit mehreren potenziellen Mietern. Gagnon bezeichnete die Stromversorgung als den entscheidenden Engpass für die geplante Neuausrichtung.

„Die Stromversorgung ist der Engpass. Alles andere hängt davon ab“, sagte CEO Ben Gagnon laut dem Bericht von cryptonews.net.

Der Strategiewechsel begann demnach vor etwa 18 Monaten. Keel will seine vorhandenen Energie- und Standortressourcen nicht länger primär für das Bitcoin-Mining einsetzen, sondern für KI- und Hochleistungsrechen-Workloads nutzbar machen.

Infobox: Keel hat das US-amerikanische Bitcoin-Mining eingestellt und bereitet drei Projekte für künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen vor. Im Mittelpunkt stehen verfügbare Stromkapazitäten und mögliche Mieter.

Umsatz sinkt im zweiten Quartal um 50 Prozent

Die Neuausrichtung wirkt sich auf das bisherige Geschäft aus. Der Umsatz von Keel sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 50 % auf 30,4 Millionen US-Dollar. Als Gründe werden niedrigere Bitcoin-Preise sowie die Einstellung des Mining-Betriebs in Moses Lake im April genannt.

Das Unternehmen meldete einen Nettoverlust von 65 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 24 Millionen US-Dollar.

KennzahlAngabe
Umsatz im zweiten Quartal30,4 Millionen US-Dollar
Veränderung gegenüber dem Vorjahrminus 50 %
Nettoverlust65 Millionen US-Dollar
Bereinigtes EBITDAminus 24 Millionen US-Dollar

Der Rückgang steht im Zusammenhang mit der Aufgabe des US-Mining-Geschäfts und der Entwicklung der Bitcoin-Preise. Keel muss nun zeigen, dass die geplanten KI-Projekte die wegfallenden Einnahmen aus dem Mining ersetzen können.

Infobox: Im zweiten Quartal erzielte Keel 30,4 Millionen US-Dollar Umsatz, verzeichnete einen Nettoverlust von 65 Millionen US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von minus 24 Millionen US-Dollar.

Keel verkauft 1.085 BTC und verfügt über 819 Millionen US-Dollar Liquidität

Keel hat seine Bitcoin-Bestände weiter reduziert. Zwischen dem 1. April und dem 7. August verkaufte das Unternehmen 1.085 $BTC für 75 Millionen US-Dollar.

Nach den Verkäufen verblieben 1.861 $BTC in der Bilanz. Den Berichtszeitraum beendete Keel mit einer Liquidität von rund 819 Millionen US-Dollar. Diese setzte sich aus 698 Millionen US-Dollar frei verfügbaren Barmitteln und 121 Millionen US-Dollar an unbelasteten Bitcoins zusammen.

PositionAngabe
Verkaufte Bitcoin1.085 $BTC
Erlös aus den Bitcoin-Verkäufen75 Millionen US-Dollar
Verbleibende Bitcoin-Bestände1.861 $BTC
Gesamtliquiditätrund 819 Millionen US-Dollar
Frei verfügbare Barmittel698 Millionen US-Dollar
Unbelastete Bitcoins121 Millionen US-Dollar

Zusätzlich nahm Keel im Laufe des Quartals 458 Millionen US-Dollar durch Wandelanleihen auf. Damit verfügt das Unternehmen über eine umfangreiche Liquiditätsposition, die den Umbau des Geschäftsmodells unterstützen soll.

Infobox: Keel verkaufte zwischen dem 1. April und dem 7. August 1.085 $BTC für 75 Millionen US-Dollar. Die Liquidität belief sich auf rund 819 Millionen US-Dollar, ergänzt durch 458 Millionen US-Dollar aus Wandelanleihen.

Weitere Expansion mit 96 MW in Quebec

Keel beschränkt seine Aktivitäten nicht auf die US-amerikanische Pipeline. Das Unternehmen expandiert zugleich nach Kanada, wo das Projekt in Sherbrooke, Quebec, eine Vereinbarung über die bedingte Übertragung und den Betrieb von 96 MW Stromkapazität umfasst.

Die verfügbare Stromkapazität ist ein zentraler Bestandteil der geplanten Umwandlung. Keel versucht, Standorte und Netzanschlüsse für Anwendungen zu positionieren, bei denen nach Einschätzung des Unternehmens höhere Renditen als im Bitcoin-Mining möglich sind.

Infobox: Das Projekt in Sherbrooke, Quebec, umfasst 96 MW Stromkapazität. Die Vereinbarung betrifft deren bedingte Übertragung und Betrieb.

Bitcoin-Miner richten ihren Fokus auf KI-Infrastruktur

Der Schritt von Keel steht laut cryptonews.net im Zusammenhang mit einem breiteren Trend in der Mining-Branche. Unternehmen bewerten Netzanschlüsse und Stromverträge zunehmend höher als die vorhandene Mining-Ausrüstung und prüfen den Einsatz ihrer Energieinfrastruktur für KI-Anwendungen.

Als Beispiel wird Bitdeer genannt. Das Unternehmen unterzeichnete einen 16-jährigen Vertrag über KI-Infrastruktur im Wert von rund 4,7 Milliarden US-Dollar. Der Vertrag betrifft 121 MW Rechenkapazität auf dem Tydal-Campus in Norwegen.

Auch MARA richtet seine strategische Planung stärker auf künstliche Intelligenz aus. CEO Fred Thiel erklärte laut dem Bericht, dass das Unternehmen eine groß angelegte KI-Infrastruktur aufbauen wolle. Knapp verfügbare Stromressourcen könnten demnach höhere Renditen erzielen, wenn sie für KI statt für Bitcoin-Mining eingesetzt würden.

Das Bitcoin-Mining sei laut Thiel nur dort rentabel, wo Strom weiterhin außergewöhnlich günstig ist. Damit wird die Stromkostenstruktur zu einem entscheidenden Faktor für die Frage, ob Mining-Kapazitäten weiter betrieben oder für andere Rechenanwendungen genutzt werden.

Unternehmen beziehungsweise ProjektAngabe
Bitdeer16-jähriger Vertrag
Wert des Bitdeer-Vertragsrund 4,7 Milliarden US-Dollar
Rechenkapazität am Tydal-Campus121 MW
Keel-Projekt in Sherbrooke96 MW Stromkapazität

Infobox: Bitdeer schloss einen 16-jährigen KI-Infrastrukturvertrag über rund 4,7 Milliarden US-Dollar für 121 MW Rechenkapazität ab. MARA sieht laut Fred Thiel höhere Renditechancen bei KI, sofern knappe Stromressourcen entsprechend eingesetzt werden.

Entscheidend sind langfristige Mietverträge

Keel hat bislang keinen vergleichbaren langfristigen KI-Mietvertrag bekannt gegeben. Deshalb gilt der Abschluss verbindlicher Verträge mit Kunden als nächster wichtiger Meilenstein für das Unternehmen.

Nach dem Rückzug aus dem US-amerikanischen Mining und der Kapitalaufnahme muss Keel nun nachweisen, dass sich die vorhandenen Stromkapazitäten in nachhaltige KI-Einnahmen umwandeln lassen. Die Gespräche mit potenziellen Mietern sind damit für die weitere Entwicklung des Geschäftsmodells von zentraler Bedeutung.

Infobox: Keels nächster entscheidender Schritt ist der Abschluss unter Vertrag stehender Kunden. Erst langfristige Mietverträge würden belegen, dass die Stromressourcen des Unternehmens in nachhaltige KI-Einnahmen umgewandelt werden können.

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