Bitcoin-Mining im Wandel: Reinvestitionen, KI-Ausbau und sinkende Hashrate

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: The article covers reinvestment-driven Bitcoin mining, Hyperscale Data’s shift from mining to AI infrastructure, and a potential first hash-rate bear market.

Bitcoin-Mining zwischen Zinseszins, KI-Infrastruktur und sinkenden Reserven

BTC-ECHO: Automatisiertes Reinvestieren soll Mining-Erträge skalieren

BTC-ECHO beschreibt in einem Beitrag den Zinseszinseffekt beim Bitcoin-Mining und stellt dabei das Modell von Infinity Hash vor. Die zentrale Aussage lautet, dass Mining-Erträge nur dann wachsen, wenn sie reinvestiert werden. Werden die Erträge regelmäßig entnommen, bleibt die eigene Hashrate konstant, während die globale Hashrate und die Difficulty steigen können. Dadurch sinkt der eigene Anteil an der Bitcoin-Produktion.

Nach Darstellung von BTC-ECHO altert die Hardware, während das Netzwerk weiter wächst. Geräte, die bei ihrer Anschaffung zur Spitzenklasse gehörten, können nach wenigen Jahren wirtschaftlich nicht mehr konkurrenzfähig sein. Für private Anleger sei es schwierig, fortlaufend neue Geräte auszuwählen, zu finanzieren und in Betrieb nehmen zu lassen.

Infinity Hash setze laut dem Artikel auf direkt erworbene Hashrate in physisch betriebenen Minern. Diese Rechenleistung erzeuge tägliche Bitcoin-Erträge und laufe so lange, wie die Maschinen wirtschaftlich arbeiten. Anders als bei klassischen Cloud-Mining-Verträgen gebe es kein vorab definiertes Laufzeitende.

BTC-ECHO verweist außerdem auf mehrere Möglichkeiten zur öffentlichen Nachvollziehbarkeit des Betriebs. Dazu gehörten eine jederzeit einsehbare Strom-Wallet mit den täglichen Energiekosten, nummerierte wöchentliche Betriebs-Updates und ein öffentlich zugängliches Pool-Dashboard, über das aktive Maschinen und Hashrate in Echtzeit überprüft werden könnten.

Den Zinseszinseffekt soll eine Auto-Scaling-Funktion automatisieren. Nutzer könnten selbst festlegen, ob und welcher Anteil der täglich ausgezahlten BTC-Erträge in zusätzliche Hashrate fließt. Die Einstellung sei jederzeit anpassbar; ein Zwang zum Reinvestieren bestehe nicht. Die neu erworbene Rechenleistung werde dem bestehenden Bestand hinzugefügt und bei den folgenden Ausschüttungen berücksichtigt.

Für den Einstieg nennt BTC-ECHO den Erwerb von Hashrate mit Kleinstbeträgen. Einzahlungen und Auszahlungen seien in BTC möglich. Zusätzlich werde ein kostenloser 30-Tage-Test mit Hashrate im Wert von 500 US-Dollar angeboten, ohne dass Zahlungsdaten hinterlegt werden müssten.

Der Beitrag betont zugleich, dass der Zinseszinseffekt keine Erträge garantiere. Mining-Erträge schwankten unter anderem mit dem Bitcoin-Kurs, der Netzwerk-Difficulty und den Energiekosten. In schwachen Marktphasen könnten die Erträge geringer ausfallen; außerdem sei ein Verlust des eingesetzten Kapitals möglich.

„Stillstand ist im Mining kein neutraler Zustand. Er ist ein schleichender Rückzug.“

Infobox: BTC-ECHO stellt automatisiertes Reinvestieren als Möglichkeit dar, die Mining-Basis fortlaufend zu vergrößern. Genannt werden ein kostenloser 30-Tage-Test mit Hashrate im Wert von 500 US-Dollar sowie variable Erträge und das Risiko eines Totalverlusts.

Cryptonews.net: Hyperscale Data beendet Mining in Michigan

Cryptonews.net berichtet, dass Hyperscale Data sämtliche Bitcoin-Mining-Aktivitäten an seinem Standort in Michigan beendet hat. Der Standort soll für einen Kunden aus dem Bereich KI-Rechenzentren vorbereitet werden. Nach einer Inspektion durch den nicht namentlich genannten, in Kalifornien ansässigen Neocloud-Anbieter seien alle Bitcoin-Miner abgeschaltet worden.

Hyperscale Data erklärte laut Cryptonews.net, die zugehörige Mining-Ausrüstung verkaufen zu wollen. Der Schritt ist Teil der Umwandlung des Standorts von Bitcoin-Mining- zu KI-Infrastruktur. Das Unternehmen finanziere den Ausbau der KI-Infrastruktur auch durch Verkäufe aus seiner Bitcoin-Reserve.

Der Kunde habe im Rahmen eines zehnjährigen Rahmenvertrags über Dienstleistungen eine Kapazität von 20 Megawatt für KI-Computing vereinbart. Der Vertrag enthalte zwei optionale Verlängerungen um jeweils fünf Jahre. Hyperscale Data schätzte, dass der Vertrag über die maximale Laufzeit von 20 Jahren mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar einbringen könnte.

Eine zusätzliche Option über 32 Megawatt könnte den potenziellen Umsatz auf mehr als 3 Milliarden US-Dollar erhöhen. Der Standort soll voraussichtlich 340 Megawatt unterstützen. Cryptonews.net weist darauf hin, dass die Expansionspläne weiterhin vorläufig seien und von Finanzierung, Genehmigungen und weiteren Risiken abhingen.

AngabeWert
Vertragslaufzeitzehn Jahre
Optionale Verlängerungenzwei Verlängerungen um jeweils fünf Jahre
Vertraglich vereinbarte KI-Kapazität20 Megawatt (MW)
Potentieller Umsatz über die maximale Laufzeitmehr als 1,2 Milliarden US-Dollar
Zusätzliche Option32 MW
Potentieller Umsatz mit zusätzlicher Optionmehr als 3 Milliarden US-Dollar
Voraussichtliche Standortkapazität340 MW

Die Prognose von 1,2 Milliarden US-Dollar setze voraus, dass der Kunde beide Verlängerungsoptionen ausübe. Die Prognose von 3 Milliarden US-Dollar hänge zusätzlich davon ab, dass der Kunde weitere Kapazität abnehme.

Parallel zur Beendigung des Minings geriet die Aktie von Hyperscale Data unter Druck. Laut Yahoo Finance schlossen die Aktien am Mittwoch bei 0,1984 US-Dollar, rund 17 % niedriger. Im Tagesverlauf erreichte die Aktie ein Tief von 0,1932 US-Dollar. Der Schlusskurs markierte ein splitbereinigtes Rekordtief für die an der NYSE American notierte Aktie.

Der Kursrückgang erfolgte kurz nach einem umgekehrten Aktiensplit im Verhältnis eins zu fünf. Der Handel auf splitbereinigter Basis begann laut einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission am 25. August.

Auch die Bitcoin-Bestände des Unternehmens gingen zurück. Am 30. Juli hielt Hyperscale Data etwa 1.006 Bitcoin und hatte 100 $BTC verkauft, während eine durch $BTC besicherte Kreditfazilität für den Campus in Michigan arrangiert wurde. In der am 30. August endenden Woche verkaufte das Unternehmen laut Cryptonews.net etwa 65 $BTC für 5,1 Mio. US-Dollar.

Die Erlöse aus diesem Verkauf sollten zusätzliches Kapital für die Entwicklung in Michigan bereitstellen. BitcoinTreasuries.NET führte Hyperscale Data anschließend mit 215 $BTC im Wert von etwa 16,7 Millionen US-Dollar. Dies entspreche einem Rückgang von etwa 79 % gegenüber dem im Juli genannten Betrag und dem Platz 84 unter den von der Plattform erfassten börsennotierten Unternehmen.

Infobox: Hyperscale Data schaltet das Bitcoin-Mining in Michigan ab und richtet den Standort auf KI-Computing aus. Genannt werden 20 MW vertraglich vereinbarte Kapazität, mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar potenzieller Umsatz über die maximale Laufzeit von 20 Jahren sowie ein Rückgang der Bitcoin-Bestände auf 215 $BTC.

Cryptonews.net: Bitcoin-Hashrate laut Twenty-One-CEO erstmals in einem Bärenmarkt

Cryptonews.net berichtet über eine Einschätzung von Rapha Zagury, dem CEO des von Tether unterstützten Bitcoin-Treasury-Unternehmens Twenty One Capital. Auf der Konferenz „Bitcoin Asia 2026“ in Hongkong erklärte Zagury, das Bitcoin-Netzwerk durchlaufe derzeit seinen ersten „Bärenmarkt bei der Hashrate“.

Die Aussage fiel während seiner Keynote am 28. August. Die Bitcoin-Hashrate habe sich Ende letzten Jahres 1,3 Zettahashes pro Sekunde genähert und anschließend allmählich zu sinken begonnen. Laut Zagury sei dies der längste Zeitraum, den Bitcoin unter einem Hashrate-Rekord verbracht habe, ohne sich wieder zu erholen.

Eine steigende Netzwerk-Hashrate verschärfe den Wettbewerb zwischen den Minern. Wenn die Hashrate sinke, könnten die verbliebenen Betreiber einen größeren Anteil an der Bitcoin-Produktion gewinnen. Zagury unterschied die aktuelle Entwicklung ausdrücklich vom Einbruch im Jahr 2021, der durch Chinas Vorgehen gegen das Krypto-Mining ausgelöst worden sei.

„Ich glaube, wir erleben gerade den ersten Bärenmarkt bei der Hashrate, den es in der Geschichte von Bitcoin je gegeben hat.“

Nach Darstellung von Zagury seien die Mining-Maschinen im Jahr 2021 größtenteils in andere Länder verlagert und anschließend wieder in Betrieb genommen worden. Die aktuelle Entwicklung sei dagegen durch einen neuen potenziellen Abnehmer für Mining-Infrastruktur geprägt: künstliche Intelligenz.

Für Bitcoin errichtete Rechenzentren verfügten über Strom, Grundstücke und Netzanschlüsse, die zunehmend von KI- und Hochleistungsrechner-Unternehmen nachgefragt würden. Dadurch erhielten Miner eine Alternative zur ausschließlichen Nutzung ihrer Infrastruktur für Bitcoin. Diese Flexibilität werde bei der Bewertung von Mining-Unternehmen häufig übersehen.

Cryptonews.net nennt mehrere Beispiele für die Verlagerung in Richtung KI und Hochleistungsrechnen. Keel Infrastructure habe den gesamten Bitcoin-Mining-Betrieb in den USA eingestellt und bereite mehrere Standorte für KI- und HPC-Workloads vor. Das Unternehmen habe den Berichtszeitraum mit einer Liquidität von rund 819 Millionen US-Dollar beendet.

Bitdeer habe im August einen 16-jährigen Vertrag über KI-Infrastruktur im Wert von rund 4,7 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Der Vertrag beziehe sich auf 121 Megawatt Rechenkapazität auf dem Tydal-Campus in Norwegen. Bei einer Verlängerung könne der Vertragswert auf rund 8 Milliarden US-Dollar steigen.

Hut 8 habe einen 15-jährigen KI-Infrastruktur-Mietvertrag im Wert von 9,8 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Dieser umfasse 352 Megawatt auf dem Beacon-Point-Campus in Texas. Das gesamte vertraglich vereinbarte KI-Portfolio von Hut 8 belaufe sich nun auf 949 Megawatt.

UnternehmenAngabeWert
Keel InfrastructureLiquiditätrund 819 Millionen US-Dollar
BitdeerVertragslaufzeit16 Jahre
BitdeerVertragswertrund 4,7 Milliarden US-Dollar
BitdeerRechenkapazität121 Megawatt
BitdeerVertragswert bei Verlängerungrund 8 Milliarden US-Dollar
Hut 8Vertragslaufzeit15 Jahre
Hut 8Vertragswert9,8 Milliarden US-Dollar
Hut 8Rechenkapazität352 Megawatt
Hut 8Vertraglich vereinbartes KI-Portfolio949 Megawatt

Zagury warnte, dass große börsennotierte Mining-Unternehmen das reine Bitcoin-Mining zunehmend überdenken. Für Betreiber, die weiterhin am Bitcoin-Mining festhielten, könne der Rückgang des Wettbewerbs jedoch vorteilhaft sein. Wenn die Hashrate konkurrierender Unternehmen verschwinde, könnten diese Betreiber naturgemäß einen größeren Anteil am Netzwerk gewinnen.

„Wenn man sich die börsennotierten Mining-Unternehmen ansieht, gibt es wirklich niemanden mehr, der den Kurs beibehält, Bitcoin in großem Maßstab zu schürfen.“

Infobox: Cryptonews.net beschreibt einen Rückgang der Bitcoin-Hashrate nach einem Höchststand nahe 1,3 Zettahashes pro Sekunde. Gleichzeitig verlagern Unternehmen Infrastruktur in Richtung KI und HPC; für verbleibende Bitcoin-Miner könnte der sinkende Wettbewerb einen größeren Anteil an der Bitcoin-Produktion bedeuten.

Sources: