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title: Bitcoin-Miner wandeln Stromstandorte für den KI-Rechenzentrumsboom um
canonical: https://mining-provider.com/bitcoin-miner-wandeln-stromstandorte-fuer-den-ki-rechenzentrumsboom-um/
author: Mining Provider Editorial Staff
published: 2026-09-15
updated: 2026-09-15
language: en
category: News
description: Bitcoin miners are pivoting to AI data centers, leveraging power and land while facing high costs, supply constraints, financing risks, and local opposition.
source: Provimedia GmbH
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# Bitcoin-Miner wandeln Stromstandorte für den KI-Rechenzentrumsboom um

> **Autor:** Mining Provider Editorial Staff | **Veröffentlicht:** 2026-09-15

**Zusammenfassung:** Bitcoin miners are pivoting to AI data centers, leveraging power and land while facing high costs, supply constraints, financing risks, and local opposition.

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## Bitcoin-Miner richten sich auf das Geschäft mit KI-Rechenzentren aus

Auf der 28. jährlichen Global Investment Conference von H.C. Wainwright diskutierten CleanSpark und weitere Branchenvertreter am Montag, den 14. September 2026, den Wandel vom Bitcoin-Mining zur Entwicklung von KI-Rechenzentren. Nach Angaben von Investing.com Deutsch setzen die Unternehmen dabei auf gesicherte Stromversorgung, Grundstücke und Betriebserfahrung, um Aufträge von Hyperscalern, Anbietern von Frontier-Modellen und Neocloud-Kunden zu gewinnen.

Die Diskussionsteilnehmer bezeichneten die Nachfrage nach KI-Infrastruktur als real und umfangreich, warnten jedoch vor Fachkräftemangel, langen Lieferzeiten für Transformatoren und Schaltanlagen, Finanzierungsrisiken sowie lokalem und politischem Widerstand. Als zentralen Engpass nannten sie die Verfügbarkeit von Strom.

Die von CleanSpark, MARA Holdings, Soluna Holdings, Big Digital Energy, Bitdeer, Core Scientific und WhiteFiber vertretene Gruppe verfügt laut Panel über eine Stromkapazität von mehr als 14 Gigawatt. Zudem seien bereits mehrere KI-Infrastrukturverträge im Milliarden-Dollar-Bereich abgeschlossen worden.

> „Bitcoin-Miner sind ein sehr schneller Weg, dieses Problem für Hyperscaler, Anbieter von Frontier-Modellen und Neoclouds zu lösen“, sagte Fred Thiel, Chairman und CEO von MARA Holdings, laut Investing.com Deutsch.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich deutlich vom klassischen Mining. Während Bitcoin-Mining-Standorte typischerweise für 1 bis 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt gebaut werden, nannten mehrere Redner für KI-Rechenzentren Kosten von 8 bis 13 Millionen US-Dollar pro Megawatt.

| Bitcoin-Mining-Standorte | 1 bis 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt | 

| Direkt flüssigkeitsgekühlte Anlagen Ende 2023 | 4,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt | 

| Direkt flüssigkeitsgekühlte Anlagen im Juni 2024 | knapp 8 Millionen US-Dollar pro Megawatt | 

| Standorte im Jahr 2024 | 10 bis 10,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt | 

| Projekte in den Jahren 2025 und 2026 | 12 bis 13 Millionen US-Dollar pro Megawatt | 

Russell Cann, Mitbegründer und Chief Development Officer von Core Scientific, führte den Kostenanstieg vor allem auf Arbeitskosten sowie langlebige Komponenten wie Schaltanlagen und Transformatoren zurück. CleanSpark strebt für vollständig betriebsbereite Rechenzentren Kosten von 10 bis 11 Millionen US-Dollar pro Megawatt an, während Soluna für 100-Megawatt-Projekte 10 bis 12 Millionen US-Dollar pro Megawatt veranschlagt.

## Großverträge und Ausbaupläne der Unternehmen

CleanSpark meldete den Abschluss eines 20-jährigen Triple-Net-Mietvertrags mit einem Mieter mit hohem Investment-Grade-Rating im Wert von 6,6 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen bezifferte den jährlichen Umsatz daraus auf etwa 330 Millionen US-Dollar und erklärte, dass der Vertrag aufgrund der Triple-Net-Struktur auf der Ertragsseite zu fast 100 % profitabel sei.

Zusätzlich besitzt CleanSpark Exklusivrechte für bis zu 885 zusätzliche Megawatt in Texas. Darin enthalten sind 585 Megawatt Grundlaststrom aus dem Programm „Batch Zero“.

Core Scientific schloss einen 500-Megawatt-Vertrag mit AMD ab und vereinbarte die Bereitstellung von weiteren 2.000 Megawatt an drei Standorten in Hunt County und Pecos in Texas sowie Muskogee in Oklahoma. Die Konditionen sehen 125 US-Dollar MRC im Rahmen eines Triple-Net-Mietvertrags oder 145 US-Dollar MRC bei einer modifizierten Bruttomietstruktur für 15 Jahre vor.

Der frühere Vertrag von Core Scientific mit CoreWeave generierte laut Unternehmen einen Nettoumsatz von etwa 5 Milliarden US-Dollar. CoreWeave steuerte dabei erhebliches Kapital zum Ausbau des Standorts bei.

WhiteFiber gab Cloud-Service-Verträge im Wert von rund 500 Millionen US-Dollar bekannt und betreibt sechs Anlagen in Quebec und North Carolina. Die NC-1-Anlage für Nscale umfasst 1 Million Quadratfuß, verfügt über 50 Megawatt online und soll auf 99 Megawatt erweitert werden; zusätzlich besteht Potenzial für weitere 100 Megawatt in den kommenden Jahren.

WhiteFiber erklärte außerdem, innerhalb von sechs Monaten einen Vertrag über 865 Millionen US-Dollar mit Nscale in North Carolina abgeschlossen zu haben. Bitdeer erwartet aus seiner Neocloud-Pipeline in Malaysia über fünf Jahre einen Umsatz von etwa 7 Milliarden US-Dollar aus dem GPU-as-a-Service-Geschäft.

Bitdeer verwies zudem auf einen Colocation-Vertrag mit Volta in Tydal, Norwegen, der 121 Megawatt für kritische IT-Lasten umfasst. In Fauske, Norwegen, stehen nach Angaben des Unternehmens 40 bis 50 Megawatt verfügbarer Kapazität zur Verfügung.

Soluna Holdings verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 200 Megawatt operative Bitcoin-Hosting-Kapazitäten und 6,3 Gigawatt Stromressourcen in 30 Projekten. Davon befinden sich 1,6 Gigawatt in aktiver Entwicklung.

Das Projekt Kati 2 im Südosten von Texas ist als 350-Megawatt-Campus geplant, wobei die ersten 100 Megawatt bereits im Bau sind. Das Projekt Dorothy 3 im Nordwesten von Texas soll als 300-Megawatt-Campus entwickelt werden.

Big Digital Energy plant sein Projekt in Hood County in drei Stufen: Phase eins umfasst 17 Megawatt, Phase zwei 74 Megawatt und die Endausbaustufe 111 Megawatt. Vor Ort stehen nach Angaben des Unternehmens 600 Megawatt Erzeugungskapazität aus Erdgas zur Verfügung.

- CleanSpark: 20-jähriger Mietvertrag über 6,6 Milliarden US-Dollar und bis zu 885 zusätzliche Megawatt in Texas.

- Core Scientific: 500 Megawatt mit AMD sowie weitere 2.000 Megawatt an drei Standorten.

- WhiteFiber: rund 500 Millionen US-Dollar Cloud-Service-Verträge und 865 Millionen US-Dollar mit Nscale.

- Bitdeer: etwa 7 Milliarden US-Dollar erwarteter Umsatz in Malaysia über fünf Jahre.

- Soluna: 6,3 Gigawatt Stromressourcen in 30 Projekten.

**Zusammenfassung:** Die Unternehmen bauen ihre vorhandenen Strom- und Grundstücksressourcen zu KI-Infrastruktur aus. Im Mittelpunkt stehen langfristige Mietverträge, Colocation-Angebote und GPU-as-a-Service.

## Umbau bestehender Mining-Standorte und neue Rechenzentren

Core Scientific gab an, seine erste Anlage im Februar 2024 innerhalb von 45 Tagen vom Bitcoin-Mining auf KI-Hochleistungsrechnen umgerüstet zu haben. Das Unternehmen hat 450 bis 500 Megawatt direkt flüssigkeitsgekühlter KI-Infrastruktur in Betrieb genommen und baut diese Kapazität weiter aus.

Ältere, luftgekühlte Rechenzentren lassen sich laut Core Scientific wegen der Anforderungen an die Kühlung nicht wirtschaftlich auf KI-Standards umrüsten. Neue Kapazitäten müssten daher von Grund auf errichtet werden.

WhiteFiber wandelte nach eigenen Angaben eine Fabrik für pharmazeutische Kapseln und eine Matratzenfabrik in KI-Rechenzentren um. Die Cerebras-Anlage sei termingerecht und innerhalb des Budgets fertiggestellt worden.

CleanSpark betrieb seinen ersten Mietstandort in Sandersville, Georgia, fast vier Jahre lang mit 11 Exahash für Bitcoin-Mining, bevor die Umwandlung erfolgte. Der Standort verfügte bereits über ein vollständig angeschlossenes 250-Megawatt-Umspannwerk.

CleanSpark erklärte außerdem, über mehr als 35 Standorte in mehreren Bundesstaaten mit angeschlossenen Umspannwerken und aktiver Stromversorgung zu verfügen. Zusätzlich besitzt das Unternehmen 122 Acres Land in Georgia sowie 585 Megawatt „Batch Zero“-Grundlaststrom in Texas.

Zur Verringerung des Umsetzungsrisikos setzt CleanSpark auf einen EPCM-Partner, der die meisten Rechenzentrumskomponenten in Fabriken herstellt. Das Unternehmen schloss zudem einen schlüsselfertigen Pauschalvertrag ab; die erste Datenhalle wird im Dezember 2027 erwartet.

MARA Holdings arbeitet mit Starwood und Worldwide Digital zusammen. Worldwide Digital hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 7 Gigawatt Hyperscaler-Rechenzentrumskapazität gebaut.

Soluna stellte einen ehemaligen Microsoft-Manager ein, der Rechenzentrumsprojekte im Wert von über 10 Milliarden US-Dollar realisiert und die größte KI-Anlage von Microsoft geleitet hat. Big Digital Energy kooperiert mit TensorIQ, dessen Gründer zusammen 40 Jahre Erfahrung in Design, Bau und GPU-Monetarisierung von Rechenzentren mitbringen.

**Infobox:** Die Umwandlung bestehender Standorte kann den Zugang zu Strom und Grundstücken beschleunigen. Luftgekühlte Anlagen gelten jedoch laut Core Scientific für moderne KI-Anforderungen als nicht wirtschaftlich umrüstbar.

## Colocation, Cloud-Dienste und die anhaltende Rolle des Bitcoin-Minings

Die Unternehmen verfolgen zwei zentrale Geschäftsmodelle: Colocation und Cloud-Dienste, auch GPU-as-a-Service genannt. CleanSpark konzentriert sich auf Colocation-Mietverträge mit bonitätsstarken Mietern und will im Gegensatz zu anderen Anbietern nicht selbst GPUs kaufen.

MARA Holdings will Hyperscaler, Anbieter von Frontier-Modellen und Neoclouds mit einer Mischung verschiedener Mietertypen bedienen. Bitdeer nutzt Colocation in Norwegen sowie Neocloud-Dienste in Malaysia und den USA.

WhiteFiber betreibt sowohl Colocation- als auch Cloud-Geschäfte mit getrennten Teams. Das Cloud-Geschäft habe den Börsengang im August 2024 mit vorangetrieben, unter anderem um institutionelle Investoren und Banken anzusprechen, die einem Krypto-Engagement zurückhaltend gegenüberstehen.

Soluna positioniert sich als Anbieter von Strominfrastruktur und Partnerschaften im Bereich erneuerbarer Energien. Das Unternehmen will nicht selbst zum GPU-Käufer werden.

> „Wir haben fast keine Bitcoin“, sagte Michael Potter, Chief Financial Officer von Bitdeer, laut Investing.com Deutsch.

Trotz der strategischen Ausrichtung auf KI bleibt Bitcoin-Mining für mehrere Unternehmen relevant. CleanSpark hält Bitcoin im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar und verfügt über weitgehend ungenutzte, durch Bitcoin besicherte Kreditlinien von rund 400 Millionen US-Dollar.

CleanSpark erklärte, das Mining habe dazu beigetragen, einen 110-Megawatt-Vertrag von Black Hills Energy gegen einen Billionen-Dollar-Hyperscaler zu gewinnen. Dafür sei innerhalb von 90 Tagen eine immersionsgekühlte Bitcoin-Mining-Infrastruktur bereitgestellt worden.

MARA Holdings kann seine Mining-Aktivitäten an andere erworbene Standorte verlagern, wenn KI-Mieter bestehende Standorte übernehmen. Bitdeer stellt eigene ASICs her und baut seine Hash-Rate weiter aus, während gleichzeitig KI-Rechenzentrumskapazitäten entsteht.

Soluna nutzt Bitcoin-Mining an kleineren Standorten für erneuerbare Energien, um schnell Einnahmen zu generieren und Kraftwerksbetreibern einen Mehrwert zu demonstrieren, bevor größere KI-Projekte gebaut werden.

**Zusammenfassung:** Colocation bietet langfristige Mietmodelle mit externen KI-Kunden, während Cloud-Dienste Rechenleistung direkt monetarisieren. Bitcoin-Mining bleibt als Finanzierungs-, Übergangs- und Auslastungsmodell Bestandteil der Strategien.

## Stromversorgung und Umsetzungsrisiken begrenzen das Wachstum

Die Diskussionsteilnehmer verwiesen auf eine verfügbare Stromkapazität der USA von etwa 72 Gigawatt. Gleichzeitig wachse die Nachfrage nach KI-Infrastruktur deutlich schneller.

Der Bau neuer Gaskraftwerke könne fünf bis sechs Jahre dauern und Milliarden von US-Dollar kosten. Solar- und Windenergie benötigten nach Angaben der Redner Orchestrierungslösungen, damit Rechenzentren zuverlässig versorgt werden können.

In Texas bestätigte ERCOT eine jährliche KI-Nachfrage von etwa 15 Gigawatt. Dem stehe eine jährliche Bereitstellung von Rack-Flächen für etwa 5 Gigawatt gegenüber.

Die Finanzierung erfolge typischerweise mit 80 % Fremdkapital und 20 % Eigenkapital. Kreditgeber achteten inzwischen stärker auf Bausicherheit, politische Risiken und die Bonität der Mieter.

Auch die lokale Akzeptanz bleibt ein Thema. CleanSpark veranstaltete Informationsveranstaltungen zu Lichtverschmutzung, Wasserverbrauch, Lärm und Stromtarifen. WhiteFiber führt Tage der offenen Tür durch und reduzierte den Wasserverbrauch im Vergleich zu einer früheren Anlage um 95 %.

Die Diskussionsteilnehmer betonten, dass Gewerkschaften und einige politische Entscheidungsträger Rechenzentren zunehmend als strategische Infrastruktur unterstützten. Gleichzeitig bleibe lokaler Widerstand in einigen Regionen ein Risiko.

> „Dies ist das erste Mal, dass wir die Energieinfrastruktur in diesem Umfang benötigen, um eine Technologie zu betreiben“, sagte John Belizaire, CEO von Soluna, laut Investing.com Deutsch.

Die Mehrheit der Panelteilnehmer verneinte eine KI-Blase, räumte jedoch ein, dass einzelne Marktbehauptungen übertrieben sein könnten. Russell Cann verwies auf spekulative Absichtserklärungen und Kapazitätsansprüche; allein in Texas habe es spekulative Anfragen für rund 474 Gigawatt gegeben.

**Infobox:** Stromverfügbarkeit, Bauzeiten, Netzanschlüsse, Genehmigungen und lokale Akzeptanz entscheiden darüber, welche KI-Projekte tatsächlich umgesetzt werden können.

## Citi sieht TeraWulf als Rechenzentrumsfavoriten

Citi hebt die Wachstumsprognose für die weltweite Rechenzentrumsbranche deutlich an und nennt neben etablierten Unternehmen auch den früheren Bitcoin-Miner TeraWulf als Favoriten. Das berichtet finanzen.ch.

Nach dem aktualisierten Modell der Bank soll die weltweite IT-Last von 121 Gigawatt im Jahr 2026 auf 370 Gigawatt im Jahr 2031 steigen. Citi kalkuliert daraus ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 25 Prozent.

| Weltweite IT-Last 2026 | 121 Gigawatt | 

| Weltweite IT-Last 2031 | 370 Gigawatt | 

| Jährlich neu hinzukommende IT-Last 2026 | 35 Gigawatt | 

| Jährlich neu hinzukommende IT-Last 2031 | 60 Gigawatt | 

| Buchungen 2026 | 35 Gigawatt | 

| Buchungen 2027 | 40 Gigawatt | 

Als Gründe für die Anpassung nennt Citi jüngste Quartalsergebnisse der Branche, die Nachfrage nach Token-Verbrauch, schnellere Chipverkäufe sowie erstmals berücksichtigte Beiträge aus China. Neben dem Training großer KI-Modelle sieht die Bank die wachsende Nutzung agentenbasierter KI-Anwendungen in Unternehmen als strukturellen Treiber.

TeraWulf stammt ursprünglich aus dem Bitcoin-Mining und wandelt seine Infrastruktur schrittweise in KI-Rechenzentren um. Citi begründet das Kaufrating damit, dass TeraWulf bestehende Industriestandorte mit vorhandenen Netzanschlüssen in KI-taugliche Großrechenzentren umwandeln kann.

Das Unternehmen strebt einen jährlichen Kapazitätsausbau von 250 bis 500 Megawatt an. Damit deckt TeraWulf nur einen kleinen Teil des von Citi skizzierten Gesamtmarktes ab.

Neben TeraWulf nennt Citi Equinix und Digital Realty Trust im Rechenzentrumssegment. Bei US-Versorgern führt die Bank NextEra Energy und FirstEnergy auf, im Halbleitersektor AMD und Celestica.

Bei den Internetkonzernen favorisiert Citi Amazon, Alphabet und Meta. Im Softwarebereich nennt die Bank Microsoft und Oracle sowie Neocloud-Anbieter, die Rechenkapazität gezielt für KI-Workloads bereitstellen.

## Genehmigungsstopps und Finanzierungsrisiken bei TeraWulf

Als größte kurzfristige Unsicherheit bezeichnet Citi die Angebotsseite. Die Verfügbarkeit von Energie sowie lokale und bundesstaatliche Auflagen könnten Genehmigungsverfahren verlängern.

Texas und New York haben nach Angaben der Bank vorübergehende Stopps für Genehmigungen neuer Rechenzentrumsprojekte verhängt. Dies könne für TeraWulf zum Engpass werden, wenn geplante Standorte betroffen sind.

Citi rechnet damit, dass Vorvermietungen bis in die Jahre 2028 bis 2030 reichen könnten, weil Hyperscaler, Neoscaler und Rechenzentrumsentwickler frühzeitig Kapazitäten sichern wollen. Bereits genehmigte Projekte mit gesicherter Energiezuteilung könnten dadurch an Wert gewinnen.

Als unternehmensspezifisches Risiko nennt Citi TeraWulfs hohe Verschuldung und den fehlenden belegten operativen Gewinn. Ein Rückgang der Investitionsbereitschaft im KI-Sektor oder Verzögerungen beim Netzanschluss könnten die Bewertung empfindlich treffen.

Der nächste Beobachtungspunkt ist laut finanzen.ch, ob Texas und New York ihre Genehmigungsstopps lockern. Davon hänge ab, wie schnell TeraWulf und andere Betreiber ihre geplanten Standorte ans Netz bringen können.

**Zusammenfassung:** Citi erwartet einen Anstieg der weltweiten IT-Last von 121 Gigawatt im Jahr 2026 auf 370 Gigawatt im Jahr 2031. TeraWulf profitiert in der Einschätzung von bestehenden Standorten und Netzanschlüssen, bleibt aber von Genehmigungen, Verschuldung und Netzanschlüssen abhängig.

## Mexikanische Behörden beschlagnahmen illegale Krypto-Mining-Farm

Mexikanische Behörden haben in der vergangenen Woche nahe Tlaola im Bundesstaat Puebla eine illegale Krypto-Mining-Farm zerschlagen. Das berichtet heise online.

Bei der Operation wurden nach Berichten lokaler Medien rund 300 Hochleistungsrechner, etwa 80 Mittelspannungsanschlüsse und acht Satellitenantennen beschlagnahmt. Das Equipment war darauf ausgelegt, Kryptowährungen wie Bitcoin zu schürfen; Festnahmen wurden zunächst keine gemeldet.

Die Anlage lag in einer Bergregion der Sierra Norte, rund 230 Kilometer von der gleichnamigen Hauptstadt des Bundesstaates entfernt. Nach Angaben von heise online befand sie sich neben einer wenig befahrenen Schotterstraße.

Lokale Behörden haben seit Anfang des vergangenen Jahres mehrere ähnliche Installationen in Puebla aufgedeckt. Kriminelle Gruppen nutzen laut dem Bericht häufig ländliche und abgelegene Gemeinden, um den Lärm der Anlagen zu verbergen und illegale Anschlüsse an das Stromnetz zu ermöglichen.

Die Behörden untersuchen, ob die Farm Strom von einem nahegelegenen Wasserkraftwerk abgezweigt hat. Drei weitere ähnliche Anlagen wurden im vergangenen Jahr in der Nähe eines Staudamms im Norden von Puebla entdeckt.

> „Dadurch können sie Strom stehlen und eine große Infrastruktur zum Mining von Kryptowährungen aufbauen“, erläuterte Caio Motta von Chainalysis gegenüber Reuters, wie heise online berichtet.

Der Erwerb und das Mining von Kryptowährungen sind in Mexiko nicht verboten. Das versteckte Anzapfen des Stromnetzes und die Nutzung von Kryptogeldern zur Verschleierung illegaler Finanztransaktionen sind dagegen verboten.

Das mexikanische Sicherheitsministerium und die Bundesstaatsanwaltschaft prüfen, ob die durch die Farm erzeugten virtuellen Vermögenswerte zur Geldwäsche verwendet wurden. Die Bundesstaatsanwaltschaft lehnte eine Stellungnahme unter Hinweis auf laufende Ermittlungen ab.

Der Stromverbrauch ist beim Krypto-Mining ein wesentlicher Kostenfaktor. Der Bitcoin-Stromverbrauchsindex der Universität Cambridge schätzt laut Reuters die Kosten für das Schürfen eines Bitcoins auf fast 45.000 US-Dollar; der im Bericht genannte aktuelle Kurs lag bei mehr als 78.500 US-Dollar.

| Beschlagnahmte Hochleistungsrechner | rund 300 | 

| Beschlagnahmte Mittelspannungsanschlüsse | etwa 80 | 

| Beschlagnahmte Satellitenantennen | acht | 

| Geschätzte Kosten für das Schürfen eines Bitcoins | fast 45.000 US-Dollar | 

| Im Bericht genannter aktueller Kurs | mehr als 78.500 US-Dollar | 

**Infobox:** Die Ermittlungen konzentrieren sich auf möglichen Stromdiebstahl und mögliche Verbindungen zum organisierten Verbrechen. Der Einsatz und das Mining von Kryptowährungen selbst sind in Mexiko nicht verboten.

Sources:
- [H.C. Wainwright Konferenz: Bitcoin-Miner positionieren sich für den KI-Boom](https://de.investing.com/news/transcripts/hc-wainwright-konferenz-bitcoinminer-positionieren-sich-fur-den-kiboom-93CH-3662120)
- [Mexiko: Behörden zerschlagen illegale Krypto-Mining-Farm](https://www.heise.de/news/Mexiko-Behoerden-zerschlagen-illegale-Krypto-Mining-Farm-11453014.html)
- [Verdreifachung bis 2031: Citi sieht Ex-Bitcoin-Miner TeraWulf als Rechenzentrums-Favorit](https://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/verdreifachung-bis-2031-citi-sieht-ex-bitcoin-miner-terawulf-als-rechenzentrums-favorit-1036542364)
- [H.C. Wainwright Konferenz: Bitcoin-Miner im Wettlauf um Energie für künstliche Intelligenz](https://de.investing.com/news/transcripts/hc-wainwright-konferenz-bitcoinminer-im-wettlauf-um-energie-fur-kunstliche-intelligenz-93CH-3662004)

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