Bitcoin-Mining: Wasserleck, Milliarden-Cloud und neuer Desktop-Miner
Autor: Mining Provider Editorial Staff
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Kategorie: News
Zusammenfassung: A Bitcoin mine in Oklahoma closed after a massive water leak, while Germany’s Schwarz Group invests €5.6 billion in a new data center. AGM Group and HashBeaver are developing a desktop Bitcoin miner combining ASIC hardware, DePIN connectivity, and AI management.
Bitcoin-Mining zwischen Wasserleck und Desktop-Infrastruktur
Bitcoin-Rechenzentrum in Oklahoma muss nach Wasserleck schließen
In El Reno im US-Bundesstaat Oklahoma hat ein Leck in einer Bitcoin-Mining-Anlage gravierende Folgen ausgelöst. Nach einem Bericht von „Tom’s Hardware“, der sich auf den Fernsehsender KOCO beruft, versickerten schätzungsweise drei Millionen Gallonen Wasser, also etwa 11.356.229 Liter, unkontrolliert im Boden.
Die Wassermenge entspricht laut CHIP rund viereinhalb olympischen Schwimmbecken mit jeweils 2,5 Millionen Litern. Die Beeinträchtigung der regionalen Versorgung war dem Bericht zufolge so stark, dass Schulen, Geschäfte und Behörden vorübergehend schließen mussten.
Das Rechenzentrum wurde von Athlon Blockchain LLC betrieben. Laut „Tom’s Hardware“ hätte der Standort bereits zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht mehr in Betrieb sein dürfen, weil die Stadt El Reno schon 2023 eine offizielle Einstellungsverfügung erlassen hatte.
Als Gründe wurden erhebliche Mängel beim Brandschutz und abgelaufene wichtige Genehmigungen genannt. Dennoch sollen die Verantwortlichen den Standort unerlaubt weiter betrieben und die technische Ausstattung in Containern untergebracht haben.
Die Stadtverwaltung von El Reno kündigte finanzielle und rechtliche Schritte gegen das Unternehmen an. Nach Angaben von „Tom’s Hardware“ soll die Kommune versuchen, alle Kosten und Ausgaben im Zusammenhang mit dem Wasserleck vom Eigentümer zurückzufordern, einschließlich der städtischen Ressourcen, die zur Lokalisierung und Behebung des Lecks eingesetzt wurden.
Nach Angaben der Stadt sollen die durch den Wasserschaden auf dem Gelände entstandenen Kosten nicht an die Bürger weitergegeben werden.
| Standort | El Reno, Oklahoma |
| Ausgetretene Wassermenge | drei Millionen Gallonen |
| Wassermenge in Litern | etwa 11.356.229 Liter |
| Vergleichsgröße | rund viereinhalb olympische Schwimmbecken |
| Bekannte Einstellungsverfügung | 2023 |
Infobox: Das Bitcoin-Rechenzentrum von Athlon Blockchain LLC in El Reno musste nach einem Wasserleck mit schätzungsweise drei Millionen Gallonen beziehungsweise etwa 11.356.229 Litern Wasser schließen. Die Stadt will die entstandenen Kosten vom Eigentümer zurückfordern.
Schwarz-Gruppe investiert 5,6 Milliarden Euro in Rechenzentrum nahe Rostock
CHIP berichtet zugleich über den Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur in Deutschland. Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, investierte 5,6 Milliarden Euro in ein neues Rechenzentrum bei Dummerstorf nahe Rostock.
Bis 2033 soll dort ein Datacenter mit einer zunächst geplanten Leistung von 240 Megawatt entstehen. Das Rechenzentrum soll vor allem die digitalen Geschäfte der Schwarz-Gruppe absichern und die IT-Sparte Schwarz Digits als europäische Alternative zu großen US-Cloudanbietern stärken.
Zu den zunächst verarbeiteten Daten sollen Informationen aus Bestellungen, Lieferprozessen, Bezahlvorgängen und Kundenbindungsprogrammen gehören. Bis 2045 könnte die Anlage auf eine Leistung von bis zu einem Gigawatt erweitert werden.
Während der Bauphase sollen Tausende Arbeitsplätze entstehen. Nach der Fertigstellung sollen rund 120 hochqualifizierte Beschäftigte am Standort arbeiten.
| Investition | 5,6 Milliarden Euro |
| Standort | Dummerstorf nahe Rostock |
| Zunächst geplante Leistung | 240 Megawatt |
| Geplante Fertigstellung | 2033 |
| Mögliche Leistung bis 2045 | bis zu einem Gigawatt |
| Beschäftigte nach Fertigstellung | rund 120 hochqualifizierte Beschäftigte |
Infobox: Die Schwarz-Gruppe plant bei Dummerstorf zunächst ein Datacenter mit 240 Megawatt Leistung. Die Investition beträgt 5,6 Milliarden Euro; bis 2045 ist eine Erweiterung auf bis zu einem Gigawatt möglich.
AGM Group und HashBeaver entwickeln Desktop-Miner mit DePIN- und KI-Funktionen
Die AGM Group Holdings Inc. hat gemeinsam mit HashBeaver ein Projekt für ein Desktop-Gerät angekündigt, das Bitcoin-Mining mit der Anbindung an dezentrale physische Infrastrukturnetzwerke, kurz DePIN, und einem KI-gestützten Gerätemanagement verbinden soll. Darüber berichten Investing.com Deutsch und MarketScreener Deutschland.
Das Produkt ist für den Einsatz in privaten Haushalten und Büros vorgesehen. Es soll einen speziell entwickelten anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis, einen ASIC, verwenden, um SHA-256-Hashing für das Bitcoin-Mining auszuführen.
Zu den geplanten Softwarefunktionen gehören die Geräteidentifikation, die Fernverwaltung, die Verifizierung von Betriebsdaten, die Anbindung an Mining-Pools und eine KI-gestützte Zeitplanung. MarketScreener Deutschland beschreibt das Vorhaben als Desktop-DePIN-Node für dezentrale digitale Infrastruktur.
Das Gerät soll aus drei miteinander verbundenen Funktionsebenen bestehen: einer Bitcoin-Rechenebene, einer DePIN-Konnektivitätsebene und einer KI-gestützten Verwaltungsebene. Die Bitcoin-Rechenebene soll über den speziell entwickelten ASIC-Chip SHA-256-Rechenleistung bereitstellen.
Die DePIN-Konnektivitätsebene soll für jede Node eine eigenständige digitale Identität und ein Geräteprofil einrichten. Dort sollen unter anderem Online-Status, Betriebszeit, Hashrate-Performance, Stromverbrauch und weitere verifizierbare Betriebsdaten erfasst werden.
Die KI-gestützte Verwaltungsebene soll Betriebsdaten, Umgebungstemperatur, Netzwerkbedingungen und Nutzereinstellungen auswerten. Damit sollen Anpassungen beim Stromverbrauch, bei der thermischen Leistung, beim Geräuschpegel und bei den Betriebsmodi unterstützt werden.
- Empfehlungen für Stromverbrauchs- und Energiesparmodi
- Optimierung von Temperatur- und Lüftersteuerung
- Erkennung anormaler Zustände und Fehlwarnungen
- Betriebsempfehlungen auf Basis lokaler Strompreise und bevorzugter Betriebszeiten
- Analysen zur Mining-Pool-Anbindung und zum Netzwerkstatus
- Fernverwaltung mehrerer Geräte
- Node-Scheduling
- Software-Schnittstellen für künftige DePIN- und KI-Infrastrukturdienste
Der ASIC-Chip ist nach Angaben der Unternehmen nicht für das allgemeine Training oder die Inferenz von KI-Modellen ausgelegt. Die lokale spezialisierte Rechenkapazität der ersten Generation ist in erster Linie für das SHA-256-Bitcoin-Mining vorgesehen.
Infobox: AGM Group Holdings Inc. und HashBeaver entwickeln einen Desktop-DePIN-Node für Bitcoin-Mining. Vorgesehen sind ein ASIC für SHA-256-Hashing, DePIN-Konnektivität sowie KI-gestützte Funktionen für Energieverbrauch, Temperatur, Betriebszeiten und Gerätemanagement.
Aufgabenteilung zwischen AGM Group und HashBeaver
HashBeaver soll sich auf die Entwicklung des ASIC-Chips, die Algorithmenentwicklung, die Firmware-Optimierung und die Anbindung an Mining-Pools konzentrieren. Zusätzlich ist das Unternehmen für Node-Software sowie die geplante Anbindung an DePIN-Netzwerke und KI-Computing-Serviceplattformen vorgesehen.
AGM Group Holdings Inc. bringt nach den Angaben Erfahrung in Server-Engineering, Systemdesign, Thermik-Engineering, Hardware-Integration, Zuverlässigkeitstests und globalem Lieferkettenmanagement ein. Zu den Aufgaben gehören außerdem Produkt- und Systemarchitektur, Schaltungs- und Stromversorgungsdesign, Thermomanagement sowie die Auswahl zentraler Komponenten.
Weitere Verantwortungsbereiche der AGM Group sind langfristige Zuverlässigkeitstests, die Architektur für Gerätemanagement und Fernbetrieb, Qualitätsmanagement in der Fertigung, die Koordination der globalen Lieferkette sowie die Planung der internationalen Zertifizierung und Markteinführung.
Die Unternehmen wollen damit spezialisierte Rechenhardware zugänglicher machen. Nutzer sollen ein physisches Gerät digitaler Infrastruktur besitzen, betreiben und verwalten können, anstatt sich ausschließlich auf cloudbasierte Dienste zu stützen.
| HashBeaver | ASIC-Chip, Algorithmen, Firmware, Mining-Pool-Technologie, Node-Software und geplante DePIN-Anbindungen |
| AGM Group Holdings Inc. | Systemengineering, Systemdesign, Thermik, Hardwareintegration, Tests, Lieferkette und Markteinführung |
Infobox: HashBeaver übernimmt vor allem chip- und softwarebezogene Aufgaben. AGM Group Holdings Inc. konzentriert sich auf Systemengineering, Hardware, Thermik, Zuverlässigkeit, Fertigung, Lieferkette und internationale Markteinführung.
Pilotproduktion und offene Produktdetails
Der Desktop-DePIN-Knoten befindet sich laut Investing.com Deutsch derzeit in der Pilotproduktionsphase. Weitere Informationen zu den endgültigen Spezifikationen, den unterstützten Mining-Pools und DePIN-Netzwerken, der unverbindlichen Preisempfehlung, den ersten verfügbaren Ländern und Regionen sowie den Vorverkaufszeitplänen sollen veröffentlicht werden, sobald Produkttests und Zertifizierungsprozesse weiter fortgeschritten sind.
MarketScreener Deutschland berichtet, dass das Gerät nach Abschluss der relevanten Softwareentwicklung und technischen Integration an das HashBeaver-Ökosystem sowie an unterstützte DePIN-Netzwerke von Drittanbietern angebunden werden kann. Anbindungen an Netzwerke Dritter, digitale Incentive-Programme oder Node-Vergütungsmechanismen sollen den jeweiligen Netzregeln, der technischen Verifizierung sowie den geltenden Gesetzen und Vorschriften unterliegen.
Die Unternehmen weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Produkt keine Garantie für Bitcoin-Mining-Ertrag, Node-Belohnungen oder einen wirtschaftlichen Ertrag bietet. Die tatsächlichen Betriebsergebnisse hängen laut Investing.com Deutsch unter anderem von der Schwierigkeit des Bitcoin-Netzwerks, der Leistung des Mining-Pools, der Betriebszeit des Geräts, den Strompreisen und den Marktbedingungen ab.
- Endgültige Produktspezifikationen sind noch nicht veröffentlicht.
- Unterstützte Mining-Pools und DePIN-Netzwerke sollen noch bekannt gegeben werden.
- Die unverbindliche Preisempfehlung ist noch offen.
- Erste verfügbare Länder und Regionen stehen noch nicht fest.
- Vorverkaufszeitpläne sollen später veröffentlicht werden.
- Eine Garantie für Mining-Ertrag, Node-Belohnungen oder wirtschaftlichen Ertrag besteht nicht.
Infobox: Der Desktop-DePIN-Knoten befindet sich in der Pilotproduktionsphase. Preis, Verfügbarkeit, unterstützte Netzwerke und Vorverkaufszeitpläne sind noch offen; eine Garantie für Erträge oder Belohnungen gibt es nicht.
Sources: