Bitcoin-Miner setzen zunehmend auf KI-Computing statt auf Mining-Geschäfte

Autor: Mining Provider Editorial Staff

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Bitcoin miners are shifting toward AI and HPC as these offer higher margins, while contracts and costly conversions reshape valuations and reduce mining capacity.

Bitcoin-Miner verlagern Rechenzentren in Richtung KI-Computing

Mehrere börsennotierte Bitcoin-Miner bauen ihre Rechenzentren zunehmend für künstliche Intelligenz und High Performance Computing um. Laut finanzen.net zeigt ein Bericht von CoinShares, dass sich dieser Schritt wirtschaftlich vor allem wegen der höheren Margen im KI-Computing lohnt.

CoinShares beziffert den Gewinn aus KI-Computing auf rund 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt und Jahr. Beim klassischen Bitcoin-Mining seien es dagegen rund 500.000 US-Dollar.

KennzahlWert
Gewinn aus KI-Computing pro Megawatt und Jahrrund 1,5 Millionen US-Dollar
Gewinn aus klassischem Bitcoin-Mining pro Megawatt und Jahrrund 500.000 US-Dollar
Durchschnittliche Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoin im zweiten Quartal 2026rund 75.500 US-Dollar
Bitcoin-Kurs zum Ende des zweiten Quartals 202658.400 US-Dollar
Hash Price im Juni27,70 US-Dollar je PH/s und Tag
Hash Price nach dem Bitcoin-Anstiegetwa 38 US-Dollar

Im zweiten Quartal 2026 lagen die durchschnittlichen Cash-Kosten für die Produktion eines Bitcoin laut finanzen.net bei rund 75.500 US-Dollar, während Bitcoin das Quartal bei 58.400 US-Dollar beendete. Der monatliche Hash Price fiel im Juni auf ein Allzeittief von 27,70 US-Dollar je PH/s und Tag, bevor er sich nach dem Bitcoin-Anstieg auf rund 75.000 bis 77.000 US-Dollar auf etwa 38 US-Dollar erholte.

Der Wandel betrifft laut dem Bericht nicht nur Unternehmen mit schwachen Mining-Margen. CoinShares erwartet auch nach einer Erholung des Bitcoin-Kurses keine Rückkehr jener Miner, deren Infrastruktur bereits vertraglich für KI-Kunden gebunden ist. Core Scientific zahlte demnach rund 41,9 Millionen US-Dollar, um eine Liefervereinbarung für neue Mining-Hardware aufzulösen, nachdem der Mining-Betrieb eine negative Bruttomarge von 56 Prozent ausgewiesen hatte.

Zusammenfassung: KI-Computing erzielt laut CoinShares pro Megawatt und Jahr rund 1,5 Millionen US-Dollar Gewinn, während klassisches Mining rund 500.000 US-Dollar erreicht. Hohe Produktionskosten und ein niedriger Hash Price beschleunigen den Umbau der Rechenzentren.

IREN und TeraWulf verschieben ihr Geschäftsmodell

Bei IREN überholte die KI-Cloud-Umsatzsparte im zweiten Quartal 2026 erstmals das Mining-Geschäft. Die KI-Cloud-Sparte erzielte 70,5 Millionen US-Dollar Umsatz, während der Mining-Umsatz bei 66,7 Millionen US-Dollar lag.

Parallel dazu verbuchte IREN eine Wertminderung von 450,4 Millionen US-Dollar auf stillgelegte Mining-Hardware. Laut dem eigenen Jahresbericht hält das Unternehmen keine Bitcoin-Bestände mehr.

UnternehmenEntwicklung
IRENKI-Cloud-Umsatz von 70,5 Millionen US-Dollar; Mining-Umsatz von 66,7 Millionen US-Dollar
IRENWertminderung von 450,4 Millionen US-Dollar auf stillgelegte Mining-Hardware
TeraWulfHPC-Leasingeinnahmen machen 71 Prozent des Gesamtumsatzes aus

Auch TeraWulf hat den Schwerpunkt seines Geschäfts verlagert. HPC-Leasingeinnahmen machen inzwischen 71 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Insgesamt sollen mindestens 35 Exahash pro Sekunde Rechenleistung aus dem Bestand börsennotierter Miner verschwinden. Keel, vormals Bitfarms, stellte sein Bitcoin-Mining am 29. Juni 2026 vollständig ein; für das dritte Quartal 2026 wird bei dem Unternehmen erstmals ein Mining-Umsatz von null erwartet.

IREN und Cipher planen laut finanzen.net einen vollständigen beziehungsweise weitgehenden Ausstieg bis Ende 2026 beziehungsweise 2027. Der Bericht beschreibt damit eine breitere Verschiebung innerhalb der Branche, bei der Mining-Infrastruktur zunehmend für KI- und HPC-Anwendungen verwendet wird.

Infobox: IREN erzielte im zweiten Quartal 2026 mit KI-Cloud erstmals mehr Umsatz als mit Mining. TeraWulf erzielt 71 Prozent des Gesamtumsatzes mit HPC-Leasingeinnahmen, während mindestens 35 Exahash pro Sekunde aus dem Bestand börsennotierter Miner verschwinden sollen.

KI-Verträge verändern die Bewertung von Mining-Unternehmen

Riot Platforms unterzeichnete Mitte August einen 20-Jahres-Lease mit einem KI-Unternehmen über 191 Megawatt. Der Vertragswert wurde mit rund 9,1 Milliarden US-Dollar angegeben. Berichten zufolge soll es sich bei dem KI-Unternehmen um das KI-Labor Anthropic handeln.

Solche Verträge führen laut CoinShares zu deutlich höheren Bewertungen. Unternehmen mit kontrahierter KI- oder HPC-Kapazität werden im Durchschnitt mit dem 12,9-fachen des erwarteten Zwölfmonatsumsatzes bewertet. Reine Mining-Unternehmen ohne Verträge werden dagegen nur mit dem 3,7-fachen bewertet.

UnternehmenstypBewertung laut CoinShares
Unternehmen mit kontrahierter KI- oder HPC-Kapazität12,9-facher erwarteter Zwölfmonatsumsatz
Reine Mining-Unternehmen ohne Verträge3,7-facher erwarteter Zwölfmonatsumsatz

Gleichzeitig weist CoinShares auf eine erhebliche Differenz zwischen angekündigtem Auftragsbestand und tatsächlichen Umsätzen hin. Mehr als 100 Milliarden US-Dollar an offengelegtem KI- und HPC-Auftragsbestand stehen rund 1,1 Milliarden US-Dollar annualisierter Umsätze gegenüber.

Auch die Umrüstung selbst ist kapitalintensiv. Die Umwandlung von Mining- in KI-taugliche Flächen kostet laut CoinShares 8 bis 15 Millionen US-Dollar pro Megawatt. Für reine Mining-Infrastruktur werden dagegen 0,7 bis 1 Million US-Dollar pro Megawatt angegeben.

Zusammenfassung: Vertraglich gesicherte KI- und HPC-Kapazitäten werden mit einem deutlich höheren Umsatzmultiplikator bewertet. Dem hohen Auftragsbestand stehen jedoch bislang rund 1,1 Milliarden US-Dollar annualisierte Umsätze gegenüber.

Was der Umbau für Bitcoin-Anleger bedeutet

Für Anleger, die über Miner-Aktien in Bitcoin investiert sind, verändert der Umbau laut finanzen.net das Risikoprofil. Wer Aktien von IREN, TeraWulf oder Riot Platforms hält, kauft zunehmend eine Wette auf Rechenzentrumsverträge mit KI-Unternehmen statt auf den Bitcoin-Kurs.

Die Entwicklung kann die Volatilität der Aktien dämpfen, verschiebt jedoch die Allokation im Depot. Die Unternehmen entfernen sich dadurch zunehmend von der ursprünglichen Ausrichtung auf die Kryptowährung.

Für das Bitcoin-Netzwerk bedeutet der Abbau von mindestens 35 Exahash pro Sekunde vor allem weniger Wettbewerb um Block Rewards unter den verbliebenen Minern. Das kann deren Wirtschaftlichkeit stützen.

Ein Sicherheitsrisiko für das Netzwerk ergibt sich daraus laut dem Bericht nicht zwangsläufig, weil sich die Difficulty anpasst. Direkt in Bitcoin investierte Anleger sind von der Frage, ob sich der KI-Umbau der Miner wirtschaftlich rechnet, nicht unmittelbar betroffen.

Der Trend bleibt für Bitcoin-Anleger dennoch relevant, weil er zeigt, wie eng Mining-Ökonomie und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur inzwischen miteinander verflochten sind.

Wer heute Aktien von IREN, TeraWulf oder Riot Platforms hält, kauft zunehmend eine Wette auf Rechenzentrumsverträge mit KI-Unternehmen statt auf den Bitcoin-Kurs.

Infobox: Miner-Aktien entwickeln sich laut den Quellen zunehmend zu Beteiligungen an KI-Rechenzentrumsverträgen. Für das Bitcoin-Netzwerk kann der Rückgang der Mining-Kapazität den Wettbewerb um Block Rewards unter den verbleibenden Minern verringern.

IREN plant vollständigen Abschied vom Bitcoin-Mining

Auch Börse Express berichtet über den grundlegenden Umbau bei IREN. Der Rechenzentrumsbetreiber verabschiedet sich demnach zunehmend vom klassischen Bitcoin-Mining und setzt auf KI-Computing.

Der Artikel verweist ebenfalls auf die unterschiedlichen Gewinne pro Megawatt und Jahr: rund 1,5 Millionen Dollar beim KI-Computing gegenüber etwa 500.000 Dollar beim klassischen Mining. Im zweiten Quartal 2026 kostete die Produktion eines Bitcoin im Schnitt rund 75.500 Dollar, während Bitcoin das Quartal bei 58.400 Dollar beendete.

IREN erzielte im zweiten Quartal mit der KI-Cloud-Sparte 70,5 Millionen Dollar Umsatz. Das klassische Mining-Geschäft kam auf 66,7 Millionen Dollar. Zusätzlich musste das Unternehmen eine Wertminderung von 450,4 Millionen Dollar auf stillgelegte Mining-Hardware verbuchen.

Der vollständige Ausstieg von IREN aus dem Mining-Geschäft ist laut Börse Express bis Ende 2026 geplant. Der Artikel hebt außerdem hervor, dass IREN laut eigenem Jahresbericht mittlerweile keine Bitcoin-Bestände mehr hält.

Zusammenfassung: IREN verlagert den Schwerpunkt von Bitcoin-Mining zu KI-Computing. Der geplante vollständige Mining-Ausstieg bis Ende 2026 folgt auf höhere KI-Cloud-Umsätze und eine Wertminderung von 450,4 Millionen Dollar auf Mining-Hardware.

Hyperscale Data plant eigenständige Gesellschaft für Mining-Aktivitäten

MarketScreener Deutschland berichtet am 22.09.2026 um 13:05, dass Hyperscale Data, Inc. Schritte zur Gründung von Patriot BTC einleitet. Die geplante neue Tochtergesellschaft soll die Krypto-Mining-Aktivitäten und die damit verbundenen Vermögenswerte als eigenständiges Geschäft bündeln.

Hyperscale Data beabsichtigt, zunächst sämtliche betrieblichen Vermögenswerte, die im Krypto-Mining eingesetzt werden, auf Patriot BTC zu übertragen. Dazu zählen das Rechenzentrum in Montana, Bitcoin-Miner, Mining-Equipment sowie die zugehörige Infrastruktur.

Mit der geplanten Übertragung sollen die Bitcoin-Mining-Aktivitäten von Hyperscale Data von der Michigan-Strategie für ein KI-Rechenzentrum getrennt werden. Patriot BTC soll als fokussiertes Bitcoin-Mining- und Infrastrukturunternehmen ausgebaut werden, das durch seine Mining-Aktivitäten eigene Bitcoins erzeugt.

Das Management könnte dem Verwaltungsrat empfehlen, Patriot BTC in einer börsennotierten Einheit zu positionieren. Dafür kommen laut dem Bericht eine Abspaltung oder eine andere Transaktionsstruktur infrage.

Eine konkrete Transaktionsstruktur wurde jedoch noch nicht ausgewählt oder beschlossen. Die Gründung von Patriot BTC ist bislang nicht abgeschlossen, und eine Abspaltung unter Einbeziehung von Patriot BTC wurde zum genannten Zeitpunkt nicht genehmigt.

In der vorgesehenen Aufteilung könnte sich das Management von Patriot BTC auf die Wirtschaftlichkeit des Minings, die Leistungsfähigkeit der Mining-Flotte, Stromkosten und die zugehörige Infrastruktur konzentrieren. Das Management von Alliance Cloud Services und Sentinum soll sich dagegen auf die Finanzierung, Entwicklung und strategische Positionierung des KI-Rechenzentrums in Michigan fokussieren.

Eine mögliche Transaktion steht laut MarketScreener Deutschland unter mehreren Vorbehalten. Dazu gehören die Zustimmung des Verwaltungsrats von Hyperscale Data, die Einhaltung der anwendbaren bundes- und einzelstaatlichen Wertpapiergesetze, Anforderungen der NYSE American und anderer Handelsplätze sowie steuerliche und bilanzrechtliche Erwägungen.

Zusätzlich müssen die Kapitalausstattung von Patriot BTC, die Transaktionsstruktur sowie die Handels- und Berichtsstruktur festgelegt werden. Hyperscale Data erwartet, weitere Informationen zu veröffentlichen, sobald diese Punkte festgelegt und genehmigt sind.

Geplante EinheitVorgesehener Schwerpunkt
Patriot BTCBitcoin-Mining und Mining-Infrastruktur
Alliance Cloud Services und SentinumFinanzierung, Entwicklung und strategische Positionierung des KI-Rechenzentrums in Michigan

Infobox: Hyperscale Data plant, Mining-Aktivitäten und zugehörige Vermögenswerte in Patriot BTC zu bündeln. Die konkrete Struktur, eine mögliche Abspaltung und die Gründung der Gesellschaft sind bislang weder abgeschlossen noch genehmigt.

Sources: