Bitcoin, Zcash und KI: Mining-Branche richtet sich strategisch neu aus
Autor: Mining Provider Editorial Staff
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Cypherpunk’s Zcash fleet could generate $125 million annually before costs, while Bitcoin miners increasingly shift capacity toward more profitable AI and HPC contracts.
Zcash-Mining auf dem Weg zu 125 Millionen US-Dollar Bruttojahresumsatz
Eine von den Winklevoss-Zwillingen unterstützte Mining-Flotte von Cypherpunk Technologies ist laut CoinDesk auf dem Weg zu einer geschätzten Bruttojahreserlösrate von 125 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hatte die Zcash-Mining-Flotte vor fünf Wochen für 33 Millionen US-Dollar erworben.
Am 18. August kaufte Cypherpunk rund 5.000 Bitmain-Z15-Pro-Maschinen von Moria Mining, einem mit Winklevoss Capital verbundenen Unternehmen. Die kombinierte Rechenleistung der Geräte beträgt 4,2 GSol/s und entsprach zum Zeitpunkt der Übernahme etwa 18 % des Zcash-Netzwerks.
Damals wurde ZEC nahe $509 gehandelt. Das Netzwerk verteilte täglich etwa 1.440 Coins an Miner, wodurch sich die geschätzte jährliche Erlösrate der Flotte auf rund $48 Millionen belief.
Seitdem ist ZEC auf etwa 1.600 USD gestiegen. Gleichzeitig nahm die Rechenleistung des Netzwerks um 21 % zu, während sich die Mining-Belohnungen auf mehr Maschinen verteilten. Dadurch stieg die geschätzte Bruttoeinnahmenrate der Cypherpunk-Flotte um das 2,6-Fache auf rund 125 Millionen USD.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Kaufpreis der Mining-Flotte | 33 Millionen US-Dollar |
| Anzahl der Maschinen | rund 5.000 Bitmain-Z15-Pro-Maschinen |
| Rechenleistung bei Übernahme | 4,2 GSol/s |
| Geschätzte Erlösrate bei Übernahme | rund $48 Millionen pro Jahr |
| Aktuelle geschätzte Bruttojahreserlösrate | 125 Millionen US-Dollar |
| ZEC-Preis bei Übernahme | nahe $509 |
| Aktueller ZEC-Preis laut Quelle | etwa 1.600 USD |
CoinDesk weist darauf hin, dass es sich bei den 125 Millionen US-Dollar um Umsatz und nicht um Gewinn handelt. Die Schätzung setzt einen kontinuierlichen Betrieb voraus und berücksichtigt weder Strom-, Hosting-, Mining-Pool- noch Hardwarekosten.
Ein niedrigerer ZEC-Preis oder ein weiterer Anstieg der Netzwerk-Rechenleistung könnte den Wert reduzieren. Der Anteil von Cypherpunk an der Zcash-Rechenleistung ist bereits von etwa 18 % auf etwa 15 % gesunken.
Kevin Zhang, Leiter des Mining-Bereichs bei Cypherpunk, bezifferte den aktuellen Bruttoumsatz auf etwa 1.000 US-Dollar je Megawattstunde verbrauchter Elektrizität. Ein Z15 Pro erzeugt laut den von Zhang veröffentlichten Zahlen etwa 840 KSol/s und verbraucht 2,78 Kilowatt.
Bei dem von Zhang verwendeten Preis erwirtschaftet eine Maschine etwa 68 US-Dollar pro Tag. Das entspricht ungefähr 1.019 US-Dollar pro Megawattstunde.
Zum Vergleich schätzt Zhang, dass die profitabelsten neuen Bitcoin-Mining-Maschinen zwischen 156 und 180 US-Dollar je Megawattstunde erzielen. Der weit verbreitete Antminer S21 XP kommt demnach auf 126 bis 142 US-Dollar.
CoinDesk stellt den Zcash-Bruttoumsatz außerdem einem Hosting-Vertrag für künstliche Intelligenz gegenüber. CleanSpark soll aus einem 20-Jahresmietvertrag für 175 Megawatt Rechenzentrumskapazität voraussichtlich 6,6 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren. Das entspricht etwa 215 US-Dollar je Megawattstunde vor jährlichen Preiserhöhungen.
Die Werte sind jedoch nicht unmittelbar vergleichbar. Die rund 1.000 US-Dollar bei Zcash beschreiben den Wert der geminten Coins vor Kosten und schwanken mit dem ZEC-Preis sowie dem Wettbewerb im Netzwerk. Bei CleanSpark handelt es sich dagegen um vertraglich vereinbarte Hosting-Einnahmen aus einem zwanzigjährigen Mietvertrag.
„Wie lange wird Zcash so profitabel zu minen bleiben? Das ist die millionenschwere Frage, nicht wahr“, schrieb Kevin Zhang laut CoinDesk.
Die Netzwerk-Rechenleistung ist laut CoinDesk von ungefähr 23,3 GSol/s auf 28,2 GSol/s gestiegen. Zhang schätzt, dass bereits mehr als 30 GSol/s an Zcash-Mining-Geräten angeschlossen sind, während das Netzwerk im Durchschnitt etwa 27,5 GSol/s erreicht.
Bitmain und andere Hersteller bereiten dem Bericht zufolge neuere Maschinen vor. Damit könnte der Wettbewerb um die Zcash-Mining-Belohnungen weiter zunehmen.
Infobox – CoinDesk: Cypherpunk erwarb die Flotte für 33 Millionen US-Dollar. Die geschätzte Bruttojahreserlösrate stieg von rund $48 Millionen auf 125 Millionen US-Dollar, wobei Strom-, Hosting-, Pool- und Hardwarekosten nicht berücksichtigt sind.
Bitcoin-Miner verlagern Rechenzentren in Richtung künstliche Intelligenz
Mehrere börsennotierte Bitcoin-Miner bauen ihre Rechenzentren laut krypto-magazin.de zunehmend für künstliche Intelligenz und High Performance Computing um. Als Grund werden höhere Margen im KI-Computing genannt.
CoinShares beziffert den Gewinn aus KI-Computing auf rund 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt und Jahr. Beim klassischen Bitcoin-Mining seien es dagegen rund 500.000 US-Dollar.
Im zweiten Quartal 2026 lagen die durchschnittlichen Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoin laut dem Bericht bei rund 75.500 US-Dollar. Bitcoin beendete das Quartal bei nur 58.400 US-Dollar.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gewinn aus KI-Computing | rund 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt und Jahr |
| Gewinn aus klassischem Bitcoin-Mining | rund 500.000 US-Dollar pro Megawatt und Jahr |
| Durchschnittliche Cash-Kosten je Bitcoin im zweiten Quartal 2026 | rund 75.500 US-Dollar |
| Bitcoin-Kurs zum Quartalsende | 58.400 US-Dollar |
| Hash Price im Juni | 27,70 US-Dollar je PH/s und Tag |
| Hash Price nach dem Bitcoin-Anstieg | etwa 38 US-Dollar |
Der monatliche Hash Price fiel im Juni auf ein Allzeittief von 27,70 US-Dollar je PH/s und Tag. Nach dem Anstieg von Bitcoin auf rund 75.000 bis 77.000 US-Dollar erholte sich der Wert wieder auf etwa 38 US-Dollar.
Core Scientific zahlte laut dem Bericht rund 41,9 Millionen US-Dollar, um eine Liefervereinbarung für neue Mining-Hardware aufzulösen. Hintergrund war eine negative Bruttomarge von 56 Prozent im Mining-Betrieb.
Bei IREN erzielte die KI-Cloud-Umsatzsparte im zweiten Quartal erstmals höhere Einnahmen als das Mining-Geschäft. Die KI-Sparte kam auf 70,5 Millionen US-Dollar, während der Mining-Umsatz 66,7 Millionen US-Dollar betrug.
IREN verbuchte gleichzeitig eine Wertminderung von 450,4 Millionen US-Dollar auf stillgelegte Mining-Hardware. Laut eigenem Jahresbericht hält das Unternehmen keine Bitcoin-Bestände mehr.
Auch TeraWulf verschiebt seinen Schwerpunkt. HPC-Leasingeinnahmen machen dort inzwischen 71 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Insgesamt sollen mindestens 35 Exahash pro Sekunde an Rechenleistung aus dem Bestand börsennotierter Miner verschwinden. Keel, vormals Bitfarms, stellte sein Bitcoin-Mining am 29. Juni 2026 vollständig ein. Für das dritte Quartal 2026 wird bei dem Unternehmen erstmals ein Mining-Umsatz von null erwartet.
IREN und Cipher planen laut dem Bericht einen vollständigen beziehungsweise weitgehenden Ausstieg bis Ende 2026 beziehungsweise 2027.
Riot Platforms unterzeichnete Mitte August einen 20-Jahres-Lease mit einem KI-Unternehmen über 191 Megawatt. Der Vertragswert liegt bei rund 9,1 Milliarden US-Dollar. Berichten zufolge soll es sich bei dem Vertragspartner um das KI-Labor Anthropic handeln.
Die Bewertung der Unternehmen unterscheidet sich laut CoinShares deutlich. Firmen mit kontrahierter KI- oder HPC-Kapazität werden im Schnitt mit dem 12,9-fachen des erwarteten Zwölfmonatsumsatzes bewertet. Reine Mining-Unternehmen ohne Verträge kommen demnach nur auf das 3,7-fache.
Gleichzeitig besteht eine große Lücke zwischen angekündigten Aufträgen und tatsächlichen Umsätzen. Mehr als 100 Milliarden US-Dollar an offengelegtem KI- und HPC-Auftragsbestand stehen rund 1,1 Milliarden US-Dollar annualisierten Umsätzen gegenüber.
Die Umwandlung von Mining-Flächen in KI-taugliche Rechenzentren ist kapitalintensiv. CoinShares beziffert die Kosten auf 8 bis 15 Millionen US-Dollar pro Megawatt, während reine Mining-Infrastruktur 0,7 bis 1 Million US-Dollar pro Megawatt kostet.
Für Anleger verändert sich damit das Risikoprofil der Miner-Aktien. Wer Aktien von IREN, TeraWulf oder Riot Platforms hält, investiert laut dem Bericht zunehmend in Rechenzentrumsverträge mit KI-Unternehmen und weniger unmittelbar in die Entwicklung des Bitcoin-Kurses.
Für das Bitcoin-Netzwerk bedeutet der Abbau von mindestens 35 EH/s weniger Wettbewerb um Block Rewards unter den verbliebenen Minern. Ein Sicherheitsrisiko ergebe sich daraus nicht zwangsläufig, da sich die Difficulty anpasst.
Infobox – krypto-magazin.de: Bitcoin-Miner verlagern Rechenleistung wegen höherer Margen in Richtung KI-Computing. Die Umrüstung erfordert höhere Investitionen und verändert die Abhängigkeit vom Bitcoin-Markt.
Bitcoin überwindet Widerstände und erreicht ein Mehrmonatshoch
Bitcoin hat laut BTC-ECHO einen hartnäckigen Widerstand hinter sich gelassen und deutlich an Tempo aufgenommen. Der Kursanstieg setzte sich trotz einer Fed-Zinserhöhung, des Rückschlags beim CLARITY Act und anhaltender Unsicherheit fort.
Parallel flossen wieder größere Beträge in Spot-Bitcoin-ETFs. Zudem wurden zahlreiche Short-Positionen aus dem Markt gedrängt. Ein weiterer unterstützender Faktor war laut Bericht der Rückgang des Ölpreises von seinen Hochs.
BTC-ECHO stellt die Frage, ob es sich um eine kurzfristige Gegenbewegung oder um eine breiter getragene Erholung handelt. Eine konkrete Kurszahl oder weitere technische Marken nennt der vorliegende Inhalt nicht.
Infobox – BTC-ECHO: ETF-Zuflüsse, die Auflösung von Short-Positionen und ein weniger belastendes Ölpreisumfeld werden als unterstützende Faktoren für den Bitcoin-Anstieg genannt.
Bitwise-CIO Matt Hougan erwartet einen langen und starken Bullenmarkt
Der Bitcoin-Kurs stieg laut Börse Online zum Wochenstart zeitweise auf 87.000 US-Dollar. Dabei überwand die Kryptowährung den charttechnischen Widerstand bei 82.000 US-Dollar sowie die 50-Wochen-Linie.
Matt Hougan, CIO von Bitwise, sieht darin die Chance auf eine größere Rallye. In der CNBC-Sendung „Squawk Box Europe“ erklärte er:
„Ich glaube, es ist vorbei, es ist Krypto-Frühling, die Krokusse blühen“.
Hougan begründet seinen Optimismus mit einer Erholung der Fundamentalfaktoren für Kryptowährungen. Außerdem hätten große Unternehmen wie BlackRock ihr Engagement im dezentralen Bereich zuletzt deutlich ausgeweitet.
Er geht davon aus, dass die Preise gegen Ende des Jahres wieder aufholen könnten. Nach seiner Einschätzung sanken die Preise zuletzt zyklisch, obwohl sich die langfristigen Fundamentaldaten verbesserten.
Bereits Anfang des Monats hatte Hougan laut Börse Online erklärt:
„1,3 Millionen US-Dollar bis 2035 werden für Bitcoin relativ einfach sein.“
Dies entspräche ausgehend vom damaligen Niveau einer Kurssteigerung von mehr als 1.500 Prozent. Als wesentlichen Grund nannte Hougan die US-Verschuldung. Bitcoin betrachtet er in diesem Zusammenhang als sicheren Hafen, ähnlich wie Gold.
Infobox – Börse Online: Matt Hougan wertet den Anstieg als möglichen Beginn eines langen und starken Bullenmarktes. Seine Prognose stützt sich auf verbesserte Fundamentaldaten, das Engagement großer Finanzunternehmen und die US-Verschuldung.
Short-Squeeze treibt Bitcoin über 85.000 US-Dollar
Bitcoin stieg laut wallstreetONLINE zeitweise über 85.000 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar. Innerhalb einer Stunde wurden Krypto-Positionen im Wert von 313 Millionen US-Dollar liquidiert.
Am Montagnachmittag lag Bitcoin mehr als 5,3 Prozent im Plus. Seit Beginn der Rallye am Freitag summierte sich der Kursanstieg innerhalb von vier Tagen auf über 11 Prozent.
Trotz der Erholung blieb Bitcoin deutlich von seinem Rekordhoch entfernt. Im Oktober 2025 hatte die Kryptowährung bei rund 126.000 US-Dollar ein Allzeithoch erreicht. Vom Rekordniveau fehlten weiterhin mehr als 30 Prozent.
| Vermögenswert | Entwicklung laut Quelle |
|---|---|
| Bitcoin | über 85.000 US-Dollar; mehr als 5,3 Prozent am Montagnachmittag |
| Bitcoin-Rallye seit Freitag | über 11 Prozent innerhalb von vier Tagen |
| Ethereum | plus 5,9 Prozent auf 2.725 US-Dollar |
| XRP | plus 8,3 Prozent auf 1,49 US-Dollar |
| Liquidationen innerhalb einer Stunde | 313 Millionen US-Dollar |
| Liquidationen innerhalb von 24 Stunden | mehr als 700 Millionen US-Dollar |
Auch andere Kryptowährungen legten zu. Ethereum stieg um 5,9 Prozent auf 2.725 US-Dollar, während XRP um 8,3 Prozent auf 1,49 US-Dollar zulegte.
Den Daten von CoinGlass zufolge entfielen mehr als 300 Millionen US-Dollar der Liquidationen auf Short-Positionen. Das entsprach 96 Prozent des gesamten Liquidationsvolumens.
Allein bei Bitcoin wurden innerhalb dieser Stunde Positionen im Wert von etwa 226 Millionen US-Dollar geschlossen. Bei Ethereum waren es knapp 59 Millionen US-Dollar. Über einen Zeitraum von 24 Stunden summierten sich die Liquidationen auf mehr als 700 Millionen US-Dollar.
Marktbeobachter diskutieren nun, ob der sogenannte Krypto-Winter beendet ist. Matt Hougan von Bitwise erklärte laut wallstreetONLINE, der Krypto-Winter sei vorbei, und erwartete den stärksten und längsten Bullenmarkt in der Geschichte des Kryptomarktes.
Auch Analysten von BTIG äußerten sich zuversichtlich. Solange Bitcoin die Marke von 75.000 US-Dollar hält, sehen sie weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung 90.000 US-Dollar.
Nach Einschätzung Hougans könnte außerdem eine Kapitalrotation aus KI-Aktien in Kryptowährungen für Rückenwind sorgen. Als weitere Fundamentalfaktoren werden eine höhere Blockchain-Aktivität und das zunehmende Engagement großer Finanzkonzerne wie BlackRock genannt.
Infobox – wallstreetONLINE: Bitcoin stieg über 85.000 US-Dollar, während Short-Liquidationen den Anstieg beschleunigten. BTIG sieht bei einem Halten von 75.000 US-Dollar weiteres Potenzial in Richtung 90.000 US-Dollar.
Bitcoin Suisse hinterfragt die klassische 60:40-Portfolioaufteilung
Bitcoin Suisse stellt laut dpn Magazin die traditionelle Trennung zwischen Aktien und Staatsanleihen infrage. Der „Crypto Wealth Management Report 2026 (WMR)“ untersucht, ob der Anleiheanteil einer klassischen 60:40-Struktur weiterhin uneingeschränkt als verlässliche Diversifikationsquelle gilt.
Der Bericht beschäftigt sich außerdem mit der Frage, aus welchem Teil eines Portfolios eine strategische Bitcoin-Allokation finanziert werden sollte. Untersucht wird, ob eine solche Position eher aus Aktien oder aus Anleihen stammen sollte.
Bitcoin Suisse zufolge verliert die klassische Aufteilung an Verlässlichkeit. Der Report berücksichtigt dabei fiskalische Risiken bei US-Staatsanleihen und den KI-Investitionsboom.
Infobox – dpn Magazin: Der „Crypto Wealth Management Report 2026“ hinterfragt die Rolle von Staatsanleihen in einer traditionellen 60:40-Struktur und analysiert die mögliche Einordnung einer strategischen Bitcoin-Allokation.
Sources: