IREN liefert Microsoft KI-Cloud-Infrastruktur, BitFuFu verfehlt Quartalsziele unerquicklich

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: IREN delivered the first of four AI-cloud deployments for Microsoft under a $9.7 billion contract, while BitFuFu reported sharply lower revenue and a larger-than-expected loss in Q2 2026.

IREN liefert erste KI-Cloud-Infrastruktur für Microsoft aus

Quelle: yellow.com

IREN hat am 17. August die erste von insgesamt vier geplanten KI-Cloud-Bereitstellungen für Microsoft abgeschlossen. Die Auslieferung ist Teil eines Vertrags über 9,7 Milliarden US‑Dollar und überführt damit einen bislang angekündigten Infrastrukturauftrag in eine produktive Umsetzung.

IREN strebt an, bis Ende dieses Jahres 480 Megawatt an KI-Cloud-Kapazität ans Netz zu bringen. Bis 2027 soll die Kapazität auf 1,2 Gigawatt steigen. Der Vertrag sieht vor, dass IREN die KI-Cloud-Infrastruktur errichtet und betreibt, während Microsoft diese für eigene Workloads nutzt.

Das Unternehmen war ursprünglich als Bitcoin-Miner an die Börse gegangen. Das Geschäftsmodell beruhte auf günstiger Energie, maßgeschneiderter Kühlung und dem Betrieb spezialisierter Hardware zum industriellen Schürfen von Bitcoin. Angesichts sinkender Mining-Margen und einer steigenden Nachfrage nach KI-Rechenleistung richtet IREN seine Infrastruktur zunehmend auf KI-Cloud-Kunden aus.

Die erste abgeschlossene Bereitstellung gilt laut yellow.com als wichtiger Nachweis, dass IREN Infrastruktur nach Hyperscaler-Spezifikation bauen und in Betrieb nehmen kann. Der Microsoft-Vertrag soll dabei eine langfristige Auslastung der errichteten Anlagen ermöglichen und die Finanzierung weiterer Ausbauprojekte unterstützen.

Ein Megawatt an KI-Rechenkapazität beschreibt die Leistungsaufnahme, nicht den tatsächlichen Rechendurchsatz. Bei einer Leistungsaufnahme von 50 bis 100 Kilowatt pro Rack könnten 480 Megawatt zwischen 4.800 und 9.600 voll bestückten Racks entsprechen.

AngabeWert
Volumen des Microsoft-Vertrags9,7 Milliarden US‑Dollar
Erste Bereitstellung abgeschlossen17. August
Geplante KI-Cloud-Kapazität bis Jahresende480 Megawatt
Geplante KI-Cloud-Kapazität bis 20271,2 Gigawatt
Leistungsaufnahme pro Rack50 bis 100 Kilowatt
Entsprechende Zahl voll bestückter Racks4.800 bis 9.600

Der Ausbau auf 1,2 Gigawatt bis 2027 würde laut Quelle voraussetzen, innerhalb eines Jahres rund 720 Megawatt zusätzlich zum Ziel für 2026 ans Netz zu bringen. Als zentrale Herausforderung gelten dabei weniger Beton und Stahl als die erforderlichen Netzanschlüsse.

Netzanschlussvereinbarungen für Hunderte Megawatt können in regulierten Energiemärkten 18 bis 36 Monate dauern. Ob IREN das Ziel für 2027 erreicht, hängt daher maßgeblich davon ab, ob die Vereinbarungen für die verbleibenden drei Ausbauphasen bereits gesichert sind.

Die Zusammenarbeit mit Microsoft könnte IREN bei Verhandlungen mit Versorgern und Netzbetreibern zusätzliche Unterstützung geben. Die abgeschlossene erste Phase des 9,7‑Milliarden-Dollar-Vertrags stärkt nach Einschätzung der Quelle die Position des Unternehmens gegenüber den für weitere Anschlüsse zuständigen Stellen.

Zusammenfassung: IREN wandelt sich vom Bitcoin-Miner zum KI-Cloud-Infrastrukturbetreiber. Die erste Lieferung an Microsoft bestätigt die praktische Umsetzung eines 9,7-Milliarden-US‑Dollar-Vertrags, während Netzanschlüsse und der ambitionierte Ausbauplan die entscheidenden nächsten Herausforderungen darstellen.

BitFuFu verfehlt Erwartungen im zweiten Quartal 2026 deutlich

Quelle: AD HOC NEWS

BitFuFu hat im zweiten Quartal 2026 einen deutlich größeren Verlust ausgewiesen als erwartet. Nach der Veröffentlichung der Zahlen fiel die Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als 17 Prozent, nachdem sie zuvor mit einem Plus von über 13 Prozent geschlossen hatte.

Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 62,9 Prozent auf 42,8 Millionen Dollar. Damit verfehlte BitFuFu die Analystenschätzung von rund 92,5 Millionen Dollar deutlich.

Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,12 Dollar, während der Markt einen leichten Gewinn von 0,01 Dollar erwartet hatte. Der Nettoverlust belief sich auf 20,5 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von 47,1 Millionen Dollar ausgewiesen worden war.

KennzahlWert
Umsatz im zweiten Quartal 202642,8 Millionen Dollar
Umsatzrückgang im Jahresvergleich62,9 Prozent
Analystenschätzung für den Umsatzrund 92,5 Millionen Dollar
Bereinigter Verlust je Aktie0,12 Dollar
Erwarteter Gewinn je Aktie0,01 Dollar
Nettoverlust20,5 Millionen Dollar
Gewinn im Vorjahresquartal47,1 Millionen Dollar

Besonders stark ging das Cloud-Mining-Geschäft zurück. Die Erlöse dieses traditionell wichtigen Segments fielen um 73,6 Prozent auf 24,9 Millionen Dollar. Als Belastungsfaktoren nennt AD HOC NEWS sinkende Verkaufspreise und eine schwächere Nachfrage.

Das Self-Mining-Geschäft blieb mit 14,0 Millionen Dollar nahezu stabil. Die Hosting-Erlöse stiegen dagegen von 1,1 auf 3,9 Millionen Dollar und bildeten damit einen begrenzten positiven Faktor innerhalb der ansonsten schwachen Quartalsentwicklung.

GeschäftsbereichWert
Cloud-Mining-Erlöse24,9 Millionen Dollar
Rückgang der Cloud-Mining-Erlöse73,6 Prozent
Self-Mining-Erlöse14,0 Millionen Dollar
Hosting-Erlöse zuvor1,1 Millionen Dollar
Hosting-Erlöse aktuell3,9 Millionen Dollar

Die verwaltete Hashrate sank innerhalb eines Jahres von 36,2 auf 15,3 Exahash pro Sekunde. Das entspricht einem Rückgang von 57,7 Prozent. BitFuFu erklärte die Entwicklung mit einem im Jahresvergleich um 27,5 Prozent gefallenen Bitcoin-Preis sowie mit einer bewussten Optimierung der eingesetzten Rechenleistung.

Bis Mitte August konnte das Unternehmen die Hashrate durch zusätzliche Kapazitäten wieder auf rund 20 Exahash pro Sekunde anheben. Ob diese Erholung ausreicht, um im dritten Quartal wieder an frühere Umsatzniveaus anzuknüpfen, soll sich laut Quelle mit den kommenden Zahlen zeigen.

Auch der Bitcoin-Bestand verringerte sich. Die Reserven sanken von 1.792 auf 1.671 BTC, da BitFuFu Bestände zur Deckung des operativen Bedarfs verkaufte.

AngabeWert
Verwaltete Hashrate zuvor36,2 Exahash pro Sekunde
Verwaltete Hashrate im Berichtszeitraum15,3 Exahash pro Sekunde
Rückgang der Hashrate57,7 Prozent
Bitcoin-Preisveränderung im Jahresvergleich-27,5 Prozent
Hashrate bis Mitte Augustrund 20 Exahash pro Sekunde
Bitcoin-Bestand zuvor1.792 BTC
Bitcoin-Bestand aktuell1.671 BTC
Liquide Mittel und digitale Vermögenswerte Ende 2025177,1 Millionen Dollar
Liquide Mittel und digitale Vermögenswerte aktuell119,5 Millionen Dollar

Die kombinierten liquiden Mittel und digitalen Vermögenswerte fielen von 177,1 Millionen Dollar Ende 2025 auf 119,5 Millionen Dollar. Der Rückgang unterstreicht laut AD HOC NEWS den Druck, unter dem das Mining-Geschäft steht.

Vorstandschef Leo Lu bezeichnete das Quartal als eines der herausforderndsten in der jüngeren Branchengeschichte, betonte aber, dass sich daran die langfristige Einschätzung zum Unternehmen nicht ändere.

Zusammenfassung: BitFuFu verfehlte im zweiten Quartal 2026 sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen deutlich. Während Cloud Mining und Hashrate stark zurückgingen, stiegen die Hosting-Erlöse von 1,1 auf 3,9 Millionen Dollar, und die Hashrate wurde bis Mitte August auf rund 20 Exahash pro Sekunde erhöht.

Sources: