Bitcoin-Mining im Wandel: Insolvenzen, KI-Ausbau und nachhaltigere Energie

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Poolin filed for Chapter 11 and plans to sell two Texas mining sites for $52 million, while MARA expands into energy and AI infrastructure. Bitcoin miners increasingly pursue sustainable power and AI/HPC opportunities.

Poolin beantragt Gläubigerschutz und plant Verkauf von Mining-Standorten

Der Bitcoin-Mining-Pool Poolin hat in den USA Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Nach Angaben von BTC-ECHO betrifft der Antrag auch zwei US-Tochtergesellschaften des in Singapur ansässigen Unternehmens.

Poolin beziffert seine Verbindlichkeiten auf 100 bis 500 Millionen US-Dollar. Den Vermögenswerten von einer bis zehn Millionen US-Dollar stehen zwischen 10.001 und 25.000 Gläubiger gegenüber.

Parallel zum Insolvenzantrag beantragte Poolin die Genehmigung für den Verkauf zweier Mining-Standorte in West-Texas an Thor CALAP LLC. Das vorgesehene Gesamtangebot beläuft sich auf 52 Millionen US-Dollar und soll im Rahmen eines gerichtlich überwachten Bieterverfahrens umgesetzt werden.

StandortVorgesehener BetragEnthaltene Bestandteile
Tarbush37 Millionen US-DollarÜbernommene Verbindlichkeiten
Pyote15 Millionen US-DollarStromrechte, Ausrüstung und weitere Vermögenswerte

Die Frist für konkurrierende Angebote endet nach aktuellem Stand am 8. September. Poolin war 2019 der weltweit größte Bitcoin Mining Pool; nach Daten von Hashrate Index ist der Marktanteil inzwischen auf rund 0,2 Prozent gesunken, womit das Unternehmen aktuell auf Platz 17 der größten Mining-Pools rangiert.

Zusammenfassung: Poolin beantragt Chapter 11, weist Verbindlichkeiten von 100 bis 500 Millionen US-Dollar aus und plant den Verkauf zweier texanischer Mining-Standorte für insgesamt 52 Millionen US-Dollar. Quelle: BTC-ECHO.

MARA erweitert Geschäftsmodell um Kraftwerk und KI-Infrastruktur

MARA Holdings entwickelt sich nach einer Analyse von TIKR.com über das klassische Bitcoin-Mining hinaus. Das Unternehmen besitzt nun ein Gaskraftwerk, baut einen KI-Datencenter-Campus, betreibt ein Digital-Asset-Management-Geschäft und expandiert international.

Die Mining-Kapazität von MARA beträgt 53,7 Exahashes pro Sekunde und liegt damit 33% über dem Vorjahr. Die Energiekosten pro geschürftem Bitcoin werden mit $40.47 angegeben.

KennzahlWert
52-Wochen-Spanne$6.66 – $23.45
Aktueller Kurs$12.12
Konsensziel der Analysten$18.13
Marktkapitalisierung~$4.62B
YTD-Rendite+22.3%
Umsatz Q1 2026$174.6M (-18% YoY)
Energiekosten pro geschürftem BTC$40.47
Nettoverschuldung$1.95B

MARA betrieb im Q1 2026 eine Mining-Kapazität von 53,7 Exahashes pro Sekunde und schürfte 2.247 Bitcoin zu Energiekosten von $40,47 pro Coin. Die Bruttomargen entwickelten sich laut TIKR.com von 38% im Jahr 2022 auf 45% in 2023, 46% in 2024 und 48% in 2025.

Der Umsatz belief sich im Q1 2026 auf $174,6 Millionen, was einem Rückgang von 18% gegenüber der erhöhten Basis im Q1 2025 entspricht. Als Gründe werden schwankende Bitcoin-Preise genannt.

Eine zentrale Rolle spielt die vollständige Übernahme von Long Ridge, einem 485-Megawatt-Gaskraftwerk in Ohio. Durch den Besitz der Anlage erhält MARA Kontrolle über die eigene Stromversorgung und verfolgt zugleich den Aufbau eines KI-Datencenter-Campus auf demselben Gelände.

JahrUmsatz
2022$118 Millionen
2025$907 Millionen
2026etwa $799 Millionen
2028$745 Millionen
2029etwa $2,1 Milliarden

Die Analystenprognosen sehen zunächst einen Umsatzrückgang und anschließend einen deutlichen Sprung im Jahr 2029 vor. TIKR.com führt diesen erwarteten Anstieg auf den möglichen Beitrag des Long-Ridge-KI-Campus zurück.

Elf Analysten decken die Aktie ab. Genannt werden 5 Kaufempfehlungen, 3 Outperform-Empfehlungen, 4 Halteempfehlungen und 1 Verkaufempfehlung; das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa $18, während das hohe Ziel $30 und das niedrige Ziel $5,50 betragen.

Gleichzeitig bleibt MARA stark von der Entwicklung des Bitcoin-Preises abhängig. Der Nettoverlust von $1,3 Milliarden im Q1 2026 wurde laut TIKR.com größtenteils durch Mark-to-Market-Bewegungen und nicht durch eine operative Verschlechterung verursacht.

Zusammenfassung: MARA verbindet Bitcoin-Mining mit eigener Energieinfrastruktur, KI-Datencentern und Digital-Asset-Management. Quelle: TIKR.com.

Energie wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Bitcoin-Miner

Bitcoin-Mining-Unternehmen verfügen nach einer bei Bitget wiedergegebenen Analyse über Erfahrungen bei der Suche nach kostengünstigem Strom, beim Bau modularer Compute-Einrichtungen und bei der Mitwirkung an der Netzstabilisierung. Diese Voraussetzungen können beim Ausbau von KI-Rechenzentren Vorteile schaffen, reichen allein jedoch nicht automatisch für den Bau entsprechender Anlagen aus.

Auf dem ersten Energy Investment Forum in Dallas erklärten die Teilnehmer, dass die KI-Welle im Kern einen groß angelegten Ausbau der Energieinfrastruktur antreibt. Es gehe damit nicht ausschließlich um einen Wettbewerb im Softwarebereich.

Alexander Neumüller vom Cambridge Centre for Alternative Finance erklärte, vorläufige Daten zeigten einen Anstieg des jährlichen weltweiten Stromverbrauchs für Bitcoin-Mining von 138 Terawattstunden (TWh) im Zeitraum Juni 2024 auf rund 190 Terawattstunden bis Dezember 2025.

EntwicklungWert
Jährlicher Stromverbrauch Juni 2024138 Terawattstunden (TWh)
Jährlicher Stromverbrauch Dezember 2025rund 190 Terawattstunden
Mining-Unternehmen mit Nutzung von Energie für KI oder HPCRund 10%
Mining-Unternehmen mit Prüfung einer UmstrukturierungMehr als 40%

Rund 10% der Mining-Unternehmen hätten bereits begonnen, einen Teil ihrer Energieressourcen für KI oder High Performance Computing (HPC) zu nutzen. Mehr als 40% prüften eine entsprechende Umstrukturierung.

Als mögliche Modelle werden der Bau großer KI-Rechenzentren, das Angebot verteilter Rechenleistung, die Fortführung des Bitcoin-Minings sowie eine Neuausrichtung zu Anbietern von Stromnetzdienstleistungen genannt.

Zusammenfassung: Der Zugang zu Energie allein genügt nicht für eine erfolgreiche KI-Expansion. Rund 10% der Mining-Unternehmen nutzen bereits Teile ihrer Energieressourcen für KI oder HPC, während mehr als 40% eine Umstrukturierung prüfen. Quelle: Bitget.

Bitcoin-Mining nutzt laut Cambridge zunehmend nachhaltige Energiequellen

Bitcoin notiert laut Cryptonews aktuell bei rund 64.000 US-Dollar und damit etwa 50 Prozent unter seinem Allzeithoch. Als Belastungsfaktoren werden eine schwache Nachfrage, wirtschaftliche Unsicherheit und mögliche regulatorische Belastungen genannt.

Gleichzeitig verweist der Bericht auf Veränderungen beim Energiemix des Bitcoin-Minings. Immer mehr Mining-Unternehmen setzen demnach auf erneuerbare Energien, Kernkraft oder Energie, die andernfalls ungenutzt bliebe.

Energiequelle beziehungsweise KennzahlWert
Nachhaltige Energiequellen insgesamtrund 52,4 Prozent
Erneuerbare Energien42,6 Prozent
Kernkraft9,8 Prozent
Nachhaltiger Anteil im Jahr 202237,6 Prozent
Kohle im Jahr 202236,6 Prozent
Kohle aktuell8,9 Prozent
Erdgas aktuell38,2 Prozent
Geschätzter jährlicher Stromverbrauchrund 138 Terawattstunden
Geschätzte Emissionenungefähr 39,8 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent

Nach den neuen Daten des Cambridge Centre for Alternative Finance stammen mittlerweile rund 52,4 Prozent der eingesetzten Energie aus nachhaltigen Quellen. Davon entfallen 42,6 Prozent auf erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Wind- oder Solarenergie und weitere 9,8 Prozent auf Kernkraft.

Zum Vergleich wurde der nachhaltige Anteil für 2022 auf lediglich 37,6 Prozent geschätzt. Der Kohleanteil sank im selben Vergleich von 36,6 Prozent auf 8,9 Prozent, während Erdgas auf 38,2 Prozent stieg und damit die größte einzelne Energiequelle des untersuchten Mining-Sektors darstellt.

Cambridge schätzt den jährlichen Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks auf rund 138 Terawattstunden. Die damit verbundenen Emissionen werden dem verwendeten Erhebungsmodell zufolge mit ungefähr 39,8 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent angegeben.

Die Studie basiert auf Angaben von Unternehmen, die etwa 48 Prozent der weltweiten Mining-Aktivität repräsentieren. Cryptonews weist deshalb darauf hin, dass die Ergebnisse keine lückenlose Bestandsaufnahme darstellen, aber einen klaren Trend zu einer nachhaltigeren Stromerzeugung zeigen.

Bitcoin Hyper setzt auf Layer-2-Technologie

Neben dem Energiemix behandelt der Bericht die technologische Weiterentwicklung des Bitcoin-Ökosystems. Layer-2-Netzwerke sollen Transaktionen und Anwendungen auf eine zusätzliche Ebene verlagern, um die Bitcoin-Blockchain zu entlasten.

Bitcoin Hyper soll laut Cryptonews die Sicherheit und Bekanntheit von Bitcoin mit der Geschwindigkeit der Solana-Technologie verbinden. Die Layer 2 soll auf der Solana Virtual Machine basieren; über eine Canonical Bridge sollen BTC auf der Bitcoin-Layer-1 gesperrt und anschließend in entsprechender Höhe auf der Layer 2 nutzbar gemacht werden.

Zero-Knowledge-Proofs sollen Zustände verifizieren und die Verbindung zwischen beiden Ebenen absichern. Die technischen Funktionen befinden sich laut Bericht noch in der Entwicklung und müssen ihre Praxistauglichkeit erst beweisen.

Nach Angaben des Projekts wurden im Presale bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Der native HYPER-Token soll für Transaktionsgebühren, Governance und Staking verwendet werden; eine variable Rendite von rund 36 Prozent APY wird für frühzeitiges Staking genannt.

Zusammenfassung: Der Anteil nachhaltiger Energiequellen im Bitcoin-Mining wird mit rund 52,4 Prozent angegeben, während der Kohleanteil von 36,6 Prozent im Jahr 2022 auf 8,9 Prozent sank. Quelle: Cryptonews.

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