Bitcoin-Mining wandelt sich: Expansion, KI-Ausbau und neue Risiken
Autor: Mining Provider Editorial Staff
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Bitcoin miners are expanding into AI infrastructure while cutting costs, but remain financially strained; a proposed BLAKE2b hard fork could further divide the network.
Bitcoin-Mining zwischen Expansion, Effizienz und KI-Infrastruktur
Der Bitcoin-Mining-Sektor steht Ende August 2026 im Zeichen einer strategischen Neuausrichtung. Mehrere Unternehmen reduzieren oder verlagern Mining-Kapazitäten, investieren zugleich in neue Rechenzentren und prüfen Geschäftsmodelle rund um künstliche Intelligenz.
Bitdeer erweitert Hashrate und plant KI-Kapazitäten
Simply Wall St berichtet, dass die verwaltete Hash-Rate der Bitdeer Technologies Group im Juli 81,7 EH/s erreichte. Gleichzeitig stieg die selbst geschürfte Bitcoin-Ausbeute auf 990.
Darüber hinaus unterzeichnete Bitdeer eine Co-Mining-Vereinbarung über 28 MW an Ausrüstung im windbetriebenen Projekt Kati 1 von Soluna in Texas. Die Vereinbarung soll eine gehostete Kapazität von rund 1,93 EH/s hinzufügen, ohne dass Bitdeer den Standort oder das Kraftwerk vollständig besitzt.
Parallel dazu skizzierte Bitdeer Pläne für eine kundenfinanzierte KI-Cloud-Rechenzentrumskapazität von 350 MW bis Anfang 2028. Damit könnte die KI-Infrastruktur neben dem Bitcoin-Mining zu einer wachsenden Säule des Geschäftsmodells werden.
Nach Einschätzung von Simply Wall St hängt die Investmentthese davon ab, ob Bitdeer Bitcoin-Mining, eigene ASICs und KI-Infrastruktur trotz derzeitiger Verluste und hoher Kapitalintensität in nachhaltige Cash-Generierung überführen kann. Die 81,7 EH/s und 990 selbst geschürften Bitcoins gelten als kurzfristige Wachstumstreiber, lösen jedoch nicht das Finanzierungsrisiko großer Strom- und Rechenzentrumsprojekte.
Simply Wall St nennt für Bitdeer eine Prognose von 1,9 Milliarden US-Dollar Umsatz und 229,7 Millionen US-Dollar Gewinn bis 2029. Dafür wären ein jährliches Umsatzwachstum von 36,9 % und eine Gewinnsteigerung um 428,9 Millionen US-Dollar gegenüber den derzeitigen -199,2 Millionen US-Dollar erforderlich.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Verwaltete Hash-Rate im Juli | 81,7 EH/s |
| Selbst geschürfte Bitcoins | 990 |
| Co-Mining-Vereinbarung | 28 MW |
| Zusätzliche gehostete Kapazität | rund 1,93 EH/s |
| Geplante KI-Cloud-Kapazität bis Anfang 2028 | 350 MW |
| Umsatzprognose bis 2029 | 1,9 Milliarden US-Dollar |
| Gewinnprognose bis 2029 | 229,7 Millionen US-Dollar |
| Fairer Wert laut Simply Wall St | 21,52 US-Dollar |
| Aufwärtspotenzial laut Simply Wall St | 109 % |
Infobox: Bitdeer kombiniert eine verwaltete Hash-Rate von 81,7 EH/s mit einer geplanten KI-Cloud-Kapazität von 350 MW bis Anfang 2028. Die Expansion erhöht jedoch zugleich den Kapital- und Finanzierungsbedarf.
Cango senkt Mining-Umfang und verbessert Stückkosten
TradingKey berichtet für Cango Inc. im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 50,8 Mio. US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 139,8 Mio. US-Dollar entsprach dies einem Rückgang von etwa 64 %.
Der Nettoverlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen belief sich auf 81,6 Mio. US-Dollar. Der verwässerte Verlust pro Stammaktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen verringerte sich von 8,26 US-Dollar auf 1,99 US-Dollar.
Das bereinigte EBITDA drehte dagegen von einem Gewinn von 102,5 Mio. US-Dollar auf einen Verlust von 10,7 Mio. US-Dollar. TradingKey führt die Verbesserung des ausgewiesenen Verlusts vor allem auf geringere Wertminderungen bei Mining-Geräten zurück.
Die Wertminderung auf Mining-Geräte sank von 256,9 Mio. US-Dollar auf 42,9 Mio. US-Dollar. Zusätzlich verzeichnete Cango im Quartal einen Abgangsverlust von 8,5 Mio. US-Dollar.
Das Bitcoin-Mining trug 47,4 Mio. US-Dollar zum Quartalsumsatz bei, während sonstige Erlöse 3,4 Mio. US-Dollar ausmachten. Der Umsatz gegenüber dem ersten Quartal 2026 ging um rund 50 % zurück, nachdem Cango die operative Hashrate reduziert, ältere Geräte der S19-Serie ausgemustert und Teile der Kapazität in ein gehostetes Leasing-Modell überführt hatte.
Cango schürfte im Quartal 656 Bitcoins. Die operative Hashrate lag am 30. Juni bei 27,58 EH/s und setzte sich aus 19,84 EH/s Eigenmining-Kapazität sowie 7,74 EH/s geleaster Kapazität zusammen.
Durch den angepassten Flottenmix sanken die durchschnittlichen Cash-Kosten pro Bitcoin im Vergleich zum Vorquartal um etwa 5 % auf 73.313 US-Dollar. Die niedrigeren Stückkosten gingen jedoch mit einem geringeren Mining-Umfang und einem negativen bereinigten EBITDA einher.
KI-Rechenzentrum in Georgia soll ab dem dritten Quartal Umsatz erzielen
Cango trieb außerdem den Aufbau seiner KI-Recheninfrastruktur voran. Der Standort im US-Bundesstaat Georgia schloss den Umbau Anfang Juli ab und kann bis zu 3 Megawatt unterstützen.
Containereinheiten wurden installiert, während die GPU-Hardware schrittweise eintraf. Das Management erklärte, dass der Standort bereits Kunden einarbeite und ab dem dritten Quartal Umsätze durch Bare-Metal-GPU-Hosting und Colocation-Dienste verbucht werden sollen.
Die Bilanz blieb angespannt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen von 7,2 Mio. US-Dollar Ende März auf 10,1 Mio. US-Dollar, während Cango 1.056 Bitcoins in Reserve hielt.
Die Mining-Geräte wurden mit einem Nettobuchwert von 58,7 Mio. US-Dollar ausgewiesen. Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen lagen bei 31,2 Mio. US-Dollar gegenüber 30,6 Mio. US-Dollar im März; zusätzlich bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten von 8,0 Mio. US-Dollar und eine Wandelschuldverschreibung über 10,0 Mio. US-Dollar.
- Umsatz im zweiten Quartal 2026: 50,8 Mio. US-Dollar
- Mining-Umsatz: 47,4 Mio. US-Dollar
- Geschürfte Bitcoins: 656
- Operative Hashrate am 30. Juni: 27,58 EH/s
- Cash-Kosten pro Bitcoin: 73.313 US-Dollar
- Liquide Mittel zum Quartalsende: 10,1 Mio. US-Dollar
- Bitcoin-Reserve: 1.056 Bitcoins
Infobox: Cango verbessert die Cash-Kosten pro Bitcoin auf 73.313 US-Dollar, bleibt aber mit einem bereinigten EBITDA-Verlust von 10,7 Mio. US-Dollar unprofitabel. Der KI-Standort in Georgia kann bis zu 3 Megawatt unterstützen und soll ab dem dritten Quartal Umsätze liefern.
Hard Fork am 1. September stellt Bitcoin-Halter vor praktische Fragen
Yahoo Finanzen Deutschland und Yellow.com berichten über einen von Luke Dashjr unterstützten Bitcoin-Hard-Fork am 1. September. Die geplante Abspaltung soll den Proof-of-Work-Algorithmus auf BLAKE2b umstellen, den aktuelle Bitcoin-Mining-Geräte beziehungsweise herkömmliche Bitcoin-ASICs nicht ausführen können.
Luke Dashjr trat als Vorsitzender und Chief Technology Officer des Bitcoin-Mining-Pools OCEAN zurück. OCEAN kaufte zudem sämtliche Anteile von Dashjr zurück.
Der Rücktritt folgte auf einen schwierigen August für den Pool. Die OCEAN-Hashrate brach um 96 % ein, nachdem die Rechenleistung der Kunden etwa 18 Stunden lang auf eine Minderheiten-Blockchain gelenkt worden war, ohne dass die Miner eindeutig zugestimmt hatten.
Der von Dashjr unterstützte Anti-Spam-Soft-Fork BIP-110 hätte 55 % Unterstützung der Miner benötigt. Das Signalisieren erreichte laut Yahoo Finanzen Deutschland maximal 2,53 %; nach zwei Blöcken kam die zugehörige Blockchain zum Stillstand.
Dashjr argumentiert, dass die Dezentralität beim Blockbau von Bitcoin bereits vor einigen Jahren verloren gegangen sei. BLAKE2b solle ASICBoost entfernen, eine Abkürzung, die großen Minern nach seiner Darstellung einen Effizienzvorteil verschaffe, und konzentrierte Mining-Power bestrafen.
„Spamcoin“
Mit dieser Bezeichnung beschreibt Dashjr die bestehende Bitcoin-Blockchain. Adam Back bezeichnete BIP-110 im Juli als „Idiokratie“, während David Schwartz die Aussage, das Netzwerk stehe unter Angriff, als Unsinn zurückwies.
Für Bitcoin-Halter stehen insbesondere das Replay-Risiko und die Frage im Mittelpunkt, welcher Blockchain die Wallet folgt. Dashjr empfiehlt eine Light-Wallet statt eines Full Node.
Eine Umstellung beim Proof-of-Work erzeugt einen eigenen Coin. Anschließend muss der Markt bewerten, welche Blockchain einen Wert bietet und ob die Abspaltung ausreichend Miner-Unterstützung erhält.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Geplanter Termin der Abspaltung | 1. September |
| Mining-Algorithmus | BLAKE2b |
| Rückgang der OCEAN-Hashrate im August | 96 % |
| Umleitung der Kunden-Hashrate | etwa 18 Stunden |
| Erforderliche Unterstützung für BIP-110 | 55 % |
| Maximale Signalisierung für BIP-110 | 2,53 % |
| Unterstützung des vorherigen Fork-Versuchs | nie mehr als 3 % |
Infobox: Der Hard Fork soll am 1. September auf BLAKE2b wechseln. Entscheidend sind die tatsächliche Hashrate, die Unterstützung durch Miner sowie der Umgang mit Replay-Risiken und der Wallet-Zuordnung.
Bitcoin-Rally erhält Impulse durch ETF-Zuflüsse und Short-Liquidationen
Das Krypto Magazin fasst mehrere Marktberichte zusammen, nach denen Bitcoin im August eine kräftige Erholung verzeichnete. Finanzen.net zufolge notierte der Kurs bei rund 80.000 US-Dollar und überschritt im Wochenverlauf 81.000 Dollar.
Im August stand damit ein Plus von rund 23 Prozent zu Buche, der stärkste Monat seit 2017. Ausgehend von knapp 63.000 US-Dollar am 14. August stieg Bitcoin zunächst auf über 79.000 Dollar und am 28. August bis auf gut 81.000 Dollar.
US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten laut Finanzen.net an acht Handelstagen in Folge Zuflüsse von zusammen 2,8 Milliarden Dollar. Im gesamten August summierten sich die Zuflüsse auf über drei Milliarden Dollar.
Gleichzeitig wurden bis Freitag mehr als vier Milliarden Dollar an bärischen Krypto-Positionen liquidiert. Alex Kuptsikevich von FxPro führte die Rally maßgeblich auf Short-Eindeckungen nach wochenlangem, extrem engem Handel zurück.
Als zusätzlichen Impuls nennt der Bericht eine Ankündigung des US-Finanzministers Scott Bessent. Die maximale Rückkaufgröße für Staatsanleihen mit zehn-, zwanzig- und dreißigjähriger Laufzeit sollte von zuvor zwei auf mindestens vier Milliarden Dollar je Operation erhöht werden.
Nach der Ankündigung fiel die Rendite dreißigjähriger US-Papiere zunächst um neun Basispunkte, während Bitcoin sieben Prozent und Gold vier Prozent zulegten. Der Dollar fiel auf ein Dreimonatstief.
Charttechnische Marken und Ausblick auf 100.000 Dollar
Finanzen.net zufolge überwand Bitcoin die 50-Tage-Linie bei 64.518 Dollar und die 200-Tage-Linie bei 68.962 Dollar. Die 200-Tage-Linie wurde damit erstmals seit neun Monaten wieder überschritten.
Als nächste wichtige Hürde nennt der Bericht 82.814 Dollar, das Mai-Hoch. Auf der Unterseite wurde die 200-Tage-Linie bei 69.275 Dollar als erste Auffanglinie genannt; darunter gilt weiterhin die Marke von 58.000 Dollar als Verteidigungslinie.
Das Verlaufstief vom 1. Juli lag exakt bei 57.740 Dollar. Die aggregierte Kostenbasis aller Anleger wurde mit 54.000 Dollar angegeben.
Der Vermögensverwalter 21Shares hält laut Finanzen.net am Basisszenario einer Erholung auf 100.000 Dollar bis Ende 2026 fest. Vom aktuellen Niveau aus wären dafür rund 25 Prozent erforderlich.
| Marktangabe | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs laut Finanzen.net | rund 80.000 US-Dollar |
| Wochenhoch | über 81.000 Dollar |
| August-Entwicklung | rund 23 Prozent |
| ETF-Zuflüsse an acht Handelstagen | 2,8 Milliarden Dollar |
| ETF-Zuflüsse im August | über drei Milliarden Dollar |
| Liquidierte bärische Krypto-Positionen | mehr als vier Milliarden Dollar |
| Mai-Hoch | 82.814 Dollar |
| 50-Tage-Linie | 64.518 Dollar |
| 200-Tage-Linie | 68.962 Dollar |
| Weitere genannte 200-Tage-Linie | 69.275 Dollar |
| Verteidigungslinie | 58.000 Dollar |
| Verlaufstief vom 1. Juli | 57.740 Dollar |
| Aggregierte Kostenbasis | 54.000 Dollar |
Infobox: ETF-Zuflüsse von zusammen 2,8 Milliarden Dollar an acht Handelstagen und mehr als vier Milliarden Dollar an Short-Liquidationen stützten die Erholung. Die Marke von 82.814 Dollar gilt laut Finanzen.net als nächste wichtige Hürde.
Asiatisches Kapital als möglicher Treiber des nächsten Bitcoin-Zyklus
BTC-ECHO berichtet über den von Metaplanet-Chef Simon Gerovich ausgerufenen „ersten asiatischen Bitcoin-Zyklus“. Seine These basiert auf dem bislang begrenzten Zugang asiatischen Kapitals zu Bitcoin und dem daraus abgeleiteten Nachfragepotenzial.
Japanische Haushalte hielten laut BTC-ECHO etwa 14 Billionen US-Dollar an Finanzaktiva. Die Hälfte davon liege beinahe unverzinst auf Bankkonten.
Als weitere mögliche Treiber nennt der Bericht Inflation und den schwachen Yen. Gleichzeitig senke Japan die Ertragssteuer auf Bitcoin von bis zu 55 Prozent auf 20 Prozent.
Metaplanet habe sich laut BTC-ECHO von einem kriselnden Hotelgeschäft zu einer Bitcoin-Treasury entwickelt. Vor drei Jahren habe das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von nur 14 Millionen US-Dollar gehabt; durch den Aufkauf von mittlerweile 43.000 BTC sei Metaplanet zur drittgrößten börsennotierten Bitcoin-Treasury der Welt geworden.
Metaplanet expandierte außerdem in die USA und erwarb 96 Prozent der Super League Enterprise. Für die Übernahme setzte das Unternehmen 2.100 BTC aus der eigenen Bilanz ein.
Mitte August erklärte Gerovich nach Spekulationen über größere Bitcoin-Verschiebungen, dass innerhalb von 24 Stunden 5.014 BTC zwischen Verwahrungsadressen von Metaplanet transferiert worden seien. Es seien keine Bitcoin verkauft worden.
Das Unternehmen hält laut BTC-ECHO an dem Ziel fest, den eigenen BTC-Bestand bis Ende 2027 auf 210.000 Coins auszubauen. Gerovich betrachtet Bitcoin auf der Bilanz als produktives Kapital.
Infobox: BTC-ECHO sieht in japanischen Finanzaktiva von etwa 14 Billionen US-Dollar, einer möglichen Senkung der Bitcoin-Ertragssteuer von bis zu 55 Prozent auf 20 Prozent und Metaplanets Akkumulationsstrategie mögliche Bausteine eines asiatisch geprägten Bitcoin-Zyklus.
IREN: Markt unterschätzt laut Analyse Kostenposition und Ausbau
Ariva berichtet über einen Analysebeitrag von Seeking Alpha, nach dem die Aktie des Bitcoin-Miningspezialisten IREN derzeit zu pessimistisch bewertet werde. Als mögliche Gründe für ein Aufwärtspotenzial nennt die Analyse eine starke Kostenposition und einen massiven Kapazitätsausbau.
IREN betreibt laut dem Bericht energieeffiziente Rechenzentren und nutzt überwiegend günstige, oft erneuerbare Energiequellen. Das Geschäftsmodell hängt maßgeblich von Bitcoin-Erlösen, Netzwerk-Schwierigkeit, Hashrate, Energiepreisen und dem Bitcoin-Spotpreis ab.
Seeking Alpha hebt die im Branchenvergleich attraktive Kostenbasis hervor. Niedrige Stromkosten je Miningeinheit könnten in Phasen sinkender Bitcoinpreise einen Puffer für Margen und Cashflow bieten.
IREN investiert zudem in zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten und neue Mining-Hardware. Die höhere Gesamt-Hashrate soll die absolute Bitcoin-Produktion steigern und die Fixkostenbasis verdünnen.
Der Markt preise laut der Analyse ein Szenario mit steigenden Energiepreisen, zunehmender Mining-Schwierigkeit und einem langfristig nur moderat wachsenden oder fallenden Bitcoinpreis ein. Daraus resultierten stark diskontierte Multiplikatoren und ein hoher Risikoabschlag.
Gleichzeitig weist der Beitrag auf regulatorische Eingriffe, mögliche Beschränkungen energieintensiver Mining-Aktivitäten, die hohe Bitcoin-Volatilität sowie technologische und wettbewerbliche Risiken hin. Das Geschäftsmodell bleibe kapitalintensiv und zyklisch, da Investitionen in Hardware und Infrastruktur über unsichere Mining-Erträge refinanziert werden müssten.
„The market is too pessimistic“
Mit diesem Satz wird der zentrale Tenor der Seeking-Alpha-Analyse wiedergegeben. Für konservative Anleger bleibt IREN laut der Einordnung von Ariva trotz der Chancen ein spekulatives Satelliteninvestment und keine Kernposition im Depot.
- Chancen: attraktive Kostenbasis und energieeffiziente Rechenzentren
- Chancen: Ausbau zusätzlicher Rechenzentrumskapazitäten und Mining-Hardware
- Risiken: regulatorische Eingriffe und Beschränkungen energieintensiver Mining-Aktivitäten
- Risiken: hohe Bitcoin-Kursvolatilität und zyklische Cashflows
- Risiken: Kapitalbedarf für Hardware und Infrastruktur
Infobox: Seeking Alpha sieht IREN als zu pessimistisch bewertet und verweist auf Kosten- und Skalenvorteile. Ariva ordnet die Aktie dennoch als spekulatives Satelliteninvestment mit regulatorischen, zyklischen und volatilitätsbedingten Risiken ein.
Pressespiegel: Expansion trifft auf Finanzierungs- und Technologierisiken
Die ausgewerteten Quellen zeichnen ein einheitliches Bild eines Mining-Sektors im Wandel. Bitdeer und Cango verbinden Bitcoin-Mining mit KI-Recheninfrastruktur, während IREN auf energieeffiziente Skalierung und zusätzliche Kapazitäten setzt.
Gleichzeitig bleiben die Unternehmen von Bitcoin-Preis, Netzwerkbedingungen, Energiepreisen und Finanzierung abhängig. Bei Cango zeigt sich, dass geringere Stückkosten nicht automatisch zu operativer Profitabilität führen, während Bitdeer trotz wachsender Hashrate mit der Finanzierung umfangreicher Projekte konfrontiert ist.
Auf Ebene des Bitcoin-Netzwerks sorgt der geplante Hard Fork am 1. September für zusätzliche Unsicherheit. Die Abspaltung auf BLAKE2b muss zunächst ausreichende Miner-Unterstützung gewinnen, während Halter Replay-Risiken und die Wallet-Zuordnung beachten müssen.
Zusammenfassung: Der Mining-Markt erweitert seine Geschäftsmodelle um KI-Infrastruktur und setzt auf Effizienzgewinne. Die Quellen betonen jedoch weiterhin hohe Kapitalanforderungen, unprofitable operative Ergebnisse, regulatorische Unsicherheiten, Bitcoin-Volatilität und technische Risiken durch den geplanten Hard Fork.
Sources:
- Wandelt Bitdeer (BTDR) sein Bitcoin-Mining-Konzept still und leise in eine KI-Infrastrukturplattform um?
- Bitcoin-Halter stehen am 1. September vor einem Hard Fork: Das ändert sich wirklich
- Cango Q2 2026 Ergebnisse: Mining-Neuausrichtung senkt Umsatz und Stückkosten
- Bitcoin-Anleger vor Hard Fork am 1. September unter Federführung von Luke Dashjr
- IREN: Warum der Markt die Chancen des Bitcoin-Miningspezialisten unterschätzt - 31.08.26 - News
- Bitcoin-Rally trifft auf Steuerdebatte, ETF-Zuflüsse und Hard-Fork-Streit